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Veröffentlicht am 14.06.2019

England in einer Zeit des Umbruchs

Das bretonische Mädchen
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Ich durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant ...

Ich durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant und Lovelybooks für diese Möglichkeit.
Der Klappentext: „Kaum zwanzig Jahre nach der normannischen Eroberung sind die Gräben zwischen der alteingesessenen Bevölkerung und den neuen Herren immer noch tief. Sire Geoffrey hat als Vertreter des normannischen Adels eine Angelsächsin geheiratet und führt ein grausames Regiment. Sein Sohn Roger sehnt sich nach der Anerkennung durch den Vater, wird aber von ihm gedemütigt. Hoffnung findet Roger in seiner Beziehung zu Gwennaol, dem bretonischen Mädchen. Doch je besser die beiden sich kennenlernen, umso mehr gerät Roger in ein tödliches Spiel, das nicht nur das Leben seiner Familie bedroht, sondern auch seine Liebe zu Gwennaol auf eine harte Probe stellt.“ verrät so einiges zum Inhalt. Allerdings ist die Geschichte noch vielschichtiger, wir haben die Probleme in der anglo-normannischen Familie, die Problematiken der unterschiedlichen Nationalitäten, den Machtkampf um den Thron, die Liebesgeschichte, mehrere Todesfälle und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Alle Ebenen der Geschichte zusammen ergeben einen spannenden historischen Krimi mit einem Hauch Politikthriller, einer Spur Romanze und einer Familiengeschichte. Ich selbst würde eben dem Krimielement die stärkste Gewichtung geben.
Die Geschichte ist historisch gesehen sehr gut recherchiert und die Zu- und Umstände sehr authentisch wiedergegeben. Ein Glossar am Ende des Buches sowie ein Personenregister erleichtern den Einstig in die Zeit und die Zusammenhänge und ein Nachwort verdeutlicht noch einmal die Situation im 11. Jahrhundert in England. Alle Fakten sind in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil verpackt und in eine spannende Geschichte eingebettet, die ihren Spannungsbogen bis zum Schluss halten kann.
In meinen Augen eine klare Leseempfehlung an alle Geschichtsfans.

Veröffentlicht am 10.06.2019

Ein Neuanfang in Wales

Die Sterne über den Black Mountains
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Das Cover zeigt ein gemütliches Farmhaus inmitten einer blühenden Landschaft samt Hund vor dem Gartentor, also sehr passend zum Inhalt des Buches.

Der Klappentext: „Autorin Caitlin ist eigentlich recht ...

Das Cover zeigt ein gemütliches Farmhaus inmitten einer blühenden Landschaft samt Hund vor dem Gartentor, also sehr passend zum Inhalt des Buches.

Der Klappentext: „Autorin Caitlin ist eigentlich recht zufrieden mit ihrem Leben in Glasgow: Ihre Krimis sind erfolgreich, ihre Agentin ist ihre beste Freundin und ihre Wohnung ihr ruhiger Schaffensort. Wäre da nur nicht ihr schreckliches Lampenfieber. Bei einer Lesung geht alles schief und am nächsten Tag findet sich Caitlin komplett verkatert in einem Hotelzimmer wieder mit einer Notiz eines rettenden Helfers, der sie fürsorglicherweise dorthin verfrachtet hatte. Als kurz darauf auch noch ihre nervige Schwester bei ihr einzieht, ist Caitlins ruhiges Schriftstellerinnenleben endgültig vorbei. Kurzerhand flüchtet sie aus der Stadt auf eine abgelegene Farm am Fuße der walisischen Black Mountains um endlich zu schreiben. Bereits in der ersten Nacht wähnt Caitlin einen Einbrecher auf dem Grundstück, der sich jedoch nicht nur als der charmante wie gutaussehende Tierarzt Ben herausstellt, sondern auch als ihr Retter in der Not in Glasgow. Fast scheint es Schicksal, dass die beiden sich hier wiedertreffen sollten…“

Zum Inhalt: Caitlins geordnetes Leben gerät gehörig durcheinander, als ihre jüngere Schwester unverhofft bei ihr einzieht. Um endlich mit ihrem neuesten Buch fertig zu werden braucht sie aber vor allem eines: Ruhe. Kurzentschlossen überlässt sie ihre Wohnung der Schwester und zieht auf eine leerstehende Farm in Wales, die ein Freund als Makler verkaufen soll. Herrliche Ruhe und Abgeschiedenheit! Doch nicht lange. Bereits in der ersten Nacht stellt sie einen vermeintlichen Einbrecher, nimmt einen verängstigten Hund auf und wird schneller als sie rechnet von der Nachbarschaft vereinnahmt. Zuhause in Glasgow braut sich außerdem eine Familienkatastrophe an. Und Caitlin steht vor einigen wichtigen Entscheidungen.
„Die Sterne über den Black Mountains“ ist der zweite Roman von Alexandra Zöbeli der zu den Füßen der Black Mountains spielt und es kommt zu einem Wiedersehen mit den Charakteren des ersten Romans, sie sind nur lose über die Protagonisten miteinander verbunden. Ich selbst kannte diesen ersten Teil nicht und kam wunderbar in die Geschichte hinein und werde mir den ersten Teil mit Sicherheit auch noch zulegen.

Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst flüssig und leicht lesbar, die Sprache ist modern und die bildlich. Die Geschichte selbst wird in der Dritten Person erzählt, die einzelnen Ebenen der Handlungsstränge, Wechsel der Personen und ähnliches werden zusätzlich durch Abschnitte betont, was ich selbst sehr zu schätzen wusste. Die einzelnen Personen werden beim Lesen sehr schnell lebendig und auch die vierbeinigen Protagonisten entwickeln ihre ganz eigenen Charaktere. Durch unvorhergesehene Ereignisse entstehen zum einen wirklich humorvolle Szenen und zum anderen eine gewisse Spannung, die dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Mein Fazit: Eine romantische Liebesgeschichte die auch einige ernstere Themen beinhaltet und einen in eine wunderschöne Landschaft in Wales entführt.

Ich danke dem Forever / Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft

Der Zauber von Somerset
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Der Klappentext: „Im schönsten Teil Südenglands will Amber über den Sommer die zurückliegende schwere Zeit in London vergessen. Doch schon am ersten Morgen steht plötzlich der zerzaust wirkende Schriftsteller ...

Der Klappentext: „Im schönsten Teil Südenglands will Amber über den Sommer die zurückliegende schwere Zeit in London vergessen. Doch schon am ersten Morgen steht plötzlich der zerzaust wirkende Schriftsteller Finian samt Koffern in der Tür des Cottages, das er ebenfalls gemietet hat. Auch ihn umgibt die Aura des frisch Verlassenen, und sie beschließen eine Wohngemeinschaft auf Probe. Als die scheue Hündin Faye ihrem fiesen Besitzer entkommt und bei ihnen Schutz sucht, müssen die zufälligen Gefährten zusammenhalten ...“
Zum Inhalt: Amber nimmt sich eine Auszeit und mietet für drei Monate ein Cottage in Somerset, mit Garten und Pferden, für beides soll sie sorgen und obwohl sie bei ihren Qualifikationen etwas geschummelt hat, ist sie überzeugt damit fertig zu werden. Und das Cottage ist einfach herrlich. Das findet auch Finian, der für den gleichen Zeitraum das Cottage gebucht hat. Doppelbelegung! Nun ist guter Rat teuer, aber eine WG auf Probe ist schnell beschlossen. Die Herausforderungen die Garten, Pferde, Nachbarn und eine zugelaufene Hündin stellen, schweißen die beiden schnell zusammen und aus der WG wird mehr.
Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst flüssig und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Amber und Finian in der Ich-Form, der Wechsel wird immer zu Beginn des Kapitels angegeben, was ihn für den Leser leichter macht. Beide Charaktere sind äußerst lebendig und authentisch beschrieben und entwickeln sich zu sehr komplexen Persönlichkeiten, die sich langsam gegenseitig und gegenüber dem Leser öffnen. Genau so viel Sorgfalt wie auf die Charaktere wird der herrlichen Umgebung und dem Cottage sowie den Vierbeinern gewidmet, als Leser fühlt man sich wirklich nach Somerset in den wunderbaren Garten entführt.
Mein Fazit: Dieser Roman bietet die ideale Möglichkeit eines Urlaubs in Somerset ohne die Leseecke zu verlassen. Tolle Umgebung, starke Charaktere sehr viel Emotionen und einfach eine tolle Geschichte.
Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Nur für einen Sommer?

Ein Sommerhaus in Cornwall
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Der Klappentext: „Pippa hat alle Hände voll zu tun, seit sie nach dem Tod ihrer Eltern deren Farm, die Ferienhausvermietung und die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernommen hat. An ein Date ...

