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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2019

Eine humorvolle Geschichte mit einer süße Lovestory

ROYALS - Prinz Charming gesucht
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Daisy ist alles andere als ins Rampenlicht verliebt. Doch als ihre Schwester Ellie ihre Verlobung mit dem Kronprinzen Alex von Schottland bekannt gibt, ist es vorbei mit der Anonymität. Zur Vorbereitung ...

Daisy ist alles andere als ins Rampenlicht verliebt. Doch als ihre Schwester Ellie ihre Verlobung mit dem Kronprinzen Alex von Schottland bekannt gibt, ist es vorbei mit der Anonymität. Zur Vorbereitung auf die Hochzeit sollen Daisy und ihre Eltern den Sommer über bei der königlichen Familie verbringen. Schottland ist kalt, das Schloss zugig und Playboy-Prinz Sebastian, Anführer der berüchtigten »Königlichen Chaoten«, macht Daisy das Leben schwer mit uncharmanten Anmachen. Zum Glück gibt es den herablassenden und zugleich irgendwie doch attraktiven Miles, der dafür sorgen soll, dass Daisy das Hofzeremoniell lernt und dabei nicht unter die royalen Räder gerät …

Als ich „Royals – Prinz Charming gesucht“ von Rachel Hawkins begonnen habe zu lesen, hatte ich keine wirklichen Erwartungen an das Buch. Deswegen war ich umso überraschter, als ich es am gleichen Tag bzw. um 0:20 Uhr nachts beendet hatte. Und das, obwohl um sechs Uhr morgens der Wecker wieder geklingelt hat. Ihr merkt bestimmt worauf ich hinaus will – das Buch hat mir verdammt gut gefallen.

Fangen wir mit dem Hauptgrund an, warum dieses Buch so gut war – Daisy Winters. Rote Haare, wie Ariel (Die Meerjungfrau). Verrückter Kleidungsstil. Sarkastisch. Tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Daisy ist die Protagonistin des Buches und ich liebe sie einfach! Wegen ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Sarkasmus habe ich mehr als einmal laut beim Lesen aufgelacht. Sowas passiert mir wirklich ganz, ganz selten. Teilweise hat sie mich an eine sehr gute Freundin von mir erinnert, was das Ganze irgendwie noch lustiger gemacht hat.

Der Schreibstil von Rachel Hawkins ist sehr angenehm und schnell zu lesen. Er ist einfach gehalten und trotzdem detailliert, ich konnte mir die Orte und Umgebungen sehr gut vorstellen. Was bei mir einen wahnsinnigen Pluspunkt gibt, ist wie bereits oben erwähnt, dass ich mehrmals laut aufgelacht habe. Autoren schaffen das bei mir wirklich selten. Allein deswegen war ich so überrascht von dem Buch, da ich das nicht erwartet hätte.

Die Handlung selbst ist jetzt nichts wirklich neues, das hat mich aber in diesem Fall nicht gestört. Auch das Ende war vorhersehbar. Außer Daisy fehlt es bei vielen Charakteren an der Tiefe. Manche Szenen hätte man ausarbeiten können oder weiter fortsetzen können. Jedoch habe ich alles in allem nicht das Gefühl, als hätte mir bei diesem Buch etwas gefehlt. Es war eine einfache, angenehme Geschichte mit viel Humor für zwischendurch.

Etwas, das mich allerdings stört ist das Cover – es passt überhaupt nicht zu Handlung. Vielleicht hätte hier eher eine Burg in den Highlands gepasst oder ein Kilt oder ähnliches. Auch der Zusatz zu dem Buchtitel „Prinz Charming gesucht“ hätte man weglassen können.

„Royals – Prinz Charming gesucht“ von Rachel Hawkins ist das humorvollste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Von mir erhält es 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Eine grandiose Mischung aus Fantasy und Science-Fiction!

Mirage - Die Schattenprinzessin
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Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter ...

Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter auf und entführen sie an den Hof des Vath-Königs. Als Amani dessen einzige Tochter sieht, versteht sie schlagartig, warum: Sie ähnelt Prinzessin Maram wie ein eineiiger Zwilling. Der perfide Plan: Die Prinzessin ist allgemein verhasst, also soll Amani in gefährlichen Situationen als ihr Double einspringen. Jeder Versuch, sich der tödlichen Aufgabe zu entziehen, wird im Keim erstickt. Amani ist verzweifelt – bis sie den ebenso gutaussehenden wie klugen Prinzen Idris trifft. Er scheint als einziger zu sehen, dass die Prinzessin verändert ist. Doch Idris ist niemand anderes als Marams Verlobter, und je näher Amani ihm kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel mit dem Feuer.

„Mirage - Die Schattenprinzessin“ von Somaya Daud ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction – und ich liebe sie!

Das Buch hatte ich bereits auf Englisch gelesen, doch auch beim zweiten Mal lesen konnte mich die Geschichte in ihren Bann reißen.

Der Schreibstil von Somaya Daud ist sehr angenehm und schnell zu lesen. Sie hat die Orte sehr Detailliert beschrieben, sodass ich mir diese sehr gute vorstellen konnte. Allgemein drückt sie sich sehr umfangreich aus, wodurch sie eine tolle Atmosphäre schafft.

