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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2019

Prinz Tymur, die Nervensäge

Das gefälschte Siegel
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Der Anfang des Buches hat mir noch ziemlich gut gefallen, da es ziemlich solide beginnt, aber das Tempo bleibt langsam und ich hatte das Gefühl, das würde an Tymur liegen. Generell war dieser Hauptcharakter, ...

Der Anfang des Buches hat mir noch ziemlich gut gefallen, da es ziemlich solide beginnt, aber das Tempo bleibt langsam und ich hatte das Gefühl, das würde an Tymur liegen. Generell war dieser Hauptcharakter, der als einziger keine eigene Perspektive hat, für mich die Quelle allen Ärgernisses.
Natürlich soll er mysteriös wirken, aber ich fand seine hinterlistige Art einfach unglaublich nervig. Er ist der Kern seiner Gruppe und darum muss sich auch ständig alles um ihn drehen. Die anderen drei Protagonisten machen sich genauso viele Gedanken um ihn wie über die wahren Probleme.
Kevron fand ich hier noch am sympathischsten, da er ein gebrochener Mann ist und auch eine starke Entwicklung durchmacht. Die Magierin Enidin ist arrogant, aber eigentlich wirkt sie auf nicht eher nutzlos und einfältig, während der Wächter Lorcan steif und grimmig ist.

Die Handlung entwickelt sich eher zäh, weil Tymur von der Reise ablenkt, die magisch sein könnte. Stattdessen verfolgt man, wie Tymur lügt oder einfach Blödsinn von sich gibt. Natürlich hat er auch seine Sorgen, aber für mich ergaben seine Taten teilweise einfach gar keinen Sinn.
Die Reise war auch eher enttäuschend, obwohl die Vorbereitungen recht vielversprechend schienen. Die einzige Spannung - wenn man das so nennen will - bildeten die Dramen um Tymur, seine Liebe und seine Freundschaft, abgesehen davon passiert nicht viel und das, was dann noch übrig blieb, konnte mich dann auch nicht mehr packen.

Fazit
"Das gefälschte Siegel" konnte mich leider nicht besonders begeistern, da die Handlung zwischen dem Drama um den mysteriösen Tymur unterging und das Buch eher zäh war. Schade!

Veröffentlicht am 29.05.2019

Überstürzt und erzwungen

Sinful Empire
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Nach der emotionalen Annäherung im Vorgänger macht die Beziehung von Keira und Lachlan einen riesigen Sprung, der auch nach den neu entdeckten Gefühlen viel zu heftig ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Nach der emotionalen Annäherung im Vorgänger macht die Beziehung von Keira und Lachlan einen riesigen Sprung, der auch nach den neu entdeckten Gefühlen viel zu heftig war.
Plötzlich können sie nicht mehr ohne einander leben und sind bereit, sich für den jeweils anderen zu opfern, ist klar. Mir ging das viel zu schnell und dazu auch direkt viel zu übertrieben.

Man sieht ein bisschen mehr von Lachlans Dasein als Mafiaboss, aber die Szenen sind eigentlich kaum spannend, weil sie schnell kommen und gehen und gar keine Gelegenheit haben, um Spannung aufzubauen. Hier steht einfach zu sehr die Liebesgeschichte im Fokus, die aber wegen der Hektik auch nicht überzeugen konnte.
Dann wurden hier noch ein paar Geheimnisse dramatisch enthüllt und das hat der ohnehin fragwürdigen Glaubwürdigkeit der Reihe weiter geschadet, weil sie weit hergeholt und auch nicht unbedingt logisch waren. Ich fand das Drama ziemlich erzwungen und dadurch konnte ich die meiste Zeit eher nur die Augen verdrehen, anstatt mich wirklich für den Inhalt des Buches zu interessieren.

