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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2019

Scharfsinnig

Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Scharfsinnig
Inge Löhnig beobachtet anscheinend nicht nur ihre Umwelt sehr sorgfältig, sie schreibt auch sehr scharfsinnig.
Ich bin im Grunde eher ein Fan von Thrillern, weil mir die meisten Kriminalromane ...

Scharfsinnig
Inge Löhnig beobachtet anscheinend nicht nur ihre Umwelt sehr sorgfältig, sie schreibt auch sehr scharfsinnig.
Ich bin im Grunde eher ein Fan von Thrillern, weil mir die meisten Kriminalromane nicht spannend genug sind – meistens ziehen sich die Geschichten eher so dahin und ich mag eher die nervenzerfetzende Spannung, die dem Leser den Atem raubt.
Doch Löhnig baut ihre Geschichten so spannend auf, dass man sie fast wie einen Thriller ansehen könnte. Man wird quasi in die Story „geschmissen“ und kann sich den Personen und der Handlung nicht mehr entziehen, bis man den Plot gelesen hat, den ich bei dieser Autorin auch immer glaubwürdig finde.
Hier handelt es sich um den zweiten Krimi um Gina Angelucci, der Lebensgefährtin von Kommissar Konstantin Dühnfort, den wir aus vielen Krimis schon kennen, und einer Spezialistin für sogenannte „cold cases“ bei der Münchner Kripo.
Sie ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt, ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ragt heraus

Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall
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Ragt aus all den Büchern auf dem Markt heraus
Domenico Dara hat mit „Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall“ ein kleines, feines Buch geschaffen, das für mich deutlich aus ...

Ragt aus all den Büchern auf dem Markt heraus
Domenico Dara hat mit „Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall“ ein kleines, feines Buch geschaffen, das für mich deutlich aus den vielen Büchern auf dem Buchmarkt herausragt, denn es ist sehr ungewöhnlich und hat mich gleich gepackt.
An sich dachte ich, das Buch sei so gar nichts für mich, doch es wurde mir mehrfach empfohlen, so dass ich mal einen näheren Blick riskierte – was sich als Glücksfall entpuppte.
Man wähnt sich gleich in der Geschichte, man liest nicht nur, man IST in Girifalco quasi mit dabei. Es wird so bildhaft und detailgetreu beschrieben, dass man denkt, man war schon zig Mal dort, ohne es auch nur einmal zu besuchen. Sowas ist eher selten bei mir der Fall und von daher fand ich gerade dieses Buch auch so besonders.
Die Geschichte:
„Süditalien 1969. Im verschlafenen Girifalco geht alles seinen gewohnten Gang – die anstehenden Kommunalwahlen sind schon das Aufregendste, was auf absehbare Zeit zu erwarten ist. Doch im Geheimen zieht ein guter Geist die Fäden, ohne dass die anderen Dorfbewohner es ahnen: Denn der Postbote des Ortes ist ein melancholischer Einzelgänger, der die Philosophie liebt und Zufälle sammelt – und nebenbei heimlich in den Briefverkehr des Dorfes eingreift. So versucht er, den Dingen die richtige Richtung zu geben.
Unglücklich Liebende werden zusammengeführt, politische und amouröse Betrugsversuche verhindert, und Mütter bekommen plötzlich Post von ihren in der Ferne verschollen geglaubten Söhnen. Der Postbote von Girifalco scheint sich in seinem zurückgezogenen Dasein eingerichtet zu haben – bis ein mysteriöser Brief aus der Vergangenheit auftaucht, der das Dorfleben im Allgemeinen und seines im Besonderen gehörig ins Wanken bringt. Ein charmanter, lustiger, rührender Roman mit einem zu Herzen gehenden Protagonisten, der uns mitnimmt auf eine nostalgische Italienreise.“
Mein Fazit : toll erzählte Geschichte mit einem außergewöhnlichen Protagonisten, eine spürbare Spannung der anderen Art, ein Buch das rührt und ans Herz geht, herrlich !

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ungewöhnlich

Mord am Mandela Square
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Ungewöhnlich
Wieder mal ein Buch der Sparte „ungewöhnlich“ und sowas mag ich bisweilen sehr, wenn die Stimmung passt.
Das Buch spielt in Johannesburg und Naturwissenschaftler Frank Sattler stolpert in ...

Ungewöhnlich
Wieder mal ein Buch der Sparte „ungewöhnlich“ und sowas mag ich bisweilen sehr, wenn die Stimmung passt.
Das Buch spielt in Johannesburg und Naturwissenschaftler Frank Sattler stolpert in seinem Urlaub, der ja eigentlich der Erholung dienen sollte, mitten in Todesfälle, die erstmal nicht besonders erscheinen, aber sich doch als Morde entpuppen. Dieses „Reinstolpern“ eines „Ermittlers“ fand ich mal einen erfrischend anderen, neuen Ansatz, eine Person ins Geschehen einzuführen bzw. die Hauptfigur vorzustellen.
Sattler taucht ein in die Schattenwelt Johannesburgs. Er gerät in die dunkelsten Ecken der Metropole – und trifft dort auf die skrupellosesten Menschen. Die Dinge geraten schnell außer Kontrolle, und Sattler wird zum Gejagten.
Zusammen mit Pia und Mfufeni, zwei Aktivisten, tritt er gegen Gegner an, die ihnen in allen Belangen überlegen scheinen…
Auch hier wird die Atmosphäre sehr gut eingefangen, man „atmet“ quasi Johannesburg und ist mitten drin im Geschehen.
Spannend geschrieben, sehr unterhaltsam, atmosphärisch dicht und mit überzeugendem Protagonisten, sehr gut !

Veröffentlicht am 30.06.2019

Zieht einen in den Bann

Dunkelsommer
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Zieht einen in den Bann
Diese Geschichte:
„Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne ...

Zieht einen in den Bann
Diese Geschichte:
„Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.“
packt einen trotz eher „leiser Töne“ doch recht schnell und ließ mich zumindestens auch nicht mehr los, bis ich das Buch ausgelesen hatte.
Die Spannung ist meines Empfindens nach weder durchgängig noch nervenaufreibend, und doch hat dieses Buch etwas, das einen gleich „packt“.
Die Atmosphäre, dieses Düstere, wird sehr gut eingefangen und an den Leser weitergegeben. Man spürt es förmlich. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passt zur Geschichte und macht das Ganze schön „rund“.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Sehr spannend !

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Golden Cage 1)
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Sehr spannend
Camilla Läckberg weiß, wie man den Leser bei Laune hält – und weit darüber hinaus. Ihre Thriller strotzen nur so vor Spannung und warten mit gut durchdachten Szenarien und glaubwürdigen Figuren ...

Sehr spannend
Camilla Läckberg weiß, wie man den Leser bei Laune hält – und weit darüber hinaus. Ihre Thriller strotzen nur so vor Spannung und warten mit gut durchdachten Szenarien und glaubwürdigen Figuren auf.
Bei „Golden Cage“:
„Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...“
war das wieder genauso. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so spannend war die Geschichte um Faye und Jack. Ähnliches hatte man natürlich auch schon mal gelesen, aber Camilla Läckberg hat so eine ureigene Art, ihre Geschichten zu erzählen und zu präsentieren, dass die trotzdem immer etwas Besonderes sind und bleiben.