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Veröffentlicht am 29.09.2019

Flammenflug (Bd.1) von Melissa Caruso

Flammenflug
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Flammenflug ist das Debüt von Autorin Melissa Caruso und der erste Band einer Fantasy-Trilogie. Mir war zwar beim Lesen nicht unbedingt bewusst, dass es noch zwei weitere Teile geben wird, aber im Nachhinein ...

Flammenflug ist das Debüt von Autorin Melissa Caruso und der erste Band einer Fantasy-Trilogie. Mir war zwar beim Lesen nicht unbedingt bewusst, dass es noch zwei weitere Teile geben wird, aber im Nachhinein freut es mich, dass wir bereits Anfang nächsten Jahres ein weiteres Abenteuer mit Amalia und Zaira erleben dürfen (Sturmschwingen, 31.01.2020, Bastei Lübbe)!

Exsolvo - ein Wort voller Macht, das die zerstörerische Magie eines Falken freisetzt. Resolvo - ein Wort, das die Macht eindämmt und die Magie eines mit dem Magiermal geborenen Menschen eindämmt. Raverras Macht stützt sich allein auf dieses Zusammenspiel zwischen einem Falken und seinem Falkner. Bereits in jungen Jahren werden die Magiegeborenen als Soldaten rekrutiert und an einen Hüter gebunden, der ihre Macht entfesseln oder in Zaum halten kann. Zaira allerdings hatte nie vor, ein Falke zu werden, als ausgerechnet die Erbin der mächtigsten Adelsfamilie in der Stadt, Dama Amalia Cornaro, sich mit ihr verbindet. Ein Ereignis, dass das politische Gleichgewicht gefährlich aus der Ruhe bringt.

Melissa Caruso baut ihre Storyline langsam und beständig auf, sodass die ersten Kapitel noch etwas zäh erscheinen. Dennoch gelingt es ihr gut, die Hintergründe zu erläutern, sodass die Geschichte schon bald an Fahrt aufnimmt. Dann ist Flammenflug durchzogen von politischen Ränkespielen und Intrigen, die sich im Verlauf der Geschichte auswachsen. Ein Minenfeld, in das Amalia und Zaira hineingeworfen werden. Allerdings lässt sich die Autorin bei der Ausarbeitung der Handlung nicht in die Karten sehen und bis zum Ende musste ich rätseln, wer die Drahtzieher hinter den Komplotten gegen den Stadtstaat Raverra waren.

Die Hauptcharaktere Amalia und Zaira passen auf den ersten Blick keinesfalls zusammen. Eine vornehme Dame von Stand, der es in ihrem Leben bisher an nichts fehlte, und eine Straßengöre, die sich mit Diebstählen über Wasser fält und für die jeder Tag ihres bisherigen Lebens ein Kampf war. Die Beziehung der beiden als kompliziert zu beschreiben wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Und doch sind beide aneinander gebunden - um einen Krieg zu verhindern müssen sie zusammenarbeiten.

Angesiedelt ist Flammenflug in Raverra, einer Stadt, die mit ihren Kanälen und verwinkelten Gässchen stark an Venedig erinnert. Das Setting ist eine Mischung aus Moderne und Vergangenheit. Die äußeren Gegebenheiten und das Erscheinungsbild der Menschen erinnert an ein längst vergangenes Jahrhundert, sprachlich sind wir alerdings um einiges fortschrittlicher unterwegs, was den Umgang zwischen den Hauptfiguren etwas weniger steif wirken lässt.

Auch wenn die Magie stetig präsent ist, bleibt sie doch ein Nebenmotiv. Der Hauptfokus liegt auf der Entwicklung der Geschehnisse in Raverra, was insgesamt allerdings nicht störend ist. Ganz im Gegenteil. Mit jedem weiteren Kapitel gelingt es der Autorin, mich mehr gefangen zu nehmen, auch wenn anfangs die Geografie noch etwas unübersichtlich erscheint.

