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Gerliethriller

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2025

Calum kommt nach Newville

Wilderland – Der Wald
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Das Buch dieser neuen Jugendbuchreihe hat ein sehr schönes, ansprechendes Cover. Auf einem silbernen Hintergrund zeigt es die Zeichnung eines Wolfskopfes in Grüntönen. Schön ist auch der Farbschnitt ...

Das Buch dieser neuen Jugendbuchreihe hat ein sehr schönes, ansprechendes Cover. Auf einem silbernen Hintergrund zeigt es die Zeichnung eines Wolfskopfes in Grüntönen. Schön ist auch der Farbschnitt in Grün. Alles passt wunderbar zur Geschichte selbst.
Der 14jährige Waise Calum wird aus Platzgründen von Chicago nach Newville/Maine in seine neue Wohngruppe gebracht. Sein Zimmernachbar ist Milo, außerdem leben noch die Mädchen Skye und Jasleen in der Gruppe.
Anfänglich fühlt sich Calum isoliert und einsam. Er hat gelernt, nicht zu viel von seiner Persönlichkeit preiszugeben. Die Gruppe schließt ihn aus und verbringt die meiste Zeit im Zimmer von Skye.
Nach einiger Zeit entdeckt Calum ein Geheimnis: Jeder der Teenager hat eine ganz besondere Eigenschaft. Calum hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn. Er riecht sogar die Gefühle von Menschen. Miro kann besonders gut sehen, auch in der Dunkelheit. Jasleen bewegt sich lautlos und schnell, Sky hat ein fotografisches Gedächtnis. Zudem hat jeder ein Tier, mit dem er sich besonders verbunden fühlt. Bei Skye ist es ein Rabe, bei Jasleen eine Viper und bei Miro ein Luchs. Nur Calum hat sein Tier noch nicht gefunden. Dann entdecken die Kinder eines Tages, dass die ganze Wohnung verwanzt ist und alles abgehört wird.
Wer überwacht die Kinder und warum? Wurden sie absichtlich zusammengeführt wegen ihrer besonderen Fähigkeiten? Wird Calum sein Tier finden?
Es entwickelt sich eine spannende Fantasygeschichte, bei der das Lesen Spaß macht. Die vier Teenager werden sympathisch und echt dargestellt, der Leser kann sich gut mit ihnen identifizieren. Der Schreibstil ist flüssig und ohne Schwierigkeiten zu lesen, sodass auch weniger lesefreudige Teenies ihren Spaß daran haben können. Ich kann das Buch mit voller Punktzahl empfehlen für Jugendliche ab etwa 12 Jahren und würde gerne den nächsten Band weiterlesen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2025

Die Frau mit den zwei Gesichtern

WARDA
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Das Cover dieses Romans ist sehr interessant, es zeigt zwei halbe Gesichter einer Frau mit verschiedenfarbigen Augen hinter zersprungenem Glas.
Dieses Gesicht mit den unterschiedlichen Augenfarben ...

