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magische_farbwelt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2019

Harte Schale, weicher Kern

River of Violence
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Thriller – manche Bücher haben diesen Namen mehr als verdient. Der Titel „River of Violence“ lässt ja schon vermuten, dass es ziemlich gewalttätig zugehen muss. Wobei ich sagen muss, dass mir der Originaltitel ...

Thriller – manche Bücher haben diesen Namen mehr als verdient. Der Titel „River of Violence“ lässt ja schon vermuten, dass es ziemlich gewalttätig zugehen muss. Wobei ich sagen muss, dass mir der Originaltitel „Barbed Wire Heart“ – was so viel heißt wie „Stacheldrahtherz“ – mir durchaus passender scheint als der Titel, der für die deutsche Ausgabe gewählt wurde. Denn der Buchtitel für die englischsprachige Ausgabe beschreibt die Gefühlswelt der Protagonistin Harley meines Erachtens auf den Punkt. „River of Violence“ von Tess Sharpe hat mich schon rein sprachlich auf Anhieb gefesselt. Besonders hat mir der Aufbau der Geschichte gefallen. Man erfährt, warum Harley so handelt, wenn sie handelt. Ich habe beim Lesen mitgefühlt, mitgelitten und auch mitgehasst. Auch wenn „River of Violence“ auf keinen Fall eine Liebesgeschichte ist, ich habe weinen müssen, weil mir das Gefühlschaos teilweise das Herz gebrochen hat. Zum Ende des Buches hin dachte ich allerdings, die Geschichte müsste doch mal ihr Finale finden. Ich bin zwar keine Autorin, aber ich denke, ein früherer Abschluss des Buches wäre vielleicht ratsam gewesen. Denn im Buch findet sich Action über Action. Und irgendwann wird es zuviel, wie bei manchen Blockbustern. Dennoch ist der Thriller „River of Violence“ seinem Titel mehr als gerecht geworden. Und er ist auch nichts für schwache Nerven. Ich persönlich stehe auf solch abgefahrene Handlungen. Und irgendwie habe ich mich beim Lesen auch als Psychologin versucht und dadurch wieder neue Facetten meiner Fantasie entdeckt.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Abenteuer in der Elfenwelt

Verrat am Elfenparadies
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Sicher bin ich mir nicht. Aber ich glaube, das ist der erste Jugend-Fantasy-Roman, den ich überhaupt gelesen habe. Vielleicht habe ich mal einen in meiner Kindheit gelesen, aber ich kann mich nicht wirklich ...

Sicher bin ich mir nicht. Aber ich glaube, das ist der erste Jugend-Fantasy-Roman, den ich überhaupt gelesen habe. Vielleicht habe ich mal einen in meiner Kindheit gelesen, aber ich kann mich nicht wirklich daran erinnern. Und auch wenn ich mittlerweile einige Jahre weit entfernt von meinem Jugendalter bin – der Roman „Verrat am Elfenparadies“ vom Autor und gleichzeitigen Verleger Oliver Jungjohann hat mich echt faszinieren und begeistern können. „Verrat am Elfenparadies“ ist der 3. und damit letzte Band der Wasserfall-Trilogie. Ich habe die beiden anderen Bände bisher nicht gelesen. Und ich bin froh, dass ich für „Verrat am Elfenparadies“ kein Vorwissen aus den anderen beiden Büchern brauchte. Am Anfang fing in meinen Kopf ein Umdenken statt, da das Buch ja auch für Jugendliche geschrieben wurde. Die Sprache ist etwas anders. Und ich muss gestehen, für mich las sich das Geschriebene umso einfacher. Was nicht heißen soll, dass die Geschichte nicht durchaus auch anspruchsvoll war. Auf der einen Seite beschreibt der Autor die Szenerie in farbenfrohen Details, so dass man als Leser sich in einer fantasievoll ausgeschmückten Welt wieder finden kann, wenn man mag und es zulässt. Bei mir jedenfalls hat es funktioniert. Auf der anderen Seite bleibt auch genügend Raum für eigene Interpretationen. So dass wohl jeder Leser eine andere, seine eigene Elfenwelt vor seinem geistlichen Auge sehen kann. Und so soll es ja auch sein. Der Roman „Verrat am Elfenparadies“ von Oliver Jungjohann ist ein fantasievoller, abenteuerlicher Roman, gespickt mit Liebe, Freundschaft und auch den Abgründen des Menschseins.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Ein kleiner Lebensratgeber

Die traut sich was!
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Was macht man, wenn man nur noch das Leben der Anderen lebt? Wenn man nicht mehr glücklich ist? Wenn man sogar nur noch mit Bauchschmerzen durchs Leben geht? Die Autorin und ehemalige Fernsehmoderatorin ...