Flammenflug ist ein historisch, fantastischer Politkrimi, der gut zu unterhalten weiß. Die Prinzipien der Magie, die hinter den Falken und ihren Falknern stecken, sind eingängig und in einer spannenden Storyline ausgearbeitet. Magisch, fesselnd, voller Intrigen und Machtspielchen - und mit zwei durchaus schlagkräftigen Protagonistinnen.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.com/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Save You (Bd.2) von Mona Kasten

Save You
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Mein Eindruck:


Nach dem überraschenden Ende von „Save Me“ war ich schon sehr neugierig, wie Rubys und James‘ Geschichte weitergehen würde. Nach einem Zwischenfall haben sich die beiden nach anfänglicher ...

Mein Eindruck:


Nach dem überraschenden Ende von „Save Me“ war ich schon sehr neugierig, wie Rubys und James‘ Geschichte weitergehen würde. Nach einem Zwischenfall haben sich die beiden nach anfänglicher Turtelei wieder voneinander entfernt und Ruby ist fest entschlossen, sich nicht noch einmal auf den Erben des Beaufort Imperiums einzulassen. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass James alles daran setzen würde, ihr Herz zurückzuerobern.

Neben Kapiteln aus Rubys und James Sicht kommen nun auch Kapitel aus Lydias und Embers Perspektive hinzu. Die Mädchen wachsen im Verlauf der Geschichte mit Lin als vierter Person zu einer Clique zusammen, die Ruby in der schweren Zeit Halt gibt. Die neuen Betrachtungswinkel verleihen der Geschichte eine tolle Dynamik und ich finde es super, dass nun auch zwei sympathische Nebencharaktere etwas an Plastizität gewinnen. Denn auch deren Gefühlsleben spielt im zweiten Band nun eine Rolle, sodass der Fokus etwas von James und Ruby abrückt. Ember fühlt sich zu einem Jungen hingezogen, den ihre ältere Schwester niemals absegnen würde, während Lydia noch immer einer verlorenen Liebe hinterhertrauert, mit der sie einfach nicht abschließen kann.

Auch James versucht einen Alltag ohne Ruby wieder zu strukturieren, doch er scheitert kläglich. Er kann seine Gefühle nicht einfach abstellen, ganz egal was zwischen ihm und Ruby passiert ist und ist bereit, um ihre Beziehung zu kämpfen. Wie immer schildert Mona Kasten die Geschehnisse authentisch und gefühlvoll, sodass sich auch etwas langatmige Passagen gut lesen lassen.

Das Ende konnte mich dieses Mal auf den letzten Seiten nicht völlig zufriedenstellen. Es wird noch einmal Unruhe in die Story gebracht und erneut ein Cliffhanger erschaffen. Eigentlich befindet man sich rein inhaltlich wieder am Ende des ersten Bandes, sodass die gesamte Story im dritten Teil der Reihe noch einmal von vorne aufgerollt werden kann.

Insgesamt ist „Save You“ ein Mittelband mit etwas dünner Handlung. Emotional, voller Höhen und Tiefen aber leider mit einem Ende, dass mich nicht hundertprozentig überzeugt hat. Natürlich bin ich dennoch gespannt, wie die Geschichte ausgeht und drücke Ruby und James die Daumen. Allerdings darf es im Abschlussband gerne ein bisschen mehr Pepp geben.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Someone New (Bd.1) von Laura Kneidl

Someone New
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Mein Eindruck:

Ich wusste schon beim Lesen, dass die Rezension zu Laura Kneidls neuestem Werk „Someone New“ eine Herausforderung werden würde. Ich wusste zu Beginn nicht, auf was für eine Art von Geschichte ...

Mein Eindruck:

Ich wusste schon beim Lesen, dass die Rezension zu Laura Kneidls neuestem Werk „Someone New“ eine Herausforderung werden würde. Ich wusste zu Beginn nicht, auf was für eine Art von Geschichte ich mich einlasse - und natürlich möchte ich auch euch nicht spoilern!