Der Klappentext: „Pippa hat alle Hände voll zu tun, seit sie nach dem Tod ihrer Eltern deren Farm, die Ferienhausvermietung und die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernommen hat. An ein Date hat Pippa schon seit Langem nicht einmal mehr gedacht. Doch dann spaziert Ben Retallick auf den Hof und fragt nach einer Unterkunft, und sofort ist Pippa klar: Für diesen Mann lohnt es sich definitiv, die Gummistiefel wieder einmal gegen etwas Schickeres zu tauschen und vielleicht sogar eine Sommerromanze zu riskieren. Doch Bens Vergangenheit droht sie einzuholen, und Pippa muss ihre Gefühle in den Griff bekommen ...“
Zum Inhalt: Pippa ist erst 21 Jahre alt und für ihre vier jüngeren Geschwister (von 4 bis 17 Jahren) verantwortlich, statt zu studieren hat sie die Farm ihrer Eltern in eine Ferienhausvermietung umgewandelt und hat alle Hände voll zu tun. Ben mietet sich dort ein Cottage um seine Gedanken zu ordnen und an seinem Roman zu arbeiten. Bereits bei der ersten Begegnung ist er von seiner ungewöhnlichen Vermieterin fasziniert. Eine Faszination die auch Pippa spürt, doch sie hat doch für die Liebe gar keine Zeit.
Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst flüssig und leicht lesbar, die Seiten fliegen nur so dahin. Erzählt wird in der Dritten Person und obwohl es eine relativ kurze Geschichte ist, gewinnen die Charaktere sehr schnell an Lebendigkeit und sind gut dargestellt. Sowohl Pippa als auch Ben haben einen inneren Kampf auszufechten und müssen sich im Leben erst noch bzw. wieder zurechtfinden, die Anziehungskraft zwischen den beiden ist nachvollziehbar und die treibende Kraft der Geschichte. Für einen gewissen Humor sorgen sowohl die Kinder als auch die tierischen Bewohner der Farm.
Mein Fazit: Die Geschichte bietet in meinen Augen, trotz der Kürze, die perfekte Mischung aus Romantik und Gefühl und sorgt für unterhaltsame Lesestunden
Ich danke dem Mira Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 04.06.2019

Was die Liebe bewirkt

Von Liebe erweckt – Blood Dynasty
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Der Klappentext: „Celia hat ihre Eltern nie gekannt und sich immer wie ein Waisenkind gefühlt. Alles was sie will ist ein normales Leben. Aber diesen Wunsch muss sie endgültig aufgeben, als sie plötzlich ...

Der Klappentext: „Celia hat ihre Eltern nie gekannt und sich immer wie ein Waisenkind gefühlt. Alles was sie will ist ein normales Leben. Aber diesen Wunsch muss sie endgültig aufgeben, als sie plötzlich von einem Vampir angegriffen wird. Idris, der zum Clan der Gregorie gehört, kann Celia in letzter Sekunde retten. Doch auch er hat nicht nur Gutes im Sinn - denn als Tochter seines Erzfeindes, soll sie eigentlich der Preis für Idris' Freiheit sein. Wenn es nicht plötzlich gewaltig zwischen den beiden knistern würde ... Das Feuer der Leidenschaft verändert alles. Aber ausgerechnet jetzt versucht die Familie, nach der Celia sich immer gesehnt hat, sie zu töten. Und es ist Idris Aufgabe, sie erneut zu retten. ...“

Zum Inhalt: Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch um den zweiten Band der Blood Dynasty Reihe, die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen und gut einzeln lesbar, natürlich wird auf den ersten Band Bezug genommen, aber man kommt ohne Vorkenntnisse zurecht. Das volle Lesevergnügen hat man natürlich, wenn man die beiden Bände in der richtigen Reihenfolge liest, da hier in meinen Augen sowieso Suchtgefahr liegt, kommt man am ersten Band sowieso nicht vorbei. Hier geht es nun also in der Hauptsache um Celia, einer jungen Halbvampirin, die weder etwas von Vampiren weiß, nach dass sie eine Vampirprinzessin ist. Idris, man kennt ihn bereits aus dem ersten Teil, und Prinz des verfeindeten Clans, wird auf Celia angesetzt. Es prallen nun zwei Welten aufeinander – Menschen- und Vampirewelt – Gregorie- und Valarian-Clan.

Der Stil: Die Autorin Megan Erickson hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der sehr flüssig zu lesen ist. Erzählt wird abwechselnd von Celia und Idris in der Ich-Form, das Aufeinanderprallen dieser unterschiedlichen Charaktere und Welten erlebt man als Leser somit hautnah mit. Wie erwähnt sind die wichtigsten Personen und Zusammenhänge bereits im ersten Teil eingeführt worden, man startet hier jetzt schneller in die Handlung, aber auch „Neulinge“ kommen zurecht. Aber gerade dieses schnellere Tempo macht hier den Lesefluss besonders gut. Wie das Cover bereits verrät spielt die Liebe und die Leidenschaft zwischen Celia und Idris eine große Rolle und es geht recht schnell zur Sache, in einer durchaus klaren und eindeutigen Sprache.

Mein Fazit: Ein toller Vampirroman: leidenschaftlich, blutig, spannend und etwas brutal, eine willkommene Abwechslung.

Ich danke be-HEARTBEAT vom Verlag Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.