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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2019

Spannend, aber etwas brutal

Giganten 1: Die Magie erwacht
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Internat für Zauberschüler ... das klingt nach Harry Potter Abklatsch. Wer Harry Potter mag den würde das vermutlich nicht stören, aber es wäre auch schön, wenn es nicht immer eine Gruppe Zauberschüler ...


Internat für Zauberschüler ... das klingt nach Harry Potter Abklatsch. Wer Harry Potter mag den würde das vermutlich nicht stören, aber es wäre auch schön, wenn es nicht immer eine Gruppe Zauberschüler gibt, die die Welt retten.

Gut, ich verrate nicht zu viel, wenn auch in GIGANTEN die Welt gerettet werden muss. Was sollte man auch sonst machen, wenn man zaubern kann.

Aber ... Giganten ist nicht Harry Potter. Und all das was es in Harry Potter gibt (und was man an den Romanen auch schätzt) gibt es in Giganten nicht.

Von daher erwartet den Leser ein actionreiches, spannendes, teilweise lustiges Abenteuer, das zwar in einem Zauberinternat spielt, aber es ist doch anders, als man es erwarten würde.

Ich habe noch kein Buch von James Riley gelesen, aber zumindest Giganten ist erfrischend anders. Vielleicht mag es etwas brutal für die Zielgruppe (10 - 12 Jahre) sein, vielleicht auch nicht.

Die Charakterentwicklung gefällt mir und natürlich gibt es auch ein paar Charaktere, die man einfach Lieben muss (und Hellseher Cyrus ist einfach herrlich ... wie er die Zukunft erklärt hat schon etwas entwaffnendes).

Giganten ist spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen, das Spaß auf mehr macht.

Veröffentlicht am 10.07.2019

Steampunk wie ich ihn mag

Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt
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Mit dem Titel „Frost & Payne – Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt“ erscheint ein Sammelband der ersten drei Teile der Steampunk-Reihe von Luzia Pfyl.

Band 1 – „Die Schlüsselmacherin“: Frost ...

Mit dem Titel „Frost & Payne – Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt“ erscheint ein Sammelband der ersten drei Teile der Steampunk-Reihe von Luzia Pfyl.

Band 1 – „Die Schlüsselmacherin“: Frost muss ein Buch stehlen und gleichzeitig einen ehemaligen Pinkteron (Payne) finden...

Band 2 – „Die mechanischen Kinder“: Frost und Payne sind auf der Suche nach dem Prototyp einer neuen Schusswaffe ...

Band 3 – „Die Bibliothek des Apothekers“: Frost und Payne sollen eine Bibliothek finden (klingt dämlicher als es ist).



Ich mag Steampunk. Oder vielleicht sollte ich besser sagen, ich würde Steampunk gerne mögen. Leider enttäuschen mich Bücher aus diesem Genre meist und die wenigen Filme, die mir bekannt sind, reißen mich auch nicht vom Hocker (und mein peinliches Highlight ist wohl eine Folge der Serie Phineas und Ferb ... das hat mit den mechanischen Kindern zwar absolut nichts zu tun, aber ich wollte es erwähnen).

Die Einleitung mag jetzt etwas verwirren, denn vermutlich könnte man die Vermutung äußern, dass mir die mechanischen Kinder nicht gefallen haben, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Geschichten (zumindest die drei, die ich bisher kenne, sprich: Dieser Sammelband) haben mir gut gefallen. Ich mag das Steampunk-London, das Luzia Pfyl erschaffen hat. Es erinnert etwas an die Zeit von Sherlock Holmes, gemischt mit seht viel Mystery (aber nicht so viel, dass es irgendwie abgedreht wirkt). Es fällt nicht schwer sich in die Welt hineinzufinden. Die Geschichten sind kurzweilig und actiongeladen, die Charaktere (nicht nur Frost und Payne) sind gut gezeichnet und glaubwürdig, mache sympathisch, andere natürlich nicht.

Jeder Teil befasst sich mit einem neuen Fall, den Frost & Payne lösen müssen, wobei es sich zumindest bei den Teilen dieses Sammelbandes um drei "Dinge" handelt, die gesucht und natürlich gefunden werden müssen. Nebenbei gibt es noch die Sache mit den Mechanischen Kindern, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichten ziehen. Und natürlich endet jeder Band mit einem Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Ich habe die drei Geschichten des ersten Sammelbands regelrecht verschlungen. Und natürlich will ich wissen, wie es mit den mechanischen Kindern weiter geht.

Das ist Steampunk wie er mir gefällt.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Spionage á la Agatha Christie

N oder M?
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Trotz der Spionagethematik liegt hier ein klassischer Christie vor, der allerdings ohne Mord und Totschlag auskommt (aber Verbrechen können vielseitig sein). Ein übersichtlicher Ort, eine übersichtliche ...

