Profilbild von prettytigerbuch

prettytigerbuch

Lesejury Profi
offline

prettytigerbuch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit prettytigerbuch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2019

Verliere mich. Nicht. (Bd.2) von Laura Kneidl

Verliere mich. Nicht.
0

Mein Eindruck:

Auf den Abschlussband von Laura Kneidls Dilogie, der bereits am 26. Januar erschienen ist, war ich dank des fiesen Cliffhangers am Ende von „Berühre mich. Nicht.“ besonders gespannt. Die ...

Mein Eindruck:

Auf den Abschlussband von Laura Kneidls Dilogie, der bereits am 26. Januar erschienen ist, war ich dank des fiesen Cliffhangers am Ende von „Berühre mich. Nicht.“ besonders gespannt. Die Geschichte knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus dem ersten Band an. Sage ist nach dem Streit mit Luca vollkommen am Boden und verkriecht sich in ein heruntergekommenes Motel, wo sie sich ihrem Elend hingibt und tagelang von der Außenwelt abkapselt. Noch immer ist sie davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Luca und seine Familie sind in Sicherheit und nur das zählt, auch wenn die Trennung Sage das Herz bricht.

Auch Luca ist zutiefst verletzt, doch er geht seiner Exfreundin und einem klärenden Gespräch immer wieder aus dem Weg und sucht Ablenkung von seinem Liebeskummer. Durch seine Schwester April sind die beiden dennoch weiterhin verbunden und so kommt es schon bald zum ersten Zusammentreffen nach der Trennung …

Emotional hat mich die Geschichte absolut mitgenommen. Sage' Gefühle werden eindrücklich geschildert, sodass ich mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen konnte. Ihre Verzweiflung nach der Drohung ihres Stiefvaters und ihre Sehnsucht nach Lucas Umarmung. Dieser hat mich im zweiten Band der Dilogie wiederum enttäuscht. Er kämpft nicht, resigniert und wirkt, als würde ihn die Trennung vollkommen kalt lassen. Luca schafft es einfach nicht, Sage nach den Gründen zu fragen, sodass ihr Geheimnis auch weiterhin zwischen ihnen steht. Wie gerne hätte ich beiden einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Doch noch immer beherrscht Alan Sage' Gedanken und kontrolliert sie durch ihre Angst.

Die Geschichten der Nebencharaktere werden ebenfalls weitergesponnen, viele Andeutungen gemacht und … dann einfach fallengelassen. Im Epilog sitzen alle vergnüglich zusammen, doch für mich hat sich das Ende unfertig und zu abrupt angefühlt. Mir sind die Figuren allesamt sehr ans Herz gewachsen und ich hätte mir einen runden Abschluss für sie alle gewünscht. So geht die Erzählung insgesamt leider zu glatt zu Ende und auch der große Showdown und das Aufeinandertreffen von Sage und Alan hat mich nicht besonders mitgenommen. Die gesamte Handlung läuft darauf hinaus, dennoch wirkt die gesamte Begegnung einfach nicht bedeutsam genug.

Insgesamt bildet „Verliere mich. Nicht.“ auf jeden Fall eine solide Fortsetzung, die den Hauptstrang der Geschichte passend zu Ende führt. Wer den ersten Band gelesen hat, sollte also unbedingt weiterlesen. Für mich persönlich wurde allerdings auf den letzten Metern unnötig Potenzial verschenkt, sodass ich das Buch nicht hundertprozentig zufrieden beiseitelegen kann.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 07.02.2018

Bird & Sword (Bd.1) von Amy Harmon

Bird and Sword
0

Inhalt:

Seit vielen Jahren schon sind die magischen Begabungen der Spinner, Heiler, Weber und Wandler im Königreich Jeru verboten. Wer seine Gabe gebraucht wird ohne Verhandlung gerichtet. So auch Larks ...

Inhalt:

Seit vielen Jahren schon sind die magischen Begabungen der Spinner, Heiler, Weber und Wandler im Königreich Jeru verboten. Wer seine Gabe gebraucht wird ohne Verhandlung gerichtet. So auch Larks Mutter Meshara, die sich selbst opfert, um die Gabe ihrer einzigen Tochter geheim zu halten und deren Leben zu schützen. Mit ihrem letzten Atemzug lässt sie Lark verstummen und bindet ihr Leben an das ihres Vaters. Von nun an kann keiner ohne den anderen überleben. Stirbt einer, so stirbt auch der andere innerhalb von Sekunden.

