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Veröffentlicht am 28.09.2020

LESEEMPFEHLUNG!

Sohn der Unterwelt
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„Der Sohn der Unterwelt“

Fantasy trifft auf die griechische Mythologie: ICH MUSSTE ES LESEN! Dana Graham kombiniert in ihrem neuen Buch, dass am 26. September vom Olymp fiel – oder aus dem Hades aufstieg? ...

„Der Sohn der Unterwelt“

Fantasy trifft auf die griechische Mythologie: ICH MUSSTE ES LESEN! Dana Graham kombiniert in ihrem neuen Buch, dass am 26. September vom Olymp fiel – oder aus dem Hades aufstieg? – Spannung, Überraschung und Romantik auf eine Art, die mich gefangen nahm.

Es war mir fast unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen, denn nicht zu wissen, was passieren wird raubte mir die Nerven. Die Geheimnisse mussten schließlich gemeinsam mit dem Halbgott Kryos aufgedeckt werden! Hauptsächlich werden die Ereignisse aus seiner Sicht erzählt, hin und wieder jedoch erkenntnisreich von Prinzessin Io unterbrochen.
Die Handlung war interessant, ungewöhnlich und voller Gottheiten sowie Kreaturen, mit der mich Dana faszinierte. Kurze Erklärungen zu den Namen ließen keine Verwirrungen zu und verliefen sich nicht in ausschweifenden Längen, wie es oft der Fall ist. Flüssig und auf sehr angenehme Art konnte ich der gefährlichen Aufgabe folgen, durch bildlich gezeichnete Orte war ich stets im Geschehen und sah sämtliche Charaktere vor mir, was meine Augen vor allem bei den mythologischen Wesen strahlen ließ. Die 412 Seiten sind unvorhersehbar; Erkenntnisse und Überraschungen halten die Spannung und Neugier selbst in ruhigeren Szenen konstant aufrecht. Viele der bekannten Erwähnungen samt Erklärung waren, ob nun tatsächlich recherchiert oder freie Fiktion, wirklich unfassbar interessant, sodass dieses Götter-Fantasy Highlight durchweg ohne Langeweile auskommt.
Das mythische Setting ist detailliert und gekonnt kreiert, der Verlauf ist logisch und die Gesamtheit dieser Geschichte ist perfekt ausgearbeitet, was meinen Wunsch nach MEHR von ebensolchen Fantasy-Romanen noch weiter anwachsen lässt. Neben Mythos und Magie, Action und Gefühl begeisterte mich "Der Sohn der Unterwelt" mit Einfallsreichtum, untypischen Protagonisten, Charme und Humor.

Die aufkommenden Gefühle, die auch durch ein verändertes Aussehen nicht abklingen, sind poetisch und authentisch in die Handlung integriert, ebenso wie eine Liebe, die langsam und still beginnt, an Intensität zunimmt, Bedingungslos wird und selbst über den jahrelangen Wunsch von Kryos, als mächtiger Gott im Olymp zu sitzen, angebetet zu werden, hinausgeht. Aber nicht nur der Halbgott wächst an seiner Prüfung; auch Prinzessin Io beweist auf lebensmüde Art ihre Unerschrockenheit, während Yamin, Thronfolger von Akora, seine Interessen und Leidenschaften über die Erwartungen des Volks stellt. Wie sich die Charaktere im wendungs- und ereignisreichen Verlauf verändern, wie sie reagieren und denken ist nachvollziehbar. Tja und wenn ich euch sage, dass Dana Graham selbst den Göttervater mit seinem blinden, fehlerhaften Vertrauen bloßstellt und auch in der Frauenwelt der Unsterblichen Neid, Missgunst und Intrigen an die Tagesordnung stellt, bekommt ihr vielleicht auch eine unbändige Lust, all die Geheimnisse hinter dem wundervollen Cover zu entdecken ...

