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Veröffentlicht am 15.05.2019

Ash, Greer und Embry

American Queen
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Inhalt:
Greer bekommt an ihrem sechzehnten Geburtstag ihren ersten Kuss – Jahr später schickt der Präsident der Vereinigten Staaten seinen besten Freund zu Greer, um sie zu ihm zu bringen. Und am Ende ...

Inhalt:
Greer bekommt an ihrem sechzehnten Geburtstag ihren ersten Kuss – Jahr später schickt der Präsident der Vereinigten Staaten seinen besten Freund zu Greer, um sie zu ihm zu bringen. Und am Ende stellt sich die Frage, ob man gleichzeitig zwei Menschen lieben kann.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich angesprochen, obwohl ich nicht so der Fan von Dreier-Konstellationen bin, aber die Handlung darum herum fand ich spannend und interessant.
Der Schreibstil von Sierra Simone ist locker, flüssig und mitreißend. Es hat nicht lange gedauert und die Autorin hat mich mit ihrem Buch gefesselt – und zwar mit der Art, wie sie es geschrieben hat.
Die Story beginnt mit der Hochzeit und in Rückblicken erfährt der Leser, was in der Vergangenheit geschah und wie es zur Hochzeit kam.
„American Queen“ wird aus der Sicht von Greer Galloway geschrieben. Greer ist die Enkelin des ehemaligen Vizepräsidenten und weiß sich auf politischem Parkett zu bewegen. An ihrem sechzehnten Geburtstag trifft sie auf einer Party, die sie zusammen mit ihrem Großvater und ihrer Cousine Abilene besucht, auf den Soldaten Ash und sie erlebt ihren ersten Kuss, den sie nicht mehr vergessen kann. Sie schreibt Ash E-Mails, die jedoch nie beantwortet werden. Hier habe ich dann doch einen Kritikpunkt anzusetzen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass eine als schüchtern geltende 16jährige solche Mails verfassen kann. Den Lesefluss der Geschichte hat dies aber nicht weiter gestört.
Den Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit fand ich sehr abwechslungsreich, die Story ist spannend bis zum Schluss und das Ende hat mich überfahren – im positiven Sinn.
Die Autorin hat die Geschichte glaubhaft und emotional erzählt. Man konnte direkt die Zerrissenheit der Protagonisten spüren und mit Händen greifen. Greers Herz schlägt nicht nur für Ash, sie hat auch jede Menge Gefühle für Embry. Doch wie soll sie damit umgehen, hat sie doch von Ash einen Heiratsantrag bekommen? Und Embry hatte sich bei ihr nach einer heißen Nacht Jahre zuvor einfach nicht mehr gemeldet und Greer hat keine Ahnung warum. Selbst Ash hat Geheimnisse, von denen Greer nichts ahnt.
Ich fand Greer – im Gegensatz zu ihrer Cousine – echt sympathisch. Embry habe ich direkt ins Herz geschlossen und mit ihm habe ich am meisten mitgelitten. Ash war auch nicht ohne, und ich hätte gerne das ein oder andere Kapitel aus der Sicht von Ash oder Embry gelesen – aber ich denke, das wird dann in den Folgebänden geschehen.
Der Sex ist heiß und man merkt, dass es zwischen den Protagonisten knistert – und das nicht nur sexuell. Das hat Sierra Simone wunderbar hinbekommen. Sie hat gefühlvoll das Miteinander der drei beschrieben, sodass diese Dreiergeschichte mehr als nur auf sexuellen Ebene stattfindet. Da sind echte Emotionen drin, die für mich glaubhaft rübergekommen sind.
Merlins Auftreten war immer geheimnisvoll und ich bin gespannt, was der Kerl noch alles zu bieten hat.
„American Queen“ endet mit einem fiesen Cliffhanger und für mich wird es eine lange Wartezeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes, auf den ich mich ganz besonders freue, da es um den Prinzen Embry geht.

Fazit:
Ein Buch, das mich auf ganzer Linie überzeugt und gefesselt hat, obwohl ich bezüglich der Dreierkonstellation echt skeptisch war. Meine Bedenken verpufften lichterloh. Von mir gibt’s verdiente 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich hätte am liebsten sofort den nächsten Band gelesen.

