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Veröffentlicht am 07.07.2019

Für Sportler bestimmt prima

Flowfood
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Das Buch enthält in der längeren Einführung viele Tipps für ein Leben im Flow, beispielsweise zu Bewegung, Nährstoffe, Lebensmittel, achtsame Zubereitung und den späteren Genuss der Speise.

Sehr gut gefällt ...

Das Buch enthält in der längeren Einführung viele Tipps für ein Leben im Flow, beispielsweise zu Bewegung, Nährstoffe, Lebensmittel, achtsame Zubereitung und den späteren Genuss der Speise.

Sehr gut gefällt mir die zweiseitige Übersicht der insgesamt 16 Symbole und deren Verwendung in den einzelnen Rezepten, beispielsweise ob es vegan oder glutenfrei ist, für Athletiktraining, Ausdauersport, Fettstoffwechseltrainig, viel Protein enthält oder die geistige Leistungsfähigkeit optimieren soll. Meist dind diese farblich hinterlegten Kästchen hilfreich; wenn jedoch bei einem Rezept direkt zehn von ihnen angegeben sind, finde ich es doch eher unübersichtlich als hilfreich. Gut gefällt mir, dass zu jedem Rezept die Dauer der Zubereitung sowie Nährwerte angegeben werden und die Rezepte mit Energiebällchen, Fruchtkugeln, Müsliriegeln, Fruchtschnitten, Waffel, Pancakes u.m. recht abwechslungsreich ausfallen.

Die drei Autoren haben sich auf Sporternährung spezialisiert - und das merkt man den Rezepten auch an, wenn beispielsweise ein Snack von zwei Energiebällchen 160 cal. oder ein Snack von zwei Hefeschneckchen mit 320 cal. zu Buche schlagen. Für Schüler, die mit diesen sowohl von den Zutaten als auch der Kalorienmenge hochwertigen Snacks, mal eben ein Leistungstief beenden und Energie "tanken" wollen, kann dieser Snack schon eine Hauptmahlzeit ersetzen - zumindest vom Kaloriengehalt her. Um das "Pausenbrot" zu erstzen, scheinen mir zwei Bällchen mit insgesamt 40g dann vielleicht doch ein bisschen wenig um ein Sättigungsgefühl durch Magenwanddehnung zu erhalten. So sehr ich viele der Rezepte als ansprechend empfinde, würde ich doch meinen, sie sind eher für Leistungs-/Sportler als für Schüler und körperlich nicht hart arbeitenden Berufstätigen als Snack regelmäßig sinnvoll einzusetzen.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Hintergrundinformationen und viele Tipps

Bye-Bye Plastik!
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Sophie Noucher hat sich mit der Vermeidung von Plastikmüll auseinandergestzt, etliche Bücher dazu gelesen und Hintergrundwissen dazu recherchiert, welches sie in diesem Buch weitergibt und durch Tipps ...

Sophie Noucher hat sich mit der Vermeidung von Plastikmüll auseinandergestzt, etliche Bücher dazu gelesen und Hintergrundwissen dazu recherchiert, welches sie in diesem Buch weitergibt und durch Tipps zur Nutzung alternativer Produkte ergänzt hat.

Ich habe zu diesem Thema breits Bücher gelesen und hinterfrrage schon seit vielen Jahren mein Handeln, meinen Konsum und selbstverständlich auch die Auswirkung auf meine Umwelt – das Buch behandelt also insgesamt kein wirklich neues Thema für mich. Dennoch denke ich, dass man sich stets weiter belesen und -entwickeln sollte und hatte in diesem Buch einige Neuigkeiten für mich erwartet.

Gerade die recherchierten Hintergrundinformationen, beispielsweise zu Plastikmüll in den Ozeanen, zur Problematik des Recycelns von Mischmaterialien, dass Kunststoff nur wenge Male recyclebar ist, nur ein minimaler Anteil des anfallenden Kunststoffmülls diesem überhaupt zugeführt wird.oder Irrtümer zum „grünen Punkt“ oder dem Begriff „biologisch abbaubar“ fand ich ausgesprochen interessant. Auch wenn man einiges davon schon ansatzweise gehört oder gelesn hat, waren diese Informationen so umfangreich und vor allem auch auf dem neuesten Stand, dass dieser Teil, der geschätzt gut die Hälfte des Buches ausmacht, für mich den Schwerpunkt des Buches bilden. So gut zusammengestellt habe ich diese Informationen noch nicht zusammengestellt gelesen.

