Profilbild von Barbara62

Barbara62

Lesejury Profi
offline

Barbara62 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Barbara62 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2019

Die Vergangenheit gibt es doch

Bella Ciao
0

Im März 1946 kehrt die wohlhabende Witwe Mrs. Giulia Masca in das piemontesische Dorf Borgo di Dentro zurück, aus dem sie 45 Jahre zuvor schwanger und fast mittellos geflohen war. Damals hatte sie für ...

Im März 1946 kehrt die wohlhabende Witwe Mrs. Giulia Masca in das piemontesische Dorf Borgo di Dentro zurück, aus dem sie 45 Jahre zuvor schwanger und fast mittellos geflohen war. Damals hatte sie für ihre überstürzte Flucht ein Ticket dritter Klasse auf einem Überseedampfer gekauft, nun kommt sie in einer Erste-Klasse-Kabine in Genua an. Ihr Sohn Michael begleitet sie, angeblich in Geschäftsangelegenheiten für die familieneigenen „Groceries“ unterwegs, ihr bleibt Zeit für einen Besuch in ihrem Geburtsort. Doch was will sie überhaupt in Borgo di Dentro, wo sie die ersten 20 Jahre ihres Lebens bitterarm verbracht und nach drei Grundschuljahren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für einen Hungerlohn in der Spinnerei geschuftet hat, die Hände in einer Schüssel mit gekochten Seidenraupen im siedenden Wasser? Was, wenn sie ihrer damals besten Freundin, Anita Leone, wiederbegegnet, in deren Familie sie die Geborgenheit fand, die ihre Mutter ihr nicht bieten konnte? Wegen Anitas doppeltem Verrat hat sie während des großes Streiks Borgo di Dentro im Februar 1901 verlassen. War es Feigheit oder Mut? „Die Vergangenheit gibt es nicht“ ist zu Giulia Mascas Lebensmotto geworden, doch im Dorf trifft sie auf genau diese Vergangenheit.

Der Roman „Bella Ciao“ der 1971 geborenen Italienerin Raffaella Romagnolo ist eine der großen Entdeckungen des Literaturfrühlings 2019 für mich. Drei Handlungsstränge hat sie so eng miteinander verwoben, dass das Lesen Konzentration erfordert, aber genau diese Herausforderung hat mir Spaß gemacht. Zum einen geht es um die fünf Tage, die Giulia 1946 in ihrem Heimatdorf verbringt. Zum anderen verfolgt Raffaella Romagnolo das Schicksal Giulias in New York, wo nach ihrer abenteuerlichen Flucht der American Dream für sie Wirklichkeit wurde, und stellt es dem Leben Anitas und ihrer Familie in Borgo di Dentro gegenüber. Stammbäume zu Anfang der drei Romanteile helfen bei der Orientierung, vor allem in der weitverzweigten Familie Leone. Beide erleben zwei Weltkriege und doch auf völlig unterschiedliche Weise. Giulias Einwandererfamilie muss trotz des wirtschaftlichen Erfolgs hart um die Anerkennung in den USA kämpfen, Anita erlebt Armut, Hunger, immer wieder Tod, Unterdrückung, das Erstarken des Faschismus, die Kämpfe mit Sozialisten und Kommunisten und den Partisanenkampf. Fast ein halbes Jahrhundert italienische Geschichte porträtiert Raffaella Romagnola in diesem hochinteressanten Roman, angesiedelt in einem fiktiven Dorf, jedoch mit real existierenden Vorbildern für einige ihrer Figuren und viel Quellenstudium, wie das interessante Nachwort verrät.

„Was ist dir zugestoßen, Anita“ und „Warum bist du zurückgekommen, Giulia“ sind zwei der zentralen Fragen dieses unglaublich packenden Romans, in dem ich nebenbei viel über die Geschichte Italiens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfahren habe. Gleichzeitig hat mich das Schicksal der beiden mutigen Frauen und ihrer Familien nachhaltig bewegt. Mit dem kunstvollen Aufbau und der angenehmen Sprache hat „Bella Ciao“ damit alles, was ich mir von einem Lieblingsbuch wünsche.

Veröffentlicht am 16.03.2019

Beste Absichten

Mattis und das klebende Klassenzimmer
1

Mit der Kinderbuchautorin Silke Schlichtmann hat nun auch der Hanser Verlag eine Erstleserreihe gestartet. Wie nicht anders erwartet, ist „Mattis und das klebende Klassenzimmer“ sowohl inhaltlich als auch ...

Mit der Kinderbuchautorin Silke Schlichtmann hat nun auch der Hanser Verlag eine Erstleserreihe gestartet. Wie nicht anders erwartet, ist „Mattis und das klebende Klassenzimmer“ sowohl inhaltlich als auch haptisch ein Volltreffer.

