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Nicis_Buchecke

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2016

Eine wundervolle Schauergeschichte

Seelenlos
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Ich bin durch den Klappentext aufmerksam geworden und das Cover tat dann sein übriges. Dieses Buch ist außen und innen einfach wunderbar gestaltet. Jedes neue Kapitel empfängt den Leser mit Verzierungen. ...

Ich bin durch den Klappentext aufmerksam geworden und das Cover tat dann sein übriges. Dieses Buch ist außen und innen einfach wunderbar gestaltet. Jedes neue Kapitel empfängt den Leser mit Verzierungen. Die Schrift ist relativ groß und daher lesen sich diese etwas mehr als 360 Seiten relativ schnell weg. Der Verlag spricht hier eine Altersempfehlung von 11 bis 13 Jahren aus und diese finde ich durchaus angemessen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und locker. Mir hat er sehr gut gefallen. Das einzige was mich ein wenig gestört hat war das die Kapitel ein wenig lang waren. Ich bin ein Leser, der nicht mitten im Kapitel das Buch beiseite legt, sondern immer ein Kapitel beendet. Im Schnitt waren die Kapitel immer 30 bis 40 Seiten auseinander.
Die düstere Atmosphäre, die die Autorin mit dem historischen und mystischen Friedhof Greyfriars Graveyard hier schafft fand ich einfach wundervoll. Die Geister, wie sie ihr Unwesen treiben und vorauf es am Ende alles hinaus läuft machen dieses Jugendbuch zu einem schaurig, schönen Leseerlebnis.
Die Charaktere fand ich alles in allem sympathisch, auch wenn ich manches Mal dachte, dass sie sich doch ein wenig zu reif und erwachsen gegeben haben. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck. Für mich war an einigen Stellen die Handlung auch vorhersehbar, aber das trübte überhaupt nicht den Lesespaß.
Auch war das Ende so gestaltet, dass durchaus weitere Bände folgen könnten, denn genug Potenzial für weitere Geschichten mit Lucy und Amelia ist durchaus vorhanden.
Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen und besonders für jene geeignet, die gerne Schauergeschichten lesen. Zur Einstimmung auf Halloween ist es die perfekte Lektüre.

Veröffentlicht am 27.09.2016

Zurück in die Zukunft

Blätterrauschen
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Dieses Buch wusste ich erst nicht einzuschätzen. Das Cover, sowie der Klappentext haben mich sofort fasziniert, aber deswegen wusste ich trotzdem noch nicht was mich erwarten würde. Jetzt nach dem Lesen ...


Dieses Buch wusste ich erst nicht einzuschätzen. Das Cover, sowie der Klappentext haben mich sofort fasziniert, aber deswegen wusste ich trotzdem noch nicht was mich erwarten würde. Jetzt nach dem Lesen muss ich sagen hätte man vielleicht auf eine kindlichere Gestaltung des Covers zurück greifen sollen. Unsere Hauptprotagonisten sind 12 bis 13 Jahre alt und sprechen eine Leserschaft ab dem 10. Lebensjahr an. Dafür finde ich das Cover sehr erwachsen gewählt auch wenn es mir sehr gut gefällt.
Zu den Charakteren muss ich sagen, dass die Autorin hier eine wunderbare Zusammenstellung gelungen ist. Jeder der drei, ob Iris, Rosa oder Oliver hat seine eigene Art, die auch sehr gut rüber kommt. Mir waren sie alle auf ihre Weise sympathisch. Und ich habe gern dieses Abenteuer mit ihnen bestritten. Während ihrer spannenden Reise wachsen sie zusammen und zeigen uns wie wichtig Zusammenhalt und Freundschaft ist. Das man diese auch dort findet, wo man es gar nicht erwartet.
Die Autorin hat einen angenehm, der Zielgruppe entsprechenden Schreibstil und konnte mich mitreißen. Gespannt verfolgte ich die Ereignisse und stellte selbst meine Theorien auf. Verschiedene wissenschaftliche Themen werden aufgegriffen uns wunderbar erläutert. Wir lernen jede Menge über die Zeit und ihre Tücken. Als Leser taucht man in ein Abenteuer hinein und lässt sich treiben. Ich fand es einfach wunderbar die drei auf ihrem Weg zu begleiten und mit ihnen zu rätseln, bangen und staunen.
Ich habe mich mit diesem Roman sehr unterhalten gefühlt und es sind viele Dinge, die beschrieben werden, für unsere reale Welt vorstellbar. Teilweise war dies schon beängstigend.
Das gesamte Buch ist ein Sci-Fi-Abenteuer für jüngere Leser und überaus fesselnd.
Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und welche Abenteuer unsere drei kleinen Helden dann bestehen müssen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Buch was einen mitfiebern lässt

Winterfeldtstraße, 2. Stock
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Das Buch ist auf eine Art und Weise geschrieben, dass einen regelrecht in einen Leserausch verfallen lässt. Nach der Leseprobe wusste ich es könnte ein Buch nach meinem Geschmack sein. Aber ich muss deutlich ...

