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Veröffentlicht am 15.10.2016

Ein wunderbares Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte

Sehnsucht nach Zimtsternen
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Reihe
„Sehnsucht nach Zimtsternen“ ist das dritte Buch aus der „Sternschnuppen“-Reihe von Katrin Koppold, die von den vier Schwestern Mia, Fee, Helga und Lilly handelt. Die Bücher sind in sich abgeschlossen ...

Reihe
„Sehnsucht nach Zimtsternen“ ist das dritte Buch aus der „Sternschnuppen“-Reihe von Katrin Koppold, die von den vier Schwestern Mia, Fee, Helga und Lilly handelt. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Inhalt
Lilly ist glücklich mit Torsten verheiratet, bis der ihr eröffnet, dass er eine Andere hat. Sie igelt sich zuhause ein und ernährt sich zunächst von Süßkram, um anschließend ihrer Backwut zu fröhnen. Beim Essen wird sie gelegentlich von ihrem Untermieter Jakob unterstützt, allerdings nur, wenn er gerade keine Frau zum Vernaschen in Reichweite hat. Ausgerechnet jetzt plant ihre Schwester Helga auch noch ihre Hochzeit, zu der Anton eingeladen sein wird – der Anton, der Lilly mit 15 Jahren das Herz gebrochen hat. Als ob das nicht ausreicht, fällt ihr Vater die Treppe herunter und wird mitsamt Opa bei ihr einquartiert. Nur Günter, der neue Nachbar, bringt etwas Ruhe und Wärme in Lillys Herz.

Protagonistin
Lilly war für mich zunächst nicht die liebenswerte Protagonistin. Auf mich machte sie eher einen negativen Eindruck: eine Frau, die ihren Job aufgibt, um für Mann und Heim da zu sein, die dem Leser gedanklich auch klar mitteilt, dass sie keine Lust auf frühes Aufstehen, nervige Kollegen und unfreundliche Kunden hat, die vom Geld ihres Mannes und in der Wohnung ihrer Schwiegermutter lebt und im Grunde eher ein unzufriedener Mensch ist. Das war Lilly, wie ich sie nach den ersten Seiten gesehen habe.

Doch tatsächlich ist Lilly ein herzensguter Mensch, der für die Familie alles geben würde. Sie wurde vom Schicksal bereits mehr als einmal gebeutelt und steht nach der Trennung von Torsten vor einem Trümmerhaufen. Doch da gibt es auch noch den Spruch ihrer Großmutter, an dem sie sich immer wieder aufrichtet; Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Meine Gedanken zur Geschichte
„Sehnsucht nach Zimtsternen“ war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Einige Momente haben ein Kribbeln im Bauch verursacht, andere haben mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht und wieder andere haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Denn Katrin Koppold ist nicht nur eine Meisterin der Romantik und des Wortwitzes, sie bedient sich auch tiefgründiger Themen wie Alkohol- und Tablettenabhängigkeit, Fehlgeburten, Alzheimer und Tod.

Was mir besonders gut gefallen hat war ein Satz von Lilly: Vielleicht braucht man gar nicht immer ein Ziel im Leben. Vielleicht genügt es manchmal einfach nur, den nächsten Schritt zu kennen. (S. 238)

Katrin Koppold lässt in diesem Buch sehr viel Nebenhandlung in den eigentlichen Plot einfließen. Lilly hat mit vier Männern zu kämpfen, mit ihrer eigenen und der Schwieger-Familie, mit dem Versuch, beruflich Fuß zu fassen und wie oben schon beschrieben auch mit Alzheimer und Tod. Nun ist Katrin Koppold aber für mich eine Autorin, deren Bücher ich lese, wenn mir nach einem Happy End ist. Und auch wenn diese Themen nicht nach Happy End klingen, kann ich bestätigen, dadurch, dass Lilly alles Schritt für Schritt angeht, wird jedes einzelne Thema zu einem befriedigenden Ende geführt, was das Buch natürlich viel realistischer wirken lässt, als wenn sich alles in einer rosaroten Wolke auflösen würde.