„Der Sohn der Unterwelt“ ist ein stimmiges, atmosphärisches Fantasy-Abenteuer, dass ich in seiner Originalität jedem empfehlen kann. Es war großartig Kryos zu begleiten, in die Unterwelt und Akora zu reisen, die Götter kennenzulernen und einen Abstecher in das Himmelsreich zu unternehmen. Eine Geschichte, die gemeinsam mit den Charakteren hoffen, bangen, zweifeln und lieben lässt!

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Twitter & ein Song, der alles verändert...

Das war die schönste Zeit
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Der Originaltitel, des am 27. Juli im Goldmann Verlag erschienen Romans von Jane Sanderson, lautet "Mix Tape" - Warum?
Das solltet ihr unbedingt herausfinden!

Twitter & ein Song, der alles verändert...

Jane ...

Der Originaltitel, des am 27. Juli im Goldmann Verlag erschienen Romans von Jane Sanderson, lautet "Mix Tape" - Warum?
Das solltet ihr unbedingt herausfinden!

Twitter & ein Song, der alles verändert...

Jane Sanderson sog mich mit ihrem einnehmenden, authentischen Schreibstil in eine beeindruckende Liebesgeschichte.
Eine halbe Weltreise trennt Alison & Dan.
Über dreißig Jahre, in denen es keine Verbindung zwischen der Bestsellerautorin & dem Musikjournalisten gab.
Doch der Zufall, Twitter & ein Song beleben all die verdrängten, sorgsam weggeschlossenen Erinnerungen an eine einmalige, unvergessene Jugendliebe...
entflammen lebhaft Sehnsüchte & reißen Wunden auf, die sich nie ganz verschließen konnten.
Aber gibt es wirklich eine zweite Chance für die erste Liebe, die auf verheerende Weise ein Ende fand?

Im ersten Teil wird diese umwerfende Geschichte aus der gegenwärtigen Sicht von Alison & Dan erzählt, von einschneidenden Rückblicken in das Jahr 1979 unterbrochen. Dan hat das plötzliche Verschwinden von Alison nie überwunden, hörte nie auf sich zu fragen "Warum?" ; schleichend geben Alisons Rückblicke zumindest dem Leser, stückchenweise eine Ahnung & letztendlich eine erschütternde Antwort. Doch bis Dan endlich den wahren Grund erfährt vergehen Jahrzehnte & eine Menge ausdrucksstarke Songs...

Ich mochte beide Protagonisten augenblicklich: sie waren real, beide waren intelligent, lebten ein gutsituiertes Leben inmitten ihrer Familien & legten doch keinen Wert auf Prunk & Protz. Im Gegensatz zu ihren Partnern: weder der steife Ehemann von Alison noch Dans hysterische Freundin konnte ich mir an den Seiten dieser beiden wunderbaren Menschen vorstellen. Trotz, dass es sich vordergründig nicht um eine klischeehafte Teenie-Lovestory handelt, empfand ich beide als unglaublich "junggeblieben". Aber es gab noch mehr präsente Charaktere, die allesamt greifbar, realistisch & jeder auf seine Weise besonders war. Ja, auf den 512 Seiten begegnet dem Leser unter anderem ein exzentrisches homosexuelles Pärchen & ein buntes Paar, dass auf dem Kanal stoned Rauchwolken gen Himmel bläst. Selbst die besten Freunde, Kinder & Familienangehörige: in meinen Augen dürfte keiner von ihnen & ihren eigenen Geschichten fehlen. Dieser Roman lebt von kleinen Verstrickungen abseits des Hauptgeschehens: Vergewaltigung, Alkoholismus, Abtreibung & Homosexualität wurden stimmig neben Armut, Pflichtgefühl & einer intensiven Begeisterung für Musik integriert.
Neben den Charakteren schaffte es Jane, all die verschiedenen Handlungsorte bildlich einzufangen; egal bei wem, wann & wo ich mich grade befand, die passende Atmosphäre umnebelte mich. Sämtliche Szenen konnte ich mir vor Augen führen, konnte mich hineinversetzen & die Gedanken, Entscheidungen, Reaktionen nachvollziehen. "Das war die schönste Zeit" glänzt vor Details, kleinen Feinheiten & strotzt vor Gefühl. Mehrfach wurde meine Sicht verschleiert, als ich über den Schmerz & diese eindringliche Liebe, voller Poesie, las. Emotionen, ob Enttäuschung, Wut, Eifersucht oder tief gehende Sehnsucht, waren authentisch, manchmal triefend vor Sarkasmus oder Humor, manchmal zerreißend geschildert. Nichts in diesem musikalischen Roman wirkte übertrieben oder aufgesetzt.
Jane Sanderson fing mich von der ersten Seite an ein & gewann mein Lächeln am Ende, die Autorin überraschte, berührte & entsetzte mich.
Ein Liebesroman, der mich mitleiden, lächeln & schwer schlucken ließ, zum Nachdenken, träumen & hoffen anregt.
Eine facettenreiche Geschichte, die mich durch einen unvorhersehbaren Verlauf, liebenswürdige Charaktere & einen großartigen Schreibstil fesselte.

