England in einer Zeit des Umbruchs
Das bretonische MädchenIch durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant ...
Ich durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant und Lovelybooks für diese Möglichkeit.
Der Klappentext: „Kaum zwanzig Jahre nach der normannischen Eroberung sind die Gräben zwischen der alteingesessenen Bevölkerung und den neuen Herren immer noch tief. Sire Geoffrey hat als Vertreter des normannischen Adels eine Angelsächsin geheiratet und führt ein grausames Regiment. Sein Sohn Roger sehnt sich nach der Anerkennung durch den Vater, wird aber von ihm gedemütigt. Hoffnung findet Roger in seiner Beziehung zu Gwennaol, dem bretonischen Mädchen. Doch je besser die beiden sich kennenlernen, umso mehr gerät Roger in ein tödliches Spiel, das nicht nur das Leben seiner Familie bedroht, sondern auch seine Liebe zu Gwennaol auf eine harte Probe stellt.“ verrät so einiges zum Inhalt. Allerdings ist die Geschichte noch vielschichtiger, wir haben die Probleme in der anglo-normannischen Familie, die Problematiken der unterschiedlichen Nationalitäten, den Machtkampf um den Thron, die Liebesgeschichte, mehrere Todesfälle und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Alle Ebenen der Geschichte zusammen ergeben einen spannenden historischen Krimi mit einem Hauch Politikthriller, einer Spur Romanze und einer Familiengeschichte. Ich selbst würde eben dem Krimielement die stärkste Gewichtung geben.
Die Geschichte ist historisch gesehen sehr gut recherchiert und die Zu- und Umstände sehr authentisch wiedergegeben. Ein Glossar am Ende des Buches sowie ein Personenregister erleichtern den Einstig in die Zeit und die Zusammenhänge und ein Nachwort verdeutlicht noch einmal die Situation im 11. Jahrhundert in England. Alle Fakten sind in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil verpackt und in eine spannende Geschichte eingebettet, die ihren Spannungsbogen bis zum Schluss halten kann.
In meinen Augen eine klare Leseempfehlung an alle Geschichtsfans.