Was mir nicht so gut gefallen hat!
Es gibt auch einige kritische Punkte, die ich anbringen möchte:

Wenn Lilly und Torsten im real existierenden Bio- und Wellnesshotel Stanglwirt Urlaub machen, dann sollte dieses bitte nicht „in Kitzbühel“ stehen, sondern „in Going“ oder gerne auch „bei Kitzbühel“. Da ich die Region aus Urlauben kenne, bin ich an dieser Kleinigkeit genau so hängen geblieben wie an der Postleitzahl von Starnberg auf der Einladung zur Hochzeit. Die beginnt nämlich mit einer 4 und würde somit nach NRW gehören. Über eine Postleitzahl, die mit einer 8 beginnt, hätte ich einfach weg gelesen, denn die 8 gehört für mich nach Bayern.

Auf der Einladungskarte steht nur Lillys Handynummer, die Rückmeldungen erhält sie aber per eMail und nicht über Handy. Und dann wäre da noch Jakob, der denkt, Lilly wäre nicht bei Facebook angemeldet, obwohl er einen Tag zuvor ihre Freundschaftsanfrage angenommen hat.

Das allerdings ist Kritik auf hohem Niveau, denn es sind nur Kleinigkeiten, über die ich beim Lesen gestolpert bin und die durch viele wundervolle Zitate und Sprüche, wie z.B.

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst (Hans Christian Andersen)

Niemals an die nächste Straße denken, sondern immer nur an den nächsten Schritt. (Momo, Michael Ende)

Das größte Vermächtnis, das wir unseren Kindern hinterlassen können, sind glückliche Erinnerungen. (aus einer Grußkarte)

längst wett gemacht sind.

Fazit
„Sehnsucht nach Zimtsternen“ ist ein wunderbares Buch, dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte und eines der wenigen Bücher, die ich innerhalb weniger Wochen gleich noch einmal gelesen habe – in diesem Fall zwei Mal innerhalb von drei Wochen .

Veröffentlicht am 13.10.2016

Mehr kann man nicht erwarten

In all den Jahren
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Inhalt
Die Geschichte beginnt im Jahr 1990 als Elsa und Finn sich im Treppenhaus kennen lernen. Nach und nach werden sie zu besten Freunden und verbringen die nächsten zwanzig Jahre miteinander. Manchmal ...

Inhalt
Die Geschichte beginnt im Jahr 1990 als Elsa und Finn sich im Treppenhaus kennen lernen. Nach und nach werden sie zu besten Freunden und verbringen die nächsten zwanzig Jahre miteinander. Manchmal sehen sie sich öfter, manchmal weniger oft, manchmal sind sie Single, manchmal liiert, manchmal wohnen sie Tür an Tür, manchmal sind sie durch einen Ozean getrennt, meist sind sie ein Herz und eine Seele, manchmal zoffen sie sich aber auch ordentlich.

Sie lieben sich – als Freunde – und nicht einmal die eine Nacht, die sie in all den Jahren miteinander verbringen, kann das zerstören, denn als sie am Morgen aufwachen, steht fest, es soll alles bleiben, wie es ist. Aber wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

Protagonisten
Als Elsa und Finn sich kennenlernen, ist Elsa Mitte 20 und Finn fast 30. Sie ist eine recht unbekannte Synchronsprecherin mit Schauspielausbildung, Finn hat sich als Künstler einen kleinen Namen gemacht.

Ich mochte die beiden vom ersten Moment an sehr gerne, weil sie als absolut liebenswerte Menschen gezeichnet sind. Da die beide eine Entwicklung über einen Zeitraum von zwanzig Jahren durchmachen und über der Leser sie begleitet, hatte ich am Ende das Gefühl, dass nicht nur die beiden Protagonisten sich in- und auswendig kennen, sondern dass sie auch mir sehr vertraut sind

Das Buch lebt natürlich auch von den unterschiedlichen Nebenfiguren: den Freunden David und Maria, Finns Mutter und seinem Bruder mit Familie, Edda, die ältere Dame, die so gern aus ihrem Leben erzählt, Norbert, Elsas väterlicher Freund, aber auch von Elsas Eltern, die sich schon seit Jahren mehr für Freunde und Reisen begeistern können, als für das Leben ihrer Kinder.