"Das war die schönste Zeit" – ein Buch, von dem man nicht will, dass es jemals endet während man gleichzeitig von Neugier & Hoffnung getrieben wird, jede freie Sekunde bei Alison & Dan zu verbringen.

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Veröffentlicht am 02.04.2019

Brandaktuell, packend & spannend bis zum Schluss.

Die Akte Rosenrot
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"Die Akte Rosenrot" von Astrid Korten

Zu Anfang möchte ich sagen, dass dies mein erstes Buch der Autorin war, welches ich und wenige andere buchbegeisterte Menschen vorab lesen durften - dafür ein großes ...

"Die Akte Rosenrot" von Astrid Korten

Zu Anfang möchte ich sagen, dass dies mein erstes Buch der Autorin war, welches ich und wenige andere buchbegeisterte Menschen vorab lesen durften - dafür ein großes Danke!
Aber war dieser erste Kontakt mit der Autorin mein letzter?
Lest selbst:

Worum geht es in diesem Politthriller, auf dessen blauen Cover eine Rose prangt?
Der Hauptprotagonist, ein ehemaliger erfolgreicher Profiler beim BKA Berlin, Ibsen Bach, wird nach einem schweren Unfall, von dem er neben einem großen Verlust auch Schmerzen und ungewöhnliche Eigenarten zurückbehalten hat, in den Innendienst versetzt. Nach einigen Jahren bekommt er, wenn auch nicht aufgrund erfreulicher Nachrichten, wie z.B. seiner vollständigen Genesung der Unfallschäden, die Möglichkeit aktiv an einem Fall mitzuarbeiten:
An einem Tatort in Moskau wurde eine Nachricht hinterlegt - speziell adressiert an Ibsen.
Eine Reihe symbolischer Mordfälle beginnt - oder ist es möglich das sie weitergeht und nie beendet war? Wieso kommt die Art der Tötung Ibsen so bekannt vor?
Und wieso ist der ehemalige Profiler persönlich involviert?
Welche Verbindung besteht zwischen dem Täter & ihm?