Das Buch ist auf eine Art und Weise geschrieben, dass einen regelrecht in einen Leserausch verfallen lässt. Nach der Leseprobe wusste ich es könnte ein Buch nach meinem Geschmack sein. Aber ich muss deutlich sagen, dies war eine Untertreibung. Am Anfang hatte es sich ein bisschen gezogen und ich dachte es wird nicht besser aber ab einem gewissen Punkt kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Ich möchte jetzt nichts vom Inhalt verraten daher werde ich nicht die Highlights des Buches vorwegnehmen. Ich möchte ja schließlich niemanden dieses einmaligen Vergnügens berauben. Die Hauptfigur ist in diesem Roman Charlotte die, wie direkt aus der Leseprobe auch ersichtlich wurde, ihren Mann verliert. Danach stellt sie ihr Leben in Frage und ob ihre Ehe das war, für was sie sie gehalten hat. Dieser Roman schildert deutlich die schwere Zeit der Inflation und einer alleinstehenden Mutter zu dieser Zeit. Wie sich Charlotte in dieser Zeit durchkämpft und was sie alles für ihr Glück und ihre Tochter leisten muss und wer sie dabei untersützt wird hier sehr bildreich dargestellt. Auch der Konflikt zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten der Ende der 1920er Jahre immer stärker wird fließen in diese Geschichte ein.
Meine Lieblingsstelle in diesem Buch ist folgende:
"Wie konnte er es zulassen, dass sie sich allein mit einem sechs Wochen alten Kind zwischen einem Kommunisten, zwei Taugenichtsen und einer ältlichen Lesbe wiederfand?
Zeitweise sind die Sätze etwas lang geraten, was mich beim Lesen ein bisschen verwirrte und eine Zeitangabe mehr hätte es auch gerne sein können, aber alles in allem ist es ein wunderbarer Roman über eine starke Frau, die ihren Weg geht und dabei wunderbare Unterstützung findet.
Ein Zitat aus dem Buch, das wundervoll ist spricht mir dabei aus dem Herzen: " Wer das Talent zum Sehen besitzt, trägt Schätze in sich, die es zu bergen gilt."

Ich wünsche allen die dieses Buch lesen viel Spaß dabei und hoffe vielleicht auf einen zweiten Teil, da die Konstellation zum Schluss spannend wäre sie in den 1930er und 1940er Jahren zu verfolgen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Krimi nicht mehr und nicht weniger

Die Toten vom Magdalen College
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Das Buch sprach mich natürlich als erstes durch sein Cover an. Es ist schön dunkel gehalten mit einer leicht mystischen Note. Die Beschreibung versprach einen Krimi in Oxford und genau das ist es auch. ...

Das Buch sprach mich natürlich als erstes durch sein Cover an. Es ist schön dunkel gehalten mit einer leicht mystischen Note. Die Beschreibung versprach einen Krimi in Oxford und genau das ist es auch. Eben ein Krimi wie man ihn sich vorstellt. Die Autorin beschreibt den Fall subtil mit kleinen Ausflügen in die Oxforder Umgebung. Es wird nicht viel drum herum geredet und man kann den Fall schlüssig nachvollziehen. Dem Leser wird immer wieder Gelegenheit gegeben seine eigenen Theorien aufzustellen, wer denn der Mörder sein könnte. Das Buch ist nicht allzu dick und auch leicht verständlich geschrieben, daher könnte man es gut auf kurzen Ausflügen oder im Urlaub lesen. Die großen Überraschungen gab es jetzt nicht im Buch, aber es ist ein schöner Krimi, der dafür sorgte, dass ich mich manchmal wie Miss Marple fühlte.
Am Ende könnte man die Vermutung anstellen, dass wir noch weiteres von dem Ermittlerduo Green und Collins hören werden, aber das ist reine Spekulation.
Alles in allem ein solider Krimi, den man gerne gelesen hat.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein schöner Fantasyroman und ein gelungenes Debüt

Salz der Götter
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Als kleiner Ägyptenfan schrie mein Herz bei diesem Cover sofort "Muss ich haben." Als ich dann das Buch in meinen Händen hielt, ließ das hochwertig gearbeitete Hardcover mit diesem tollen Bild mein Herz ...

Als kleiner Ägyptenfan schrie mein Herz bei diesem Cover sofort "Muss ich haben." Als ich dann das Buch in meinen Händen hielt, ließ das hochwertig gearbeitete Hardcover mit diesem tollen Bild mein Herz endgültig höher schlagen.
Am Anfang habe ich ein paar Seiten gebraucht um mich in die Handlung hineinzufinden. Es werden erstmal sehr viele Informationen vermittelt. Dabei wird einem erklärt welches Volk welchen Glauben hat, und welcher Gott wie heißt und wofür er steht. Dies verwirrte mich ein wenig. Dann jedoch war ich gefangen und fieberte mit der Seherin Aglaia und dem Krieger Dago mit. Leichte Annährungsversuche gibt es zwischen den beiden auch und lassen den Schuss Liebe einfließen, der diesem Buch einen gewissen Charme verpasst. Jedoch wird die Haupthandlung dabei nie aus den Augen gelassen und teilweise konnte ich die Szenen direkt vor meinem inneren Auge sehen. Auch für diejenigen unter den Lesern, die auf große Schlachten stehen werden hier nicht vergessen. Die alles entscheidene Schlacht und wie es zu dieser Schlacht kommt wird sehr gut von der Autorin geschildert.
Alles in allem ist es ein toller Fantasyroman der einen in fremde Welten entführt.
Auch wenn ich jetzt nicht die erwartete ägyptische Landschaft vorfand, wie erhofft, ist es ein sehr schöner Roman, der auch für Nicht-Fantasyleser eine gute Unterhaltung bietet. Katja Bulling hat meiner Meinung nach ein gelunges Debüt vollbracht.