Die persönlichen Tipps haben mich da, wenn ich ganz ehrlich bin, nicht wirklich vom Hocker gehauen; die meisten Tipps machen schon seit Jahren die Runde, beispielsweise Stofftaschen statt Plastiktüten zu benutzen, eine Menstruationstasse zu verwenden oder Wasser aus Glas- und nicht aus Plastikflaschen zu trinken. Dies ist nur ein kurzer Auszug der Tipps, unter denen sich auch solche finden wie: Sie suchen eine Alternative zu Fußbodenbelägen aus Kunststoff? Wählen sie Teppich aus Naturfaser oder Parkett. Sie suchen eine Alternative zu Möbeln aus Kunststoff? Wählen Sie solche aus Holz. Nunja, ich denke, die lösung hätten bereits Vorschulkinder auf dem Schirm – das sind nicht wirklich Tipps für Erwachsene. Dann finden sich leider auch Tipps, die ich gar nicht nachvollziehen kann:

Die Autorin beschreibt, dass sie ihren funktionierenden Wasserkocher entsorgt und sich einen Edelstahlkessel für den Herd besorgt hat. Meiner Meinung nach ist jetzt zwar Kunststoff gemieden, dafür aber die energiefressendere Alternative zum Wasserkocher, die es übrigens auch aus Edelstahl gibt, gewählt worden. Auch von den Tipps, Cremes und andere Produkte nicht in Kunststoff, sondern in Alutuben oder Aludosen zu kaufen, möchte ich dringend abraten, da schon seit Jahrzehnten nachgewiesen wird, dass Aluminium ( beispielsweise als Kochgeschirr oder im Grundwasser bestimmter Gebiete) Alzheimer begünstigt. Gerade bei solchen Beispielen wird klar, wie schmal der Grad manchmal ist, auf dem man sich bewegt, wenn man etwas vermeiden möchte, dabei aber Pest gegen Cholera tauscht.

Nach meinem Geschmack werden die Beispiele/Tipps im Buch immer verkrampfter und die Autorin hat mich im Verlaufe des Buches immer weiter auf Distanz gebracht, je mehr sie von ihren persönlichen Siegen und gelungenen Aktionen wie ihrer „Plastic Attac“ und anderen Belehrungsaktionen berichtet hat – für mich mit etwas zuviel Eigenlob, Selbstbewußtsein und Selbstdarstellung als Gutmensch. Vielleicht ist dieses aber auch nur der Übersetzung aus dem Französichen geschuldet oder einem anderen Selbstbewußtsein…

Insgesamt war das Buch interessant zu lesen, dabei sehr abwechslungsreich illustriert. Mein Schwerpunkt lag eindeutig auf der fachlichen Darstellung verschiedener Sachthemen, wie beispielsweise der Problematik des Recycelns von Mischmaterialien.

Das Buch läßt sich leicht lesen, bietet neue Informationen – für jeden halt andere – zu einem sehr wichtigen Thema.

Veröffentlicht am 12.06.2019

unterhaltsam und kurzweilig

Frauen in den Medien
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Marijke Amado beschreibt in diesem Buch verschiedene Abschnitte ihres Lebens, beispielsweise, wie sie als Reiseleiterin arbeitete, von Rudi Carrell entdeckt wurde oder auch von eigenen Sendungen, Erfolgen ...

Marijke Amado beschreibt in diesem Buch verschiedene Abschnitte ihres Lebens, beispielsweise, wie sie als Reiseleiterin arbeitete, von Rudi Carrell entdeckt wurde oder auch von eigenen Sendungen, Erfolgen und Misserfolgen.

Ungefähr die zweite Hälfte des Buches bietet im Wechsel Ausführungen Frau Amados und von ihr geführte Interviews mit TV-Kolleginnen, in denen sie jedesmal auch wieder ihre eigenen Erlebnisse einfließen lässt: Demütigungen, Übergangenwerden oder Vertragsbrüche mündlicher Zusagen, auf die sie jedoch ohne echte Handhabe vertraut hat und davon ausgeht, bei einem Mann hätte man diese Zusagen auch ohne schriftlichen Vertrag eingehalten.

