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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2019

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Ich bin so frei
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Unzufrieden im Job? Lust auf was Neues? Eine Veränderung muss her! Dann ist das Sachbuch „Ich bin so frei raus aus dem Hamsterrad“ der perfekte Begleiter auf dem Weg sowie ein Ansporn, um den ersten Schritt ...

Unzufrieden im Job? Lust auf was Neues? Eine Veränderung muss her! Dann ist das Sachbuch „Ich bin so frei raus aus dem Hamsterrad“ der perfekte Begleiter auf dem Weg sowie ein Ansporn, um den ersten Schritt zu wagen.

Das Sachbuch ist in unterschiedliche Kapitel unterteilt. Zunächst erzählen die Autoren Emilo Galli Zugaro und Jannike Stör über ihren eigenen Werdegang sowie ihrer Umstiegsgeschichte. Daraufhin werden die einzelnen Schritte des Umsteigens erläutert und näher gebracht.

Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch einen anregt über seine eigenen Stärken und Schwächen nachzudenken und sich dadurch mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Zudem ist dieses Sachbuch alles andere als trocken und liest sich wie ein Roman.

Es ist nicht nur ein Ratgeber, sondern auch ein Mutmacher. Für jedermann zu empfehlen, da es die Thematik gelungen auf den Punkt bringt.

Veröffentlicht am 27.05.2026

Schonungslos ehrlich

Half His Age
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„Half His Age“ ist definitiv kein leichtes Buch, aber genau das macht es so fesselnd. Im Mittelpunkt steht die siebzehnjährige Waldo, die sich in ihren deutlich älteren Lehrer verliebt. Aus dieser Ausgangslage ...

„Half His Age“ ist definitiv kein leichtes Buch, aber genau das macht es so fesselnd. Im Mittelpunkt steht die siebzehnjährige Waldo, die sich in ihren deutlich älteren Lehrer verliebt. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich eine Affäre, die von Anfang an von einem spürbaren Ungleichgewicht geprägt ist.

Besonders beeindruckt hat mich Waldo als Hauptfigur. Sie wirkt widersprüchlich, klug, verletzlich und gleichzeitig erstaunlich reflektiert. Gerade dadurch hatte ich oft das Gefühl, dass ihr die problematischen Strukturen dieser Beziehung durchaus bewusst sind, auch wenn sie sich ihnen emotional nicht entziehen kann. Diese innere Zerrissenheit macht die Geschichte sehr intensiv.

Der Schreibstil ist dabei kompromisslos direkt und teilweise ziemlich hart. Nichts wird romantisiert oder beschönigt, sondern roh und unangenehm ehrlich dargestellt. Genau deshalb bleibt das Buch lange im Kopf.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Eine Dystopie der Einsamkeit

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Dieses Buch entwirft eine trostlose, dystopische Welt voller Einsamkeit und Rätsel. Es ist keine klassische Dystopie, sondern vielmehr ein stilles, verstörendes Gedankenspiel. Die karge Welt voller unendlicher ...

Dieses Buch entwirft eine trostlose, dystopische Welt voller Einsamkeit und Rätsel. Es ist keine klassische Dystopie, sondern vielmehr ein stilles, verstörendes Gedankenspiel. Die karge Welt voller unendlicher Weite bleibt dabei oft schwer zu greifen. Genau das macht den Roman gleichzeitig faszinierend und herausfordernd. „Ich, die ich Männer nicht kannte“ stellt seine Leser definitiv auf die Probe: Die Geschichte wirkt oft rätselhaft, beinahe entrückt, und genau das macht ihren besonderen Reiz aus.

Im Mittelpunkt stehen vierzig Frauen, die in einem unterirdischen Käfig gefangen gehalten werden, bis sie sich durch einen glücklichen (?) Zufall befreien können. Von da an sind die Frauen vollkommen auf sich allein gestellt und müssen lernen, ihr Leben selbst zu bestreiten.

Besonders beeindruckt hat mich die bedrückende Atmosphäre und die existenzielle Leere dieser Welt. Das Buch lebt weniger von Handlung als von Gedanken, Beobachtungen und der Frage, was Menschlichkeit überhaupt ausmacht, wenn jede gesellschaftliche Ordnung verschwunden ist. Manchmal war mir das Ganze allerdings etwas zu distanziert und schwer greifbar, weshalb ich emotional nicht immer komplett eintauchen konnte.

Trotzdem eine faszinierende, ungewöhnliche Dystopie, die noch lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Ungwöhnliche Erzälweise

Die Ausweichschule
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Die Ausweichschule ist ein eindringlicher und bewegender Roman, der sich mit schwierigen Lebensumständen, Ausgrenzung und der Suche nach Zugehörigkeit auseinandersetzt – ohne dabei sensationsgeil zu sein. ...

Die Ausweichschule ist ein eindringlicher und bewegender Roman, der sich mit schwierigen Lebensumständen, Ausgrenzung und der Suche nach Zugehörigkeit auseinandersetzt – ohne dabei sensationsgeil zu sein. Die Geschichte wird ruhig, aber eindrucksvoll erzählt und regt immer wieder zum Nachdenken an.

Kaleb Erdmann setzt sich darin mit dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 auseinander. Statt die Geschehnisse durch Interviews oder eine nüchterne Rekonstruktion des Tathergangs aufzuarbeiten, wählt er einen anderen, sehr persönlichen Ansatz.

Der Schreibstil ist eigen und anfangs ungewohnt, sodass man sich zunächst daran gewöhnen muss. Zudem ist das Buch nicht einfach zu lesen, da es keinen klaren roten Faden gibt. Die fragmentarische Erzählweise fordert Aufmerksamkeit und Geduld, passt jedoch gut zur inneren Zerrissenheit und Traumatisierung, die thematisiert werden. Hat man sich darauf eingelassen, entfaltet die Sprache ihre Wirkung und unterstützt die ernste, nachdenkliche Atmosphäre der Geschichte sehr eindrucksvoll.

Gerade weil Erdmann konsequent auf Effekthascherei verzichtet, entfaltet der Roman eine leise, aber nachhaltige Wirkung. Die Figuren wirken authentisch, die Atmosphäre dicht und teilweise bedrückend, ohne zu dramatisieren.

Insgesamt ist Die Ausweichschule ein anspruchsvoller, sensibel erzählter Roman mit Tiefgang, der wichtige Themen ernst nimmt und lange nachwirkt. Keine leichte Lektüre – aber eine sehr lohnende.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Fokus nicht auf den Rezepten

Oishii!
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„Oishii“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das vor allem eines vermittelt: Atmosphäre. Wer sich für japanische Esskultur, Ästhetik und stimmungsvolle Food-Fotografie begeistert, wird hier definitiv ...

„Oishii“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das vor allem eines vermittelt: Atmosphäre. Wer sich für japanische Esskultur, Ästhetik und stimmungsvolle Food-Fotografie begeistert, wird hier definitiv fündig. Die Bilder sind hochwertig und man erhält allerlei Hintergrund Infos zu japanischer Küchen- und Essgewohnheiten.

Allerdings liegt genau hier auch der Schwerpunkt des Buches und weniger bei den Rezepten selbst. Die vorhandenen Gerichte sind zwar authentisch und gut beschrieben, aber sie stehen nicht im Fokus. Somit handelt es ich hier um ein kein klassisches Alltagskochbuch mit vielen Rezepten, sondern eher ein Buch zum Inspirieren und Durchblättern.

Visuell stark, kulturell bereichernd und ein schöner Einstieg in die japanische Küche, auch wenn man am Ende vielleicht weniger Rezepte erhält als erwartet.

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