Die letzten 15 Jahre hat Lark deshalb als Schutzgefangene auf der Burg ihres lieblosen Vaters verbracht. Erst ein drohender Krieg befreit sie aus ihrem goldenen Käfig. Und Tiras, der Sohn ebenjenes Mannes, der Larks Mutter getötet hat, zeigt ihr, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat. Obwohl Lark stumm ist, scheint er sie auch ohne Worte zu verstehen und die beiden kommen sich trotz ihrer Abstammung gefährlich nahe ...

Eindruck:

Der Ansatz ist zunächst vielversprechend und das Cover ein absoluter Eyecatcher. Mit „Bird & Sword“ wagt sich Autorin Amy Harmon nun zum ersten Mal an das Genre der Fantasy heran. Doch es hat einen Grund, dass ich mir für diese Rezension etwas länger Zeit genommen habe, denn die Geschichte hat mich leider nicht so stark berührt, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte.

Schon der Einstieg ist etwas holprig und mein größter Kritikpunkt an der Erzählung ist wohl das etwas zu platte Worldbuilding. Natürlich lässt sich die Gestaltung sicherlich nicht mit einem der ausgeklügelten und namhaften Werke der High Fantasy vergleichen, aber die Länder waren für mich lediglich Namen auf dem Papier, mit denen ich rein gar nichts verbinden konnte. Zudem gibt es kaum Hintergrundinformationen zum Königreich Jeru und mein Kopfkino hat sich einfach nicht eingeschaltet.

Auch viele der einzelnen Szenen sind sehr schnell abgehandelt worden, sodass es oftmals an Tiefe mangelt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Liebesgeschichte, andere Handlungsstränge wie beispielsweise der Krieg gegen die Volgar werden immer wieder nur kurz angeschnitten, um anschließend wieder schnellstmöglich zu Lark und Tiras zurückzukehren.

Lark und Tiras selbst haben mir als Hauptcharaktere gut gefallen. Sie harmonieren und nähern sich im Verlauf der Geschichte langsam aneinander an. Besonders Lark ist trotz ihrer Stummheit sehr stark und bestimmt, was Tiras nicht nur einmal an den Rand der Verzweiflung treibt. Dieser macht im Handlungsverlauf eine positive Entwicklung durch, als er Lark nicht mehr nur als Mittel zum Zweck betrachtet, sondern schließlich doch noch die junge Frau in ihr erkennt. Allerdings liegt insgesamt der Fokus so stark auf den beiden, dass andere Nebencharaktere nur oberflächlich beleuchtet werden. So auch Kjell, dem der nächste Band der Reihe gewidmet ist.

Ein anderer zentraler Punkt sind die magischen Gaben, die keinerlei Grenzen zu haben scheinen. Aus diesem Grund werden die Magischen verfolgt und getötet. Auch wenn die Fähigkeiten durchaus für etwas Gutes genutzt werden könnten, ist die Angst zu groß, dass einer der Magischen das normale Volk unterwirft. Doch Lark geht sehr unbedacht mit ihrer Gabe um, obwohl auf deren Ausübung der Tod steht. Sie testet ihre Fähigkeiten immer weiter aus und entgeht nur knapp ihrer Entdeckung. Sie setzt alles auf eine Karte, doch kann sie Tiras wirklich vertrauen?

Zum Ende hat es „Bird & Sword“ vor allem durch den unerwarteten Plot Twist am Ende noch auf 3 Sterne geschafft, denn der finale Kampf ist absolut spannend. Auch wenn es mir im Königreich Jeru doch an einigen durchdachten Details und Tiefe gefehlt hat, beweist Amy Harmon dennoch ihr schreiberisches Talent. Die Seiten fliegen nur so dahin, während Lark als Ich-Erzählerin fungiert. Ein vielversprechender Ansatz und gute Ideen, leider hat mich „Bird & Sword“ dennoch in einigen Punkten nicht überzeugt. Wer eine fantastisch angehauchte Liebesgeschichte mag, in der die Welt nur als Gerüst für die Romanze dient, der ist mit Amy Harmon Erzählung sicherlich gut beraten!

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
http://prettytigerbuch.blogspot.de

Veröffentlicht am 27.11.2017

Tochter des dunklen Waldes von Katharina Seck

Tochter des dunklen Waldes
1

Inhalt

Mit ihrem Onkel und ihrer Tante lebt Lilah am Rand des dunklen Waldes, der an das Dörfchen Grünweite grenzt. Die Dorfbewohner erzählen sich schon seit jeher Schauergeschichten über den düsteren ...

Inhalt

Mit ihrem Onkel und ihrer Tante lebt Lilah am Rand des dunklen Waldes, der an das Dörfchen Grünweite grenzt. Die Dorfbewohner erzählen sich schon seit jeher Schauergeschichten über den düsteren Morgenwald, in dem die wunderlichsten Kreaturen hausen sollen. Niemand betritt den dunklen Wald freiwillig und dennoch fühlt Lilah sich auf unerklärliche Weise von ihm angezogen. Er übt eine Faszination auf sie aus, die sie sich selbst nicht erklären kann. Als dann eines Morgens die Leiche einer jungen Frau am Waldrand gefunden wird und Lilahs Sommerliebe Dorean spurlos verschwindet, beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch dazu muss Lilah sich all den düsteren Legenden stellen und sich selbst in den dunklen Morgenwald wagen...

Mein Eindruck

Zu Beginn von „Tochter des dunklen Waldes“ steht ein Prolog, der das Märchen vom träumenden Mädchen und dem Eichenherz erzählt. Ein perfekter Einstieg, der die Angst der Dorfbewohner vor dem Wald verdeutlicht und eine düstere, schauderhafte Kulisse heraufbeschwört. Die Grundidee hinter dem Buch hat mich von Anfang an gefangengenommen. Ein dunkler Wald, von düsteren Mythen umrankt, ein junges Mädchen und ihre große Liebe. Was sich im Morgenwald offenbart ist wirklich magisch, auch wenn ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten möchte.

Katharina Secks Schreibstil ist ausschweifend, atmosphärisch und steckt voller Details, die den dunklen Wald lebendig werden lassen. Dennoch wirkt die Sprache dadurch sehr tragend und gemächlich, es gibt viele Schachtelsätze und der Handlungsfortschritt hat doch das ein oder andere Mal durch die ausufernden Beschreibungen gelitten. Leider verliert sich die Spannung allzu oft in den ausufernden Beschreibungen der Umgebung, sodass die Handlung stellenweise nicht wirklich vorankommt. Der rote Faden ist allerdings deutlich zu erkennen und es gibt einige unerwartete Wendungen. Dennoch ist insgesamt ein Großteil der Handlung für mich doch zu vorhersehbar gewesen und die Enthüllungen haben mich nicht mehr wirklich überraschen können.

Auf der einen Seite wird die Kulisse liebevoll und detailliert beschrieben, aber auf der anderen Seite hat es durchaus Passagen gegeben, die vor allem inhaltlich nicht detailliert genug gewesen sind. Besonders im letzten Drittel hat mir handlungstechnisch gesehen etwas die Tiefe gefehlt, um vollständig in die Erzählung abtauchen zu können. Nach der Lektüre sind bei mir also noch immer einige Fragen offen, die im Handlungsverlauf nicht ganz zufriedenstellend beantwortet worden sind.

Lilah und Dorean haben mir als eigenständige Protagonisten gut gefallen und auch als Pärchen haben die beiden durchaus Potential, dass allerdings nicht vollständig ausgeschöpft worden ist. Lilah wirkt sehr jung, teilweise naiv und läuft Dorean hinterher, obwohl er sie mehrfach abweisend behandelt. Dorean hingegen wirkt von Anfang an sehr mysteriös und es ist offensichtlich, dass er etwas verbirgt. Seine Seite konnte ich stets gut nachvollziehen, wohingegen ich bei Lilahs Entscheidungen einige Male nur den Kopf geschüttelt habe. Beide bleiben leider vergleichsweise blass und auch ihre große Liebe war für mich leider nicht ganz nachvollziehbar.