Micah gehört mit ihrer Familie zur sozialen Oberschicht und soll eines Tages die Anwaltskanzlei ihrer Eltern übernehmen. Doch das bisher so hübsche Bild ihres Familienlebens bekommt unvermittelt einen unschönen Riss. Die vormals heile Familienwelt geht in die Brüche, sodass Micahs Verhältnis zu ihren Eltern merklich abkühlt. Sie entschließt sich zu einem Studium an der örtlichen Uni, anstatt wie geplant mit ihrem Bruder in Yale zu studieren. Am MFC lernt sie Julian kennen, einen Kellner, der durch ein Missverständnis auf einer Dinnerparty ihrer Eltern seinen Job verloren hat. Eine Misere, an der Micah Schuld trägt. Und ausgerechnet er wohnt in der WG nebenan. Ärger ist also definitiv vorprogrammiert …

Julian ist unheimlich verschlossen, er gibt nur ungern etwas aus seinem Leben preis, was wiederum Micahs Neugier weckt. Es werden viele Kapitel auf die Entwicklung der Beziehung verwendet, sodass das Erzähltempo relativ gemächlich und ruhig bleibt. Beide nähern sich nur sehr zögerlich aneinander an, was nach ihrer unglücklichen ersten Begegnung durchaus nachvollziehbar ist. Auf beiden Seiten entwickeln sich dennoch Gefühle und schnell wird klar, dass Julian etwas vor Micah verbirgt. Er gibt sich weiter unnahbar und als Micah seinem Geheimnis zu nahe kommt, stößt er auch sie wieder von sich.

Laura Kneidl behandelt einfühlsam ein sensibles Thema, das in der heutigen Gesellschaft noch immer auf geringe Akzeptanz oder Unverständnis stößt, wie Micahs und Julians Geschichte deutlich zeigt. Insgesamt regt die Handlung definitiv zum Nachdenken an, denn es werden viele empfindliche Themen angestoßen - meiner Meinung nach leider einige zu viele, um sie alle wirklich ausführlich genug behandeln zu können. Auch wenn sich „Someone New“ insgesamt doch eher in eine für mich ungewohnte Richtung entwickelt hat, mochte ich die Story rund um Julian und Micah wirklich gerne.

Mit „Someone Else“ erzählt der zweite Band, der im Winter 2020 erscheint, die Geschichte von Julians Mitbewohnern Cassie und Auri, die bereits im ersten Band ein Katz- und Maus Spiel miteinander treiben. Da mir beide als Nebencharaktere ans Herz gewachsen sind, bin ich natürlich gespannt, was sich zwischen beiden noch entwickelt.

„Someone New“ startet interessant, doch leider zieht sich die Handlung zu Beginn, nur um nach der Enthüllung von Julians Geheimnis ein wahnsinniges Tempo aufzunehmen. Somit fehlte mir etwas der Tiefgang, einige zusätzliche Gesprächspassagen wären schön gewesen, um das Thema noch zu vertiefen und die Beziehung der beiden etwas weiter auszugestalten. Es wird leider in vielen Aspekten nur an der Oberfläche gekratzt, sodass ich den Hype um die Geschichte nur bedingt nachvollziehen kann.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
http://prettytigerbuch.blogspot.de

Veröffentlicht am 17.03.2019

Gold und Schatten (Bd.1) von Kira Licht

Gold und Schatten
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Eindruck:


Livia ist eine Diplomatentochter, die erst kürzlich nach Paris gezogen ist. Dort lernt sie Maél kennen, einen Cataphile, der sie vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch ihre Begegnung ist ...

Eindruck:


Livia ist eine Diplomatentochter, die erst kürzlich nach Paris gezogen ist. Dort lernt sie Maél kennen, einen Cataphile, der sie vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch ihre Begegnung ist alles andere als zufällig ...