"Die Akte Rosenrot" behandelt ungeschönt jedoch realistisch ein gewagtes, aktuelles Thema.
Von Beginn an hat mich das Buch gefesselt, tatsächlich nahm ich sogar den einen oder anderen Termin verspätet wahr, weil ich nicht aufhören wollte zu lesen. Und auch beim pausieren blieb dieser Thriller in meinem Kopf. Oft habe ich darüber nachgedacht, gekniffelt und zittrig gewartet, bis ich endlich weiter lesen konnte.
Trotz wirr wirkender Vernetzungen hatte ich keine Probleme an der Geschichte dranzubleiben. Obwohl der Einstieg in dieses spannungsgeladene Leseabenteuer mit einigen Namen und scheinbar unzusammenhängender Teilabschnitte beginnt, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Mein Interesse wurde dadurch nur weiter angeregt, denn diese gestreuten Puzzleteile müssen sich doch irgendwo auf den nächsten Seiten, zum richtigen Zeitpunkt schlüssig in die Geschichte einfügen können!?
Weder die russischen Namen noch die einzelnen Fachbegriffe stoppten meinen Lesefluss, da der gesamte Schreibstil unkompliziert gehalten wurde. Die einzelnen Kapitel sind zum Teil kurz, vielleicht um dem Leser so die Möglichkeit zu geben, das Buch bedenkenlos zur Seite legen zu können, um durchzuatmen? Zudem sind sie mit knappen Überschriften sowie Ort und Datum betitelt, was ein unkompliziertes zurechtfinden ermöglicht, da die Handlung in diesem intensiven Politthriller sowohl in Moskau als auch in Deutschland stattfindet und die Protagonisten oftmals pendeln. Sehr positiv ist mir aufgefallen das kein Kapitel den Zweck erfüllt lediglich als eine Art "Füllmaterial" zu fungieren, jedes ist - früher oder später - relevant um zu verstehen, dadurch kommt es beim lesen zu keiner Langatmigkeit oder dem aufnehmen unwichtiger Zeilen.
Die Nebendarsteller sind gut ausgearbeitet, sodass ich sie mir vor Augen führen konnte. Oftmals rücken andere Charaktere zu sehr in den Hintergrund, werden nur kurz angeschnitten, oberflächlich beschrieben, was zu meiner Freude in "Die Akte Rosenrot" nicht der Fall war. Durch äußerliche Beschreibungen, die Wahrnehmung von Ibsen oder das Betrachten einer Situation aus der Sicht eines anderen Protagonisten, zum Beispiel aus dem Blickwinkel von Dimitri oder Leo, wurde auf andere Figuren großartig eingegangen, was meiner Ansicht nach dem Leser intensiver die Möglichkeit bietet in eine Geschichte einzutauchen sowie mitzufühlen, - zu leiden und zu - fiebern.
Die detaillierten Schilderungen von unvorstellbar grausamen Szenarien wurden nicht klischeehaft oder altbacken übernommen. Durch den mysteriösen Täter, der jeder sein könnte, bleibt die Geschichte bis zum Ende, oft nervenzerreißend, spannend. Aufgrund der vielen Fährten, der Andeutungen & Verknüpfungen lässt Astrid Korten es nicht zu, dass dem Leser Neugier und Interesse abhandenkommen, die Fragen nach dem Täter und den Zusammenhängen verfrüht beantwortet werden oder auch nur ein Funken Langeweile aufkeimen könnte.

Beeindruckt hat mich auch das Nachwort, welches deutlich zeigt das Frau Korten für dieses aufklärende Werk engagiert recherchierte. Für diesen brisanten Einblick, welcher unter Anderem mit hoher Wahrscheinlichkeit Leidenschaft & Mut benötigte sowie schlaflose Nächte forderte, in ein Thema, das sich kaum jemand derart ungeschönt öffentlich anzusprechen traut, erhält die Autorin meinen größten Respekt - ebenso wie ehrliche Begeisterung für das entstandene Buch.

Nach dem Beenden dieses mitreißenden Thrillers blieben - neben einem mulmigen Gefühl - für mich fast so viele Fragen offen, wie jahrelang für den Hauptprotagonist Ibsen Bach:
War oder ist das selbst heute noch die grausame Realität, die hinter den verschwiegenen Mauern der stets lächelnden Politik herrscht?
Was ist letztendlich die Wahrheit um Lara und was hat es mit dem Kind, welches Ibsen auf dem Foto nicht wahrnimmt, auf sich?
Wird es eine Fortsetzung des Grauens geben?

Und wird Astrid Korten meine Neugier befriedigen?