Zur Handlung
Der Leser begleitet die beiden Protagonisten über einen Zeitraum von 1990 bis 2010. Das Buch ist so aufgebaut, dass jedes Kapitel einen Zeitraum von einem Jahr einnimmt. Es gibt Jahre, in denen passiert viel, dann sind die Kapitel etwas länger, oder es passiert weniger, dann sind die Kapitel ein wenig kürzer und die Handlung etwas komprimierter.

Im Laufe der zwanzig Jahre lernt der Leser Finns Familie und seine Freunde genauso kennen wie Elsas Familie und Freunde und natürlich erleben wir mit, wie die beiden sich einen gemeinsamen Freundeskreis aufbauen, neue Leute kennen lernen, in Beziehungen hinein- und auch wieder hinausschlittern. Elsa und Finn verstehen sich blind und wissen, was der andere denkt und begleiten sich gegenseitig durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in München, aber Elsas Wurzeln liegen in Mannheim, Finns in Schottland und beruflich verschlägt es Elsa durch Deutschland und Finn bis in die USA, so dass auch andere Schauplätze eine Rolle in diesem Buch spielen.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin „echte“ Geschehnisse aus diesen zwanzig Jahren hat in die Geschichte einfließen lassen. Dies fällt gleich zu Beginn auf, als Elsa ihren Lohn in DM berechnet oder als Deutschland 1990 Fußballweltmeister wird, behandelt aber beispielsweise auch den Brandanschlag von Solingen in den 90er Jahren und die Terroranschläge von 2001, sowie weitere Erlebnisse, wie z.B. die WM 2006 in Deutschland.

Meine Meinung zum Buch
Barbara Leciejewski hat mich mitgenommen auf eine Reise, die nicht nur für die Protagonisten eine Berg- und Talfahrt war, sondern auch für mich als Leser. Ich habe mich über so viele wunderbare Momente im Leben von Finn und Elsa gefreut, hatte Tränen in den Augen als jemand starb, der Elsa so wichtig war und habe gelitten, wann immer die beiden Protagonisten sich gestritten haben.

Die Autorin hat es geschafft, ihre beiden Hauptfiguren getreu ihrem Alter weiterzuentwickeln, hat Zeiten übersprungen, wann immer es notwendig war und hat wichtige Zeitpunkte in beider Leben ausführlich beschrieben, ohne, dass ich je das Gefühl hatte, dass die Geschichte langatmig wird.

Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich mich in die Geschichte eingelesen habe, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich um 2 Uhr morgens auf der letzten Seite angekommen bin. Dann habe ich es mit einem tiefen Seufzer zur Seite gelegt und war traurig, dass es schon zu Ende war – und das, wo ich doch nach der Hälfte des Buches kurz darüber nachgedacht habe, was noch alles passieren kann und womit man die kommenden 200 Seiten noch füllen soll.

Fazit
„In all den Jahren“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch mit tollen Figuren, das alles anspricht, was einem Menschen im Laufe eines Lebens begegnen kann, Freundschaft, Liebe, Erfolg, Misserfolg, Krankheit, Tod, Fremdenhass, Alzheimer, sogar eine nervige Nachbarin trägt ihren Teil zum Gelingen der Geschichte bei. Ich konnte Schmunzeln, ich habe geweint, ich habe gelitten und ich wurde auf die Folter gespannt. Der Schreibstil von Barbara Leciejewski hat mir das Gefühl gegeben, dass ich noch ewig weiterlesen könnte. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten.

Veröffentlicht am 13.10.2016

Unterhaltsamer Frauenroman

In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt
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Inhalt
Victoria hat ihren Heimatort verlassen und ist mittlerweile in der Vorstandsetage einer Bank angekommen. Kontakt zu ihren Mitschülern von früher hat sie keinen mehr und daher findet die Einladung ...