Auf der Buchrückseite schreibt Marijke Amado ausdrücklich, dass dieses Buch keine Abrechnung, sondern der Versuch sein soll zu erklären, was sich hinter und vor den Kamaras im Laufe der Jahrzehnte vor allem für Frauen verändert hat. Ich muss gestehen, dass ich immer wieder den Eindruck gewann, die Verbitterung nicht nur zwischen den Zeilen zu lesen, wenn immer wieder einzelne Paradebeispiele abgehandelt wurden. Es ist unstrittig, wie klein, wenig selbstbestimmt und abhängig Frauen, nicht nur beim Fernsehen, vor 50 Jahren waren und dass sich langsam etwas verändert hat, mit ihrem Selbstbewusstsein, der Grenze dessen, was sie sich gefallen lassen und dem Umstand, dass Frauen ab ihrem 40. Geburtstag nicht unsichtbar sein oder werden müssen.

Marijke Amado erzählt gerade heraus, schont weder sich noch andere und manchesmal grenzt es für meinen Geschmack auch schon an Beleidigung, auch der anderer Frauen; kann man jetzt durchweg witzig finden, oder im Rahmen von Frauensolidarität auch eher unpassend. Zudem waren mir die Wiederholungen der Situationen, in denen ihr übel mitgespielt ein wenig zu viel; ich hatte eigentlich etwas allgemeingültigere Beispiele, auch anderer, erwartet. Dass in Interviews erwähnt wurde, dass sich manche bedrängt fühlten und „unmoralische“ Angebote erhielten und andere nicht, war jetzt auch nicht wirklich eine neue Erkenntnis. Dennoch fand ich das Buch recht interessant, unter anderem weil mir gar nicht bewusst war, dass Mareijke Amodo dermaßen present im Fernsehen war. Eine vage Erinnerung habe ich an den WWF Club oder an Sendungsvorschauen der Mini-Playbackshow und habe nun von vielen Formaten gelesenn ( die ich nie geschaut habe oder schauen werde), in denen Frau Amado aufgetreten ist, beipielsweise dem Dschungelcamp, Big Brother oder Tanz-Talent/Wettkampf-Shows. Viel interessanter fand ich die privaten Hintergründe zu den einzelnen Lebens- und Fernsehabschnitten, beispielsweise über ihren Sohn und seine Kinderfrauen oder die alles verändernde Sekunde nach dem Heiratsantrag….

Zweifelsohne hat es da harte Lebensphasen, Kämpfe, Ungerechtigkeiten und Verluste gegeben, die hier ganz leicht, zuweilen recht witzig erzählt und durch viele persönliche Fotos aus den beschriebenen Jahrzehnten ergänzt wurden. Auch wenn der Untertitel suggeriert, dass es in den Medien anders gelaufen sein soll als für die Frauen außerhalb dieser, dürften sich für Leserinnen mit etwas Lebenserfahrung diesbezüglich nicht so wirklich neue Erkenntnisse ergeben – so war es halt und zum Glück hat sich einiges geändert.

Insgesamt war das Buch unterhaltsam und interessant zu lesen.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Schritt-für-Schritt-Anleitungen – für jeden etwas dabei

Der dekorierte Garten
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Deborah Schneebeli-Morell stellt in diesem Buch 25 Projekte für den Garten vor, wobei sich einige auch zur Dekoration der Wohnung eigenen, wie beispielsweise bemalte Blumentöpfe oder Krnze aus naturnah ...

Deborah Schneebeli-Morell stellt in diesem Buch 25 Projekte für den Garten vor, wobei sich einige auch zur Dekoration der Wohnung eigenen, wie beispielsweise bemalte Blumentöpfe oder Krnze aus naturnah gefärbten Ostereiern..

