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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2019

Ein Cold Case wird endlich geklärt!

Verborgen im Gletscher
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Der Klimawandel macht auch vor Island nicht Halt und so gibt ein schmelzender Gletscher eine seit langem vermisste Leiche frei: die von Sigurvin, der bereits seit 30 Jahren spurlos verschwunden war. Als ...

Der Klimawandel macht auch vor Island nicht Halt und so gibt ein schmelzender Gletscher eine seit langem vermisste Leiche frei: die von Sigurvin, der bereits seit 30 Jahren spurlos verschwunden war. Als fest steht, wer die Leiche ist, wird auch der pensionierte Kommissar Konrad benachrichtigt, dessen Fall das damals war. Bereits damals wurde Hjaltalin verdächtigt, ihm konnte aber nichts nachgewiesen werden. Auch jetzt sitzt er wieder in U-Haft, ist mittlerweile schwer krank und möchte nur mit Konrad sprechen. Er beteuert bis zuletzt seine Unschuld. Damals wurde wohl nur sehr einseitig ermittelt, man dachte, in Hjaltalin den Richtigen gefunden zu haben. Obwohl Konrad eigentlich im Ruhestand ist, fängt er wieder an, nachzuforschen, denn er fühlt sich seit dem Tod seiner geliebten Frau sehr einsam.

Dieser ruhige Island-Krimi ist in gutem Schreibstil verfasst. Leider gibt es etliche Längen und es dauert, bis die Spannung zum Ende hin endlich etwas zunimmt. Ich konnte keine große Sympathie für die Protagonisten entwickeln, auch Konrad bleibt meiner Meinung nach etwas farblos, obwohl wir in diesem Buch einiges über sein nicht einfaches Leben mit einem kriminellen Vater erfahren. Die Lösung des Falls kommt am Ende gut konstruiert daher, das lässt sich alles logisch nachvollziehen. Unverständlich blieb für mich, dass es für den voreingenommenen Polizisten Leo keinerlei Maßnahmen gab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Stimmung
  • Figuren
Veröffentlicht am 27.09.2019

Ein alter Fall wird endlich aufgeklärt!

Diebe, Dörfer, Dampfnudeln (Ein-Kommissar-Egger-Krimi 5)
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Chefinspektor Martin Egger und sein sympathisches Team von der Kripo in Zell am See rollen einen alten Fall wieder auf. Damals wurden bei einem Bankraub Millionen erbeutet und die Kassiererin erschossen. ...

Chefinspektor Martin Egger und sein sympathisches Team von der Kripo in Zell am See rollen einen alten Fall wieder auf. Damals wurden bei einem Bankraub Millionen erbeutet und die Kassiererin erschossen. Das Geld blieb verschwunden, nur einer der Täter wurde gefasst - er wurde eben, da er unheilbar krank ist, als haftunfähig aus dem Gefängnis entlassen und kreuzt seitdem immer wieder den Weg von Inspektor Egger. Es folgen mehrere Anschläge auf ihn und seine Familie, daher hängt er sich bei diesen Ermittlungen ganz besonders rein, da er persönlich betroffen ist.

Anfangs fand ich das Buch noch ganz spannend, doch gegen Ende wurde es immer langatmiger und so konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Die immer wieder eingestreuten Sätze im Dialekt waren total überflüssig, obwohl ich sie verstanden habe, aber sie störten den Lesefluss. Egger und sein Team sind wie eine Familie, man kann sie sich gut vorstellen, besonders da sie eingangs alle einzeln vorgestellt wurden. Dieses ist der fünfte Band dieser Reihe, ich kannte davor noch keinen, das hat aber nicht im geringsten gestört.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Familienabgründe tun sich auf!

Kalte Seele, dunkles Herz
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Vor drei Jahren verschwanden die beiden Schwestern Emma und Cass spurlos. Emmas Auto wurde verlassen am Strand aufgefunden und man vermutete, dass sie Selbstmord begangen hatte. Nun steht die jüngere der ...

Vor drei Jahren verschwanden die beiden Schwestern Emma und Cass spurlos. Emmas Auto wurde verlassen am Strand aufgefunden und man vermutete, dass sie Selbstmord begangen hatte. Nun steht die jüngere der beiden Teenager vor der elterlichen Haustür und erzählt eine wirre Geschichte. Dass sie beide auf einer einsamen Insel von einem Ehepaar festgehalten wurden, dass Emma eine Tochter bekommen hat und dass nur sie, Cass, alleine fliehen konnte. Das FBI übenimmt die Ermittlungen und setzt alles daran, die Insel und damit auch Emma zu finden. Nach und nach klärt sich alles auf und es ist doch ganz anders, als Cass es geschildert hat.