Falls sie es wagt die übrigen Protagonisten noch einmal mit diesem Gräuel zu konfrontieren, sie noch einmal in die Abgründe des Systems tauchen zu lassen werde ich definitiv eine der ersten sein, die dafür Schlange stehen!

Fazit:
Ein erschreckender Politthriller, der aufgrund seines eigentlichen Themas zum nachdenken anregt. Lektüre, welche man nach Beendigung augenblicklich vergisst, kann kein allzu bereicherndes Buch gewesen sein - ich kann euch sagen, dass dies hier definitiv nicht der Fall ist. Dieses packende Werk beschäftigt mich auch jetzt noch und ist meine persönliche Leseempfehlung!

Das erste Buch von Astrid Korten, ja - definitiv aber nicht das Letzte!

Veröffentlicht am 13.04.2026

Spannende Story, die mehr ist als eine Romance

Ivy League
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𝑨𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝒀𝒂𝒍𝒆-𝑼𝒏𝒊𝒗𝒆𝒓𝒔𝒊𝒕𝒚 𝒆𝒏𝒕𝒃𝒓𝒆𝒏𝒏𝒕 𝒆𝒊𝒏 𝒖𝒏𝒆𝒓𝒃𝒊𝒕𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉𝒆𝒓 𝑾𝒆𝒕𝒕𝒌𝒂𝒎𝒑𝒇 …



𝗟𝘂𝗺𝗲𝗻 𝗥𝗶𝗰𝗵𝗮𝗿𝗱𝘀' Traum ist es, Anwältin zu werden, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und ihre von der Armut gebeutelte Familie finanziell ...

𝑨𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝒀𝒂𝒍𝒆-𝑼𝒏𝒊𝒗𝒆𝒓𝒔𝒊𝒕𝒚 𝒆𝒏𝒕𝒃𝒓𝒆𝒏𝒏𝒕 𝒆𝒊𝒏 𝒖𝒏𝒆𝒓𝒃𝒊𝒕𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉𝒆𝒓 𝑾𝒆𝒕𝒕𝒌𝒂𝒎𝒑𝒇 …



𝗟𝘂𝗺𝗲𝗻 𝗥𝗶𝗰𝗵𝗮𝗿𝗱𝘀' Traum ist es, Anwältin zu werden, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und ihre von der Armut gebeutelte Familie finanziell zu unterstützen. Deswegen arbeitet die Stipendiatin unermüdlich. Nutzt jede Chance, um sich zu beweisen, und glänzt mit hervorragenden Leistungen.

Jetzt könnte sie DEN Praktikumsplatz ergattern – bei einer der renommiertesten Kanzleien New Yorks. Doch in diesem Jahr nimmt Ashford Legal nur eine/n einzige/n Praktikanten/in. Und gerade der Mann, den sie seit ihrer ersten Begegnung verachtet, der in ihr Ekel und pure Abneigung entfacht, ist ihr größter Konkurrent.



𝗝𝗮𝗰𝗸𝘀𝗼𝗻 𝗖𝗮𝗿𝘁𝗲𝗿 ist der Sohn des Gouverneurs und bekannt für seine legendären Partys. Er ist es gewohnt, von jedem/r umschwärmt zu werden und alles zu bekommen, was er will. Und gerade will er nichts mehr als das sechswöchige Praktikum bei Howard Ashford Legal. Denn er liebt es, zu gewinnen. Aber noch mehr liebt er den Gedanken, seinen Vater zu zerstören. Dass Lumen, die einzige Schülerin, die es mit seinen Leistungen aufnehmen kann, die einzige Person, die nicht ehrfürchtig vor seiner Präsenz zurückweicht, ihm sogar die Stirn bietet, es auf den gleichen Platz abgesehen hat, passt Jackson nicht in seinen Plan. Als seine Versuche, sie von der Bewerbung abzubringen, scheitern, ist er gezwungen, fünf Tage mit ihr auf engstem Raum zusammenzuarbeiten und sie gleichzeitig irgendwie auszustechen …