Fazit
Im Trilogie-Finale "Sinful Empire" war die Liebesbeziehung sehr überstürzt und jedes Drama sehr erzwungen

Veröffentlicht am 03.04.2019

Schwach in jeder Hinsicht

Law of Attraction
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Leider war dieses Buch in jeder Hinsicht einfach schwach, was ich schon ziemlich schade fand. In vielerlei Hinsicht gab es Potenzial, aber während manche Details schon zu ausführlich waren, kamen spannende ...

Leider war dieses Buch in jeder Hinsicht einfach schwach, was ich schon ziemlich schade fand. In vielerlei Hinsicht gab es Potenzial, aber während manche Details schon zu ausführlich waren, kamen spannende Punkte zu kurz.

Es klingt zwar nach Office-Romance, aber der Romance Aspekt kommt viel zu kurz.
Im Mittelpunkt steht eher Lianna mit ihrem Neustart in ihrem neuen Job und in ihrem neuen Leben. Sie gibt sich viel Mühe in ihrem Job und findet schnell viele liebe Freundinnen. Nur einer ihrer Chefs ist unglaublich anspruchsvoll und bringt sie an ihre Grenzen.
Dabei ist Darren eigentlich auch gar nicht so ein "teuflisch heißer Boss", dafür aber schon ein arroganter und vor allem sehr strenger Boss, der nur mit dem Besten zufrieden ist - beziehungsweise nicht meckert.
Auch wenn die beiden eigentlich ein süßes Paar darstellen, kam kein richtiges Prickeln rüber und die Beziehung blieb eher fade, da der Schwerpunkt nicht wirklich darauf lag und auch alle romantischen Szenen kurz blieben.

Wie der Klappentext sagt, beide hätten Geheimnisse und das hätte durchaus Spannung ins Spiel bringen können, aber diese Dramen wurden überhaupt nicht vertieft! Immer, wenn es gerade spannend wurde, war es direkt wieder vorbei.

Generell hatte ich bei eigentlich allem das Gefühl, dass es eine abgeschwächte Version davon war, was es hätte sein können. Alle Probleme lösen sich von selbst und die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar. Ich fand es zwar süß zu lesen, aber vieles war nicht überzeugend genug. Die Chemie zwischen Darren und Lianna war für mich kaum da, die Geheimnisse aus der Vergangenheit wurden so simpel gelöst und das Ende war auch recht unspektakulär. Es war zwar angenehm geschrieben, aber die Handlung war zu lasch!

Fazit
"Law of Attraction" war zu schwach in so ziemlich jeder Hinsicht. Es war kaum Romantik zu spüren und auch jeder Funke von Spannung wurde schnell vernichtet. Es war zwar nett zu lesen, aber es war einfach nicht besonders gut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.12.2018

Mich konnte nichts an dem Buch überzeugen - viel verschwendetes Potential!

Mortal Engines - Krieg der Städte
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Leider konnte ich mich kaum mit dem Buch anfreunden und das lag an zahlreichen Dingen.

Also erstmal war da der Schreibstil, der auf mich zu simpel und etwas stumpf wirkte. Konfliktsituationen wurden oft ...

Leider konnte ich mich kaum mit dem Buch anfreunden und das lag an zahlreichen Dingen.

Also erstmal war da der Schreibstil, der auf mich zu simpel und etwas stumpf wirkte. Konfliktsituationen wurden oft sehr unspektakulär gelöst und es wurde kaum Spannung aufgebaut. Ich musste mich da etwas durch die Seiten quälen, weil das immer wieder meinen Lesefluss gestört hat.

Die beweglichen Traktionsstädte wirkten schon sehr überzogen und unrealistisch. Zum Teil lag das auch daran, dass die großen Unterstützer des sogenannten "Städtedarwinismus" alle ihre dunklen Seiten oder unmenschlichen Absichten, und da habe ich mich nur gefragt, wer überhaupt auf die Idee kam, dass Städte auf Rädern eine tolle Idee seien. Diese ganze dystopische Welt wirkte dadurch nur wenig überzeugend!