Amani war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist ein eher ruhigeres Mädchen, das sehr an ihrer Religion hängt und damit verbunden ist. Je öfter sie Kushaila sprach, desto öfter wünschte ich mir, es auch sprechen zu können. Generell fand ich den religiösen Aspekt in diesem Buch toll.

Auch Maram wurde mir im Laufe des Buches sympathischer. Man konnte mit voranschreiten der Geschichte langsam hinter ihre Fassade blicken. Dadurch konnte man auch manche Handlungen ihrerseits besser nachvollziehen. Ich bin sehr gespannt, wie sich ihr Charakter noch weiterentwickeln wird.

Was man jedoch hätte hinzufügen können wäre ein Glossar gewesen, in dem die verschiedenen Bezeichnungen und Orte noch einmal erklärt werden.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Eine Geschichte die mehr gibt, als man erwartet

Das kalte Reich des Silbers
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Mirjem ist die Tochter eines Pfandleihers. Doch leider hat ihr Vater ein viel zu gutes Herz um das verliehene Geld wieder einzutreiben, weswegen ihre Familie in bitterer Armut lebt. Irgendwann reicht es ...

Mirjem ist die Tochter eines Pfandleihers. Doch leider hat ihr Vater ein viel zu gutes Herz um das verliehene Geld wieder einzutreiben, weswegen ihre Familie in bitterer Armut lebt. Irgendwann reicht es ihr und sie tritt die Stelle ihres Vaters an. Unerbittlich treibt sie ein, was ihr gehört. Schon bald merkt man, dass sie sehr gut darin ist. Als es sogar heißt, Mirjem könne Silber in Gold verwandeln, werden auch die Staryk neugierig - ein Volk magischer Wesen, die noch kälter sind als Eis. Der König der Staryk entführt sie in seine Welt aus Kälte und einem immer herrschenden Winter, wo sie sein Silber in Gold verwandeln soll. Doch während Mirjem in einem fremden Reich gefangen ist, versinkt ihr eigenes in Schnee und Eis.

Als ich den Klappentext zu "Das kalte Reich des Silbers" von Naomi Novik las, erwartete ich eine Märchenadaption zu Rumpelstilzchen. Tatsächlich wird das Märchen um die Müllerstochter am Anfang kurz erwähnt, doch die Geschichte nimmt einen ganz anderen lauf.
Zu Beginn erhält man einen Einblick in Mirjems Leben, wie sie mit ihren Eltern in Armut lebt und ihren Alltag meistert. Man erfährt, wie Mirjem das Pfandleihgeschäft ihres Vaters übernahm, wobei der Leser sie auch selbst besser kennenlernt. Nach dieser kleinen Einführung kommen schließlich auch nach und nach die anderen Charaktere hinzu. Dadurch bekommt man einen Einblick in die verschiedensten Lebenslagen.

Der Schreibstil von Naomi Novik ist sehr ausführlich und wortreich. Manche Stellen musste ich mehrmals lesen, bis ich sie verstand, deswegen würde ich ihn auch als ein wenig anspruchsvoll bezeichnen. Die Handlung wird aus mehreren Sichten erzählt. Anfangs (und auch gegen Schluss) verwirrte mich dieser Wechsel der Perspektiven, da er sich nicht "ankündigte". Man ist es eigentlich gewohnt, dass irgendwo der Name des Charakters steht, aus dessen Sichtweise das Kapitel geschrieben ist. Dies ist hier nicht der Fall, sondern man merkt es am Schreibstil und an der Ausdrucksweise - bei manchen ist es hochgestochener, bei anderen umgangssprachlich. Allgemein kann man sagen das Naomi Novik einen eigenen Schreibstil hat, der vielleicht nicht jedem liegt. Allgemein kann man sagen, dass die Autorin einen eigenen Schreibstil hat, der vielleicht nicht jedem liegt. Er ist ziemlich distanziert und kalt, was jedoch sehr gut zu diesem Buch und der Handlung passt. Mir gefällt er aber definitiv.
Etwas, das mir auch sehr gut an diesem Buch gefallen hat, war Mirjems Religion, das Judentum. Ich glaube, das war das erste Buch, dass ich gelesen habe, in dem die Protagonistin Jüdin ist. Zwar ist dieses Detail nicht wirklich wichtig für den Handlungsverlauf, doch es war für Mirjem ziemlich wichtig und ich wollte es gerne erwähnen.
Das war mein erstes Buch von Naomi Novik und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Sie hat eine Welt geschaffen, die mehr als ein einfaches Märchen ist. Mit ihrem einzigartigen Schreibstil hat sie mich mehrmals beim Lesen frösteln lassen, so als wäre ich selbst im Reich der Staryk gewesen. Dieses Buch hat mir viel mehr gegeben, als ich erwartet hätte.

Veröffentlicht am 15.04.2020

Eine gute Märchenadaption, dessen potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
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Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum ...

