Profilbild von Meret

Meret

Lesejury Star
offline

Meret ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Meret über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2020

Kult

Der Spiegelmann
1

Nun ist schon der achte Kriminalroman um den Ermittler Joona geschrieben. Wer die ersten Bände gelesen hat, wird auch diesen unbedingt verschlingen wollen.
Mädchen werden entführt, eins nach Jahren öffentlich ...

Nun ist schon der achte Kriminalroman um den Ermittler Joona geschrieben. Wer die ersten Bände gelesen hat, wird auch diesen unbedingt verschlingen wollen.
Mädchen werden entführt, eins nach Jahren öffentlich erhängt auf einem Spielplatz aufgefunden.
Das Autorenehepaar, das unter dem Namen Lars Kepler schreibt, ist auch hier wieder nicht zimperlich. Ein in Eis gebrochenenes Mädchen, ein entführtes Mädchen, das Jahre später erhängt wird, ein Mädchen dem die Füße amputiert werden... Auch wenn die Brutalität in ihrer Darstellung fast zu drastisch ist, gerät man bei diesem Band wieder in den Bann der Story. Wer, warum und wie? Wie hängt das Schicksal des entführten Mädchen mit dem in Eis gebrochem Mädchen zusammen? Bis zuletzt fiebert der Leser bei dieser verschachtelt aufgebauten Handlung mit. Der Kommissar Joona Linna wird hier (wieder) zum Übermenschen und der Leser, der die vorherigen Folgen gelesen hat, freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Hypnotiseur Erik Maria Bark, das allerdings im Buch etwas auf sich warten lässt, ihm aber dann auch Raum gibt.
Der Schreibstil ist passagenweise sehr aufzählend, schnöde, was aber durch die rasanten Entwicklungen nicht auffällig ist. Die Übergänge zu Rückblenden sind zum Teil nicht schnell erkenntlich, der Handlungsverlauf ist temporeich.
Mir hat, obwohl brutal und meiner Meinung nach nicht realistisch, dieser Krimi gefallen, er ist spannend und packend, liest sich schnell, ein Kriminalroman und Psychothriller.
Eine klare Empfehlung für alle Lars Kepler Fans!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.04.2020

Krimireihe mit Suchtfaktor

Ostseegruft
0

Dies ist schon der 15. Fall der viel geplagten und sympatischen Kommissarin und Mutter Pia Korritki von der Lübecker Mordkommission. Eva Almstädt hat damit ihre erfolgreiche Reihe, die im Taschenbuchformat ...

Dies ist schon der 15. Fall der viel geplagten und sympatischen Kommissarin und Mutter Pia Korritki von der Lübecker Mordkommission. Eva Almstädt hat damit ihre erfolgreiche Reihe, die im Taschenbuchformat bei Bastei Lübbe erscheint, gewohnt spannend fortgesetzt.

Als Pia zu der Beerdigung einer Schulfreundin geht, ruft am Grab ein Mann, dass hier kein Unfall, sondern Mord vorliege. Pia versucht den Mann noch zu erwischen, der aber davon rennt und beschließt dem Ganzen nachzugehen. Sie schafft es, die Ermittlungen anzustossen und kommt dabei dem Geheimnis um den verschwundenen Vaters ihrer Freundin immer näher. Sie trifft bei Ermittlungsüberschneidungen die bis zum Staatsschutz reichen auf alte Bekannte und auch ihr Privatleben entwickelt sich weiter.

Dieser Pia Band liest sich schnell und flüssig. Der Aufbau ist spannend und nachvollziehbar. Die Landschaft, das Lokalkolorit, kommt nicht zu kurz, ist aber nicht aufdringlich. Der Band versteht sich als Teil einer Reihe, wer die vorergehnden Bände gelesen hat, erkennt manche Anspielung, die Geschichte um Pia muss mit weiteren Bänden weitererzählt werden, aber auch "Einsteiger" in diese Reihe werden nicht auf Spannung und Zusammenhänge verzichten.

Dieser Band hat alle meine Erwartungen erfüllt und hat sich fast von selbst gelesen. Beste Unterhaltung, die ich allen Nordkrimifans wärmstens empfehle!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 03.03.2020

Ein fantastischer Lesespaß!

Die geheime Drachenschule - Die Rückkehr des siebten Clans
0

Die geheime Drachenschule ist nun schon in der dritten Runde und endet mit "Fortsetzung folgt"...
"Die Rückkehr des siebten Clans" ist der dritte Band der geheimen Drachenschule von Emily Skye, einem Lektorenteam ...