Was macht man, wenn man nur noch das Leben der Anderen lebt? Wenn man nicht mehr glücklich ist? Wenn man sogar nur noch mit Bauchschmerzen durchs Leben geht? Die Autorin und ehemalige Fernsehmoderatorin Katrin Huß hat genau diesen inneren Disput mit sich selbst ausfechten müssen. Klar, Katrin Huß wusste ganz genau: Ich bin erfolgreich, ich bin gut, in dem was ich mache. Doch ihr fehlte die Anerkennung. Zuviel Nörgler gab es um sie herum, sie musste zuviel kämpfen. In ihrem Buch „Die traut sich was! Geschichten aus dem Leben einer Fernsehjournalistin“ erzählt sie anschaulich, teilweise mit Witz und Charme, teilweise ehrlich und ernst, wie sie ihren Weg gegangen ist, wie sie sich durchboxte, nichts geschenkt bekam. Und irgendwann, nach zu vielen Uneinigkeiten, für sich den Schlussstrich zog. Beeindruckend, wie ich finde. Denn dazu gehört jede Menge Mut. Denn auch wenn sie sich nicht mehr in ihrem alten Job durchboxen muss. Sie muss ja nun für einen neuen Lebensweg kämpfen. Ihren Lebensweg. Und das hat sie geschafft. Sie ist sich selbst und ihrem Leben wieder treu, sie macht zum größten Teil das, was ihr Spaß macht und kann sich entfalten. Ich sehe das Buch „Die traut sich was! Geschichten aus dem Leben einer Fernsehjournalistin“ von Katrin Huß nicht nur als ein kleines Werk biografischer Erzählungen. Für mich ist es viel mehr. Das Buch nimmt auch Dich als Leser an die Hand und führt Dich ein Stück weit, soweit, wie Du es zulässt.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Auf den Spuren der Götter

Die Götter von Asgard
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Sagen, Mythen, auch Märchen – genau das ist meine Welt. Schließlich bin ich ja am Fuße gleich zweier Burgen aufgewachsen. Und mich zieht es immer noch dorthin. Und natürlich ranken sich um solche alten ...

Sagen, Mythen, auch Märchen – genau das ist meine Welt. Schließlich bin ich ja am Fuße gleich zweier Burgen aufgewachsen. Und mich zieht es immer noch dorthin. Und natürlich ranken sich um solche alten Gemäuer viele Geschichten. Und an jeder einzelnen dieser Geschichten ist sicherlich etwas Wahres dran. Daher lese ich auch gern Bücher, die sich mit Sagen und Mythen befassen. Fantasy eben. Überrascht war ich beim Buchtitel „Die Götter von Asgard“ von Liza Grimm. Denn ich kannte Asgard bisher nur von Superheldenfilmen. Und was soll ich sagen. Ja, auch in diesem Fantasy Roman spielen Thor, Loki, Eisriesen etc eine Rolle. Allerdings ist die Geschichte um diese göttlichen Erscheinungen eine ganz neue. Die Protagonistin Ray ist nicht so ganz zufrieden mit ihrer Situation. Da kommt doch ganz überraschend eine neue Freundin Kára in ihr Leben. Mit ihr begibt sie sich auf eine für Ray unglaubliche Reise nach Asgard. Sie soll auch noch eine Auserwählte, eine „Heldin“ sein. Was für Ray schier unfassbar scheint, wird für sie immer mehr real. Sie muss gegen außergewöhnliche Kreaturen kämpfen, stellt sich ihrer Angst und wächst über sich hinaus. Den Roman „Die Götter von Asgard“ habe ich verschlungen, denn ich habe mich in jeder Zeile des Buches wohlgefühlt. Die Begegnung mit den Göttern Thor, Loki und auch Tyr war selbst für mich unglaublich. Und ich durfte sie auf dem Abenteuer mit Ray begleiten. Liebe Liza Grimm, es war eine schöne Zeit in Asgard, die viel zu schnell vorbei war. Aber ich weiß ja, dass es eine Fortsetzung gibt.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Liebe vom anderen Stern

Die Sklavinnen des Sexplaneten | Erotischer Roman
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Okay, der Titel des Buches klingt sehr gewagt. Und ehrlich gesagt, hatte ich auch zunächst etwas Angst, das Buch zu lesen. Zu sehr hatte ich doch die Befürchtungen von wilden und vielleicht auch abstrusen ...

Okay, der Titel des Buches klingt sehr gewagt. Und ehrlich gesagt, hatte ich auch zunächst etwas Angst, das Buch zu lesen. Zu sehr hatte ich doch die Befürchtungen von wilden und vielleicht auch abstrusen Orgien. Klar, „Die Sklavinnen des Sexplaneten“ von der Autorin Vera Seda ist ein erotischer Roman. Und klar, geht es natürlich viel um erotische Beziehungen. Und es geht auch viel um Unterdrückung der Frauen, mit welcher ich beim Lesen doch irgendwie meine Probleme habe. Aber es geht auch um zwischenmenschliche Beziehungen, um Liebe. Und ich muss gestehen, gebe es nicht die Liebesakte im Buch, wäre das Buch sogar eine utopische Geschichte. Die Frauen im Buch haben es wahrlich nicht leicht. Sind sie doch nur auf dem fremden Planeten gelandet, um den außerirdischen männlichen Wesen die Lust zu befriedigen. Das ist nicht jedermanns Sache, und ja, auch ich hatte zunächst mit der Vorstellung so meine Probleme, teilweise bis hin zur Abneigung. Und dennoch: Die Geschichte rundherum, zum Beispiel wie die männlichen Außerirdischen leben, wie sie sich mit den irdischen Frauen vereinigen, und auch ihre Zuneigung zueinander finden, ist für mich ein neuer Ansatz. Mir hat das Buch jedenfalls gut gefallen, gerade weil es mal etwas Anderes ist. Es werden verschiedene Genres bedient: Erotik und ein Stück weit Fantasy. Irgendwie mag ich das. Schlussendlich kann ich für mich sagen, dass der Titel „Die Sklavinnen des Sexplaneten“ schlimmer klingt, als der erotische Roman beinhaltet.