Veröffentlicht am 15.05.2019

Grandios vorgetragenes Hörbuch

Sündenkammer
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Inhalt:
In der Gegenwart wird Kommissar Oliver Bergmann zu einem grausigen Tatort gerufen: Eine junge Frau wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt und es soll nicht der einzige Fall bleiben. Ein Wettlauf ...

Inhalt:
In der Gegenwart wird Kommissar Oliver Bergmann zu einem grausigen Tatort gerufen: Eine junge Frau wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt und es soll nicht der einzige Fall bleiben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Im Jahr 1500 dagegen gibt der Tote vor den Stadtoren, der zuvor als Geist auf dem Friedhof aufgetaucht ist, dem Stadtsoldaten Bastian Mühlenberg ein Rätsel auf, zumal kurz darauf der nächste tote Knabe gefunden wird. Die Spur führt ins Franziskanerkloster, doch die Mönche sind verschlossen.

Meine Meinung:
Ich habe schon öfter Bücher von Catherine Shepherd gehört, aber dies wer mein erstes Buch aus der Zons-Reihe. Als ich nachgeschaut habe, musste ich feststellen, dass es bereits der neunte Band der Reihe ist. Mich hat die Autorin absolut überzeugt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, unterhaltsam und bildgewaltig. Ich bin sehr schnell in der Story gewesen und Ich hatte so manche Szene bildlich vor Augen – selbst wenn die Vorstellung wie z. B. das Erscheinen des Geistes oder die Beschwörung des Totengräbers auf dem Friedhof echt gruselig war.
Die Story ist in zwei Erzählsträngen unterteilt. Einer spielt in der Gegenwart und einer in der Vergangenheit. Beides Mal versuchen der Stadtsoldat bzw. der Kommissar den Fall eines scheinbaren Serienmordes zu lösen. Und sehr oft, wenn es dann spannend wurde, war das Kapitel zu Ende und es ging in der anderen Zeit weiter. Für mich hat das die Spannung insgesamt erhöht.

Bastian Mühlenfeld fand ich sehr sympathisch. Der Stadtsoldat hat sich Gerechtigkeit auf seine Fahnen geschrieben und lässt sich auch vor verschlossenen Mönchen nicht zurückschrecken, nachdem er herausgefunden hat, dass es sich bei den Toten um Novizen des Klosters handelt. Er und sein Partner versuchen die Morde aufzuklären. Ich hatte irgendwann eine grobe Ahnung, was passiert sein könnte, aber das Ganze hat sich dann doch als etwas komplexer dargestellt, wie gedacht.
Erich Wittenberg kannte ich bereits von den Vespasian-Hörbüchern und seine Stimme passt einfach wie die Faust aufs Auge auf dieses mittelalterliche Setting. Er kann die düstere Stimmung grandios vermitteln. So macht Hörbuch hören richtig Spaß. Er gibt den verschiedenen Personen unterschiedliche Stimmfärbungen, sodass man immer weiß, wer gerade spricht. Aber auch die Story der Gegenwart hat Erich Wittenberg sehr gut gesprochen. Mir hat seine Art, dieses Hörbuch zu lesen, sehr gut gefallen.

Oliver Bergmann fand ich nicht weniger sympathisch, aber Bastian hat meiner Meinung nach mehr Charisma. Deswegen hat mir auch der Fall, der um 1500 spielt einfach besser gefallen und er hatte einen Tick mehr von einem Thriller. Trotzdem verfolgt man gespannt die solide Ermittlungsarbeit und hat den Täter nicht unbedingt auf dem Schirm. Nur das Ende war für mich etwas zu rasch abgehandelt.
Das Hörbuch hat 512 Minuten und ich war in zwei Tagen durch – ich muss aber auch gestehen, dass ich mein Handy einfach nicht zur Seite legen konnte.

Fazit:
Ein spannender Thriller der Zons-Reihe, grandios gelesen von Erich Wittenberg – macht als Hörbuch noch mehr Spaß wie in Buchform. Von mir gibt’s verdiente 5 Sterne für die unterhaltsamen Hörstunden.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Interessante Charaktere, eine spannende Handlung, fesselnd vorgetragen.