Die geheime Drachenschule ist nun schon in der dritten Runde und endet mit "Fortsetzung folgt"...
"Die Rückkehr des siebten Clans" ist der dritte Band der geheimen Drachenschule von Emily Skye, einem Lektorenteam des Baumhaus Verlags. Der Band ist hart eingebunden und wirkt mit seinen ca. 270 Seiten richtig dick, wird aber in einer knappen Woche auch von neunjährigen Kindern bei wunderbar bildlichen Schreibstil verschlungen. Der Einband und die Illustrationen von Pascal Nöldner sind ansprechend und liebevoll gestaltet. Meine Tochter liebt das Buch und wartet auf den nächsten Band. Hier liegt Segen und Fluch des Buchs - es ist viel zu schnell ausgelesen. Henry, seine Freunde und der Schulalltag mit Fächern wie Drachenfliegen, Drachenhandwerk und Goldkunde faszinieren den Leser. Es werden Schüler, Drachenfreunde und Reiter angesprochen, also fast alle Kinder. Es muss der Reiter des Blattfingers Anonymos gefunden werden und Gaben werden entdeckt. Hier liegt eine spanndende Fortsetzung der ersten Bände vor, die zuvor gelesen werden sollten.
Eine klare Leseempfehlung für ab Neunjährige und jung
gebliebene Erwachsene. Ein Wohlfühlbuch mit Spannung und Freundschaft!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.01.2020

Ein schöner Krimi

Hamish Macbeth und der tote Witzbold
0

-"Hamish und der tote Witzbold" von M.C. Beaton ist der siebte Band der Reihe mit dem schottischen Dorfermittler Hamish Macbeth. Dieser Band wurde im Original bereits 1992 veröffentlich, was aber für die ...

-"Hamish und der tote Witzbold" von M.C. Beaton ist der siebte Band der Reihe mit dem schottischen Dorfermittler Hamish Macbeth. Dieser Band wurde im Original bereits 1992 veröffentlich, was aber für die Handlung kaum relevant ist. Mit 222 Seiten ist der Band kurz, aber ebenso kurzweilig.
-Es werden potenielle Erben von einem Vermeindlich totkranken in ein abgelegenes verschneites Anwesen ein-/geladen. Der Hausherr Arthur Trent ist ein bösartiger Witzbold, der den Anwesenden mit derben Scherzen arg zusetzt und sich recht guter Gesundheit erfreut. Dies ändert sich mit dem Mord an ihm. Der urige Dorfpolizist Hamish wird gerufen. Es sei verraten, dass dies nicht der einzige Mord bleibt.
-Die Handlung, der Aufbau und die Sprache sind klassisch und grundsolide. Da die Handlung sich auf das Herrenhaus und die geladenen Gäste samt Ermittler konzentriert, erinnert der Kriminalroman an ein Theaterstück. Das Buch lässt sich schnell lesen, amüsiert, besonders da die Figuren plastisch, kantig und interessant sind.
- Ganz besonders hervorheben möchte ich die schöne Gestaltung des Taschenbuchbandes. Tartanmuster, Scotchterrier, Torbogen, Weide und Schafe, von denen eins ein blutiges Messer im Maul hält, lassen genau den Lesegenuß, der einen erwartet, vermuten.
- Mir hat der Band sehr gut gefallen, ein Buch zum Nebenherlesen, ob in Bahn oder Wartezimmer, das aber ein Lesevergnügen mit guter Sprache und Lesevergnügen beschert.

  • Einzelne Kategorien
  • Humor
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2019

Nordseeluft, Regen. Graupel, Schauer und Franzbrötchen

Finsteres Kliff
2

"Finsters Kliff" ist der dritte Syltkrimi mit der Kommissarin Liv Lammers als sympathischen Ermittlerin. Erschienen ist der von Sabine Weiss geschriebene Syltkrimi im Bastei Lübbe Verlag als handliches ...

"Finsters Kliff" ist der dritte Syltkrimi mit der Kommissarin Liv Lammers als sympathischen Ermittlerin. Erschienen ist der von Sabine Weiss geschriebene Syltkrimi im Bastei Lübbe Verlag als handliches Taschenbuch 2019.
Am Morgen nach dem Biikeabend wird am Morsum Kliff die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Da er an einem Halsschnitt starb, spekuliert die Presse gleich auf einen Ritualmord. Die sehr engagierte von Sylt stammende Kommissarin Liv Lammers wird zu den Ermittlungen nach Sylt gesandt. Bald muss sie sich auch mit einer Entführung und Medikamentenbetrug in den verschiedensten Kreisen Sylts beschäftigen.
Der Kriminalfall ist gut strukturiert aufgebaut, hat viele Handlungsansätze, die nicht gradlinig zur Auflösung führen und hält die Spannung bis zum Schluss.
Als Syltkrimi kommen die Insel und ihre Geschichte nicht zu kurz. Dank des gelungenen beschreibenden Erzählstils fühlt sich der Leser nach Sylt versetzt und nimmt Anteil an dem Leben aller eingeführter Personen, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht. Die Lebenssituationen der Polizisten und der Verdächtigen sind echt und interessant geschildert.
Auch wenn es sich hier bereits um den dritten Band der Reihe handelt, ist ein Lesen ohne Kenntnis der Vorgänger ein Genuss.
Von mir eine klare Leseempfehlung bei Franzbrötchen und Tee, ein Muss für alle Syltfans!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil