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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2019

Ich hatte mehr erwartet

Johannisfeuer
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Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung ...

Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung von Montpellier ein totes Mädchen aufgefunden. Perez glaubt nicht an Zufall. Er sucht nach einer Verbindung zwischen den beiden Frauen und entdeckt eine dubiose Glaubensgemeinschaft.


"Johannisfeuer" von Yann Sola ist bereits der vierte Band der Serie um den Hobbydetektiv Perez. Der Inhalt versprach eine spannende Handlung. Leider kann das Buch nicht mit der Versprechung mithalten. Die Handlung dümpelt langsam vor sich hin und es steht vielmehr die Region im Vordergrund. Diese ist jedoch perfekt dargestellt. Man fühlt sich direkt nach Südfrankreich versetzt und bekommt einen guten Eindruck der Region mit seiner Landschaft und den Bewohnern. Und natürlich dem Essen - nicht zu vergessen. Die Charaktere sind eher gemütlich. Vor allem Perez ist eher der behäbige Typ, der zwar sein Ziel verfolgt, dabei aber nichts überstürzt. Er und sein "geerbter" Hund Happy sind ein unschlagbares Team und die beiden bereiten Spaß.

Dieser Krimi ist für den Urlaub ideal. Es kommt Ferienstimmung auf und man kann sehr gut während des Lesens entspannen!

Veröffentlicht am 30.06.2019

Vorkenntnisse erwünscht

Schneewittchensarg
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Während der Eröffnung einer Kunstausstellung erleben die Besucher eine böse Überraschung. Das Kunstobjekt, welches ein Skelett im Brautkleid, liegend in einem Glassarg zeigt, wurde verändert. Im Sarg enthalten ...

Während der Eröffnung einer Kunstausstellung erleben die Besucher eine böse Überraschung. Das Kunstobjekt, welches ein Skelett im Brautkleid, liegend in einem Glassarg zeigt, wurde verändert. Im Sarg enthalten sind nun die Knochen und das Brautkleid der Braut eines Glashüttenbesitzers, die vor 50 Jahren an ihrem Hochzeitstag verschwand. Ingrid Nyström und Sting Forss ermitteln wieder....

Dies war mein erstes Buch rund um dieses Ermittlerteam. Und dies habe ich leider deutlich gemerkt. Die Nebenhandlung baut extrem stark auf den Vorgängerbänden auf und da fehlte mir zu viel Hintergrundwissen, um hier gut folgen zu können. Der Kriminalfall selbst hatte mich auch nicht wirklich gepackt, er war zwar interessant, aber an Spannung hat es gefehlt.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Nichts besonderes

Mord am Mandela Square
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Frank Sattler, ein Naturwissenschaftler, verbringt seinen Urlaub in Johannesburg. Mit der Erholung ist es vorbei, als zwei Leichen gefunden werden. Sattler steckt seine Nase tief ins Geschehen - zu tief ...

Frank Sattler, ein Naturwissenschaftler, verbringt seinen Urlaub in Johannesburg. Mit der Erholung ist es vorbei, als zwei Leichen gefunden werden. Sattler steckt seine Nase tief ins Geschehen - zu tief für manche Leute. Er wird selbst zum Gejagten.

Ein Krimi aus Südafrika. Von diesem Handlungsort gibt es nicht zu viele Krimis, so daß dies eine willkommene Abwechslung war. Man lernt hier viel über Südafrika, lernt Land und Lebensgewohnheiten der Einwohner kennen und bekommt ein Gespür für sie. Die Handlung selbst sorgt nicht für Überraschungen. Eher vorhersehbar und nichts besonderes. Auch die Charaktere handeln eher nach dem typischen Muster. Der Krimi ist nicht schlecht - aber halt auch nicht überragend.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Hat mich nicht begeistert

Murder Swing
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Der Venyldetektiv, der keinen Namen hat, bekommt den Auftrag eine seltene Schallplatte für einen Sammler aufzuspüren. Dabei findet der Detektiv nicht nur seltene Schallplatten - auch Leichen macht er ausfimdig. ...

Der Venyldetektiv, der keinen Namen hat, bekommt den Auftrag eine seltene Schallplatte für einen Sammler aufzuspüren. Dabei findet der Detektiv nicht nur seltene Schallplatten - auch Leichen macht er ausfimdig.

"Murder Swing" beginnt richtig gut. Es macht Spaß zu lesen und wenn es so weiter gegangen wäre, wäre es richtig gut gewesen. Doch leider flaut der mittlere Teil ab. Da spielt der Jazz eine zu große Rolle und man muß schon Fan sein, um das spannend zu finden. Ebenso störend empfand ich die Tatsache, daß der Venyldetektiv immer nur Er genannt wird. Ein Name hätte hier gut getan. Dadurch wäre vielleicht bei mir mehr Sympathie entstanden. So bekam ich leider überhaupt keinen Bezug zum Charakter.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Zu viel versprochen

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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Im Jahr 1994 werden in der amerikanischen Kleinstadt Orphea der Bürgermeister, seine Familie und eine Joggerin ermordet.
20 Jahre später: Jesse Rosenberg, damals an der Aufklärung des Falles beteiligt, ...

Im Jahr 1994 werden in der amerikanischen Kleinstadt Orphea der Bürgermeister, seine Familie und eine Joggerin ermordet.
20 Jahre später: Jesse Rosenberg, damals an der Aufklärung des Falles beteiligt, steht kurz vor seinem Abschied aus dem Polizeidienst. Da taucht plötzlich die Journalistin Stephanie Maler auf und behauptet, er habe damals den falschen Täter verhaftet. Doch dann verschwindet sie spurlos. Jesse will zusammen mit seinem damaligen Partner Derek und der Anwärterin Anna den Fall wieder aufleben lassen.

Ich bin ein wenig enttäuscht. Bei dem Wirbel, der um dieses Buch gemacht wurde, hatte ich mehr erwartet. Der Schreibstil ist recht simpel, man kommt zügig vorwärts. Was bei der Seitenzahl hilfreich ist. Jedoch werden die ständigen Wechsel der Perspektiven, die immer neuen Charakteren doch mit der Zeit sehr anstrengend und unübersichtlich. Besonders störend: Die Polizisten sind ein wenig trottelig und fallen fast über ihre eigenen Füße. Sie glauben einfach alles. Ich schätze, wenn jemand ausgesagt hätte: Da war ein grünes Männchen vom Mars - sie hätten es geglaubt. Ich kann nicht sagen, daß das Buch gar nicht spannend wäre. Man bekommt immer wieder eine Wendung präsentiert. So wirklich ernst nehmen sollte man diesen Krimi nicht - es gibt einige Szenen, über die man besser lachen sollte.