Kira Lichts Schreibstil ist jugendlich, leicht, aber auch intelligent, sodass eingestreuten Fakten kaum auffallen und man sehr angenehm durch die Geschichte getragen wird. Mit Livia als Ich-Erzählerin lernen wir Paris und die verborgenen Katakomben kennen. Wir sind hautnah dabei, als sie die Geheimnisse rund um Maèl lüftet und mehr über ihre geheimnisvollen Kräfte erfährt. Denn Livia ist alles andere als gewöhnlich. Seit ihrem 16. Geburtstag kann sie mit Pflanzen sprechen. Auch Maèl ist kein Normalsterblicher. Kleiner Tipp: die griechische Götterwelt spielt in "Gold und Schatten" eine nicht unwesentliche Rolle

Livia und Maèl sind ein richtig süßes Pärchen und ich kann Livias Schmetterlinge im Bauch absolut nachvollziehen. Im Verlauf der Geschichte verschließt sich Maèl allerdings zunehmend und sie dringt immer weniger zu ihm durch. Er hält Livia auf Abstand, doch was steckt wirklich hinter seiner abwehrenden Haltung? Auch Livias Schwärmerei für Maèl nimmt mit jedem Kapitel krassere Züge an - sie himmelt ihn an und kann in seiner Nähe keinen klaren Gedanken mehr fassen. Schade, denn anfangs war Livia eine selbstbewusste Figur, die sich nicht über andere definiert hat, sodass mir diese Entwicklung nicht allzu gut gefallen hat. Zudem kristallisiert sich zusehends ein weiterer potenzieller Love-Interest für Livia heraus und ich hoffe sehr, dass diese Möglichkeit in der Fortsetzung nicht weiterverfolgt wird.

Thematisch trifft Kira Licht mit ihrem Jugendbuch definitiv einen Nerv bei mir. Immer wieder kommen Elemente der griechischen Mythologie zum Tragen. Allerdings zieht sich die Handlung stellenweise ganz schön. Erst zum Ende kommt richtig Spannung auf, die sich allerdings sehr schnell wieder auflöst, als wir im letzten Kapitel des ersten Bandes angekommen sind. Zudem werden einige "große" Geheimnisse zu einfach nebenbei aufgedeckt. Hier ist aus meiner Sicht einiges an Potenzial verschenkt worden. Stilistisch fand ich die langen Kapitel etwas schwierig. Zusammen mit der stellenweise dahinplätschernden Handlung war es doch einige Male sehr schwierig, bis zum Kapitelende zu lesen.

"Gold & Schatten" startet stark, verzaubert mit einer humorvollen Geschichte und interessanten Charakteren nur um anschließend auf der Stelle zu treten. Die Beziehung zwischen Livia und Maèl wird intensiv ausgearbeitet, wobei andere interessante Ansätze etwas in den Hintergrund geraten. Für mich ist der Auftaktband der Dilogie ein ausgewogenes Miteinander an guten Ansatzpunkten und einer ausbaufähigen Ausführung. Zwar wurden meine Erwartungen somit nur teilweise erfüllt, dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
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Veröffentlicht am 30.06.2019

Forever 21 - Zwischen uns die Zeit (Bd.1) von Lilly Crow

Forever 21
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Inhalt:

Ava hat eine schwere Schuld auf sich geladen. Seit jenem verhängnisvollen Tag streift sie als Seelenwanderin durch die Jahrhunderte. Denn Avas Seele ist nicht länger an ihren Körper gebunden. ...

Inhalt:

Ava hat eine schwere Schuld auf sich geladen. Seit jenem verhängnisvollen Tag streift sie als Seelenwanderin durch die Jahrhunderte. Denn Avas Seele ist nicht länger an ihren Körper gebunden. Sie springt in der Zeit und jedes Mal findet sie sich im Körper einer vollkommen fremden Person, doch ihre Aufgabe bleibt stets die gleiche: Ava muss zwei Seelen zusammenführen, die füreinander bestimmt sind. Die Zeit drängt Ava stets zur Eile, denn je länger sie in einem fremden Körper verweilt, desto größer werden ihre Schmerzen.