Der achtjährige Mattis hat einen älteren Bruder, einen entspannten Vater und eine besorgte Mutter, die ihn auf dem besten Weg zum Schwerverbrecher sieht. Würde sie allerdings Mattis zuhören, anstatt nur den bösen Briefen aus der Schule Glauben zu schenken, wäre alles einfacher. Deshalb beschließt Mattis, die Wahrheit aufzuschreiben: „Damit alle sie lesen können. Damit Mama sie erfährt und an eine andere Zukunft für mich glaubt.“

Und weil Mattis auch tut, was er sich vornimmt, stellt er erst einmal die Vorgänge vom vierten September richtig. Er soll „mutwillig das Klassenzimmer zerstört, mehrere Mitschüler verletzt und auch sonst noch manches beschädigt“ haben. Dabei war doch alles ganz anderes: Mattis wollte lediglich seinen Klassenkameraden beim Einhalten der Klassenregeln helfen - mit einer äußerst kreativen Idee! Wer konnte ahnen, dass die Sache so schief gehen und Herr Storm, der ungeliebte Klassenlehrer der 3c, ausrasten würde? Leider muss Mattis erfahren, dass „Pech Pech anzieht“ und der beste Plan floppt, wenn ein unberechenbarer Lehrer dazwischenfunkt...

Silke Schlichtmann beweist in dieser Geschichte für kleine Leseeinsteiger eindrucksvoll, dass auch Bücher im Großdruck mit nur 61 Seiten sehr gut ausgearbeitete Charaktere und eine komplexe Handlung bieten können. Wie schon in ihren beiden Pernilla-Bänden und in „Bluma und das Gummischlangengeheimnis“, mit dem sie 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war, ist die Geschichte in einer sehr kindgemäßen Ich-Perspektive geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Honigbrot auf die „leckere“ Seite fällt, eine Formulierung, die eigentlich nur aus Kindermund stammen kann. Auch Herrn Storms Gesichtsfarbenspektrum von krebsrot bis krabbenrosa und zurück ist einfach herrlich. Sprachlich ist das Buch wie immer ein Hochgenuss und ihre - pardon: Mattis‘ - witzig-kreative, nicht zur Nachahmung empfohlenen Einfälle bringen auch erwachsene Leser zum Lachen. Die bunten Illustrationen von Maja Bohn mit den ausdrucksstarken Gesichtern passen ausgezeichnet zum Ton des Buchs und veranschaulichen den Text für Leseanfänger. Mein Favorit unter den Bildern ist eindeutig Herr Storm als schweißtriefender Hummer.

Wer erleben möchte, warum leider auch gutgemeinte Vorhaben manchmal scheitern, wer einen liebenswerten kleinen Helden kennenlernen möchte, dessen Einfälle Eltern das Fürchten lehren können, und wer beim Lesen herzlich lachen, aber auch nachdenken möchte, dem möchte ich dieses Erstleserbuch für gute Leserinnen und Leser ab Klasse zwei wärmstens empfehlen.

Ich freue mich schon auf "Mattis und die Sache mit den Schulklos"!

Veröffentlicht am 07.03.2019

Die erste Liebe bestimmt das ganze Leben

Die einzige Geschichte
0

Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden oder weniger lieben und weniger leiden?“, fragt Julian Barnes zu Beginn seines neuen Romans „Die einzige Geschichte“. Es geht darin um eine große, unkonventionelle ...

Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden oder weniger lieben und weniger leiden?“, fragt Julian Barnes zu Beginn seines neuen Romans „Die einzige Geschichte“. Es geht darin um eine große, unkonventionelle Liebe und um vertraute Themen aus früheren Barnes-Romanen: Schuld, Konventionen, Pflichtgefühl, Scham, Wahrheit und Erinnerung.

„Ich versuche hier nicht, Ihnen eine Geschichte auszumalen; ich versuche, Ihnen die Wahrheit zu erzählen.“, verspricht der etwa 70-jährige Paul, der sein Leben und seine große Liebe resümiert. Sein Erinnern gliedert er in drei Teile, für die er drei verschiedene Erzählperspektiven wählt, im ersten Teil die Ich-Perspektive. Paul ist ein 19-jähriger, langhaariger Student aus einem wohlhabenden Londoner Vorort, der sich im Tennisclub unsterblich in die 48-jährige Ehefrau und Mutter Susan Macleod verliebt, deren beide Töchter älter sind als er, und seine Liebe wird erwidert. Was auf mich von Pauls Seite zunächst wie eine vorübergehende Rebellion gegen die spießbürgerlichen Konventionen der 1960er-Jahre wirkte, von Susans Seite als Ausbruch aus einer trostlosen, gewaltbasierten Ehe, entpuppt sich als langanhaltende Verbindung. Doch bereits am Ende des ersten Teils, als beide nach etwa zwei Jahren zusammenziehen, deutet Paul den weiteren Verlauf der Beziehung an: „Ich werde sie immer in guter Erinnerung behalten, versprach ich mir. Und ich würde auch alles andere in guter Erinnerung behalten, wenn ich könnte. Aber das kann ich nicht.“

