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Veröffentlicht am 30.05.2019

Glückskatzen bringen tatsächlich Glück

Die Katze im Lavendelfeld
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Zum Inhalt: Alice lebt in einem beschaulichen Örtchen in der Provence und sucht ihr Traumhaus. Gemütlich soll es sein, hell, heimelig und das Wichtigste: es muss einen schönen Garten haben. Kein einfacher ...

Zum Inhalt: Alice lebt in einem beschaulichen Örtchen in der Provence und sucht ihr Traumhaus. Gemütlich soll es sein, hell, heimelig und das Wichtigste: es muss einen schönen Garten haben. Kein einfacher Wunschzettel, aber sie will sich Zeit lassen. Außerdem hat sie mit ihrem Foodblog gerade den Durchbruch, ihr befreundeter Koch wartet auf einen Kritiker und ihre beste Freundin benimmt sich seltsam. Als dann auch noch eine kleine Findelkatze bei ihr einzieht und ihre anderen Katzen das Weite suchen ist das erst der Anfang von mehreren ungeplanten Vorfällen.


Der Schreibstil ist locker und leicht, die Seiten fliegen nur so dahin und die Geschichte ist leider dadurch viel zu schnell zu Ende. Erzählt wird in der Dritten Person und man begleitet abwechselnd die Hauptperson Alice, den Koch Georges und die alte Freundin Jeanine, die immer wieder in die Vergangenheit abgleitet. Besonders diese drei werden beim Lesen sehr lebendig und sympathisch, aber auch alle anderen Personen werden mit sehr viel Liebe und Lebendigkeit geschildert und so manche überrascht. Man begleitet beim Lesen die Freunde durch viele Emotionen, kann teilweise durch lustige Begebenheiten schmunzeln, gerade die Katzen sorgen für so einige Lacher und fiebert auf die Lösung der Probleme hin.
Neben den Charakteren werden vor allem die Landschaft, das Lebensgefühl und natürlich das herrliche Essen geschildert - man sollte nicht hungrig sein, wenn man dieses Buch liest.

Alles in allem ist dieser Roman eine leichte und angenehme Lektüre, die einen für einen Kurztrip in die Provence entführt, fast meine mein den Lavendel, die Kräuter und die Zitrusfrüchte zu riechen.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Ein Leben das glücklich macht

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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Das farbenfrohe Cover zeigt auf den ersten Blick eine Explosion an Farbkugeln, alle gut aufeinander abgestimmt und den schwungvollen Schriftzug des Titels, erst auf den zweiten Blick sieht man den kleinen ...

Das farbenfrohe Cover zeigt auf den ersten Blick eine Explosion an Farbkugeln, alle gut aufeinander abgestimmt und den schwungvollen Schriftzug des Titels, erst auf den zweiten Blick sieht man den kleinen Hund und das Fahrrad, beides wichtige Bestandteile des Romans.

Der Klappentext: „Juli lebt dort, wo andere Urlaub machen: auf La Palma. Eigentlich sollte es bloß eine Auszeit vom langweiligen Bürojob sein, doch wenn es nach ihr geht, kann der Ernst des Lebens gerne warten. Dann lernt sie Quinn kennen, der das genaue Gegenteil von ihr ist - vernünftig, zielstrebig, mit beiden Beinen auf der Erde -, und die Funken fliegen. Dabei will Juli sich doch auf keinen Fall verlieben! Doch als ein verwaister Hund ein neues Zuhause sucht, werden all ihre schönen Vorsätze auf die Probe gestellt. Und Juli erlebt, dass es nur ein bisschen Mut braucht, um die große Liebe zu finden.“

Zum Inhalt: Emmi hatte die Nase voll von ihrem fensterlosen, klimatisierten Bürojob und dem Hamburger Wetter und ist nach La Palma gezogen. Hier wohnt sie zur Untermiete bei einer Gemüsehändlerin und finanziert sich ihr Leben mit dem Job in einem Food Truck und dem Ausführen von Hunden. Spanisch versteht und spricht sie mehr schlecht als Recht, aber sie fühlt sich in der Dorfgemeinschaft wohl. Sie lässt sich momentan quasi treiben und drückt sich vor der Entscheidung wie es weiter gehen soll. Bis ihr Leben erst durch die Begegnung mit dem Immobilienmakler Quinn und durch andere Ereignisse durcheinander gewirbelt wird. Sie muss sich jetzt entscheiden was sie wirklich will.

Der Stil: Erzählt wird diese Geschichte von Juli in Form der Ich-Erzählerin, so kann der Leser hautnah ihre Gedanken und Konflikte miterleben. Aber auch die anderen Protagonisten werden von der Autorin Kristina Günak äußerst liebevoll und authentisch gestaltet. Auch die Insel und das Leben dort in seinem ganz eigenen Rhythmus werden sehr bildlich und realistisch geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und leichtlesbar und dadurch dass einige Geheimnisse und Beweggründe erst nach und nach enthüllt werden, kann eine gewisse Spannung bzw. Neugier aufrecht gehalten werden. Ich persönlich hätte mir am Schluss ein paar Seiten mehr gewünscht, aber ansonsten gibt es von meiner Seite keine Kritikpunkte.

Mein Fazit: Ein toller Roman über das Glücklich sein und das Lebensziel, verpackt in eine reizende Geschichte, angereichert mit einer kleinen Romanze und ohne zu vergeistigt zu sein.

Ich danke dem Verlag Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Das geheime Turmzimmer

Das geheime Turmzimmer
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Das Cover zeigt eine typische englische Burganlage mit Zinnen und Rundtürmen, umgeben von einem zugewachsenen Garten. Ein Cover das zum Träumen einlädt und Geheimnisse verspricht.

Der Klappentext: „Als ...

Das Cover zeigt eine typische englische Burganlage mit Zinnen und Rundtürmen, umgeben von einem zugewachsenen Garten. Ein Cover das zum Träumen einlädt und Geheimnisse verspricht.

Der Klappentext: „Als die bücherliebende Carragh den Auftrag erhält, die Bibliothek einer alten irischen Burg zu archivieren, kann sie ihr Glück kaum fassen. Und als sie dort dem jungen Lord Aidan Gallagher begegnet, schlägt ihr Herz noch schneller ... Doch etwas stimmt nicht mit Deeprath Castle und seinen Bewohnern. Ist es wahr, dass ein Geist im Turmzimmer umherirrt? Und was hat es mit dem mysteriösen Tod von Aidans Eltern auf sich, die vor zwanzig Jahren ermordet in der Bibliothek aufgefunden wurden? Carragh stößt auf ein altes Tagebuch, das ihr Hinweise liefert, die sie der Wahrheit immer näherbringen. Dabei ahnt sie noch nicht, dass ihr eigenes Schicksal mit dem der Gallaghers eng verwoben ist…“

Zum Inhalt: Auf der Burg Deeprath Castle ist eine der wichtigsten Bibliotheken Irlands zu finden, die sich bis dato noch in privater Hand befand, nun soll sie dem National Trust übergeben werden und die junge Carragh Ryan ergattert den Job sie zu katalogisieren. Dass sie sich zugleich für einen Schriftsteller interessiert, der im 19. Jahrhundert in eben jener Bibliothek arbeitete ist für sie ein zusätzliches Highlight. Nicht nur um diesen Schriftsteller ranken sich Geheimnisse, hinter den Mauern der Burg verbirgt sich noch viel mehr, wie Carragh schnell feststellen wird.

Zum Stil: Laura Andersen besitzt einen sehr flüssigen und mitreißenden Schreibstil, als Erzählperspektive wurde die Dritte Form gewählt und die Handlung findet auf mehreren Zeitebenen statt, welche aber immer am Anfang der Kapitel genannt wird, als Hilfestellung für den Leser. Alle Personen und auch Deeprath Castle wurden mit sehr viel Sorgfalt ausgearbeitet und charakterisiert. Man kann sich als Leser schnell mit den Protagonisten anfreunden und ihre Handlungen nachvollziehen. Nicht zuletzt durch diesen Wechsel der Zeiten und damit der Protagonisten wird ein kontinuierlicher Spannungsbogen aufgebaut, der bis zu letzten Seite aufrecht gehalten wurde. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

„Das geheime Turmzimmer“ ist eine mehrere Generationen umfassende Geschichte, die nicht nur ein lang gehütetes Geheimnis aufdeckt. Eine äußerst gelungene Mischung aus Familiengeschichte, Spannung, Krimielementen, ein bisschen Grusel und einen Hauch Romantik – in meinen Augen eine perfekte Mischung für angenehme Lesestunden.