Inhalt
Victoria hat ihren Heimatort verlassen und ist mittlerweile in der Vorstandsetage einer Bank angekommen. Kontakt zu ihren Mitschülern von früher hat sie keinen mehr und daher findet die Einladung zum Klassentreffen auch keine Beachtung.

Ausgerechnet zum Zeitpunkt des Klassentreffens muss sie dann wegen eines Todesfalles doch zu ihrer Mutter fahren. Als sie direkt am Bahnhof auf eine alte Freundin und beim Beerdigungskaffee auf ihren Jugendschwarm Michael trifft, gibt dies den Ausschlag dafür, dass sie kurzfristig doch noch beim Klassentreffen landet.

Michael hat sie in ihrer Jugend nicht wahrgenommen, aber bei Vicky kribbelt es direkt, als sie ihn wieder sieht und auch ihr Schwarm hat plötzlich Augen für sie.

Protagonistin
Dr. Victoria Weinmorgen ist als Quotenfrau in den Vorstand einer Düsseldorfer Bank eingezogen und lebt für ihren Beruf. Nachdem sie von ihrem Verlobten betrogen wurde, hat sie sich von dem Gedanken an eine Familie mehr oder weniger verabschiedet.

Zu ihren engsten Freunden gehören ihr Nachbar Daniel und ihre Kollegin Eva. Ihr Vater ist bereits vor einigen Jahren verstorben und ihre Mutter lebt im Sauerland, den Kontakt halten die beiden über Skype.

Die Protagonistin Vicky war mir sofort sympathisch. Sie ist weder eine typische Karrierefrau noch Single aus Überzeugung, es hat sich bisher einfach so ergeben. Durch das Klassentreffen stellt sie fest, dass es doch den (die) einen oder anderen gegeben hat, mit dem sie sich mehr verbunden fühlte und für den es sich gelohnt hätte, den Kontakt zu halten, was sie künftig auch tun will.

Handlung
„In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt“ ist für mich kein typischer Liebesroman. Zwar spielt die Beziehung zwischen Vicky und Michael eine größere Rolle in der Geschichte, doch Sabine Zett geht beispielsweise auch auf das Thema Freundschaften ein. Der Karrierefrau geht auf, dass sie in Düsseldorf vielfach nur oberflächliche Freundschaften pflegt, aber ihre Jugendfreunde mehr oder weniger vergessen hat. Mir hat gut gefallen, wie die Clique sich wiederfindet und auch sofort wieder auf einer Wellenlänge liegt. Gerade das Klassentreffen und das Aufeinandertreffen mit echten Freunden waren Momente, mit denen ich mich sofort identifizieren konnte. Spaß gemacht haben mir auch die teilweise etwas verdrehten Weisheiten die Vickys Zugehfrau zum Besten gibt.

Der Roman ist modern gehalten. Das sieht man nicht nur an der Quotenfrau, die mit ihrer Mutter skyped, sondern beispielsweise auch an den Handy-Fotoalben, die beim Klassentreffen eine wichtige Rolle spielen.

Der Fortgang des Handlungsstrangs um Vickys Mutter war für mich so vorhersehbar, wie das Gefühlschaos, in das Vicky gestürzt wird, was aber der Geschichte keinen Abbruch getan hat. Das Kribbeln eines Liebesromanes hat hier gefehlt, aber da dieses Buch – wie ich oben bereits erwähnt habe – für ich kein typischer Liebesroman ist, hat mir das auch nicht gefehlt. Insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, der Roman war witzig und kurzweilig.

Cover
Das Cover und der Titel sind zunächst erklärungsbedürftig, ergeben sich aber aus dem Buch. Der Titel findet sich in den Sprichwörtern wieder, die Victorias Haushaltshilfe so liebt. Der Elefant steht stellvertretend für Michael, der mit Nachnamen Rüsselberg heißt, was Vicky in ihrer Jugend dazu veranlasst hat, Elefanten in ihre Schulhefte zu malen.

Fazit
Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Frauenroman ist, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Wer allerdings auf die ganz großen Gefühle wartet, der dürfte hier eher enttäuscht werden.

