Profilbild von Rose75

Rose75

Lesejury Star
offline

Rose75 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rose75 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2019

Jeder kann was für die Artenvielfalt tun

Wo die wilden Nützlinge wohnen
0

In diesem wunderschön gestalteten Buch zeigt uns die Autorin was jeder für die Artenvielfalt tun kann.

In Teil 1 erklärt sie was ein wilder Nützlingsgarten ist. Man braucht keine Angst zu haben, dass ...

In diesem wunderschön gestalteten Buch zeigt uns die Autorin was jeder für die Artenvielfalt tun kann.

In Teil 1 erklärt sie was ein wilder Nützlingsgarten ist. Man braucht keine Angst zu haben, dass man sein Grundstück verwildern oder verwahrlosen lassen soll. Es geht vielmehr darum, kultivierte und wilde Pflanzen in einem harmonischen Gleichgewicht halten. Wer sich schon mal mit Permakultur beschäftigt hat, findet hier ähnliche Ansätze.

Im zweiten und umfangreichsten Teil stellt sie die häufigsten wilden Besucher in unseren Breitengraden vor. Verschiedene Schmetterlinge, Bienen, Vögel, Insekten und Kriechtiere werden in reich bebilderten Steckbriefen vorgestellt .

Teil 3 ist der praktische Teil des Buches und enthält viele Anleitungen und Anregungen, um seinen Garten oder Balkon einladender zu gestalten. Egal ob Blumenwiese, Wildobststräucher, Vertikalbegrünung, Nisthilfen oder Futter- / Wasserstellen, jede kleine Unterstützung ist ein aktiver Teil zur Erhaltung unserer Artenvielfalt.

Mein Fazit:

Das ist ein tolles Buch, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt, um sich Ideen und Inspirationen zu holen.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Ist der Brexit vielleicht gar nicht so verrückt?

Die Flucht der Briten aus der europäischen Utopie
0

Jochen Buchsteiner arbeitet als Korrespondent der FAZ in London und hat spürbare Sympathien für das Inselvolk. In diesem kleinen Buch arbeitet er das Thema Brexit und seine Hintergründe auf kommt zum Schluss, ...

Jochen Buchsteiner arbeitet als Korrespondent der FAZ in London und hat spürbare Sympathien für das Inselvolk. In diesem kleinen Buch arbeitet er das Thema Brexit und seine Hintergründe auf kommt zum Schluss, dass nicht die Briten das Problem sind sondern die Ausrichtung und Gestaltung der EU dringenden Reformbedarf hat.

Auf Seite 71 zitiert der Autor zwei Persönlichkeiten des Königreichs. Lord Bolingbroke (1678-1751) „Seien wir allzeit eingedenk, dass wir Nachbarn des Festlandes sind, nicht aber ein Teil von ihm; dass wir Europa zugeordnet sind, nicht aber ihm angehören“ ähnliches sagt Winston Churchill (1874-1965) mit folgenden Worten „Wir stehen zu Europa, gehören aber nicht dazu; wir sind verbunden, aber nicht umfasst; wir sind interessiert und assoziiert, aber nicht absorbiert; wir gehören zu keinem einzigen Kontinent, sonder zu allen.“

Beide Zitate beschreiben sehr gut um was es in diesem Buch geht.

Der Autor sieht dringenden Handlungsbedarf in der Ausrichtung und Konstruktion der 'Europäischen Union', damit dem Brexit nicht weitere Ausstiege folgen.

Das Projekt Europa muss attraktiver werden.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Xanthippe - Zänkisches Weib oder selbstbewusste Frau ?

Xanthippe
0

Über Sokrates ( 469 – 399 v.Chr.) den große griechischen Philosophen ist schon viel geschrieben worden und sein Leben ist gut dokumentiert, doch seine Frau Xanthippe ist weitgehend unbekannt. Ihr ...