Schatten des Todes
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Inhalt:
Aus dem Straßenjungen Red wird Lord Pastinas, dem der Titel von seinem Großvater vererbt wurde und der nun am Hof verkehrt und von den Biomanten als Assassine ausgebildet wird. Das war der Deal, ...

Inhalt:
Aus dem Straßenjungen Red wird Lord Pastinas, dem der Titel von seinem Großvater vererbt wurde und der nun am Hof verkehrt und von den Biomanten als Assassine ausgebildet wird. Das war der Deal, um Hopes Freiheit zu erkaufen. Aber die Biomanten sind weitaus gefährlicher als zunächst angenommen. Hat Red überhaupt eine Chance, sich jemals den Biomanten zu entziehen? Und kann Red die Ränkespiele am Hof durchschauen?
Hope segelt als Dire Bane über die Meere und lehrt den imperialen Streitkräften das Fürchten. An Bord ist eine bunte Truppe meist liebgewonnener Charaktere aus dem ersten Band, aber es tauchen auch neue, nicht minder liebenswerte Protagonisten auf. Hope ist unerschrocken und fürchtet sich auch vor den Biomanten nicht. Sie fügt ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen und kommt so einer Verschwörung auf die Schliche.

Meine Meinung:
An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren, das mir bereits beim ersten Band schon so gut gefallen hat. Auch hier passt der dunkle Hintergrund mit der gelben Farbe perfekt zu der Stimmung in der Story. Insbesondere die Schriftart von „Empire of Storms“ finde ich sehr gelungen.
Jon Skovrons Fantasy-Epos geht weiter. Den ersten Teil fand ich faszinierend, der zweite Band ist anders, aber nicht weniger faszinierend. Und ich bleibe dabei: Es hat ein bisschen was von einer Mischung aus Game of Thromes und Fluch der Karibik und das alles garniert mit einer Portion Fantasy – jedoch mit dem Unterschied, dass der Pirat eine Piratin ist und ihre Mannschaft zudem überwiegend weiblich. Trotzdem wird so manche weibliche Person als mein „bester Kerl“ bezeichnet. Jon Skovron halt.

Die Story ist abwechselnd aus der Sicht von Red und Hope erzählt, die in diesem Band so gänzlich unterschiedlich leben.
Der Schreibstil ist ebenso wie im Vorgängerband wort- und bildgewaltig, flüssig und atmosphärisch, sodass man sehr schnell ins Reich der Stürme abtaucht.
Die Sprache ist teilweise derb und vulgär, aber sehr passend zur Paradieskehre und dem Piratenvolk. Verpisste Hölle, die Sprache der Kater und Miezen in der Paradieskehre gehört einfach dazu. Ich könnte mir Empire of Storms gar nicht mehr ohne diese Gossensprache vorstellen, wobei ich tatsächlich finde, dass diese in Band 2 etwas weniger geworden ist.
Was ich an Empire of Storms echt klasse finde ist die starke Entwicklung der Charaktere und damit meine ich nicht nur Red und Hopes Entwicklung. Ich habe so manchen Protagonisten ins Herz geschlossen. Durch die Länge der Story erhalten auch die Nebenprotagonisten eine Tiefe, die ich so nicht erwartet habe.
Man merkt diesem Band an, dass dies der zweite Teil einer Trilogie ist. Die Story ist spannend, hat aber auch zwischendurch Längen. Ich fand die Längen aber nicht weiter schlimm, da diese meiner Meinung nach durch die grandiose Erzählung von Matthias Lühn absolut kompensiert werden. Und dann streut der Autor noch die ein oder andere überraschende Wendung mit ein.