Katharina Seck beweist in „Tochter des dunklen Waldes“ ihre Kreativität und fängt die Atmosphäre des dunklen Waldes wunderbar ein. Insgesamt hat die Autorin mit ihrem neuesten Werk eine magische Welt geschaffen, die den Schauplatz für eine Geschichte voll Freundschaft, Magie und Geheimnissen bildet. Dennoch ist bei mir besonders durch den ausufernden Schreibstil der Funke nicht ganz übergesprungen. Auch inhaltlich hat mich die Erzählung nicht völlig fesseln können. Dennoch erhält das Buch solide 3 Sterne von mir und wer gerne mehr über die Magie des Waldes erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich an der Seite von Lilah selbst in den dunklen Morgenwald zu begeben ;)

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
http://prettytigerbuch.blogspot.de

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Spannung
Veröffentlicht am 16.02.2026

A Fire in the Sky (Band 1) von Sophie Jordan • Rezension

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
0

Bookstagram:
https://www.instagram.com/prettytigerbuch

Blog:
https://www.prettytigerbuch.de

Tamsyn ist am königlichen Hof von Penterra als Prügelmädchen aufgewachsen. Ihre Position bringt ihr zwar ...

Bookstagram:
https://www.instagram.com/prettytigerbuch

Blog:
https://www.prettytigerbuch.de

Tamsyn ist am königlichen Hof von Penterra als Prügelmädchen aufgewachsen. Ihre Position bringt ihr zwar gewisse Privilegien ein - doch der Preis dafür ist hoch. Wann immer eine der drei Prinzessinnen einen Fehler macht, wird Tamsyn gezüchtigt. Als die Bestie der Grenzlande, der berüchtigte Krieger Fell, an den königlichen Hof kommt und eine der Prinzessinnen als Braut fordert, wird ausgerechnet Tamysn mit ihm verheiratet und nicht etwa eine ihrer Schwestern. Was als Täuschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Spiel - denn Tamsyn ist viel mehr als das königliche Prügelmädchen.

Erster Leseeindruck: Ich bin inzwischen etwa bei der Hälfte des Buches angekommen - und leider auch an dem Punkt, an dem sich leise Ernüchterung eingeschlichen hat.

Der Einstieg hat sich für mich gezogen. Die ersten 150 Seiten haben sich repetitiv angefühlt und kaum über das hinausgeführt, was bereits im Klappentext angedeutet worden ist. Der Plot stagniert, echte Wendungen sind lange ausgeblieben, und Spannung entsteht eher durch die Hoffnung, dass auf den kommenden Seiten vielleicht noch etwas Unerwartetes passieren wird.

Auch mit Tamsyn als Protagonistin bin ich bisher nicht richtig warm geworden. Ihre naive, nahezu unterwürfige Rolle als Prügelmädchen am königlichen Hof und die Dynamik aus Loyalität und stiller Akzeptanz sind für mich schwer greifbar gewesen. Statt einer starken, emanzipierten FMC habe ich im ersten Band leider eine Figur kennengelernt, die sich mit ihrer derzeitigen Situation arrangiert hat und nicht den Eindruck macht, als würde sie aus ihrer Lage ausbrechen wollen.

Der Weltentwurf ist spannend gedacht. Eine mittelalterliche Fantasywelt mit fantastischen Wesen wie Huldra, Hexen und andere Kreaturen, doch leider bleibt es hier oftmals bei Erwähnungen und so einigen Fragezeichen. So richtig griffig sind die einzelnen Begriffe auch am Ende des ersten Bandes für mich noch nicht.

Auch emotional hat mich die Geschichte bislang nicht vollständig erreicht. Sowohl auf der Charakter- als auch auf der Beziehungsebene habe ich Vieles einfach nicht gefühlt. Insbesondere die Romanze entwickelt sich schnell, ohne ein spürbares Fundament, abgesehen von offensichtlicher körperlicher Anziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

Was mir gefallen hat?