Über Sokrates ( 469 – 399 v.Chr.) den große griechischen Philosophen ist schon viel geschrieben worden und sein Leben ist gut dokumentiert, doch seine Frau Xanthippe ist weitgehend unbekannt. Ihr Name wird meist nur als Schimpfwort, für ein zänkisches, streitlustiges Weib verwendet. Die historische Quellenlage zu dieser Frau ist sehr dünn. Nach ausgiebiger Recherche erzählt die Autorin, die alte Geschichte und Archäologie studiert hat, eine mögliche Version des Lebens von Xanthippe.

In diesem Buch geht es wie der Titel schon andeutet um die Braut des Sokrates. Also die Zeit vor der Ehe. Xanthippe ist ein junges Mädchen, das früh die Mutter verloren hat und in bescheidenen Verhältnissen aufwächst. Sie verehrt und liebt in ihren Zwillingsbruder Phillippos mehr als ihr gut tut und ist sehr überrascht, dass der berühmte Philosoph Sokrates Interesse an ihr zeigt. Xanthippe ist zu Beginn der Handlung 14 Jahre und es ist kaum vorstellbar, dass sie eine Ehe mit dem gut 40 Jahre älteren Sokrates überhaupt in Betracht zieht.

Neben der Beziehung von Sokrates und Xanthippe, erfahren wir in diesem Buch einiges über die Götterverehrung, Kulte und dem Alltagsleben im alten Griechenland. Das hat mir besonders gut gefallen.

Das Buch lässt sich leicht und flott lesen und ist mit seinen 190 Seiten auch ein gutes Buch für die Handtasche.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Tante Poldi wirbelt die sizilianische Provinz auf

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
0

Kurz nach ihrem 60. Geburtstag zieht Poldi Bilanz und kommt zum Schluss, dass sie eigentlich nichts mehr am Leben reizt und sie ihre letzten Tage in der sizilianischen Sonne verbringen will. Sie gibt in ...

Kurz nach ihrem 60. Geburtstag zieht Poldi Bilanz und kommt zum Schluss, dass sie eigentlich nichts mehr am Leben reizt und sie ihre letzten Tage in der sizilianischen Sonne verbringen will. Sie gibt in München alles auf und lässt sich von ihrem Neffen nach Sizilien fahren. Dort will sie sich am Meer zu Tode saufen.

Doch das Schicksal macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Der Tod eines jungen Sizilianers und das Auftauchen eines sehr attraktiven Commissario, beschäftigen sie so, dass an Tod gar nicht mehr zu denken ist. Vorerst

Die Handlung selber ist nicht unbedingt die spannendste, aber für mich auf jeden Fall eine gute Unterhaltung.

Philipp Moog hat mir als Sprecher hervorragend gefallen, er verleiht der Geschichte was richtig gschert-bayerisches.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Smarter Mörder

Tödliche neue Welt
0

In diesem gut gelungenen Krimi vermittelt Paul Weiler nebenbei, wie weit die technischen Möglichkeiten mittlerweile entwickelt sind. Es erschreckend und zugleich faszinierend was alles möglich ist.

Zur ...

In diesem gut gelungenen Krimi vermittelt Paul Weiler nebenbei, wie weit die technischen Möglichkeiten mittlerweile entwickelt sind. Es erschreckend und zugleich faszinierend was alles möglich ist.

Zur Handlung:

Im Münster der nahen Zukunft bricht ein junger Künstler während einer Kunstaktion tot zusammen. Man geht von einem natürlichen Tod infolge seiner Lebensführung aus. Als sich ein europäischer Geheimdienst einschaltet und von ähnlichen Todesfällen berichtet, müssen Hauptkommissar Ivens und seine Kollegin Herwig ermitteln. Die Ermittlungen bringen den Hauptkommissar an seine persönliche Schmerzgrenze und betreffen ihn sogar privat.

Meine Meinung:

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Handlung war gut durchdacht und die technischen Details waren geschickt platziert. Es war nicht unbedingt der spannendste Krimi, aber ein sehr raffinierter.

Ich würde mich freuen, wenn die Ermittler Ivens und Herwig noch weitere Kriminalfälle lösen könnten.