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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2019

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Ich bin so frei
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Unzufrieden im Job? Lust auf was Neues? Eine Veränderung muss her! Dann ist das Sachbuch „Ich bin so frei raus aus dem Hamsterrad“ der perfekte Begleiter auf dem Weg sowie ein Ansporn, um den ersten Schritt ...

Unzufrieden im Job? Lust auf was Neues? Eine Veränderung muss her! Dann ist das Sachbuch „Ich bin so frei raus aus dem Hamsterrad“ der perfekte Begleiter auf dem Weg sowie ein Ansporn, um den ersten Schritt zu wagen.

Das Sachbuch ist in unterschiedliche Kapitel unterteilt. Zunächst erzählen die Autoren Emilo Galli Zugaro und Jannike Stör über ihren eigenen Werdegang sowie ihrer Umstiegsgeschichte. Daraufhin werden die einzelnen Schritte des Umsteigens erläutert und näher gebracht.

Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch einen anregt über seine eigenen Stärken und Schwächen nachzudenken und sich dadurch mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Zudem ist dieses Sachbuch alles andere als trocken und liest sich wie ein Roman.

Es ist nicht nur ein Ratgeber, sondern auch ein Mutmacher. Für jedermann zu empfehlen, da es die Thematik gelungen auf den Punkt bringt.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Ungwöhnliche Erzälweise

Die Ausweichschule
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Die Ausweichschule ist ein eindringlicher und bewegender Roman, der sich mit schwierigen Lebensumständen, Ausgrenzung und der Suche nach Zugehörigkeit auseinandersetzt – ohne dabei sensationsgeil zu sein. ...

Die Ausweichschule ist ein eindringlicher und bewegender Roman, der sich mit schwierigen Lebensumständen, Ausgrenzung und der Suche nach Zugehörigkeit auseinandersetzt – ohne dabei sensationsgeil zu sein. Die Geschichte wird ruhig, aber eindrucksvoll erzählt und regt immer wieder zum Nachdenken an.

Kaleb Erdmann setzt sich darin mit dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 auseinander. Statt die Geschehnisse durch Interviews oder eine nüchterne Rekonstruktion des Tathergangs aufzuarbeiten, wählt er einen anderen, sehr persönlichen Ansatz.

Der Schreibstil ist eigen und anfangs ungewohnt, sodass man sich zunächst daran gewöhnen muss. Zudem ist das Buch nicht einfach zu lesen, da es keinen klaren roten Faden gibt. Die fragmentarische Erzählweise fordert Aufmerksamkeit und Geduld, passt jedoch gut zur inneren Zerrissenheit und Traumatisierung, die thematisiert werden. Hat man sich darauf eingelassen, entfaltet die Sprache ihre Wirkung und unterstützt die ernste, nachdenkliche Atmosphäre der Geschichte sehr eindrucksvoll.

Gerade weil Erdmann konsequent auf Effekthascherei verzichtet, entfaltet der Roman eine leise, aber nachhaltige Wirkung. Die Figuren wirken authentisch, die Atmosphäre dicht und teilweise bedrückend, ohne zu dramatisieren.

Insgesamt ist Die Ausweichschule ein anspruchsvoller, sensibel erzählter Roman mit Tiefgang, der wichtige Themen ernst nimmt und lange nachwirkt. Keine leichte Lektüre – aber eine sehr lohnende.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Fokus nicht auf den Rezepten

Oishii!
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„Oishii“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das vor allem eines vermittelt: Atmosphäre. Wer sich für japanische Esskultur, Ästhetik und stimmungsvolle Food-Fotografie begeistert, wird hier definitiv ...

„Oishii“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das vor allem eines vermittelt: Atmosphäre. Wer sich für japanische Esskultur, Ästhetik und stimmungsvolle Food-Fotografie begeistert, wird hier definitiv fündig. Die Bilder sind hochwertig und man erhält allerlei Hintergrund Infos zu japanischer Küchen- und Essgewohnheiten.

Allerdings liegt genau hier auch der Schwerpunkt des Buches und weniger bei den Rezepten selbst. Die vorhandenen Gerichte sind zwar authentisch und gut beschrieben, aber sie stehen nicht im Fokus. Somit handelt es ich hier um ein kein klassisches Alltagskochbuch mit vielen Rezepten, sondern eher ein Buch zum Inspirieren und Durchblättern.

Visuell stark, kulturell bereichernd und ein schöner Einstieg in die japanische Küche, auch wenn man am Ende vielleicht weniger Rezepte erhält als erwartet.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Small-Town-Roman mit Spice

Wild Side
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Wild Side von Elsie Silver ist ein unterhaltsamer Small-Town-Roman, der perfekt für alle ist, die eine Mischung aus Wohlfühlmomenten und prickelnder Spannung suchen. Die Autorin fängt die Kleinstadt-Atmosphäre ...

Wild Side von Elsie Silver ist ein unterhaltsamer Small-Town-Roman, der perfekt für alle ist, die eine Mischung aus Wohlfühlmomenten und prickelnder Spannung suchen. Die Autorin fängt die Kleinstadt-Atmosphäre lebendig ein und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen.

Die Figuren wirken authentisch, und ihre Dynamik miteinander bringt sowohl Humor als auch Herzklopfen. Besonders schön war es, Rhys und Tabitha auf ihrem Weg zu begleiten.

Rhys ist dabei die Figur, die besonders heraussticht: sensibel, beschützend und gleichzeitig geheimnisvoll. Eine Kombination, die ihn zu einem faszinierenden Charakter macht. Zusammen mit Tabitha entsteht eine Dynamik, die man gerne verfolgt.

Einige Wendungen sind zwar vorhersehbar, doch der flüssige, sehr angenehme Schreibstil von Elsie Silver gleicht das aus. Hinzu kommt das Thema Wrestling was eher selten in Romance-Romanen ist und daher ein Highlight, das der Geschichte eine frische Note verleiht.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Mehr als eine Sommergeschichte

Furye
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„Furye“ von Kat Eryn Rubik hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders das atmosphärische Retro-Design und die raffinierte Erzählweise auf zwei Zeitebenen konnten überzeugen.

Im Zentrum stehen drei ...

„Furye“ von Kat Eryn Rubik hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders das atmosphärische Retro-Design und die raffinierte Erzählweise auf zwei Zeitebenen konnten überzeugen.

Im Zentrum stehen drei 17-jährige Freundinnen, die einen Sommer voller erster Liebe erlebe. Doch schnell zeigt sich, dass es um weit mehr geht: soziale Unterschiede, Armut und Privilegien. Gerade dieser Spannungsbogen zwischen jugendlicher Leichtigkeit und drängenden gesellschaftlichen Themen macht den Roman so faszinierend.

Die Sprache ist temporeich und besitzt eine Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Furye verstört und berührt gleichermaßen: ein Roman, der zugleich von Hitze, Schmerz und der bittersüßen Schwere unauslöschlicher Erinnerungen getragen wird.
Einziger Wermutstropfen: Die Figuren sind stellenweise doch sehr klischeehaft; hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Dennoch ist „Furye“ ein eindringlicher Coming-of-Age-Roman, der weit über eine bloße Sommergeschichte hinausgeht.

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