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Veröffentlicht am 02.06.2019

Kurzweiliger Krimi

Was die Gottlosen planen
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Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz ...

Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz Broich ist seiner Heimatstadt Köln entflohen und arbeitet als Gefängnisseelsorger in Wuppertal. Als er zurück in seine Heimatstadt vesetzt bzw. berufen wird zeigt er sich alles andere als begeistert, dass er seine Heimatgemeinde St. Magdalena übernehmen soll.
Leben doch dort sein schrulliger Opa und seine Schwester die ein Detektei betreibt.
Kaum in Köln angekommen bricht auch schon Unheil über ihn herein.

Dem Autor ist es sehr gut gelungen den Lokalkolorit und den kölschen Klüngel hervorragend in das Buch zu integrieren. Nach Einführung der einzelnen Figuren, die von schrullig, etwas wirr im Kopf und knallhart, alle menschlichen Charakterzüge bergen, begibt man sich als Leser auf eine trotz Mord und Intrigen herrlich humorvolle Kriminalgeschichte.

Mir sind Laurenz, seine Schwester, der Opa und nicht zuletzt Olek regelrecht ans Herz gewachsen und ich freue mich schon heute auf den zweiten Band, da ein altes Familiengeheimnis noch gelüftet werden möchte.

Eine klare Leseempfehlung für diese wunderbare Mischung

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein wahrlich heimeliges Buch

heimelig
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Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare ...

Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.

Nelly, 77 Jahre alt landet auf Drängen ihrer Tochter im"heimelig" einer Seniorenresdenz. Nelly, die noch völlig fit ist fühlt sich dort völlig fehl am Platz und verloren indieserWelt die so gar nicht ihre ist. Einziger Lichtblick von Nelly ist ihre geliebte Enkelin, die auf der Seite ihrer Oma steht.
Eines Tages ensteht eine Idee, wie sie dem Alltag im Altenheim wenigstens für eine Weile entfliehen kann. Sie möchte Orte nach dem ABC bereisen. Was sie auf diesen Reisen erlebt sollte jeder selber lesen, darum nicht mehr dazu.

Der Autorin ist es auf excellente Weise gelungen, Bedüfrnisse der älteren Generation, Pflegenotstand, Einsamkeit, Sterbehilfe, aber vor allem eine Geschichte über Lebenslust und Lebensfreude zu schreiben. Alleine die Charakterisierung der Bewohner des "heimelig" ist fatastisch.
Auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt, war es doch ein pures Lesevergnügen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Gelungene Zusammenarbeit

Auris
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Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich ...

Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich sehr ansprechend und haptisch sehr angenehm.

Der anscheinende Serienauftakt um Jula eine True-Crime Podcasterin und Matthias Hegel war spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Matthias Hegel hat die seltene Gabe des absoluten Gehörs und arbeitet als akustischer Profiler bei der Polizei. Als er einen Mord gesteht, der äußerst suspekt vonstatten gegangen sein muss, wittert Jula ihre Chance für den langersehnten Durchbruch. Sie ahnt nicht in welchen Sumpf und perfiden Plan sie hinein gezogen wird. Durch ihren Ehrgeiz bringt sie sogar ihre eigene Familie, die sowieso nur noch rudimentär besteht, in Gefahr.

Vincent Kliesch versteht es hervorragend von Anfang an eine hohe Spannung aufzubauen und diese auch bis zum für mich überraschenden Ende aufrechtzuerhalten und sogar noch zu steigern.

Der Schreibstil ist detailliert genug um dem Leser die einzelnen Szenen vor Augen zu führen.

Zum Ende hin bleiben allerdings einige Fragen offen, die es nahelegen, dass es sich um den Start zu einer neuen Thriler Reihe handelt, was ich sehr begrüßen würde. Da ist noch eine ganze Menge Stoff der verabeitet werden kann.


Veröffentlicht am 13.05.2019

Aktuell, aufwühlend, vielschichtig und doch ganz leise

Auf der Insel das Meer
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Das Buch mit dem Titel" Auf der Insel das Meer" von Bernhard Buck beschäftigt sich mit dem hochbrisanten Thema Flüchtlingskrise.
Im ersten Moment passte der Titel für ich nicht zum Inhalt des Buches, ...