Bei einem ihrer Sprünge lernt Ava Kyran kennen. Vom ersten Augenblick an spüren beide eine besondere Verbindung zueinander. Doch wie soll ihre gemeinsame Zukunft aussehen, wenn Ava jedes Mal aufs Neue gezwungen ist, Kyran zurückzulassen sobald sie in ein anderes Zeitalter reisen muss?

Mein Eindruck:

Wie der Titel von Lilly Crows neustem Werk schon verrät, ist die Hauptprotagonistin Ava für immer 21 Jahre alt. Doch „Forever 21“ ist nicht nur ein einfacher Zeitreiseroman, denn die Autorin hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ava reist nicht nur in der Zeit, sondern schlüpft dabei immer wieder in die Körper anderer Personen. Nur ihre Seele springt durch die Zeiten. An und für sich also ein solides Grundgerüst, auf dem sich eine tolle Story aufbauen lässt – Fantasy, Zeitreisen und eine zärtliche Liebesgeschichte. Leider scheitert dieses tolle Konzept bereits nach kurzer Zeit. Es hapert einfach an zu vielen Stellen.

„Forever 21“ ist mehr eine Aneinanderreihung von kurzen Liebesgeschichten, die sich jeweils in einem von Avas Zeitsprüngen abspielen, als eine wirklich durchgängige Geschichte. Verknüpft werden diese kurzen Episoden von Avas Begegnung mit Kyran, den sie durch Zufall immer wieder trifft. Die einzelnen Zeitsprünge sind dabei immer recht ähnlich aufgebaut, auch wenn die Ideen der Autorin durchaus kreativ und unterhaltsam sind. Jede Seelenreise bringt Ava in ein völlig neues Jahrhundert. In ein neues Land und einen vollkommen fremden Körper. Sie muss sich schnell anpassen, um nicht aufzufallen, was ihr nicht immer auf Anhieb gelingt und zu einigen wirklich komischen Szenen führt. Dennoch gelingt es ihr trotz aller Probleme stets innerhalb kürzester Zeit, zwei Menschen zusammenzubringen, deren Seelen füreinander bestimmt sind. Die vielen glücklichen Zufälle wirken konstruiert und es ergibt sich ein sehr hohes Tempo und eine unglaubliche Dynamik, bei der aber leider der Tiefgang vollkommen auf der Strecke bleibt. Auch die gesamte Atmosphäre der Geschichte wirkt dadurch sehr rastlos und gehetzt. Dennoch kommt auch immer wieder ein wenig Spannung auf und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin!

Durch Avas viele Sprünge werden nicht viele Details über ihr Leben vor der schicksalhaften Nacht preisgegeben. Obwohl sie die Hauptprotagonistin der Erzählung ist, bleibt sie bis zum Ende doch irgendwie eine Fremde. Auch Kyran hat nach knapp 300 Seiten noch so einige Geheimnisse, die es im zweiten Band zu lüften gilt. Über ihn erfährt der Leser zwar deutlich mehr als über Ava, doch auch das sind letzten Endes doch eher Tropfen auf dem sprichwörtlichen heißen Stein. Beide Charaktere bleiben also nach dem ersten Teil der Reihe noch ziemlich oberflächlich und so richtig konnte ich mir bis zum Ende des Buches kein Bild von ihnen machen.

Die Grundidee von „Forever 21“ hätte definitiv mehr Sterne verdient. Sie ist innovativ und hat mich sofort neugierig gemacht. Leider verliert die Geschichte jedoch während des Lesens immer mehr ihren Reiz. Vieles erscheint unausgereift, die einzelnen Episoden gehen zu schnell ineinander über und machen es schwer, eine wirkliche Bindung zu den Protagonisten aufzubauen. Vieles wirkt auf die knappe Seitenzahl des Buchs gequetscht und gekürzt. Im Endeffekt hätte man das Buch locker doppelt so dick machen können, um den Tiefgang zu erzielen, von dem eine solche romantische Geschichte nun einmal lebt. Die Erzählung endet mit einem Cliffhanger und wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich den zweiten Teil überhaupt noch lesen werde.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/