Sprecher:
Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich 4 Sterne vergeben. Die Hörbuchfassung bekommt von mir aber definitiv 5 Sterne, weil Matthias Lühn einfach wahnsinnig fesselnd vorlesen kann. Er hat eine großartige Stimme und Stimmfärbung, die er gekonnt einsetzt. Ich könnte ihm den ganzen Tag zuhören. Man kann die Charaktere gut auseinanderhalten und er versteht es, selbst längere Textpassagen spannend vorzutragen. Man fühlt sich direkt als Teil des Abenteuers.
Vielen Dank an dieser Stelle an den Ronin-Hörverlag, der das Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Fazit:
Interessante Charaktere, eine spannende Handlung, fesselnd vorgetragen. Für Fantasy-Fans ein absolutes Muss. Wann bitte erscheint der dritte Band?

Veröffentlicht am 09.04.2019

Toller Serienauftakt

Pakt der Diebe
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Jon Skovron hat ein Fantasy-Epos erschaffen, das Lust auf mehr macht. Es hat ein bisschen was von einer Mischung aus Game of Thrones und Fluch der Karibik, gemischt mit einer Portion Fantasy und ist doch ...

Jon Skovron hat ein Fantasy-Epos erschaffen, das Lust auf mehr macht. Es hat ein bisschen was von einer Mischung aus Game of Thrones und Fluch der Karibik, gemischt mit einer Portion Fantasy und ist doch anders.

Man lernt einen bunten Haufen an Charakteren kennen, die jedoch fast alle – jeder auf seine Art – liebenswert, schrullig und eben anders sind.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hope, die eigentlich Bleak Hope heißt und nach ihrem Dorf benannt ist, und Red, der eigentlich Rixidentoron heißt, erzählt.
Hope ist noch ein kleines Mädchen, als ihr Dorf von Magiern des Kaisers, den sogenannten Biomanten, überfallen wird. Alle Einwohner sterben einen grausamen Tod, Hope ist die einzig Überlebende. Sie findet Unterschlupf in einem Kloster der Vinchen. Der Großlehrer dort unterweist sie in den Kampfkünsten des Vinchenordens, solange bis er auffliegt, denn es entspricht nicht dem Kodex des Ordens weibliche Kriegerinnen auszubilden. So muss Hope fliehen und heuert auf einem Schiff an. Doch sie schwört Rache.
Der andere Hauptprotagonist ist Red, der ein ähnliches Schicksal erleidet und der seine Eltern bereits in jungen Jahren verliert. Red hat Talent als Taschendieb und wächst in den finsteren Gassen von New Laven heran, bis er auf seine Gönnerin Sadie trifft, die in unter ihre Fittiche nimmt. Nach einigen Abenteuer, auch zur See, landen sie wieder in der Paradieskehre von New Laven.

Die Paradieskehre ist ein eher rauer Ort, der Umgangston ist teilweise vulgär, und man hört oft “verpisst“ und „Eier und Schwänze“, aber genauso oft „sonnig“. An den Ton muss man sich erst gewöhnen, aber er passt zu den Gestalten in der Paradieskehre. Hier geht es nicht gerade zimperlich zu, und man darf bei Lesen oder hören nicht zart besaitet sein.

Ich würde mal sagen, gefühlt die erste Hälfte des Buchs lernt man sowohl Hope als auch Red näher kennen, was den Charakteren Tiefe gibt, aber was die Geschichte so dahinplätschern lässt. Das fand ich ganz angenehm, so hat man Zeit, in die Welt der Stürme, die der Autor geschaffen hat, einzutauchen.

Die Nebencharaktere, die von Jon Skovron schillernd und bunt gezeichnet werden, sind mir direkt ans Herz gewachsen, auch wenn man Sadie, Nessel und Fillar nicht wirklich Gut oder Böse zuschlagen kann.

Das Grundthema des Buchs ist der Kampf gegen das Imperium, das das Volk mit seinen imperialen Truppen und den Biomanten, die das Land in Angst und Schrecken versetzen, unterdrückt. Und dann ist da noch der Wunsch nach Rache und Vergeltung.

Der Schreibstil ist ebenso wort- wie bildgewaltig, flüssig und atmosphärisch, sodass ich sehr schnell abgetaucht bin in die Welt der Stürme.

Anfangs begleitet man den Werdegang von Red und Hope, aber danach wird es spannender und unvorhergesehene Wendungen überraschen den Hörer immer wieder. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz, denn der Autor hat eine ordentliche Portion Sarkasmus mitverwoben.