„10 oder mehr Jahre“ leben Susan und Paul in London unter einem Dach, doch der zweite Teil des Romans, der jetzt schon überwiegend in der Du-Perspektive erzählt ist, ist eine Zeit des Zweifels und der Verzweiflung. Susan verfällt mehr und mehr dem Alkohol und Paul kann sie nicht retten, so sehr es auch versucht. Dieser Teil war für mich der intensivste und großartigste des Romans, denn mit Ausnahme von Arno Surminskis „Malojawind“ habe ich die Suchtproblematik noch nie so ergreifend geschildert gefunden - mit allen Hoffnungen, Abstürzen, erfolglosen Rettungsversuchen und Schuldgefühlen.

Nach diesem grandiosen Mittelteil war ich sehr gespannt, ob der dritte Teil dieses Niveau würde halten können, und ich wurde nicht enttäuscht. Ein abgeklärter Erzähler berichtet nunmehr in der dritten Person über die letzten 20 Jahre, philosophiert über die Liebe und das Leben, über sein „verödetes Herz“, seine Heimatlosigkeit nach der aus Selbstschutz vollzogenen Trennung. Diese Bilanz ist der zugleich melancholischste und doch versöhnlichste Teil des Buches. Auch das zunächst rätselhafte Cover erklärt sich hier wie von selbst. Nur einmal kehrt Paul am Schluss noch zur Ich-Perspektive zurück, als er die letzte Begegnung kurz vor Susans Tod schildert: „... ja, ich glaube, ich habe die Schuldgefühle jetzt wohl hinter mir. Doch mein übriges Leben, oder was davon geblieben ist und weiterhin bleiben wird, rief wieder nach mir.“

Mich begeistert dieser Roman von Julian Barnes sogar noch mehr als „Vom Ende einer Geschichte“, für den er 2011 den Man Booker Prize erhielt.

Veröffentlicht am 24.02.2019

So viele Verdächtige...

Fischermord
0

Fünf der sieben Vorgängerbände zu "Fischermord" aus der Rügen-Krimi-Serie habe ich gelesen, alle haben mir gut gefallen, aber dieser achte ist in meinen Augen der beste. Durchgängige Spannung bis ganz ...

Fünf der sieben Vorgängerbände zu "Fischermord" aus der Rügen-Krimi-Serie habe ich gelesen, alle haben mir gut gefallen, aber dieser achte ist in meinen Augen der beste. Durchgängige Spannung bis ganz zuletzt, jede Menge Verdächtige, sehr detailliert beschriebene Ermittlungen durch ein harmonisch arbeitendes Team, eine ebenso schlüssige wie überraschende Auflösung, die aber nicht vom Himmel fällt, und je eine kleine Prise Privatleben der Ermittlerin und regionales Flair sind die Zutaten, die ihn für mich zu einem rundum gelungenen Krimi machen.

Zu Beginn sieht alles nach einem überraschenden Selbstmord des erfolgreichen Pferdehof-Besitzers Torsten Fischer in der Nacht vor seinem 55. Geburtstag aus. Doch das Bauchgefühl der leitenden Rügener Kommissarin Romy Beccare und die Ergebnisse der Spurensicherung sprechen gegen einen Suizid. Als dann auch noch klar wird, dass alle Dokumente des Opfers vor dem Kauf des Hofes 1995 gefälscht sind, lässt sich der vorgesetzte Leiter des Kriminalkommissariats in Stralsund, Romys frischgebackener Ehemann Jan Riechter, von der Dringlichkeit weiterer Ermittlungen überzeugen. Schnell wird klar, dass sich im Umfeld des Pferdehofs in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele Unglücksfälle ereignet haben: Vor acht Jahren verschwand die 15-jährige Tochter des Verwalters spurlos, vor einem Jahr wurde eine Freundin des Sohnes von Torsten Fischer nachts von einem Transporter überfahren, nach den Beteuerungen des Unfallgegners in Selbstmordabsicht, und eben jener Sohn liegt inzwischen nach einem Überfall Unbekannter im Wachkoma. Zufall? Oder hängt alles irgendwie zusammen? Wer und wo war Torsten Fischer vor 1995? Jedenfalls wird schnell klar, dass der angesehene und erfolgreiche Macher und Familienvater keineswegs so beliebt war, wie es zunächst schien: „Dutzende von Menschen haben ein Motiv.“ Bevor Romy Beccare und ihr Team, zu dem nun auch die in den Polizeidienst zurückgekehrte Ex-Kommissarin Ruth Kranold aus dem Vorgängerband "Strandmord" gehört, den Fall aufklären können, geschieht ein zweiter Mord. Hat der gleiche Täter noch einmal zugeschlagen? Was verbindet die Opfer?

