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Veröffentlicht am 03.04.2019

Super süße Story und geniale Zeichnungen - MUSS man gelesen haben

Ratz und Mimi 1: Ratz und Mimi
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Inhalt:
RATZ & MIMI: Rapüüüüh ... Faultier Ratz macht seinem Namen alle Ehre. Am liebsten ratzt er, und zwar den ganzen Tag! Doch dann zieht Motte Mimi bei ihm ein. Schluss mit Schnarch! Mimi dreht das ...

Inhalt:
RATZ & MIMI: Rapüüüüh ... Faultier Ratz macht seinem Namen alle Ehre. Am liebsten ratzt er, und zwar den ganzen Tag! Doch dann zieht Motte Mimi bei ihm ein. Schluss mit Schnarch! Mimi dreht das Radio laut – und Ratz fällt vom Baum. Mitten hinein in ein großes Abenteuer, in dem ausgerechnet ER zum Held wird! Weil er nämlich das magische Tempofon findet ...

Meinung:
Das gemütliche Faultier Ratz führt ein ruhiges und beschauliches Leben im Dschungel. Seine Lieblingsbeschäftigung ist es zu schlafen und das nicht nur nachts sondern auch tagsüber. Dann stellt Ratz jedoch fest, dass er es mit der Körperpflege nicht ganz so genau genommen hat und er dringend einen Mitbewohner braucht, der in seinem Fell einmal gehörig aufräumt. Und somit zieht Motte Mimi bei ihm ein. Voller Schwung und Elan wirbelt sie nicht nur Ratz Fell ganz schön durcheinander.

Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen und als ich auch noch gesehen habe, dass das Buch mit den Zeichnungen von Illustrator Fréderic Bertrand versehen ist, war schnell klar: Das Buch muss ich haben!

Gleich zu Beginn werden den jungen Lesern die Charaktere der Geschichte vorgestellt. Natürlich haben wir da Ratz das Faultier, welches am liebsten den ganzen Tag schläft. Seine Freunde sind das Gürteltier Gunter, der lustige Affe Klimbim, der sehr eingebildete Papagei Guapo und natürlich die freche Motte Mimi.

Faultier Ratz ist wirklich sehr gemütlich. Daher wird es für ihn reichlich turbulent, als Mimi in sein Leben tritt. Er muss sogar vor einem Krokodil flüchten und stellt fest, dass er im Wasser alles andere als schwerfällig ist. Unfreiwillig wird Ratz dann sogar zum Held der Geschichte.

Als großer Fan von Illustrator Fréderic Bertrand war mir von vorneherein klar, dass seine Zeichnungen grandios sein werden. Meistens sind diese jedoch schwarz-weiß gehalten. Daher war ich hellauf begeistert, als ich das Buch aufklappte und mir die farbenfrohen Bilder ins Auge sprangen. Fréderic Bertrand schafft es wieder perfekt die Mimik der verschiedenen Tiere einzufangen und viel Situationskomik in die Bilder zu legen.

Auch am Ende des Buches warten auf den Leser noch ein paar kleine Informationen über das Faultier und seine Gepflogenheiten. So ist es auch in der Wirklichkeit, dass Faultier und Motte zusammenleben. Gerade dieser Punkt hat mir ausgesprochen gut gefallen, da wir somit noch ein paar wichtige Fakten über Faultiere erhalten.

Fazit:
Ein träges Faultier und eine fetzige Motte sorgen für großen Lesespaß. Die tollen bunten Zeichnungen machen das Abenteuer von Ratz und Mimi perfekt. Faultier Ratz wird zum ungewollten Helden und auch ein paar interessante Fakten über das Faultier an sich erwarten den Leser.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Wieder herrlich komisch und ironisch, allerdings leicht schwächer als Teil 1

Tante Rotz greift ein
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Inhalt:
Pünktlich zum Herbstferienbeginn kehrt Tante Rotz samt sprechender Fuchsstola zu Zack und Kassy zurück. Und sie hat Besuch dabei: Die quirlige Afghanen- Hündin Uschi, die sich schnell mit Nachbarshund ...