Das Buch mit dem Titel" Auf der Insel das Meer" von Bernhard Buck beschäftigt sich mit dem hochbrisanten Thema Flüchtlingskrise.
Im ersten Moment passte der Titel für ich nicht zum Inhalt des Buches, was sich jedoch nach dem Lesen des Buches absolut relativierte - er passt perfekt.

Der Schreibstil des Autors ist kurz und knapp, schnörkellos und gerade dadurch sehr authentisch und gibt somit dem Leser keine Gefühle vor. Wir alle kennen die Bilder der Flüchtlingscamps im Mittelmeerraum, diese Geschichte hat der Autor auf der kleinen Insel Cerva angesiedelt.
Eine Insel, die vom Tourismus lebt-doch was machen die Touristen, wenn es zu viele Flüchtlinge in ihrem Paradies gibt? Sie bleiben aus. Mit scharfen Blick beschreibt der Autor, die Veränderung auf der Insel, insbesondere die Veränderung der Bewohner, deren Verhalten von erster Hilfsbereitschaft in Ablehnung umschlägt.

Der Bürgermeister des Ortes Max Stain versucht die unmenschlichen Lebensumstände der Flüchtlinge zu mildern, was sich alleine schon aus politischer Sicht sehr schwierig dar stellt- wieviel ist ein Menschenleben wert.
Das Privatleben des Bürgermeisters ist zu allem Übel auch von Schiksalsschlägen geprägt und eines Tages ekommt er von Oberst Castell einen Hauptentscheider in der Flüchtlingskrise ein Angebot und er muss sich die Frage stellen:
Was ist das Leben seiner Tochter wert?

In diesem Roman werden sehr viele Aspekte des menschlichen Seins eingehend beleuchtet und mich als Leserin hat es sehr beeindruckt wie diese Themen von Bernhard Buck sensibel verabeitet wurden.
Dieses Buch ist absolut lesenswert und bekommt von mir 5 *****.


Veröffentlicht am 13.05.2019

Ein Buch wie ein Bilderreigen

Alte Sorten
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Alte Sorten von Ewald Arenz erzählt die Geschichte von Sally und Liss.
Zwei Frauen, die in unterschiedlichen Welten leben und auf einander treffen, als Sally ihr altes Leben hinter sich lassen will und ...


Alte Sorten von Ewald Arenz erzählt die Geschichte von Sally und Liss.
Zwei Frauen, die in unterschiedlichen Welten leben und auf einander treffen, als Sally ihr altes Leben hinter sich lassen will und aus einer psychiatrischen Klinik flüchtet.

Das Cover ist schlicht, wertig und doch eindrucksvoll gestaltet. Die Birnen sind erhaben gearbeitet, so dass schon beim Anfassen des Buches ein haptisches Erlebnis gegeben ist.

Der Schreibstil des Autors ist dermaßen bildlich, einfühlsam und dabei in keinster Weise kitschig, wie ich es selten erlebt habe.
Mit diesem besonderen Schreibstil schaffte er es mir die einzelnen Szenen dermassen real vor die Augen zu führen, das ich das Gefühl hatte mich mitten in den einzelnen Szenen zu befinden, das Heuzu riechen, die Sonne zu fühlen und den Geschmack der Birnen zu schmecken.

Sally trifft auf Liss, als sie aus der Psychiatrie flüchtet und sich am Rande eines Weinberges wieder findet.
Liss nimmt Sally ohne viele Fragen bei sich auf und stellt keinerlei Fragen.
Sie lebt ihr Leben auf ihrem Hof, den sie alleine bewirtschaftet weiter, ohne Ansprüche an Sally zu stellen. Sowohl Sally als auch Liss sind sehr starke, jedoch auch sehr verletzte und empfindsame Seelen. Mit der Zeit stellt sich Sally Fragen zur Vergangenheit von Liss: Warum ist sie eine Aussenseiterin im Dorf, warum bleibt sie trotzdem? Was hat sie so schlimmes verbrochen? Warum reagiert Liss auf die gestellten Fragen so abwehrend?
Ganz langsam nähern sich die zwei Frauen, die auf dem ersten Blick so unterschiedlich und sich in Wirklichkeit so ähnlich sind, an.

Für mich war dieses Buch ein Lese-Highlight 2019 und es bekommt einen festen Platz in meinem Bücherregal.

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