Profilbild von ich_lese

ich_lese

Lesejury Star
offline

ich_lese ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ich_lese über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2019

Ein Sommer-Sonne-Wohlfühlbuch

Sommertage auf Capri (Capri 1)
0

Velia hat es satt. Die Fernbeziehung, die sie ständig zwischen Neapel und Deutschland hin und her pendeln lässt und aus der langsam aber sicher die Luft raus ist. Die endlose Reihe nerviger Jobs, ...

Velia hat es satt. Die Fernbeziehung, die sie ständig zwischen Neapel und Deutschland hin und her pendeln lässt und aus der langsam aber sicher die Luft raus ist. Die endlose Reihe nerviger Jobs, die sie nie halten kann, weil sie so oft im Ausland ist. Und die Tatsache, dass sie sich deswegen keine Wohnung leisten kann und wieder bei ihren Eltern wohnt. Und das mit Mitte zwanzig.
Da kommt der Anruf ihrer Tante auf Capri gerade recht. Sie braucht Hilfe während der Urlaubssaison und so stellt Velia ihre lauwarme Beziehung aufs Abstellgleis und setzt über auf die italienische Trauminsel. Dort trifft sie auf den charmanten, wenn auch etwas schüchternen Schuster Ennio, der die auf der Insel traditionellen Sandalen anfertigt und verkauft. Schon bald lässt sich die Anziehung zwischen den beiden nicht mehr leugnen und zwischen Strand, Vino und Gelato verbringen die beiden hinreißende Sommertage. Bis auf einmal Velias Ex vor der Tür steht und sie zurück will...

Eine Sommergeschichte zum Wohlfühlen. Ein wunderschöner Schreibstil, sehr flüssig zu lesen. Das Setting ist so traumhaft beschrieben, dass ich fast das Meer riechen konnte. Velia ist eine quirlige, typische Italienerin mit einem feurigen Temperament, die sehr gut beschrieben wurde.
Capri wurde so authentisch dargestellt, es macht richtig Spaß das Buch zu lesen.
Natürlich bleibt auch das Gefühl und die Romantik nicht auf der Strecke.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich kann es sehr gerne weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Ganz anders als der Bruder

Ein wirklich erstaunliches Ding
0

Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.

Genau so verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber ...

Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.

Genau so verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber beeindruckenden Roboter-Skulptur, geht über Nacht viral und katapultiert sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Überall auf der Welt sind Carls aufgetaucht – und niemand weiß, woher oder warum.

Die Ungewissheit lässt eine mediale Hysterie ausbrechen – Schock, Neugier und Angst treffen auf Sensationslust und apokalyptische Fantasien.

Immer mehr Verschwörungstheoretiker, die sogenannten Defender, sehen in der außerirdischen Intelligenz eine Bedrohung, gegen die es zu kämpfen gilt – und dazu gehört auch deren Entdeckerin April ...

Es ist zwar ganz anders als die Bücher seines Bruders, aber nicht schlechter. Ich muss zwar gestehen, dass ich ein Buch alà John Green erwartet habe, aber Hank hat seinen eigenen Stil, der durchaus lesbar ist.
In diesem Buch geht es mehr um das technische, mehr um Multimedia. Ein Buch gerade für die hashtag Generation.
Ich fand die Idee mit dem Roboter und vor allem die Geschichte, wie schnell es ein Selbstläufer wurde, sehe lesenswert. Denn genau s empfinde ich es. Man hat es nicht mehr im Griff.

Für mich ein sehr lesenswertes Buch, das mich wunderbar unterhalten hat.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Verhängnisvolle Hohlstunde

Finding Cinderella
0

Daniel hat keine Lust auf Unterricht und verreckt sich im Putzschrank. Das macht er öfters.
Doch heute ist alles anders, ein Mädchen kommt herein, das Licht ist aus, sie sehen sich nicht und schlafen ...