Trotz der Spionagethematik liegt hier ein klassischer Christie vor, der allerdings ohne Mord und Totschlag auskommt (aber Verbrechen können vielseitig sein). Ein übersichtlicher Ort, eine übersichtliche Anzahl an Verdächtigen und alles vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs, der zwar ständig präsent ist, aber doch als Kriegsschauplatz wenig Bedeutung hat.
Wichtiger ist das beschauliche englische Landleben und eine Gruppe Menschen, die mit dem Krieg offensichtlich nichts zu tun haben.
Agatha Christie bietet eine handvoll interessanter Charaktere, die mal mehr oder weniger offensichtlich der Spionage verdächtigt werden können und natürlich wird auch ein gewisses Maß an Spannung und Action geboten.
Miss Marple und Hercule Poirot kennt jeder, aber auch das Ehepaar Beresford müssen sich nicht hinter den großen Namen verstecken.
Und wer das Ehepaar noch nicht kennt ... der hat jetzt die Gelegenheit in einer gelungenen Neuübersetzung die Bekanntschaft zu machen.
Bei N oder M handelt es sich übrigens nicht um den ersten Auftritt der Beresfords. Auch wenn sie nicht so oft ermitteln wie etwa Miss Marple oder Hercules Poirot (und im Gegensatz zu diesen beiden Detektiven altern sie auch merklich ...)

Veröffentlicht am 25.04.2019

Man lernt nie aus ...

Die fabelhafte Welt der Ameisen
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Bevor ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, wusste ich nichts von der Existenz sogenannter Ameisenumsiedler und deren Bedeutung.
Aber man erweitert ja gerne seinen Horizont.
Im Rahmen des ständig erwähnten ...

Bevor ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, wusste ich nichts von der Existenz sogenannter Ameisenumsiedler und deren Bedeutung.
Aber man erweitert ja gerne seinen Horizont.
Im Rahmen des ständig erwähnten Insektensterbens geraten ja immer wieder Bienen in den Fokus, vermutlich aufgrund ihrer offensichtlichen Bedeutung für den Menschen (Honig!), Andere Insekten geraten da eher in den Hintergrund und Ameisen … nun ja, Ameisen sind nicht überall beliebt, obwohl man durchaus ihren Nutzen nicht ignorieren darf (sogar für die Bienen, wie ich aus diesem Buch erfahren durfte).
Ein bisschen erinnerte mich das Buch an das Bienenbuch „Die Honigfabrik„, was den Aufbau anbelangte.
Eine Ameisenumsiedlerin erzählt von ihrer Arbeit und eine Diplom-Biologin erklärt die Welt der Ameisen (wobei gesagt werden muss, dass beide Autorinnen Biologie studiert haben). So sind die Abschnitte von Martina Grätz hin und wieder auch emotional, während Manuela Kupfer sachlich bleibt.
Aber .. das Buch erweitert das Wissen um Ameisen ungemein. Von wegen Ameise ist Ameise. Es ist wirklich eine fabelhafte Welt, sehr vielseitig und teilweise auch noch unbekannt.
Beiden Autoren gelingt ein kurzweiliges, informatives Lesevergnügen, das eine gute Mischung aus Theorie und Praxis darstellt.
Und vielleicht stellt es auch eine Art Werbung für den anstrengenden „Beruf“ des Ameisenumsiedlers/Ameisenhegers dar.


Mein Wissen über Ameisen wurde erweitert, die Lust darauf Ameisenumsiedler zu werden, jedoch nicht.
Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Nicht was ich erwartet hätte, aber eine positive Überraschung

Königin der Monster
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Ich weiß nicht wirklich, was ich erwartet habe. Einen ungewöhnlichen Horrorroman vielleicht, gemischt mit einer Teenager-Liebesgeschichte. Nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Aber ... ich habe etwas ganz ...

Ich weiß nicht wirklich, was ich erwartet habe. Einen ungewöhnlichen Horrorroman vielleicht, gemischt mit einer Teenager-Liebesgeschichte. Nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Aber ... ich habe etwas ganz anderes serviert bekommen und das ist auch gut so.

Königin der Monster lässt sich am Ehesten als Horrorkomödie bezeichnen.

Lena ist ein toughes Mädchen, das sich der Gefahr stellt und nicht schreiend davon läuft.Sie lässt sich auch nichts von Dämonenjägern sagen (und diese wirken in vieler Hinsicht eher hilflos).

Die Story um Lena und ihre Monster ist witzig (in erster Linie) und spannend (danach), aber nie gruselig (das geht gar nicht, wenn man liest wie Lena ihren Serienkiller oder den Voodoo-Hexer in Schach hält. Neben den genannten mag ich auch das Monster unter dem Bett, auch wenn es eine eher unbedeutende Rolle hat.

Ich habe etwas gebraucht, um in die Story eintauchen zu können, aber dann war ich gebannt bis zum Schluss.
Lesenswert für alle, die schon immer ein Faible für die dunkle Seite hatten ... und was die Liebesgeschichte anbelangt (die man mit dem Auftauchen des Dämonenjägers Matteo erwarten könnte) ... nun ja ... diesen Aspekt kann man getrost ignorieren.