Inhalt:
Pünktlich zum Herbstferienbeginn kehrt Tante Rotz samt sprechender Fuchsstola zu Zack und Kassy zurück. Und sie hat Besuch dabei: Die quirlige Afghanen- Hündin Uschi, die sich schnell mit Nachbarshund Sokrates anfreundet. Als dessen Herrchen erkrankt, gibt er den edlen Rüden in die Obhut von Tante Rotz und den Zwillingen. Sie sollen ihn gebührend auf den Wettbewerb »Bergeburg sucht den Superhund« vorbereiten. Im Hundesalon dann die Katastrophe: Statt Uschi hat plötzlich Sokrates einen flotten Kurzhaarschnitt. Wie sollen sie das nur seinem eitlen Herrchen beibringen?

Meinung:
Das Leben von den Zwillingen Kassi und Zack hat sich seit dem Einzug von Tante Rotz bei Familie Wohlleben deutlich verändert. Kassi und Zack haben nun so viel Spaß wie noch nie in ihrem Leben. Nun stehen jedoch die Herbstferien vor der Tür und Tante Rotz ist auf Reisen. Die beiden Kinder befürchten daher wieder jede Menge unnützes und langweiliges Ferienprogramm. Doch Tante Rotz wäre nicht Tante Rotz, wenn sie die Kinder nicht pünktlich am letzten Schultag abholt und mal eben mit ihnen an die See fährt. Somit warten wieder geniale Herbstferien auf die Zwillinge.

Nachdem ich so begeistert vom ersten Band der Reihe war, konnte ich es gar nicht abwarten und musste sofort Band 2 hören. Ich freute mich auf ein Wiedersehen mit Tante Rotz, Kassi, Zack und natürlich der sprechenden Fuchsstola Monsieur Renard. Doch zu Beginn der Geschichte müssen die Kinder erst einmal ohne Tante Rotz auskommen, da diese durch die Weltgeschichte reist. Schnell merkt der Leser, wie sehr die beiden Kinder Tante Rotz mittlerweile vergöttern und lieb haben. Auch ich als Leser fieberte dem Wiedersehen mit der lustigen Tante entgegen.

Und dann ist es endlich soweit und Kassi und Zack haben ihre Tante Rotz wieder. Natürlich bringt diese ab der ersten Minute wieder gehörig frischen Wind in das Leben der beiden Kinder. So reist sie kurzentschlossen mit den Kindern für einen Tag an die See. Für diese Ideen muss man Tante Rotz einfach gernhaben.

In dieser Geschichte mischen neue Charaktere mit. So haben die Kinder plötzlich einen Feriengast. Afghanen Hündin Uschi mit ihrem strubbeligen Haar macht es sich erst einmal auf dem Sofa im piekfeinen Wohnzimmer der Familie Wohlleben gemütlich. Zum Glück sehen dies Mama und Papa Wohlleben nicht! Auch ansonsten dreht sich in dieser Geschichte viel um das Thema „Hund“.

Diesen zweiten Teil habe ich ein wenig schwächer empfunden als Teil eins. Ich glaube, dies lag an dem etwas zu „einfachen“ Ende.
Nichtsdestotrotz bin ich wieder voll auf meine Kosten gekommen. Jede Menge witzige Dialoge haben dafür gesorgt, dass meine Lachmuskeln ordentlich beansprucht wurden.

Auch Annette Frier trägt wieder einiges dazu bei, dass ich mich als Hörer einfach pudelwohl in der Geschichte gefühlt habe. Ich mag ihre energiegeladene und erfrischende Art sehr gern. Sie passt für mich einfach perfekt zur unternehmungslustigen Tante Rotz. Aber auch Tante Rotz sprechender Fuchsstola Monsieur Renard mit seinem französischen Dialekt haucht sie ordentlich Leben ein.

Fazit:
Dieses zweite Abenteuer hat mir wieder sehr lustige und sehr unterhaltsame Hörstunden beschert. Viel zu schnell ist auch dieses Abenteuer wieder vorbei und ich hoffe wirklich sehr, dass es noch weitere Abenteuer von Tante Rotz, Kassi und Zack geben wird. Denn das Geheimnis um den geheimnisvollen Chauffeur ist ja immer noch nicht gelöst. Wie Tante Rotz jedoch sagen würde „man muss manche Dinge einfach mal hinnehmen und nicht alles (übernatürliche) hinterfragen“.
In diesem Sinne knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Ich bin atemlos durch das Buch gerast und nun ist es leider schon wieder zu Ende

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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Inhalt:
Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie ...

Inhalt:
Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen – auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt.