Ich habe mir Pakt der Diebe als Hörbuch mit dem Sprecher Matthias Lühn angehört. Das Hörbuch hat mit 16 Stunden und 35 Minuten eine ordentliche Länge und ist mit Matthias Lühn auch perfekt besetzt. Er hat die Stimmung in der Welt der Stürme sehr gut rübergebracht und auch seine Art, die Figuren zu sprechen, hat mir gut gefallen. Nachdem ich vielen Stunden seiner Stimme gelauscht habe, war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht, dass das Hörbuch zu Ende war.
Und ich bin wahnsinnig neugierig auf den nächsten Band!

Fazit:
Ein toller Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe. Von mir gibt’s eine absolute Hörempfehlung!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Die Geschichte von Nona

Waffenschwestern
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Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, denn den fand ich düster, interessant und spannend. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mark Lauwrence hat einen faszinierenden Serienauftakt geschaffen. Sein Schreibstil ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, denn den fand ich düster, interessant und spannend. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mark Lauwrence hat einen faszinierenden Serienauftakt geschaffen. Sein Schreibstil ist locker-leicht, flüssig und man kann sich schnell in der Story verlieren.
Nonas Geschichte ist düster, wie überhaupt der Überlebenskampf der Bewohner, die von Eis umgeben sind und nur auf einem kleinen Fleckchen leben können. Nona wird von einem Kindersammler mitgenommen. Nachdem sie mit nur 8 Jahren bereits vor dem Galgen steht, wird sie in letzter Sekunde von der Äbtissin des Klosters zur barmherzigen Schwester gerettet und dort ausgebildet. Denn alleine hätte Nona keine Überlebenschance, hat sie doch ein Mitglied einer der mächtigsten Familien des Reichs getötet.
Die Beschreibungen und Geschehnisse wurden sehr bildhaft geschildert, sodass man sich mittendrin in der Geschichte wiederfindet und sich alles sehr gut vorstellen kann. Im Kloster findet keine gewöhnliche Ausbildung statt. Hier werden die Anwärterinnen zu Heiligschwestern, Mystikschwestern und Rotschwestern ausgebildet. Das Leben und die Ausbildung im Kloster sind nicht immer einfach, denn das Trainingsprogramm ist straff, neben Bestrafungen und Züchtigungen stehen auch Verletzungen sowie Qualen auf der Tagesordnung.
In „Waffenschwestern“ begleitet der Zuhörer Nona ins Kloster und dort ihre Ausbildung bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr. Nona hat bis zum Eintritt in das Kloster viel erlebt, Zuneigung und Fürsorge jedoch nicht. Die Sprache ist teilweise derb, aber trotzdem sehr passend.
Der Spannungsbogen zieht sich durch die ganze Story, die eingebauten Rückblenden fand ich gelungen.
Mit den anderen Novizinnen ist Nona in Freundschaft und Liebe – und manchmal auch leidenschaftlichem Hass – verbunden.
Aber wer von den Novizinnen wird es schaffen? Wer wird Teil der Schwesternschaft?
Ich bin schon echt gespannt auf den nächsten Teil!
Die Sprecherin Stephanie Preis kannte ich bisher noch nicht. Aber ihre Stimme passt gut zu Nona und dem was sie erlebt, auch wenn ich etwas gebraucht habe, um mich an ihre Stimme zu gewöhnen. Man kann als Zuhörer gut dabei bleiben und das obwohl das Hörbuch knappe 19 Stunden lang ist. Handwerklich gesehen macht Stephanie Preis einen guten Job, nur die tiefen männlichen Stimmen, hat sie nicht ganz so gut hinbekommen, was den Hörgenuss aber in keiner Weise schmälert. Ihre Art des Lesens ist dynamisch und sie driftet nicht in einen langweiligen Vortrag ab, was bei dieser Hörbuchlänge echt von Vorteil ist.
Fazit:
Ich kann diese Fantasy-Geschichte als Hörbuch gerne weiterempfehlen. Komplex, spannend, mystisch, gut vorgetragen.