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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2019

Das Buch informiert und macht nachdenklich

Unversehrt sterben!
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Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Organspende - ein schwieriges Thema.
Es ist aus der Sicht einer Mutter geschrieben, die ihr Kind zur Organspende freigab. Sie hat sich vorher mit dem Thema nicht ...

Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Organspende - ein schwieriges Thema.
Es ist aus der Sicht einer Mutter geschrieben, die ihr Kind zur Organspende freigab. Sie hat sich vorher mit dem Thema nicht auseinandergesetzt, und wurde von den Ärzten schlecht oder gar nicht informiert und aufgeklärt.
Das Buch ist eine gute Informationsquelle und gibt einen Denkanstoß um sich mit dem Thema „Hirntot, Organspende und Patientenverfügung“ auseinanderzusetzen. In dem Buch wird umfassend über die Transplantationsmedizin berichtet.
Für Menschen, die auf eine Organspende warten oder ein neues Organ bekommen haben, ist die Sichtweise der Autorin sicherlich nicht immer nachvollziehbar. Bezüglich ihres christlichen Glaubens und der Beurteilung des Transplantationsgeschehens wiederholt die Autorin ich häufig.
Mir wurde nach dem Lesen des Buches erst bewusst, dass "Hirntote nicht Tot sind, sondern Sterbende". Um die Konflikte zu verstehen, die eine Organspende auslösen können, ist das Buch jedoch eine gute Informationsgrundlage.

Veröffentlicht am 22.07.2019

Keine chronologische Reihenfolge / Trotzdem Empfehlenswert

Die Wanderhure und die Nonne
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Handlung:
Marie geht ein Bündnis mit dem thüringischen Grafen Ernst von Herrenroda ein.
Dabei folgt sie einer Einladung auf dessen Burg. Als die Burg überfallen wird, überleben nur Marie, ihre Tochter ...

Handlung:
Marie geht ein Bündnis mit dem thüringischen Grafen Ernst von Herrenroda ein.
Dabei folgt sie einer Einladung auf dessen Burg. Als die Burg überfallen wird, überleben nur Marie, ihre Tochter Trudi und eine mit dem Grafen verwandte, aber schwer verletzte, Nonne. Marie und Trudi retten die Nonne und müssen sich, auf ihrem Weg nach Hause, allerlei Abenteuern stellen. Durch die verletzte und kranke Nonne werden sie auch immer wieder aufgehalten und kommen ihren Weg nicht so schnell voran wie erwartet. Aber Marie wäre nicht Marie, wenn ihr nicht auch überall kleine „Helferlein“ über den Weg laufen würde.
Mein Fazit:
Ich habe mich auf eine weitere Fortsetzung der Wanderhuren-Reihe gefreut. Die Handlung als Solches war interessant, aber vorhersehbar. Der Schreibstil war flüssig und hat mir gefallen. So wie ich es von Iny Lorentz gewohnt bin.
Im siebten Band der Reihe ist Michel, der schon im fünften Band ermordet wurde, nun plötzlich wieder auferstanden. Auch andere, schon längst verstorbene, Hauptdarsteller spielen hier nun wieder mit. Dieser Band würde von der Reihenfolge her eher irgendwo vor den fünften Band gehören. Deshalb fangen die Erzählungen nun langsam an mich zu verwirren, da es sich um keine chronologische Reihenfolge handelt. Darum von mir auch nur vier Sterne. Wer damit leben kann, dass es sich nicht wirklich um einen Folge-Band handelt, dem würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Mein Vorschlag:
Ist es nicht besser eine neue Reihe zu beginnen und z. B. Trudi, als erwachsene Frau, nun die Abenteuer erleben zu lassen ...

Veröffentlicht am 08.12.2019

Frauenbewegung

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
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Berlin 1903: Rahel Hirsch ist die erste deutsche Ärztin. Ihr Studium hat sie in der Schweiz gemacht, weil es Frauen damals in Deutschland noch nicht erlaubt war zu studieren. Sie geht an die Charité und ...

Berlin 1903: Rahel Hirsch ist die erste deutsche Ärztin. Ihr Studium hat sie in der Schweiz gemacht, weil es Frauen damals in Deutschland noch nicht erlaubt war zu studieren. Sie geht an die Charité und arbeitet hauptsächlich in der Forschung. Als Frau, und noch dazu Jüdin, hat sie es schwer in der Charité von den männlichen Kollegen anerkannt zu werden. Währenddessen lernt sie auch Barbara kennen, die in der Wäscherei der Charité arbeitet. Die beiden Frauen freunden sich bald an.
Das Cover ist sehr schön gemacht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Die Autorin hat gute und umfangreiche Recherchearbeit geleistet und viele historische, medizinische und politische Fakten in die Geschichte einfließen lassen. Die Geschichte wird immer wieder durch die umfangreiche Darstellung der historischen Personen unterbrochen. Dadurch geraten jedoch die Charaktere in den Hintergrund und das Buch wird stellenweise sehr langatmig und langweilig.
Fazit:
Der Roman wirkt teilweise eher wie ein Geschichtsbuch. Es hätte der Geschichte, meiner Meinung nach, besser getan die historischen Fakten nicht so ausführlich anzugehen und das ganze Buch 100 bis 150 Seiten kürzer zu halten.


