Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
offline

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2024

Sehr vorhersehbar

Kommissar Platow, Band 4: Der Westend-Würger
0

https://www.amazon.de/Kommissar-Platow-Band-Westend-Würger-Kriminalroman-ebook/dp/B01DDB4KWG/ref=cmcrarpdproduct_top?ie=UTF8

Sehr vorhersehbar

Inhalt:
Frankfurt, 1975. Im Westend geht ein Serienmörder ...

https://www.amazon.de/Kommissar-Platow-Band-Westend-Würger-Kriminalroman-ebook/dp/B01DDB4KWG/ref=cmcrarpdproduct_top?ie=UTF8

Sehr vorhersehbar

Inhalt:
Frankfurt, 1975. Im Westend geht ein Serienmörder um. Zwei Prostituierte hat er schon erwürgt, ohne dass die Polizei ihn fassen konnte. Kommissar Joe Platow, sein Partner Mike Notto und die Hündin Abba kommen erst beim dritten Opfer zum Einsatz. Können sie den Täter stoppen?

Meine Meinung:
Der „Westend-Würger“ ist der 4. Band dieser Reihe, von der es mittlerweile 15 Bände gibt. Man kann das Buch aber gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Die Handlung ist schon ein bisschen skurril, aber warum nicht? Ich ließ mich gerne in meine Jugendzeit in den 1970er Jahren zurückversetzen. Der Zeitgeist ist ganz gut getroffen. Wie rückständig und frauenfeindlich es damals noch zuging! Immer wieder kommt die RAF zur Sprache, hat sich doch Platows Verlobte den Terroristen angeschlossen, was ihm natürlich zu schaffen macht. Joe Platow war mir ganz sympathisch und die Gedankengespräche mit der Hündin Abba fand ich ziemlich witzig und unterhaltsam.

Der Kriminalfall dagegen ist recht geradlinig und sehr vorhersehbar. Mein früher Verdacht wurde in jedem Fall hundertprozentig bestätigt. Wenigstens eine kleine Überraschung hätte ich mir da schon gewünscht, aber leider nicht bekommen.

Für einen Kurzkrimi ganz nett, aber kein großer Wurf.

Veröffentlicht am 02.10.2020

Teils interessant und spannend, teils langatmig und wirr

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
0

Gebundene Ausgabe : 960 Seiten
Herausgeber : Knaur HC (15. September 2020)
ISBN-13 : 978-3426227367
Originaltitel : To Sleep In A Sea Of Stars
Übersetzung: Barbara Häusler, Anke Kreutzer, Eberhard Kreutzer ...

Gebundene Ausgabe : 960 Seiten
Herausgeber : Knaur HC (15. September 2020)
ISBN-13 : 978-3426227367
Originaltitel : To Sleep In A Sea Of Stars
Übersetzung: Barbara Häusler, Anke Kreutzer, Eberhard Kreutzer und Katharina Naumann
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Teils interessant und spannend, teils langatmig und wirr

Inhalt:
Man schreibt das Jahr 2257. Kira Navárez ist Xenobiologin. Bei einem Aufenthalt auf dem Planeten Andrasteia stößt sie auf eine fremde Lebensform, die sich mit ihr verbindet und ihr Leben gründlich auf den Kopf stellt. Sie wird zum Ziel der unterschiedlichsten Mächte: Militär, „gute“ und „böse“ Aliens. Aber natürlich muss sie vor allem die Welt retten …

Meine Meinung:
Wie groß war meine Freude, nach vielen Jahren endlich wieder ein Werk von Christopher Paolini in den Händen halten zu können. Eragon fand ich damals faszinierend und fesselnd, und da ich auch dem Genre Science-Fiction zugeneigt bin, musste ich „Infinitum“ unbedingt haben. Doch leider war die Enttäuschung beim Lesen recht groß.

Der Anfang ist gut. Interessant und flott wird das Nötigste beschrieben und erklärt, was passiert. Doch leider driftet die Story dann irgendwie vom Weg ab, taumelt zum Teil unmotiviert durchs Weltall ohne klaren Hintergrund. Hauptsache, es gibt immer wieder Kämpfe zwischen Menschen und Aliens oder zwischen Aliens und anderen Aliens, die zum Teil spannend beschrieben werden, zum Teil aber auch langweilig sind.