Meinung:
Die Welt ist nicht mehr so, wie sie vorher war. Elias und Laia gehen getrennte Wege. Die beiden verbindet zwar noch so viel, doch ihre jeweilige Aufgabe spannt Elias und Laia extrem ein. Denn Elias ist kein Mensch mehr, sondern lebt als Seelenfänger im Geisterreich, genannt die Zwischenstatt. Seine Aufgabe ist es nun die Geister durch eben diese Zwischenstatt zu schleusen, damit sie Ruhe und Frieden finden können. Laia wird immer mehr in die Rolle der Rebellenführerin gedrängt, dabei ist ihr größtes Ziel doch eigentlich nur den Nachtbringer zu stürzen.
Und Blutgreif Helena setzt alles daran, die Welt vor den Machenschaften der Kommandantin und vor Imperator Marcus zu schützen.

Diesem dritten Band habe ich so entgegengefiebert wie kaum einem anderen. Über zwei Jahre musste ich auf diese Fortsetzung warten und die Angst davor nur schwer wieder in die Geschichte hineinzukommen war groß. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es auf jeden Fall sinnvoll ist Band 2 noch einmal durchzublättern. Denn die Handlung setzt nahtlos an den Geschehnissen aus Band 2 an. Auch kurze Rückblicke in das bereits bisher passierte, sind eher Mangelware. Daher brauchte ich doch einige Zeit um endlich wieder komplett in der Geschichte anzukommen.

Nichtsdestotrotz habe ich die Handlung wieder ab der ersten Seite geliebt und dies liegt einfach daran, dass Autorin Sabaa Tahir so unfassbar gut schreibt. Bei ihr braucht man nie Bedenken haben, dass es langweilig oder gar vorhersehbar werden könnte. Denn eines ist die Geschichte: total überraschend. Im Verlauf der Handlung ergeben sich immer wieder neue Situationen mit denen man als Leser einfach nicht rechnet. Ein-, zweimal blieb mir einfach der Mund sprachlos offen stehen, da ich mit dieser Überraschung nicht einmal im Ansatz gerechnet habe. Immer wieder konnte mich die Autorin überzeugen und begeistern.
Für mich hat Sabaa Tahir eindeutig das Talent einer Sarah J. Maas!

Die Geschichte wird wieder aus den verschiedenen Perspektiven von Elias, Laia und Helena erzählt. Dabei hatte ich eine Perspektive, die ich ganz besonders gerne mochte und zwar die Sicht von Helena. Sie ist ein Charakter, den ich schon ab dem ersten Band abgöttisch mochte und den Sabaa Tahir doch gerne mal quält oder leiden lässt. So wuchs mir Helena aufgrund ihrer Lebensgeschichte, ihrem Löwenmut und ihrer Liebe zu ihrem Volk noch mehr ans Herz. Ihre Perspektive ist so bedingungslos spannend und packend, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte, sobald Helena an der Reihe war.
Aber auch die Szenen aus Laias Sichtweise konnten mich sehr überzeugen. Es war interessant mitzuverfolgen, in welche Rolle die junge Laia gedrückt wird und was sie aus ihrem Schicksal macht.
Etwas hinten dran war für mich Elias Perspektive. Es fiel mir stellenweise etwas schwer mich auf sein Schicksal einzulassen. Seine Handlung konnte mich nicht ganz so packen wie das der beiden Frauen.
Eine weitere sehr interessante Persönlichkeit ist die Kommandantin. Sie ist einfach so extrem gut ausgearbeitet und so voller Hass und Wut, dass sie einen wahnsinnig genialen Bösewicht darstellt. Obwohl ich die Kommandantin so sehr gehasst habe, wollte ich einfach nicht, dass sie in diesem Band stirbt, da mir sonst für das Finale einfach etwas gefehlt hätte.

Extrem genial fand ich es, dass wir erstmals mehrere Karten im Buchdeckel finden. So können wir Leser uns das Land in dem Elias und Laia leben noch viel besser vorstellen und auch zwei wichtige Städte werden uns nähergebracht.

Auf den letzten Seiten überschlagen sich die Ereignisse und alles wird ausgerichtet auf das epische Finale, das ich von dieser Reihe erwarte. Alles ist zumindest dafür vorbereitet und ich könnte weinen, wenn ich daran denke, dass nun wieder einige Jahre vergehen werden bis wir das Finale endlich lesen können.