Insgesamt fallen Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand der einzelnen Werkstücke ganz unterschiedlich aus; manche kommen schon recht aufwändig daher und machen einiges her. Schwerpunkte werden gesetzt in Arbeiten mit Draht, der gebogen wird, z.B. um Gläser in aufhängbare Laternen zu verwandeln oder Hasendraht bzw. engmaschigeren Draht zu Körben zusammenzufügen. Es gibt auch Projekte mit Steinen, beispielsweise als Bodenmosaik verlegt, mit Muscheln, die auf eine Vase geklebt werden, das Anlegen eines Steingartens in einer Zinkwanne, verschiedene Vogelschreck/-scheuchen, Lichtertüten oder das Beschriften von Kieseln mit je einem Buchstaben. Zugegeben, es sind Anleitungen dabei, bei denen ich die gut bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung nicht gebraucht hätte, die aber vielleicht den ein oder anderen auf eigene Ideen bringen.

Meine Favoriten sind das Bugholztor sowie die Staudenglocke, die beide aus Weiden- oder Haselruten gebogen bzw geflochen werden. Hierbei handelt es sich um sehr dekorative Einzelstücke, die man den Maßen des eigenen Gartens wunderbar anpassen kann. Ich finde die Auswahl an Projekten so vielfältig, dass ich sicher bin, dass jeder Leser seine eigenen Favoriten finden wird.

Veröffentlicht am 02.04.2019

enthält ansprechende Projekte, dennoch anders als erwartet

Aus groß mach klein
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Linnea Larsson stellt in diesem Buch 35 Projekte vor, die aus aussortierter, getragener Kleidung entstanden sind. Nachdem die Autorin ihren Kleiderschrank und danach den ihrer Familie ausgemistet und die ...

Linnea Larsson stellt in diesem Buch 35 Projekte vor, die aus aussortierter, getragener Kleidung entstanden sind. Nachdem die Autorin ihren Kleiderschrank und danach den ihrer Familie ausgemistet und die Kleidungsstücke, statt zu entsorgen, umgestaltet hat, möchte sie mit diesem Buch andere auch auf den Geschmack bringen.

Die einzelnen Erklärungen und Arbeitsanleitungen sind gut erklärt und recht einfach gehalten; die benötigten Schnittmuster liegen hinten im Buch bei. Der Schwierigkeitsgrad oder der zeitliche Umfang der einzelnen Nähprojekte variiert; es gibt Modelle, mit denen absolute Nähanfänger wunderbar beginnen können, wie beispielsweise die Kissen oder Babybettwäsche mit nur gerade Nähten.

Ich war davon ausgegangen, dass das Buch nur Baby- und Kleinkinderkleidung enthält. Tatsächlich finden sich auch Gebrauchsgegenstände wie ein Kleiderbügelüberzug oder Kissenhüllen aus Oberhemden.

Das Buch hat durchaus seine Reize, auch wenn mich einige Anleitungen überhaupt nicht ansprechen (z.B. Kleiderbügelbezug, ein gekräuselter Festkragen, der mich an ein markantes Detail eines Clownskostüms erinnert) oder auf mich recht krampfhaft und verzweifelt wirken, beispielsweise, wenn aus einer großen Jeans kleine Flecken ausgeschnitten werden um daraus Kleinstkinderfäustlinge zu nähen. Ich habe vor etlichen Jahren mal eine ausgesprochen trickreiche Anleitung gesehen, wie man aus einem Erwachsenen-Sweatshirt einen Kinder-Joggingaanzug näht: aus den Ärmeln die Hose und aus dem Rest dann das Oberteil. Eigentlich hatte ich hauptsächlich solche Tricky-Anleitungen erwartet, von denen auch einige enthalten sind, beispielsweise, wie man die Ärmel eines Wollpullovers in Wollstrümpfe verwandelt, aus einem Kapuzenpulli einen Strampler mit Kapuze und Reissverschluß, aus einem Hemd einen Spielanzug mit übernommener Knopfleiste oder Kleidungsstücke mit gerettetem Kragen hinbekommt. Gerade dieses Erhalten von ursprünglichen Elementen finde ich so toll und hätte davon gerne mehr Ideen gefunden. Auf die Anleitungen für einen Turnbeutel, Kissen oder Bettwäsche, eine Schleife oder Lavendelsäckchen hätte ich im Austausch dagegen gerne verzichtet. Aber da sind die Geschmäcker wahrscheinlich verschieden….

Insgesamt habe ich etwas anderes erwartet; dennoch finde ich, dass das Buch mit Sicherheit für jeden schöne Modelle, Ideen und Inspirationen enthält.