Zusammen mit einem dritten Bewerber – Ángel – werden sie in dieser Woche in einen fordernden Fall involviert, dessen Ausmaße so weitreichend sind, so zerstörerisch und gefährlich, dass ihre Feindschaft in den Hintergrund rücken sollte – doch weder Lumen noch Jackson sind bereit, einen Millimeter zurückzuweichen. Dabei sind ihre Gefühle längst nicht mehr von Hass durchtränkt …



Über dieses Buch habe ich auf Social Media und in diversen Shops ausschließlich (sehr) Gutes gelesen. Obwohl ich mich selten von der Community oder anderen Rezensionen zu einem Kauf verleiten lasse, war meine Neugier geweckt. Tja, ich bin positiv überrascht, denn auch mich hat der erste Band der New-Adult-Trilogie „Ivy League“ schnell mitgerissen und trotz der einen oder anderen unspektakulären Länge überzeugt.

Wie für den Auftakt einer Serie typisch werden wir in die Ausgangssituation der Hauptcharaktere geführt und mit ihrem aktuellen Leben, ihren Zielen, Problemen und Gedanken konfrontiert. Abgesehen von dem Konkurrenzkampf um das Praktikum, den feurigen Begegnungen der beiden und den oft spritzig-direkten Diskussionen nimmt der Fall ,Pink Shield' einen Großteil der Story ein. Mit diesem spricht Ann-Kathrin Falkenberg nicht nur die fahrlässige, zu schnelle Zulassung von Medikamenten und Korruption in Forschung und Medizin an, sondern macht zeitgleich auf Gebärmutterhalskrebs aufmerksam.

Welche – auch persönlichen – Kreise die Recherche der drei Studierenden zieht, welche Risiken, Täuschungen und Manipulationen aufgedeckt werden, ist überraschend, dabei (leider) glaubhaft und der unterschwelligen Spannung, die zum Mutmaßen animiert, zuträglich.



Falkenbergs Stil ist einfach, aber gleichermaßen lebendig und detailreich, sodass sich die New Yorker Kulisse einer atmosphärischen und die Arbeit in diesem Zweig der Justiz, einer Männerdomäne, einer verständlichen Inszenierung erfreut. Die Autorin zeichnete ihre Protagonisten nahbar, mit verschiedenen Motivationen und einer persönlichen Geschichte. Auch andere Figuren bereichern die Handlung. So nimmt bspw. Laura Porter eine taffe Vorbildfunktion ein, im Gegensatz zu Robert Alexander Carter, der in Kombination mit dem Wissen, was wir im Verlauf unweigerlich über ihn sammeln, für Gänsehaut der unguten Sorte sorgt. Öfter dominieren Schwermut und der Mix aus Berechnung und Bedrohung, der Widerwillen ob der prickelnden Anziehung und fatale Überlegenheit das sich zuspitzende Geschehen.



Lumen Richards ist nicht bereit, sich von Jax einschüchtern zu lassen, und kämpft um ihren Platz in der Kanzlei. Die Studentin präsentiert sich als aufopferungsvoller Familienmensch, als loyale und verbissene, stolze und starke Frau. Schlagfertig und intelligent.

Jackson Carter gibt sich derweil als unterkühltes, arrogantes Rich Kid, das sich seiner Wirkung und seines Einflusses bewusst ist, und geht mit perfidem Kalkül vor. Dennoch hebt er sich von seinen Freunden – Rohan und Jeremy –, die keinerlei Grenzen kennen, ab und beweist in diversen Szenen seinen moralischen Kompass. Nichts – weder Drogen noch Alkohol, weder Geld noch Frauen – ändert etwas an Jacksons Hass auf seinen Vater, an seiner Trauer. An seinem abgestumpften Inneren. Nichts. Außer Lumen.