Fazit:
Sabaa Tahir zaubert hier einen dritten Band der Reihe aufs Papier der mich absolut atemlos und leicht traumatisiert zurücklässt. Denn ich kann einfach nicht glauben, dass dieses extrem spannende Buch nun schon wieder zu Ende ist und wir wieder so lange auf das (sicherlich) epische Finale warten müssen. Eine ultra spannende Handlung gepaart mit jeder Menge überraschender Wendungen haben mich total begeistert. 5 von 5 Hörnchen!

Veröffentlicht am 27.03.2019

Ein großer Spaß für Jung und Alt, egal ob man sich gerne wäscht oder nicht

Der kleine Waschbär Waschmichnicht
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Inhalt:
"Ein richtiger Waschbär wäscht sich täglich und für sein Leben gern", sagt Mama Waschbär. Doch der kleine Waschbär Waschmichnicht will sich nicht waschen. Auch nicht im Fluss mit dem wunderbarsten ...

Inhalt:
"Ein richtiger Waschbär wäscht sich täglich und für sein Leben gern", sagt Mama Waschbär. Doch der kleine Waschbär Waschmichnicht will sich nicht waschen. Auch nicht im Fluss mit dem wunderbarsten klarsten Waschwasser der Welt. Streng genommen will er nicht mal in die Nähe von irgendeinem Wasser. Schwups!, da versteckt er sich lieber unter seinem Bett, im tiefen Matsch bei den Schweinen oder in einer der Mülltonnen hinterm Wald. Am Ende ist der kleine Waschbär so schmutzig, dass ihn sogar die Stinktiere für einen von sich halten! Aber das ist dem kleinen Waschbären dann doch nicht so recht ... vielleicht sollte er das mit dem Waschen doch einmal probieren?

Meinung:
Der kleine Waschbär Waschmichnicht mag es überhaupt nicht sich zu waschen. Doch seine Mutter ist der Meinung, dass ein richtiger Waschbär sich jeden Tag im Fluss mit dem wunderbarsten klarsten Waschwasser der Welt waschen sollte. Daher versteckt sich der kleine Waschbär jeden Tag an einem neuen und möglichst dreckigen Ort. Bis er feststellen muss, dass es doch ganz schön eklig ist, so dreckig zu sein und sich zu waschen eigentlich gar nicht so schlimm ist.

Die Geschichte vom kleinen Waschbär Waschmichnicht klang so furchtbar süß, dass ich nicht lange überlegen musste, ob das Buch etwas für mich und meinen Sohn sein könnte.

Zum Glück geht mein Sohn gerne baden. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Geschichte eine Anregung für Kinder ist, die nicht so gerne baden gehen. Denn der kleine Waschbär muss nach einer gewissen Zeit erkennen, dass es schon ziemlich furchtbar ist so dreckig durch die Gegend zu ziehen. Vor allen Dingen als ein Stinktier ihn für Seinesgleichen hält.

Die Verstecke, die der kleine Waschbär dabei jeden Tag aufs neue sucht, sorgten bei uns Zuhause für kleine Lacher und "igitt"-Ausrufe. Das Buch hat meinem Sohn wirklich gut gefallen.

Die von Illustrator Igor Lange gezeichneten Bilder sind super süß und knuffig. Der kleine Waschbär wird so niedlich dargestellt und auch die vielen anderen Tiere des Waldes finden Platz auf den Bildern.

Fazit:
Der kleine Waschbär Waschmichnicht hat sowohl Sohn als auch Mutter sehr gut gefallen. Die niedliche Geschichte und die zuckersüßen Bilder passen perfekt zueinander. Ein Buch bei dem wohl selbst Bademuffel Lust auf ein schönes Bad bekommen werden.
Wir vergeben 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Ganz bezaubernd, sehr humorvoll und eine neue Idee konnten mich begeistern

Flora Botterblom - Die Wunderpeperoni
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Inhalt:
Säen, pflanzen oder ernten, das klingt einfach nicht nach Abenteuer, findet Flora. Wieso musste sie auch als absolute Gartenniete in eine Familie hineingeboren werden, die seit Generationen eine ...

Inhalt:
Säen, pflanzen oder ernten, das klingt einfach nicht nach Abenteuer, findet Flora. Wieso musste sie auch als absolute Gartenniete in eine Familie hineingeboren werden, die seit Generationen eine Gärtnerei besitzt? Doch an ihrem 11. Geburtstag wird sie von Großvater Hyazinthus in ein unglaubliches Geheimnis eingeweiht, das alles auf den Kopf stellt: Einst hatte Familie Botterblom ganz besondere Pflanzen angebaut – Wunderpflanzen! Dumm nur, dass deren Samen heimtückisch gestohlen wurden. Und ausgerechnet Flora muss sie zurückerobern. Ein spannendes Abenteuer voll rankender Verwechslungen und blühender Wunder beginnt.