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat …

Auf „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ von Christina Henry war ich schon sehr gespannt, da ich schon länger mit der englischen Ausgabe liebäugelte. Umso erfreuter war ich, als ich erfuhr, dass die Reihe ins Deutsche übersetzt wird – und sogar die Cover übernommen werden.

Der Schreibstil von Christina Henry ist ungewöhnlicher als der von anderen Autoren, was nichts Schlechtes ist. Ich persönlich brauchte nur ein wenig länger, um mich daran zu gewöhnen.

Zu den Charakteren habe ich leider bis zum Schluss keine richtige emotionale Bindung aufbauen können, was vielleicht wiederum am Schreibstil liegen könnte. Ich fand Hatcher und Alice beide ganz nett, mehr kann ich jedoch leider nicht dazu sagen.

Die Handlung war mal mehr spannend, mal weniger. Das Märchen wurde gut umgewandelt, auch das blutrünstige und brutale an der Geschichte hat mir gut gefallen. Leider war mir das Ende ein wenig zu unspektakulär. Dennoch konnte ich das Buch über die letzten 100 Seiten hinweg nicht aus der Hand legen.

Mein Fazit: Eine gute Märchenadaption, dessen potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde. Das Buch erhält von mir 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.04.2020

Toller Auftakt!

Gladiatorin - Freiheit oder Tod
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Fallon ist die Tochter eines Keltenkönigs und Schwester der legendären Kämpferin Sorcha. An ihrem siebzehnten Geburtstag brennt Fallon darauf, im Schlachtfeld ihre von Caesars Armee getötete Schwester ...

Fallon ist die Tochter eines Keltenkönigs und Schwester der legendären Kämpferin Sorcha. An ihrem siebzehnten Geburtstag brennt Fallon darauf, im Schlachtfeld ihre von Caesars Armee getötete Schwester zu rächen. Doch stattdessen wird sie von Sklavenhändlern gefangen genommen und an eine Eliteschule für weibliche Gladiatorinnen im verhassten Rom verkauft. Als die größte Gefahr erweisen sich allerdings Fallons verbotene Gefühle für einen jungen römischen Soldaten...

ACHTUNG – Diese Rezension enthält Spoiler zum Buch! Lesen auf eigenen Gefahr.

Als ich „Gladiatorin – Freiheit oder Tod“ von Lesley Livingston zu lesen begonnen hatte, war ich gespannt, was das Buch so mit sich bringen würde. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht.

Erfreulicherweise fiel mir der Einstieg in das Buch gar nicht schwer. Der Schreibstil ist angenehm und einfach gehalten, weswegen man beim Lesen schnell vorankommt. Dennoch beschreibt die Autorin Szenen und Gefühle sehr ausführlich und detailliert, sodass man sich bildlich alles gut vorstellen konnte.

Fallon ist der Hauptcharakter in diesem Buch, es wird aus ihrer Sicht in der „Ich“-Perspektive erzählt. Sie hat einen starken Charakter. Ihre große Schwester hat sie sehr geprägt. Von Anfang an war mir Fallon sehr sympathisch

Rückblickend hatte ich mir unter diesem Buch etwas komplett anderes vorgestellt. Am Anfang erhält man einen kurzen Einblick in Fallons Leben als Cantae, ihrem Stamm. In der Nacht von ihrem Geburtstag wird sie dann nach einem tragischen Ereignis von Sklavenhändlern gefangen genommen und nach Rom gebracht. Dort wird sie von der Leiterin einer Gladiatorinnen Schule ersteigert und beginnt ihr Training, bevor sie schließlich als Gladiatorin kämpft. In den meisten Büchern wäre ihre Reise bei den Sklavenhändlern relativ kurz und zusammenfassend ausgefallen. Doch nicht hier. Die Reise von ihrer Heimat bis nach Rom würde ausführlich beschrieben, sodass man ca. bei der Hälfte des Buches ist, wenn Fallon in Rom ankommt. Das hat mir sehr gut gefallen. Anschließend geht es erst mit dem Training und anderen Ereignissen los, bevor Fallon tatsächlich in der Arena kämpft. Dies geschieht erst nach dreiviertel des Buches. Auch das Ende ist anders als erwartet.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Ablauf überhaupt nicht typisch ist, zumindest nicht so wie erwartet – und das finde ich toll!

Einen Kritikpunkt habe ich tatsächlich – die Liebesgeschichte. Die Autorin hat alles in dem Buch sehr ausführlich und schön beschrieben, nur die Liebesgeschichte irgendwie nicht. Mir kam es so vor, als wollte sie sie zwanghaft einbinden, was ihr, meiner Meinung nach, leider nicht gelungen ist. Die Gefühle zwischen Fallon und ihrem Love-Interest kamen aus dem nichts. Sie wären von dem einem zum anderen Moment einfach da. Das hat auch zu Fallon charakterlich gar nicht gepasst. Für meinen Geschmack hätte dieses Buch gar keine Liebesgeschichte gebraucht.

Alles in allem würde ich dieses Buch als Einleitung in Fallons Welt beschreiben. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in dem zweiten Band weitergeht.

„Gladiatorin –Freiheit oder Tod“ erhält von mir 4 von 5 Sternen.

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