Die Dynamik zwischen den unerbittlich rivalisierenden, sich herausfordernden und provozierenden Protagonisten entwickelt sich in einem stimmigen Maß, das erst im letzten Abschnitt expliziter, näher wird. Misstrauen wird von Vertrauen abgelöst, Abneigung von Geborgenheit – doch zu welchem Preis? Was ist echt, was Teil einer perfiden Strategie?

Während sich die Woche der erkenntnisreichen Probearbeit dem Ende nähert, Ángel, Jax und Lumen immer mehr Puzzleteile zu einem Bild voller unbequemer Fragen zusammensetzen, lässt die junge Frau ihre sorgsam aufgebaute Deckung sinken – und bezahlt dafür. Doch ist nicht sie es, die aus „Guilty Rivals“ mit der schmerzlichsten Verletzung hervorgeht …



Ann-Kathrin Falkenberg sponn feine und durchdachte Verstrickungen, spart weder an Tempo noch an explosiven Emotionen und verzichtet auch nicht auf einen Cliffhanger – ich bin sehr gespannt darauf, welche Wahrheiten sich in der Fortsetzung im Licht manifestieren. Und ob Lumen Jackson noch einmal an sich heranlassen kann …



➡️ 𝕋𝕙𝕖 𝕙𝕪𝕡𝕖 𝕚𝕤 𝕣𝕖𝕒𝕝, 𝕒𝕟𝕕 𝕪𝕖𝕤, 𝕚𝕥'𝕤 𝕣𝕖𝕒𝕝𝕝𝕪 𝕨𝕠𝕣𝕥𝕙 𝕚𝕥.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Lebensnah, authentisch, berührend

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Jules und Adam sind in ihren 50ern, seit 25 Jahren verheiratet, Eltern von zwei erwachsenen Kindern und waren die erste große Liebe füreinander.
Doch wo früher Aufregung und Schmetterlinge waren, haben ...

Jules und Adam sind in ihren 50ern, seit 25 Jahren verheiratet, Eltern von zwei erwachsenen Kindern und waren die erste große Liebe füreinander.
Doch wo früher Aufregung und Schmetterlinge waren, haben sich längst Gewohnheit und Distanz eingenistet. Resignation und Unzufriedenheit haben Leidenschaft und Wertschätzung ersetzt. Ihre euphorischen Zukunftspläne wurden von der Monotonie des Alltags überschrieben, von Ängsten, Scheitern und Zögern. Die Ehe von Jules und Adam befindet sich in einem Zustand, der nach Stagnation schreit und nach Wehmut. Denn was wäre gewesen, wenn …
Welche Chancen haben sie verpasst, welche Fehler gemacht und was kommt noch? Was bleibt, wenn Nelly und Liam das Nest verlassen?

Als Adam sich nach einem Streit ein altes Mixtape anhört, ist er wieder 17 Jahre jung. Mit dieser unglaublichen Entdeckung verändert sich für das Paar alles – in dieser und in jeder Zeit zuvor. Was als Beobachtung beginnt, entwickelt sich zu einer Sucht, in der nichts unmöglich zu sein scheint. Aber jedes Eingreifen in die Vergangenheit hat unberechenbare Folgen.
Statt die Gegenwart besser zu gestalten, erkennen sich Adam und Jules, erkennen sie einander, schon bald nicht wieder. Und plötzlich droht, dieses Abenteuer zu entgleisen und all ihre Jahre, ihre Erinnerungen, ihre Familie zu zerstören …
Wie viel musst du ändern, um zufrieden zu sein?