Daniel hat keine Lust auf Unterricht und verreckt sich im Putzschrank. Das macht er öfters.
Doch heute ist alles anders, ein Mädchen kommt herein, das Licht ist aus, sie sehen sich nicht und schlafen doch miteinander.
Nach mehreren Monaten trifft Daniel bei seinem Freund dessen Nachbarin und verliebt sich. Man soll es nicht glauben aber es ist seine Cinderella aus dem Putzschrank ...

Eine Kurzgeschichte von Colleen Hoover. Leider. Ich liebe Ohren Schreibstil und kann nicht genug davon bekommen. In einer Kurzgeschichte kommt es einfach zu kurz, das besondere, was Colleens Romane ausmacht.
Die Gewichte konnte mich trotzdem sehr gut unterhalten und es hat mich auch berührt, was die Beiden miteinander erlebt haben.
Die Autorin hat ein gutes Gespür für Dramatik, die Geschichten sind überraschend und, was mit besonders gut gefällt, sie wiederholen sich nicht in jedem Buch nur mit anderen Protagonisten.

Einen Stern abzug gab es für die Kürze.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Solide Fortsetzung der Geschichte

Weil ich Will liebe
0

Ein Jahr ist vergangen. Will und Layken haben zueinander gefunden, finden aber irgendwie kaum Zeit füreinander.
Nachdem Laykens Mutter gestorben ist muss sich Layken nicht nur um ihre Liebe zu Will sorgen, ...

Ein Jahr ist vergangen. Will und Layken haben zueinander gefunden, finden aber irgendwie kaum Zeit füreinander.
Nachdem Laykens Mutter gestorben ist muss sich Layken nicht nur um ihre Liebe zu Will sorgen, sondern auch um ihren Bruder kümmern.
Da bleibt die Romantik schon mal auf der Strecke.

Nachdem ich Weil ich Layken Liebe verschlungen habe, habe ich gleich mit Weil ich Will Liebe weitergemacht. Zum Glück hatte ich es schon Zuhause.
Nun wurde doch sehr viel aus Teil eins wiederholt, nur halt aus anderer Sicht und da hat mich schon ein wenig enttäuscht. Auch konnte mich dieses Buch bei weitem nicht wirklich so fesseln wie das erste. Vielleicht hätte ich eine Pause gebraucht, vielleicht ist die Geschichte auch einfach fertig erzählt.
Jedenfalls konnte mich dieses BuCh nicht so unterhalten wie das erste und schnitt einfach schelten ab.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Familienbande

Der Zopf meiner Großmutter
0

Meine Großmutter, mein Großvater, seine Geliebte und ich.
»Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als mein Großvater sich verliebte. Es war klar, dass die Großmutter nichts davon mitkriegen ...

Meine Großmutter, mein Großvater, seine Geliebte und ich.
»Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als mein Großvater sich verliebte. Es war klar, dass die Großmutter nichts davon mitkriegen sollte. Sie hatte schon bei geringeren Anlässen gedroht, ihn umzubringen, zum Beispiel, wenn er beim Abendessen das Brot zerkrümelte.«
Kaum jemand kann so böse, so witzig und rasant von eigenwilligen und doch so liebenswerten Charakteren erzählen wie Alina Bronsky: Max’ Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart-herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie erst als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang.
Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Über einen Jungen, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie gehört haben.

Wieder nimmt uns Alina Bronsky mit in ihre Heimat, ihre Heimat bevor Deutschland es würde.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne, aber vor allem mag ich ihre Familie. Sie ist so authentisch, als wäre es autobiografisch.
Diesmal ist es die GroßMutter, obwohl, ist es nicht immer die Großmutter?, die die Familie zusammenhält, die die Familie am Laufen hält. Eine großartige Frau mit, zugegebenermaßen, gewöhnungsbedürftigen Ansichten. Ich mag sie.
Die Geschichte lässt uns einen Einblick in die Familie von Max erhaschen. Max möchte allerdings sehr gerne "normal" sein.
Mich hat es ganz wunderbar unterhalten, das Buch.