Meinung:
Floras Familie besitzt seit ewigen Generationen eine Gemüsegärtnerei. Floras Eltern und Geschwister sind absolute Gärtnerprofis, die von Flora nur die Gartengroupies genannt werden. Denn Flora ist eine absolute Niete, wenn es darum geht Unkraut zu jäten oder das Gemüse zu säen. Daher graut ihr schon vor den langen Sommerferien, die voller Gartenarbeit stecken werden. Doch an Floras 11. Geburtstag weiht ihr Großvater Hyazinthus sie in das große Familiengeheimnis ein: Denn früher hat die Familie Botterblom Wundergemüse gezüchtet, welches Wünsche erfüllt hat. Nun ist es an Flora das verschwundene Gemüse wiederzufinden.

Der Garten und ich sind nicht so wirklich große Freunde, daher habe ich ab der ersten Seite mein Herz an die elfjährige Flora verloren. Denn ihr ergeht es ganz genauso. Nur hat Flora leider das Pech, dass ihre Familie eine Gärtnerei besitzt und alle ganz begeistert von der Gartenarbeit sind.

Man kann sich als Leser perfekt in das junge Mädchen hineinversetzen. Selbst an ihrem Geburtstag ist die Familie viel zu sehr mit der Gärtnerei beschäftigt, um sich groß um das Geburtstagskind zu kümmern. Dies wird jedoch nachgeholt und ich fand es toll, dass Familie Botterblom zwar auf ihr Geld achten muss, aber dennoch versucht ihren Kindern ab und an Dinge zu ermöglichen.

Neben Flora steht in diesem Buch vor allen Dingen das Gürteltier Gisbert und Großvater Hyazinthus im Vordergrund. Gerade das Gürteltier Gisbert mit seiner frechen Art und seinem schrecklichen Gesang entwickelt sich zum heimlichen Star des Buches. So kommt es, dass die Familie Botterblom irgendwann einen mexikanischen Pullover für Gisbert strickt. Diese Geschichte endet jedoch fast in einem halben Drama - warum? Ja, dafür müsst ihr schon selbst zu "Flora Botterblom" greifen.

Der Verlauf der Geschichte konnte mich von vorne bis hinten absolut überzeugen. Im letzten Drittel der Geschichte wird es für junge Leser noch mal richtig spannend und auch ein wenig düster. Doch zum Glück kann Flora immer auf die Hilfe ihrer Familie bauen.

Die Geschichte ist zudem sehr humorvoll gehalten und es gibt so viele lustige kleine Anekdoten, die einfach großen Lesespaß bereiten.

Angesprochen hat mich bereits das zauberhaft kunterbunte Cover. Doch auch das Innere des Buches kann sich sehen lassen. So gibt es auf den ersten Seiten den Botterblomschen Stammbaum zu bestaunen. Hier hat (wahrscheinlich Flora selbst) die Familie nach ihrer Abenteuer-Tauglichkeit eingestuft. Diese fällt für die meisten Familienmitglieder doch eher sehr spärlich aus. Auch das jeweilige Lieblingswort der Familienmitglieder findet man in diesem Stammbaum.

Am Ende des Buches wartet dann noch auf den Leser ein kleines Gartenlexikon mit ein paar gängigen Begriffen aus der Gärtnereibranche.

Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann daher auch perfekt nach dieser Geschichte beendet werden. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ein Leser dies tun möchte. Denn Band 1 überzeugt auf vielerlei Weise, sodass man unbedingt den zweiten Band lesen möchte. Schließlich ist es spannend zu verfolgen, welches Gemüse, welche Zauberkraft hervorruft.

Fazit:
"Die Wunderpeperoni" entführt Jung und Alt in eine malerische Gärtnereikulisse mit einem Hauch Magie und jeder Menge Spannung und Witz. Die herzallerliebste Familie Botterblom und Gürteltier Gisbert muss man einfach gernhaben.
Obwohl ich eher ein Gartenmuffel bin, hat mich die Geschichte sehr begeistert. Man muss also keinen grünen Daumen haben, um dieses Buch zu mögen.
Daher bekommt die Geschichte 5 von 5 Hörnchen.