Dann ist da unser Protagonist Tom. Er ist in London aufgewachsen und hält den Städtedarwinismus für den einzig richtigen Weg. Eine große Stadt muss schließlich andere Städte verspeisen, wenn sie nicht zugrunde gehen will! Er steht sehr loyal zu seiner Stadt und ist sowohl naiv als auch gehirngewaschen und das macht ihn ziemlich anstrengend. Erst sehr langsam beginnt er zu erkennen, was London anderen Städten und ihren Bewohnern antut und das zerbricht ihm das Herz. Ich muss zugeben, dass ich da schon Mitleid wegen seiner Blindheit hatte.

Gleichzeitig hat es mich auch genervt, wie singulär die Meinungen in London waren und verblendet alle ihre Bewohner, als hätten sie gar keine eigene Meinung mehr.

Dann ist da Hester mit ihrer schwierigen Kindheit, die sich gegen Valentine stellt, und Valentines Tochter Katherine, die beginnt, einige verdächtige Ungereimtheiten zu entdecken. Sie hätten beide Potential zu komplexeren und faszinierenden Charakteren gehabt, aber mit dem eher stumpfen Schreibstil blieben sie für mich unnahbar, was ich auch wieder sehr schade fand.

Mit einigen besser belegten Erklärungen und einem anderen Schreibstil hätte vielleicht sogar diese verrückte Dystopie überzeugen können, aber mich konnte das Buch leider nicht umhauen.

Fazit
Mich konnte "Mortal Engines - Krieg der Städte" leider nicht überzeugen, weder mit der Handlung noch mit dem Schreibstil oder den Charakteren. Aber ich werde die Reihe trotzdem weiter verfolgen, weil ich doch mehr von den Traktionsstädten sehen will.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Mich konnte nichts überzeugen

Witchborn
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Protagonisten
Da Alice fern von jeglicher Zivilisation mit ihrer Mutter aufgewachsen ist, ist sie auch im Umgang mit anderen Menschen häufig seltsam. Mal ist sie sehr misstrauisch und dann wiederum sehr ...

Protagonisten
Da Alice fern von jeglicher Zivilisation mit ihrer Mutter aufgewachsen ist, ist sie auch im Umgang mit anderen Menschen häufig seltsam. Mal ist sie sehr misstrauisch und dann wiederum sehr naiv. Sie kann Menschen kaum einschätzen und insgesamt hat mich ihre unwissende Art ziemlich genervt. Sie kennt sich mit Kräutern und Pflanzen aus, aber sonst scheint sie nichts zu kennen, sodass ich mich gefragt habe, was sie ihr ganzes Leben lang gelernt hat.

Handlung und Schreibstil
Die Handlung konnte mich nicht so richtig packen. Zum einen lag es an Alice, mit der ich nicht ganz warm wurde, aber es kam mir auch vor, als würde man sich im Kreis drehen und nur schleppend langsam Fortschritte machen.
Es spielt zur Zeit von Königin Elizabeth und Mary Stuart, die an deren Platz möchte, und auch die Hexenjagd ist ein aktuelles Thema. Zwar fürchten sich nicht alle vor Hexen, aber viele fürchten sich vor den Dingen, die Hexen tun könnten. Das bekannte, verrückte Problem, auch wenn es in diesem Buch tatsächlich Hexen gibt und auch dunkle Künste. Den historischen Rahmen fand ich sehr dezent und bei der Rolle, die die manche Charaktere dann gespielt haben, fand ich das schon wieder zu wenig. Auch die Magie kam mir zu kurz, da Alice auch da kaum Erfahrungen hat, bekommt man eher zufällige Dinge mit als beabsichtigte Zauber.

Fazit
Insgesamt hat mir "Witchborn" leider nicht so gut gefallen. Es war eher langweilig, die Protagonistin konnte mich nicht überzeugen und weder die Magie noch die historischen Details konnten mich mitreißen.