„You and Me: Die zweite erste Liebe“

Emlyn Rees und Josie Lloyd lassen uns aus wechselnder Perspektive, in einem direkten und modernen, lebendigen Ton, an dem Geschehen, das mich von Seite eins an gefesselt, ungeahnt berührt und interessiert hat, teilhaben. Zu Beginn erhalten wir Einblicke in die gegenwärtige Situation des Ehepaares, erhaschen Funken der brodelnden Konflikte, der vergeblichen Bemühungen, der monotonen Gleichgültigkeit. Es fehlt an Geld, neuen Perspektiven, Herausforderungen und frischem Wind. An dem Kribbeln, das der andere einst entfachte, an der glückstrunkenen Liebe ihrer Jugend. Auch der Blick in den Spiegel, die körperlichen Veränderungen – der nicht mehr ganz so straffe Körper, die Falten im Gesicht, die ersten grauen Haare –, einschneidende Erlebnisse, die ihren Weg steiniger werden ließen, sowie die Vergleiche mit FreundInnen, beißender Neid, stille Vorwürfe quälen Adam und Jules. Dass sich die Protagonisten um ihren grundverschiedenen Nachwuchs sorgen, kommt erschwerend hinzu. Das Autorinnenduo hat all diese Empfindungen, die Probleme und die Wut unglaublich authentisch dargelegt. Nahbar. Sich mit den Gefühlen der beiden zu identifizieren, gelingt mühelos, passiert einfach so.
Sobald die – anfangs hoffnungsvoll betrachteten – Mixtapes, diese verführerische Chance auf ein erfüllteres, leichteres Leben, ins Spiel kommen, steigt neben Tempo, Nervenkitzel und Euphorie auch die Verzweiflung an. Parallel hierzu wird die Vergangenheit des Paares mit relevanten, für uns hilfreichen Informationen ausgeschmückt. Denn während der Zeitreisen sind wir mittendrin: in den romantischen Anfängen, bei schweren Entscheidungen und den ersten Brüchen, entdecken Facetten und Träume, Sehnsüchte und Geheimnisse, Enttäuschung und Trauer. Adams und Jules individuelle Motivationen waren natürlich und nachvollziehbar, genau wie die wachsende Panik. Wie die langsam zunehmende Gewissheit, nicht mehr umkehren zu können, auf jeder Reise etwas zurückzulassen und einen Teil ihrer selbst, ihrer Beziehung, der Wahrheit auszuradieren …

Adam und Jules wurden mit viel Liebe zum Detail, mit Fehlern, ambivalenten Empfindungen und Eigenheiten gezeichnet, waren unfair und wütend, einsichtig und voller Bedauern. Beide entwickeln sich, gewinnen Erkenntnisse und wachsen an diesem fantastischen und zugleich gefährlichen Abenteuer. Die Story war bunt und echt, strotzt trotz der beklemmenden Umstände vor Unterhaltung und auch die Nebenfiguren – vor allem Darius, Nelly und Liam – bekommen den nötigen Raum und bereichern mit ihrer Präsenz, ihren Eigenschaften und Intentionen die Handlung.

Die Autorinnen haben in ihrem aussagekräftigen, ereignisreichen und spannenden Plot sich stetig wandelnde Charaktere, etliche Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen platziert. Es gab bewegende Szenen, humorvolle Momente, Augenblicke, die schwer von Wehmut und Melancholie waren. Kapitel, die von einer bedrückenden Stimmung begleitet wurden, und solche, die vor Leichtigkeit sprühen.
Hier und da flossen die Übergänge zwischen Vergangenheit und (neuer) Gegenwart auf eine Art ineinander, die es schwierig machte, den Überblick zu behalten, doch abgesehen davon hatte ich unglaublich viel Spaß mit dem Roman, der zum Innehalten und Nachdenken, zum Mitfiebern und -fühlen drängt. Der Nostalgie und Vorfreude, Verständnis und Wiedererkennen weckt. Mut macht.

Rees und Lloyd schrieben mit „You and Me: Die zweite erste Liebe“ eine turbulente, realitätsnahe Geschichte, die daran erinnert, dass wir jetzt die beste und einzig richtige Version unserer selbst sind und jede Entscheidung, mag sie noch so klein sein, Veränderungen birgt. Dass es nie zu spät ist, seine Träume zu leben. Und die Liebe von gestern auch in einem neuen Morgen bestehen kann, wenn man sie wirklich will.

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