Zwar rufen die detaillierten Beschreibungen sofort das Kopfkino auf den Plan, ziehen die Erzählung aber auch unsäglich in die Länge. Um es klarzustellen: Ich mag dicke Wälzer, aber sie müssen mich fesseln. „Infinitum“ hat dies leider überhaupt nicht geschafft. Ich musste mich regelrecht durchkämpfen, in der Hoffnung darauf, dass sich die Wirrnis irgendwann lichtet und der Knoten sich löst. Tja, wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber sie stirbt.

Der einzige Lichtblick war für mich das Schiffsgehirn Gregorovitch, das die „Wallfisch“ führt, das Raumschiff, auf dem Kira sich die meiste Zeit befindet, oft allein, während die restliche Crew eingefroren ist. Folglich passiert in dieser Zeit auch nicht allzu viel. Lediglich das Geplänkel zwischen Kira und Gregorovitch, der definitiv einen Dachschaden hat, war schon sehr amüsant.

Die Aufmachung des Buches ist recht schön, angefangen bei einem tollen Cover und einigen Abbildungen und Sternkarten. Im etwa 40 Seiten starken Anhang werden die wissenschaftlich-technischen Details erklärt, im Glossar etliche Begriffe erläutert. Zudem erzählt der Autor über die Entstehungsgeschichte des Romans und warum es so lange gedauert hat, bis das Buch veröffentlicht werden konnte. Er musste nämlich etliche Versionen schreiben und immer wieder überarbeiten, bis die Geschichte funktionierte. In meinen Augen tut sie das leider immer noch nicht.

Fazit:
Einige gute Elemente, aber auch viel Langeweile. Als Unterhaltungsfilm, den man nach dem Schauen gleich wieder vergisst, würde die Geschichte für mich wohl funktionieren, nicht aber als Roman, mit dem man sich einige Tage oder gar Wochen beschäftigen muss.


Veröffentlicht am 29.03.2020

Zu viel Kitsch, zu wenig Tiefgang

Alle Tage, die wir leben
0

Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (19. November 2019)
ISBN-13: 978-3499276576
Preis: 10,00 €
auch als E-Book erhältlich

Zu viel Kitsch, zu wenig Tiefgang

Inhalt:
Tildas 60. Geburtstag ...

Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (19. November 2019)
ISBN-13: 978-3499276576
Preis: 10,00 €
auch als E-Book erhältlich

Zu viel Kitsch, zu wenig Tiefgang

Inhalt:
Tildas 60. Geburtstag steht kurz bevor, als sie in eine Krise gerät. Ihr Freund Günter macht Schluss, der wichtigste Kunde ihres Schreibbüros springt ab. Zum Glück findet Tilda schnell einen neuen Job und auch gleich noch eine Freundin. Die 84-jährige Ruth will ihr Leben ordnen und sucht dafür Hilfe. Dabei können die beiden so unterschiedlichen Frauen viel voneinander profitieren.

Meine Meinung:
Die Buchbeschreibung hat mich angesprochen. Daher wollte ich dieses Buch gerne lesen. Ich erhoffte mir einen tiefgründigen Roman, der eventuell auch mich weiterbringen könnte. Doch der steckt hier leider nicht drin.

Dagmar Hansen schreibt ganz unterhaltsam und leicht zu lesen, verwendet aber immer wieder Plattitüden wie zum Beispiel „Man ist so jung, wie man sich fühlt.“ (S. 52) und schreckt auch vor kitschigen Wendungen nicht zurück. Das macht den Text nicht gerade aufregend. Zudem verläuft die Handlung ohne große Überraschungen - es ist alles ziemlich vorhersehbar.

Ein Pluspunkt sind die überaus sympathischen Protagonistinnen, mit denen man sich sehr wohlfühlen kann. Sie haben zwar auch ihre Ecken und Kanten, im Großen und Ganzen fand ich sie aber unrealistisch gut, wobei sie sich aber auch immer wieder in Selbstmitleid suhlen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 02.05.2019

Hochspannend, aber da fehlt doch was

10 Stunden tot
0

Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (2. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3550200052
Originaltitel: Motiv X
Übersetzung: Katrin Frey
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochspannend, ...

Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (2. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3550200052
Originaltitel: Motiv X
Übersetzung: Katrin Frey
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochspannend, aber da fehlt doch was

Inhalt:
Die schwedische Stadt Helsingborg wird von mehreren perfiden Morden erschüttert. Die zuständigen Ermittler bei der Polizei haben mit privaten Problemen zu kämpfen und kommen nur langsam vorwärts. Zudem verdächtigt Fabian Risk einen Kollegen des Mordes …

Meine Meinung:
„10 Stunden tot“ ist bereits der 4. Band dieser Reihe um den Helsingborger Kommissar Fabian Risk. Ich kenne die Vorgänger nicht, hatte aber nicht das Gefühl, damit schlechter dazustehen als Leser*innen der ganzen Reihe. Was aus den Vorgängerbänden für die aktuelle Entwicklung wichtig ist, wird hier noch einmal kurz erwähnt.

Anfangs war ich ziemlich begeistert von diesem Thriller. Er beginnt hochspannend und geht auch genauso weiter. Es geschehen immer mehr grausame Verbrechen, die Polizisten geraten in Gefahr, man erhält Einblick in das Denken eines Täters. Häufige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Ermittlern und dem Täter sorgen für reichlich Abwechslung und Dynamik. Kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel animieren immer zum Weiterlesen. Ich hatte einige Stunden wunderbar spannender Unterhaltung, bis etwa zwanzig Seiten vor dem Ende. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich nämlich, wie Ahnhem die ganzen angefangenen Handlungsstränge noch zu einem logischen Ende führen will. Es schien mir unmöglich. Die traurige Antwort: Gar nicht! Kaum eins der vielen Verbrechen wird wirklich aufgeklärt. Bei einem Krimi oder Thriller ist das ein Unding.

Auch der Titel „10 Stunden tot“ lässt mich ratlos zurück. Er steht in keinem Zusammenhang mit der Handlung.

Fazit:
Stefan Arnhem versteht es, spannend und locker zu schreiben. Langeweile kommt hier nicht auf. Allerdings werden die Kriminalfälle nicht aufgeklärt, sondern die Lesenden mit einem Cliffhanger auf den nächsten Band vertröstet. Und dort dann vielleicht auf den übernächsten? Ohne mich!

Die Reihe:
1. Und morgen du
2. Herzsammler
3. Minus 18°
4. 10 Stunden tot

★★★☆☆

Veröffentlicht am 06.03.2019

Inzwischen recht antiquiert

Mit Jeans in die Steinzeit
0

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. August 1988)
ISBN-13: 978-3423701440
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 7,95 €

Inzwischen recht antiquiert

Inhalt:
Die dreizehnjährige ...

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. August 1988)
ISBN-13: 978-3423701440
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 7,95 €

Inzwischen recht antiquiert

Inhalt:
Die dreizehnjährige Isabelle besucht in den Ferien ihre Verwandten in Südfrankreich. Ihre Cousine und ihre Cousins haben vor Kurzem eine aufregende Entdeckung gemacht, die sie nun mit Isabelle zusammen weiter verfolgen wollen. Dabei begeben sie sich in große Gefahr …

Meine Meinung:
Ganz entfernt erinnert dieses Jugendbuch an die „Fünf Freunde …“ von Enid Blyton, ist aber leider bei Weitem nicht so spannend. Es gibt nicht besonders viel Handlung, dafür mehr Beschreibungen und Erklärungen. Sehr oberlehrerhaft erfährt man hier einiges über die Cromagnon-Menschen. Das ist ja eigentlich ganz interessant, aber die Art und Weise, wie das Wissen vermittelt wird, gefällt mir überhaupt nicht. Isabelles Cousin Regis kennt sich in der Geschichte gut aus und hält den anderen immer wieder Vorträge. Schöner wäre es gewesen, die Fakten nebenbei einfließen zu lassen.

Zudem verhalten sich die Kinder wirklich dumm und unverantwortlich, was mich ziemlich genervt hat. Eine überraschende Wendung gegen Ende wird so aufgelöst, wie es langweiliger nicht geht. In einem Kinderbuch mag das noch angehen, für ältere Leser wäre das ein No go.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht begeistern. Er wirkt recht altbacken und mit seinen vielen Partizipialkonstruktionen recht hölzern.

Sie bildeten einen Kreis und tanzten, mit ihren Fersen den lehmigen Boden zertrampelnd und im gleichen Rhythmus markerschütternde Kriegs- und Jagdgesänge brüllend, um den immer noch unbeweglich mit erhobenen Händen wie gebannt oder verzaubert dastehenden Meister. (S. 190)

★★★☆☆