Das Cover dieses Romans ist sehr interessant, es zeigt zwei halbe Gesichter einer Frau mit verschiedenfarbigen Augen hinter zersprungenem Glas.
Dieses Gesicht mit den unterschiedlichen Augenfarben gehört der jungen Agnesa, einer radikalisierten Terroristin, die beim Ramadan einen Bombenanschlag verübt. Dabei stirbt die junge Cherin Al-Bari, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit Agnesa hat. Cherins Bruder Tamer arbeitet bei der Polizei und will das Attentat aufklären.
Es gibt viele weitere Opfer, dabei Agnesa selber. Sie wird schwer verletzt und erleidet eine totale Amnesie. Sie kann sich an nichts aus ihrem früheren Leben erinnern, nicht mal an ihren Namen.
Tamer hat Mitleid mit Agnesa und nicht zuletzt wegen ihrer Ähnlichkeit mit Cherin nimmt er sie im Haus seiner Eltern auf. Latifa und Rashid Al-Bari akzeptieren die junge Frau und geben ihr einen neuen Namen: Warda, die Rose.
Der Leser befürchtet schon bald, was auch eintritt: Tamer verliebt sich in Agnesa und seine Liebe wird auch erwiedert. Die beiden schlafen miteinander.
Wie soll die Geschichte jetzt weitergehen? Hat diese Liebe überhaupt eine Chance und wann wird die Wahrheit ans LIcht kommen? Wie werden sich Tamer und seine Eltern dann verhalten?
In Einschüben erfahren wir auch von Franco, dem Mann von Agnesa, der sie radikalisiert hat. Und warum hat Agnesa eine Kaiserschnittnarbe? Hat sie tatsächlich ein Kind geboren?
Die Geschichte wird sehr einfühlsam erzählt. Als Leser leidet man mit Agnesa mit und befürchtet das Ende ihrer Liebe. Man wünscht ihr alles Gute und kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass sie die Bombe geworfen hat. Sie hat sich bei Familie Al-Bari sehr zum Positiven entwickelt und der Leser hofft für sie, dass vielleicht doch noch ein Wunder am Ende geschieht!
Ich kann den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, nicht zuletzt,da sich die Spannung gegen Ende sehr gesteigert hat.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

a perfect lady?

Menschenhausen
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Das bunte Cover dieses Buches spricht bestimmt viele Erstleser an. Im Vordergrund sehen wir ein "Barbie"Mädchen mit langen blonden Locken, dahinter eine ganze Reihe "normaler" Menschen mit alltäglichen ...

Das bunte Cover dieses Buches spricht bestimmt viele Erstleser an. Im Vordergrund sehen wir ein "Barbie"Mädchen mit langen blonden Locken, dahinter eine ganze Reihe "normaler" Menschen mit alltäglichen Fehlern. In einem Vorwort für Kinder stellt die Autorin klar, dass es sich hier um alltägliche Probleme der Menschen handelt, die jeden betreffen können.
Alle Bewohner aus Menschenhausen haben irgendwelche persönlichen Probleme, die das Aussehen betreffen. Der eine ist zu dick, zu dünn, zu eckig, die andere ist zu klein oder hat einen extrem langen Hals. Jeder hat so seinen persöhnlichen Schwachpunkt, aber nachdem das alle betrifft, leidet keiner darunter und alle leben harmonisch und glücklich miteinander.
Eines Tages kommt Lady Betty zu Besuch, eine junge, wunderschöne Frau, die keinen erkennbaren Mangel hat. Alle Bewohner bewundern sie und beneiden sie bald. Jeder ist sich plötzlich seines Fehlers bewusst und versucht ihn zu verdecken. Jeder will Betty imponieren und das führt bald zu Unzufriedenheit und Missgunst. Betty ist traurig darüber, dass alle plötzlich so merkwürdig sind. Ist sie schuld daran?
Wird es in Menschenhausen wieder so werden wie früher? Und ist Lady Betty wirklich so makellos wie es scheint?
Das Buch behandelt Themen wie Akzeptanz, Selbstvertrauen und Mut in einer kindgerechten Sprache, was mir sehr gut gefällt. Besonders erwähnen möchte ich auch die wunderschönen Bilder, die den Text auflockern. Ein Lob dafür!
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, es hat Spass gemacht, es zu lesen!

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Veröffentlicht am 19.06.2019

Psychopathischer Mörder am Bodensee

Dunkler Hass
1

Der Titel dieses Thrillers ist "Imago", was ja so viel heißt wie Bild oder Abbild . Das passt sehr gut auf de Mörder im Buch. Nach einer schlimmen Kindheit mit einem gewalttätigen Vater entwickelt sich ...