Katharina Peters schreibt ihre sehr durchdachten, bodenständigen Krimis in einer einfach zu lesenden, nie platten Sprache. "Fischermord" ist voller überraschender Wendungen und lebt daneben von einer oft unkonventionellen, temperamentvollen Kommissarin mit italienischen Wurzeln, die immer offen für neue Ideen und Ermittlungsansätze ist. Wie alle Bände der Reihe lässt er sich problemlos unabhängig lesen, allerdings verfolge ich sehr gerne auch die im Hintergrund mitlaufenden Entwicklungen in Romys Privatleben.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Die rundum gelungene Vollendung eines Michael-Ende-Fragments

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe
0

Es erfordert Mut, das Romanfragment eines weltbekannten Autors zu vollenden. Der Verlag Thienemann, dem die ersten drei Kapitel Michael Endes (1929 - 1995) zu diesem Buch vorlagen, hat mit dem Kinderbuchautor ...

Es erfordert Mut, das Romanfragment eines weltbekannten Autors zu vollenden. Der Verlag Thienemann, dem die ersten drei Kapitel Michael Endes (1929 - 1995) zu diesem Buch vorlagen, hat mit dem Kinderbuchautor Wieland Freund eine hervorragende Wahl getroffen. Herausgekommen ist mit "Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe" ein wunderschönes, zeitloses, fantasievolles Vorlesebuch für Kinder ab sechs Jahren, das für Zuhörer und Vorlesern gleichermaßen eine große Freude ist. Einen Bruch habe ich nicht bemerkt, vielmehr werden alle Möglichkeiten der ersten Kapitel konsequent genutzt und die Handlung stimmig weitergeführt. Selbst die neu hinzugekommenen Figuren sind in den Anfangskapiteln bereits als Marionetten vorhanden.

Was wird aus einem Jungen, der nicht weiß, was Angst ist, und der den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht kennt? Er kann nicht erwachsen werden, das ist heute so, und das war auch im finsteren Mittelalter so, zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Hastrubel Anaximander Chrysostomos Dick, genannt Knirps, beschließt deshalb, sich vom berüchtigten Raubritter Rodrigo Raubein das Fürchten lehren zu lassen. Eines Nachts reißt er aus dem Wagen seiner braven Puppenspieler-Eltern aus. Er ahnt nicht, dass Rodrigo Raubein keineswegs der ist, als der er scheinen will, denn: „Er hatte das Aussehen eines bösen Fleischerhundes und die Seele eines Gänseblümchens.“ Als Knirps in der Schauderburg auf dem Haarzuberg im Bangwald ankommt und Rodigo Raubein um eine Anstellung als Knappe bittet, hat der Gemüse und Kakteen züchtende Raubritter wider Willen Angst um seine sorgsam gepflegte Tarnung und schickt ihn erst einmal in die weite Welt, wo er als Probe seiner Fähigkeiten ein gefährliches Verbrechen begehen soll. Wild entschlossen zieht Knirps los...

Aus diesen drei hinterlassenen Ende-Kapiteln hat Wieland Freund – sozusagen als Geschenk zu Michael Endes 90. Geburtstag – eine spannende Abenteuergeschichte gemacht mit einem ängstlichen Puppenspieler-Elternpaar, einer pfiffigen Prinzessin, einem melancholischen König, einem bitterbösen, machtgierigen Zauberer, einem einfältigen Drachen und natürlich den beiden Protagonisten. Ein kluger Papagei namens Sokrates begleitet das Geschehen und versucht, aus einem alten Geschichtenbuch den Fortgang des Abenteuers zu entnehmen, um Knirps an einer späteren Stelle der Handlung abzupassen, eine erzähltechnisch ausgesprochen witzige Idee. Daneben gibt es eine zweite Ebene, in der es um Wahrheit und Lüge, Mut und Angst und darum geht, wie man zu einem selbstbestimmten Leben gelangen kann: "Aber es ist eben gar nicht so einfach, zu tun, was man will. Oft braucht man lange, um es herauszufinden, und manchmal braucht man dazu auch ein bisschen Glück".

Regina Kehls Illustrationen sind farbenprächtig und passen gut zu diesem klassisch anmutenden Text. Leider finden sich kleinere Ungenauigkeiten, die es gerade in einem Kinderbuch nicht geben sollte, beispielsweise sind die Augen von Knirps laut Text blau, nicht braun, und die Prinzessin trägt eigentlich ein silbernes Diadem, keine goldene Krone.

Ein wundervolles Vorlesebuch und eine uneingeschränkte (Vor-)Leseempfehlung!