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Veröffentlicht am 05.04.2025

Liebe zwischen den Zeilen

Die Bibliothek der geborgten Herzen
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Chloe arbeitet in einer Bibliothek. Als ihr beim Bücher aussortieren der Roman „Wendekreis des Krebses“ von Henry Miller in die Hände fällt, ist sie neugierig. In der Annahme, dieses Buch könnte noch einen ...

Chloe arbeitet in einer Bibliothek. Als ihr beim Bücher aussortieren der Roman „Wendekreis des Krebses“ von Henry Miller in die Hände fällt, ist sie neugierig. In der Annahme, dieses Buch könnte noch einen Wert haben, spielt sie mit dem Gedanken es zu verkaufen und nimmt es mit. Beim durchblättern entdeckt sie Eintragungen in dem Buch, die sich wie ein Briefwechsel zwischen Liebenden lesen. Als zufällig ihr mürrischer Nachbar Jaspar von dem Buch erfährt, will er es Chloe für einen hohen Geldbetrag abkaufen. Da Chloe nun umso neugieriger geworden ist, was es mit dem Buch auf sich hat, löst sie Jaspars Scheck nicht ein, sondern vertieft sich in das Buch. Anhand der Schrift von Jaspars Scheck, erkennt sie, dass es sich bei der einen Person um seine Handschrift im Buch bei den Randnotizen handelt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, im heute und im Jahr 1960. Sie wird abwechselnd auf den Zeitebenen und aus der Sicht der Protagonisten geschildert.
Die Handlungen der Protagonisten konnte ich teilweise nicht nachvollziehen. Es wirkte auf mich zu konstruiert. Auch gab es zu viele Zufälle damit die Fäden für die Geschichte zusammenlaufen konnten.
Die Schicksale der Protagonisten sind mir nahegegangen, obwohl mich auch nicht alles wirklich überzeugt hat und nicht authentisch war.
Es war mir einfach zu viel Drama, jedoch eine Liebesgeschichte mit Charme.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Geschichte mit Potenzial, Schwache Umsetzung

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Tansania 2024: June und Sanrdra wandeln nun zusammen mit Wendy, der Enkeltochter von Anni, auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Großmütter. Wendy lebt in Tansania, auf der Rosenfarm, die einst Anni gegründet ...

Tansania 2024: June und Sanrdra wandeln nun zusammen mit Wendy, der Enkeltochter von Anni, auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Großmütter. Wendy lebt in Tansania, auf der Rosenfarm, die einst Anni gegründet hat. Was hat Luise schreckliches getan, dass es zum Bruch der drei Freundinnen gekommen ist …?
Deutschland 1938: Anni ist mit ihrem Siegfried glücklich. Sie hofft bald auf einen Heiratsantrag von ihm. Doch in der Zwischenzeit möchte auch Anni etwas tun, einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Als Siegfried ihr die Möglichkeit zu einer Tätigkeit gibt, ist sie überglücklich etwas für ihn tun zu können. Ein schrecklicher Betrug zwingt Anni jedoch schließlich zu einer plötzlichen Flucht ...

Es handelt sich hier um den dritten Band der „Glücksfrauen“ in dem das Geheimnis, welche Schuld Luise auf sich geladen hat, endlich gelüftet wurde. Die ersten beiden Bände dieser Reihe zeigten schon Schwächen. So ahnte ich schon, dass die Aufklärung dieser Schuld am Ende konstruiert sein könnte …, und so kam es dann auch. Die Aufklärung ist um einige Ecken gedacht und sehr unbefriedigend. Mich hat auch gestört, dass die Kinder von Maria und Jakob einfach verschwunden blieben. Im zweiten Band gab es keine Erklärung zu ihnen. Ich hoffte nun im dritten Band auf eine Aufklärung wo sie geblieben sind. Weil Sandra die beiden sonderbarerweise gar nicht kannte, obwohl sie doch Tante und Onkel von ihr gewesen sind und sogar noch hätten leben können.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was das Potenzial dieser Geschichte sehr beeinträchtigt. Hätte man auf die Gegenwart verzichtet und die Geschichte nur in der Vergangenheit erzählt, wären es vielleicht nur zwei Bände geworden, aber vieles wäre schlüssiger und glaubwürdiger gewesen. Nicht nur die Erklärung von Luises Schuld ist unzufriedenstellend, auch wie es zu der Aufklärung kam, dass eine Massai, die damals selbst noch ein Kind war, so viel von Annis Schicksal erzählen konnte ist nicht authentisch. Auch die Darstellung von Anni als Agentin hat mich nicht überzeugt. So naiv wie sie erst dargestellt wurde, sollte sie sich plötzlich total gewandelt haben.
Die Gegenwart mit den ständigen Lovestorys und Beziehungsproblemen der Enkelinnen plätschert meistens so vor sich hin.
Um die Geschichte zu verstehen, ist es notwendig auch die ersten beiden Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben.

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