Veröffentlicht am 21.02.2026

Vielschichtiger Thriller

Aschetod
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Mit Aschetod führt Linda Castillo ihre Leser erneut in die abgeschottete Welt der Amischen – und direkt in einen Fall, der selbst für Kate Burkholder kaum zu ertragen ist. Ein Mann wird auf grausame Weise ...

Mit Aschetod führt Linda Castillo ihre Leser erneut in die abgeschottete Welt der Amischen – und direkt in einen Fall, der selbst für Kate Burkholder kaum zu ertragen ist. Ein Mann wird auf grausame Weise verbrannt aufgefunden, und schnell wird klar: Hinter dieser Tat steckt mehr als ein einzelner Ausbruch von Gewalt. Schweigen, Misstrauen und religiöse Strenge erschweren die Ermittlungen, während Kate versucht, die Wahrheit hinter einer Gemeinschaft zu entwirren, die ihre Geheimnisse hartnäckig bewacht.

Kate bleibt eine faszinierende Protagonistin – entschlossen und immer wieder gezwungen, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Der Fall selbst ist vielschichtig und bewegt sich zwischen religiösem Fanatismus, familiären Konflikten und moralischen Grauzonen. Castillo versteht es wie kaum eine andere, Atmosphäre aufzubauen. Sie entwickelt die Geschichte Schritt für Schritt, wodurch der Thriller eine besondere Tiefe bekommt.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2019

Das Unergründliche schwingt immer mit

Das Lied der Wächter - Der Gesang
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Die Protagonisten und ihre Geschichte

Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar. ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte

Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar. An seinem 16. Geburtstag hat er erfahren, dass die Frau, die er bisher für seine Mutter hielt, seine Tante ist und dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nie mehr zurückgekehrt sind.

Es erhält einen Hinweis darauf, dass seine Eltern noch leben und so macht er sich auf Spurensuche in der Sperrzone, wo er auf eine unheimliche Kraft stößt, die alles Lebendige gefährdet.

Meine Gedanken zum Buch

In diesem zweiten Band der Trilogie, der dort beginnt, wo Band 1 geendet hat, dringt Felix immer weiter in den Schwarzwald vor. Erneut trifft er auf Menschen, die ihm gut gesonnen sind, aber auch auf Menschen, von denen Gefahr ausgeht. Auch die unheimliche Kraft, der berauschende Gesang und gefährliche Gewässer sind nach wie vor eine Bedrohung für ihn. Doch Felix kann immer besser damit Gefahren umgehen.

Ich habe diesen zweiten Band als unaufgeregter empfunden, als den ersten Band, was daran liegen könnte, dass mir die Gefahren und die Situation im Schwarzwald nun schon bekannt waren. Dennoch ist der zweite Band nicht weniger packend, schon alleine, weil es noch so viele offene Fragen gibt, die geklärt werden wollen.

Während ich „Das Erwachen“ eher als mystisch wahrgenommen habe, hat mich „Der Gesang“ mehr an eine Geschichte erinnert, bei der der Protagonist von einem Abenteuer ins nächste stolpert -wobei das Unergründliche im Hintergrund immer mitschwingt. Nachdem die Handlung auf den ersten Seiten eher vor sich hin geplätschert ist, hat sie Fahrt aufgenommen und konnte mich erneut mitreissen.

Nach wie vor fasziniert mich diese Trilogie natürlich auch, weil ich im Südschwarzwald aufgewachsen bin. Obwohl ich mir eingebildet habe, dass mir meine Heimat bekannt ist, lerne ich durch Thomas Erle nochmal Ecken kennen, die ich noch nie besucht habe. Hin und wieder google ich Orte oder Plätze und stellte fest, wie nah der Autor an der Realität bleibt. Daher bin ich nicht nur gespannt darauf, wie meine offenen Fragen in Band 3 beantwortet werden, sondern auch darauf, wohin Felix Reise noch führen wird.

Ich ziehe 1/2 Sterne ab, weil Band 1 mich noch einen Ticken mehr begeistern konnte.