Die Idee! Und ganz besonders ein Element der Handlung, das ich euch an dieser Stelle nicht verraten kann (Spoiler), das für den zweiten Band die Karten neu mischt und Spannung verspricht. Davon abgesehen ist „A Fire in the Sky“ leichte Romantasy, die unterhält, mich allerdings nicht völlig mitgenommen hat. Stattdessen wirkt die Geschichte wie auf Sparflamme erzählt. Was sich hartnäckig hält ist der Eindruck, dass viel Potenzial verschenkt wird.

Fazit: Die Firelight-Trilogie der Autorin habe ich geliebt, umso mehr hat es mich enttäuscht, dass „ A Fire in the Sky“ so überraschend dünn daherkommt. Trotz guter Idee hat der Auftaktband der Dilogie für mich nicht gezündet, sodass ich aktuell noch schwanke, ob ich die Reihe wirklich weiter verfolgen werde.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Das Herz aus Eis und Liebe (Bd.2) von Renée Ahdieh

Das Herz aus Eis und Liebe
0

Meine Rezension:

Mariko steht die schwerste aller Prüfungen bevor: Ōkami wird im kaiserlichen Palast gefangen gehalten, der Schwarze Clan scheint zerschlagen und sie selbst soll in wenigen Tagen die Ehefrau ...

Meine Rezension:

Mariko steht die schwerste aller Prüfungen bevor: Ōkami wird im kaiserlichen Palast gefangen gehalten, der Schwarze Clan scheint zerschlagen und sie selbst soll in wenigen Tagen die Ehefrau von Prinz Raiden werden, dessen unberechenbarer Bruder Roku derzeit auf dem Thron sitzt. Dennoch weigert sie sich die Hoffnung aufzugeben. Mariko kämpft - um die zu schützen, die sie liebt.

Eine magische Geschichte mit faszinierenden Komponenten, mit so manchem Plot-Twist und einem besonderen Flair durch das japanische Setting. Der Auftaktband der neuen Reihe von Renée Ahdieh hat mich in vielen Punkten überzeugt - der Einstieg in den zweiten Band der Dilogie wollte mir zu Beginn dann allerdings nur schwer gelingen. Ohne Hilfestellung durch eine Zusammenfassung der Vorgeschehnisse waren die vielen Namen schlicht und ergreifend verwirrend. So hat es eine Weile gedauert, bis ich in Marikos Welt wieder Fuß fassen konnte.

Doch auch danach konnte mich die Erzählung erst gegen Ende hin richtig fesseln. Die unbeschwerte Kulisse des Jukaiwaldes und der gelegentliche Humor unter den Männern fehlten. Eingetauscht gegen das gefährliche Terrain des kaiserlichen Palastes, wo Mariko sich schnell in Machtspiele verwickelt sieht. Die Storyline ist zwar stimmig, dennoch gefiel mir das Setting des ersten Bandes bei weitem besser.

Mariko ist auch im zweiten Band unerschütterlich und stark, ihr Kopf steckt voller Ideen, um Ōkami aus seiner dunklen Zelle zu befreien. Dennoch konnten neben ihr die meisten Charaktere nicht zeigen, was in ihnen steckt. Vielmals bleiben die Beschreibungen an der Oberfläche, sodass die Figuren weniger griffig erschienen, als noch in „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“. Zwischen den einzelnen Kapiteln kommt es immer wieder zu Sprüngen, sodass die Szenen in sich oftmals nicht abgeschlossen wirken. Zudem bleibt manches ungesagt, sodass sich der Leser einige Schritte der Handlung selbst ausmalen kann.

Der Abschluss und besonders die Szene im Epilog haben mir dann doch noch gut gefallen. Mit „Das Herz aus Eis und Liebe“ endet Marikos Geschichte, auch wenn einige Fragen offen bleiben. Ein zäher Einstieg und für mich nicht ganz überzeugende Charaktere machen das Buch allerdings zu einem eher durchwachsenen Leseerlebnis. An den Auftakt der Reihe reicht die Fortsetzung somit nicht heran. Nichtsdestotrotz ist Renée Ahdieh ein runder Abschluss gelungen, der die Grundstory in vielen Punkten abschließt.

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Spannung