Ich danke dem Piper Verlag und NetGalley für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Sommerzauber

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Der Klappentext ist in diesem Fall sehr ausführlich: "Britta, 30, Single, hat ihr Leben im Griff. Sie arbeitet erfolgreich in der Tourismusbranche. Ihr neuestes Projekt: Sie soll zusammen mit einem Kollegen ...

Der Klappentext ist in diesem Fall sehr ausführlich: "Britta, 30, Single, hat ihr Leben im Griff. Sie arbeitet erfolgreich in der Tourismusbranche. Ihr neuestes Projekt: Sie soll zusammen mit einem Kollegen nach Dänemark auf die Insel Læsø fahren, um dort ein Feriendorf zu planen. Die Insel ist für Britta ein besonderes Ziel, stammt doch ihr bereits verstorbener Vater von dort, den sie nie kennengelernt hat. Doch sie muss feststellen, dass ihre Mutter sie die ganzen Jahre über belogen hat. Denn plötzlich ist die ordentliche und strukturierte Britta Teil einer liebenswert chaotischen dänischen Familie. Und damit nicht genug: Auch der sympathische Schreiner Jan Ole stellt Brittas bisheriges Leben ganz schön auf den Kopf."
Inhaltlich ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer dass das geplante Projekt ihr Gewissen auf die Probe stellt und sie sich entscheiden muss.

Erzählt wird das Buch in der dritten Perspektive und es begleitet hauptsächlich Britta. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Die rasch aufeinander folgenden Geschehnisse tun das Übrige, dass man das Buch kaum weg legen will. Es passiert momentan in Brittas Leben und auf der Insel zu viel, um Langeweile aufkommen zu lassen. Die einzelnen Personen werden sehr lebendig beschrieben und authentisch charakterisiert.

Hinter der Autorin Barbara Erlenkamp verbirgt sich das Autorenduo Christine und Andreas J. Schulte, die hier gemeinsam eine angenehm leichte und lockere Sommerlektüre mit Dänemarkflair zu Papier gebracht haben.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Das Geheimnis von Dunmor Castle

Dunmor Castle - Das Licht im Dunkeln
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Das Cover zeigt eine schroffe Küstenlinie mit einer Burg auf einer Landzuge und eine junge Frau, mit dem Rücken zum Leser, die diese Szene betrachtet.

Der Klappentext: "Kennt sie diesen Ort? Im Auftrag ...

Das Cover zeigt eine schroffe Küstenlinie mit einer Burg auf einer Landzuge und eine junge Frau, mit dem Rücken zum Leser, die diese Szene betrachtet.

Der Klappentext: "Kennt sie diesen Ort? Im Auftrag ihres Chefs fährt die junge Designerin Lexie in Irlands sturmumtosten Norden: Sie soll Dunmor Castle zum Renovieren vorbereiten. Das einst hochherrschaftliche Anwesen und seine Umgebung kommen ihr seltsam vertraut vor. War sie als kleines Kind bereits hier? Schon lange sucht Vollwaise Lexie nach Hinweisen auf ihre Vergangenheit. Als die Erinnerungen Stück für Stück zurückkehren, muss sie bald gegen quälende Albträume kämpfen. Trost und Hilfe findet sie ausgerechnet bei Grayson, Sohn des Hauses und ihr beruflicher Gegenspieler. Kann sie ihm wirklich trauen?"

Zum Inhalt: Lexie, eine junge Amerikanerin, arbeitet in Irland als Innenarchitektin und hat den Auftrag eine irischen Burg zu einem Hotel umzuplanen. Bereits auf der Anreise kommt ihr die Gegend seltsam vertraut vor und sie hat Albträume. Für sie ist es ein Schock, als sie erfährt, dass sie bereits als kleines Kind hier war und hier ihre Mutter verschwand. Was ist hier geschehen und was halten alle vor ihr Geheim?

Zum Stil: Der Schreibstil ist klar und flüssig, sowohl die Landschaft als auch die Situationen sind hervorragend und bildlich beschrieben. Die einzelnen Charaktere sind äußerst vielschichtig und lebendig geschildert und fast jeder verbirgt etwas. Genauso wie Lexie wird der Leser zum Rätseln eingeladen und man fiebert mit ihr mit. Leider gibt es am Schluss einen ziemlich gemeinen Cliffhanger und man ist zur Lösung auf den zweiten Teil angewiesen.

Eine gelungene Mischung aus Rätseln, Spannung und einer Spur Romantik, eingebettet in eine tolle Landschaft, die zum Träumen einlädt.