In diesem erst zum Ende hin etwas spannender werdenden Buch geht es viel um psychologische Aspekte, um die Macht über andere Menschen und dass nicht alles so ist, wie es scheint. In einer Familie können Kinder schwer darunter leiden, wenn ein Elternteil große psychische Probleme hat und der andere Elternteil das nicht erkennt oder verdrängt. Das wird hier sehr ausführlich geschildert. Das Buch wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal von Cass und dann von der Psychologin Abby, die schon vor drei Jahren bei den Ermittlungen dabei war. Anfangs hatte es einige Längen und wurde für mich erst zum Ende hin spannender. Dafür gab es ein sehr überraschendes Ende!

Veröffentlicht am 23.05.2019

Spannender Thriller mit enttäuschendem Ende!

10 Stunden tot
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Der schwedische Ermittler Fabian Risk muss ein traumatisches Erlebnis verkraften - seine Tochter wurde angeschossen und lag im Koma. Seine Familie scheint darüber zu zerbrechen und er tut alles, um sie ...

Der schwedische Ermittler Fabian Risk muss ein traumatisches Erlebnis verkraften - seine Tochter wurde angeschossen und lag im Koma. Seine Familie scheint darüber zu zerbrechen und er tut alles, um sie wieder zu vereinen. Obwohl er noch einen längeren Urlaub vor sich hat, beginnt er doch wieder seinen Dienst, da mehrere Mordfälle auch seinen Einsatz fordern.

Ein syrischer Flüchtlingsjunge wurde brutal umgebracht, eine junge Frau wurde gestalkt und vergiftet, ein Supermarkt-Verkäufer in aller Öffentlichkeit abgestochen. Zudem versucht Fabian noch, in einem alten Mordfall an den Verdächtigen ran zu kommen. Ein Mörder bedient sich eines komplizierten Verfahrens, mittels Würfeln sein nächstes Opfer und die Tötungsmethode heraus zu finden. Es gibt also viele Handlungsstränge und das wird alles sehr spannend erzählt. Leider kenne ich die Vorgängerbände nicht - dies ist der vierte Fall einer Reihe - und so fehlten mir einige Informationen. Der Ermittler Fabian blieb für mich etwas blass und nichtssagend, seine Kollegin Lilja - eigentlich eine taffe Frau - ließ sich meiner Meinung nach viel zu viel von ihrem Freund gefallen. Das Ende war leider nicht nach meinem Geschmack - es blieben viel zu viele Fragen offen - schade! Die Antworten darauf bekommt der Leser wohl erst im nächsten Band dieser Reihe.

Veröffentlicht am 30.04.2019

Bringt die Zahl 13 wirklich Unglück?

Dreizehn Gäste
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Lord Aveling hat zwölf illustre Gäste zu sich nach Bragley Court eingeladen. Durch einen dummen Unfall bedingt befindet sich noch ein dreizehnter auf diesem Landgut. Er kann durch eine Verletzung am Fuß ...

Lord Aveling hat zwölf illustre Gäste zu sich nach Bragley Court eingeladen. Durch einen dummen Unfall bedingt befindet sich noch ein dreizehnter auf diesem Landgut. Er kann durch eine Verletzung am Fuß nicht laufen und befindet sich somit in der Position als stiller Beobachter. Denn es passiert ein Unglück nach dem anderen: erst wird ein Gemälde zerstört, dann wird der Hund des Hauses erstochen aufgefunden und wenig später gibt es eine Leiche, die angeblich niemand kennt. Das Pferd eines Gastes kommt ohne seinen Reiter vom Jagdausflug zurück und die Polizei in Gestalt von Kriminalinspektor Kendall beginnt zu ermitteln.

Dieser bereits 1936 veröffentlichte Landhaus-Krimi sticht schon mal optisch durch seinen leinenähnlichen Einband hervor. Er ist in angenehmer Sprache in eher gemütlichem Stil verfasst. Große Spannung wird man hier nicht finden. Die interessanten Gäste sind sehr gut charakterlich vorgestellt und die Handlung und die Ermittlungen plätschern eher dahin. Wer gerne englische Krimis im Stil von Agatha Christie liest, ist hier richtig!