Der Titel dieses Thrillers ist "Imago", was ja so viel heißt wie Bild oder Abbild . Das passt sehr gut auf de Mörder im Buch. Nach einer schlimmen Kindheit mit einem gewalttätigen Vater entwickelt sich ein Junge zum Mörder. Er wurde als Junge geboren, hat aber schon früh gemerkt, dass er eigentlich ein Mädchen sein möchte. Der Vater , ein Soldat, prügelt die transsexuellen Neigungen aus seinem Sohn heraus und macht auch vor der Mutter nicht Halt.
Diese persönlichen Hintergründe erfahren wir nach und nach in Rückblenden im Roman. Den Namen des Mörders erfahren wir erst gegen Ende , nachdem uns der Autor zuerst auf die falsche Spur gelockt hst.
Ermittler in diesem Thriller ist Markus Bennett. Er ist ein guter Polizist, der allerdings immer wieder mit seinem Vorgesetzten Burger aneinander gerät. Hilfe bekommt er von seinem Exkollegen Frank Hagedorn, der seit einem Dienstunfall im Rollstuhl sitzt. Als Hagedorns Tochter Karina verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse. Wird sie ein weiteres Opfer des Mörders,der schon fünf Frauen getötet und grausam verstümmelt hat?
Zum Glück gibt es eine Art Happy End am Schluss, das meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Der Stil des Autors ist leicht zu lesen und unterhaltsam. Die Charakterisierung von Bannert ist mir noch ein bisschen zu fade, vielleicht wird sie in einem Folgeband noch weiter ausgebaut? Hagedorn hat mir ganz gut gefallen, als Rollifahrer hat man doch oft eine andere Sichtweise auf die Ermittlungen .
Fazit: Eine lockere aber spannende Lektüre für Thrillerliebhaber, die ich weiter empfehlen kann !

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Tess Winnett ermittelt

Dein ist der Schmerz
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Das Cover dieses Romans ist eher unscheinbar. Es zeigt neben Autorin und Titel einen in grauen Farbtönen gehaltenen Schmetterling. Das Titelbild hat keinen Bezug zum Text.
In 45 Kapiteln, verteilt auf ...

Das Cover dieses Romans ist eher unscheinbar. Es zeigt neben Autorin und Titel einen in grauen Farbtönen gehaltenen Schmetterling. Das Titelbild hat keinen Bezug zum Text.
In 45 Kapiteln, verteilt auf etwa 330 Seiten, begleiten wir Special Agent Tess Winnett bei ihren Ermittlungen. Die einzelnen Kapitel wurden mit Überschriften versehen, was meiner Meinung nach eher unnötig war.
Tess ermittelt in Miramar, Florida. Sie hält sich ungern an Vorschriften und ist wenig teamfähig. Mit ihren Kollegen, besonders mit Michowsky, gibt es immer wieder Reibereien. Tess fühlt sich schuldig am Tod ihres ehemaligen Partners Mike, der bei einem gemeinsamen Einsatz erschossen wurde. Sie hat nur einen einzigen näheren Freund, den Barmixer Cat, der auch von ihrer früheren Vergewaltigung weiß. Diese persönlichen Probleme stehen Tess immer wieder bei den Ermittlungen im Weg. Das Wissen darum macht sie dem Leser dann doch im Laufe des Romans etwas sympathischer als zu Beginn der Lektüre.
Worum geht es ? Am Strand wird eine weibliche Leiche gefunden, die wohl zuvor längere Zeit gefoltert wurde. Bald entdeckt Tess, dass dies nicht der erste Fall des Serienmörders war. Sie findet weitere Opfer. Die Arbeit der Polizei gestaltet sich im mittleren Teil etwas langatmig. Auch der hinzugezogene Profiler kann nicht helfen.
Dann wird ein neues Opfer entführt, Julie Reynolds. Jetzt kommt endlich Fahrt in die Ermittlungen. Leider ist für den Leser sehr schnell klar, wer der Täter ist. Das nimmt die Spannung im letzten Teil. Für mich bleibt auch das Motiv des Täters weitgehend unklar.
Fazit: Tess' Charakterisierung finde ich ganz gelungen und ihr Bemühen um eine bessere Teamfähigkeit finde ich gut. Ich kann mir auch eine Fortsetzung mit den Hauptpersonen vorstellen. Bei einigen Abstrichen fühlte ich mich doch relativ gut unterhalten.

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