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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2019

unterhaltsam, aber vorhersehbar

Die Saphirtochter
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Louisa Reeve heiratet gegen den Willen ihres Vaters den Geschäftsmann Elliot Reeve. In Louisas Augen führt sie eine glückliche Ehe. Nur ihr Kinderwunsch blieb bisher unerfüllt. Doch was sie nicht einmal ...

Louisa Reeve heiratet gegen den Willen ihres Vaters den Geschäftsmann Elliot Reeve. In Louisas Augen führt sie eine glückliche Ehe. Nur ihr Kinderwunsch blieb bisher unerfüllt. Doch was sie nicht einmal anasatzweise ahnt: ihr Mann führt ein Doppelleben….
Als Leser „steht man schnell mitten im Leben von Louise. Diese junge Frau, die als Tochter eines Edelsteinhändlers bisher ein sorgenfreies Leben geführt hat und die ein inniges Verhältnis zu ihrem verwitweten Vater hat, wird hier in der Geschichte vor viele Prüfungen und Veränderungen gestellt. Dabei ist die Handlung unterhaltsam, aber insgesamt in ihrem Verlauf vorhersehbar. Große Überraschungen erwarten den Leser nicht. Anschaulich beschreibt die Autorin die malerisch gelegene Zimtplantage und die langsam sich entwickelnde Freundschaft zwischen Leo und Louisa.
Was ich nicht nachvollziehen konnte ist, dass Louisa ihre Ehe mit Elliot als glücklich betrachtet hat. Glücklich, obwohl er Versprechungen macht, die er nicht einhält, mehr ab- als anwesend ist und selbst für sie offensichtlich ist, dass er Geheimnisse vor ihr hat. Kann Lieb wirklich so blind machen?
In der Darstellung wirklich gelungen fand ich Louisas Schwiegermutter Irene - ignorant, sich stets einmischend. Genau der Typ Frau, den sich jede Braut als Schwiegermutter nur wünschen kann. Kopfschütteln wechselte bei mir da immer wieder mit schmunzeln.
Insgesamt betrachtet ist dieses Buch eine unterhaltsame Urlaubslektüre an die man nicht zu hohe Erwartungen an unerwartete Wendungen im Handlungsablauf stellen sollte. Der größte Teil ist vorhersehbar. Von mir gibt’s 3 Lese-Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.07.2019

Ermittler und Ermittlungen, die mir wenig glaubhaft erscheinen

Kalte Tage
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Gerade hat Hauptkommissarin Petra Taler Jan Lüdersen geheiratet, noch mit ihrem Freunden und Nachbarn den lebensweisenden Schritt nachgefeiert und will mit Jan in die Flitterwochen aufbrechen. Da fällt ...

Gerade hat Hauptkommissarin Petra Taler Jan Lüdersen geheiratet, noch mit ihrem Freunden und Nachbarn den lebensweisenden Schritt nachgefeiert und will mit Jan in die Flitterwochen aufbrechen. Da fällt ein Schuss. Lüdersen bricht lebensgefährlich getroffen zusammen…
Für Petra bricht eine Welt zusammen, denn Lüdersen liegt seitdem im Koma. Niemand kann ihr sagen ob er und wenn mit welchen Beeinträchtigungen wieder aufwachen wird. Um so verbissener stürzt sich Petra in die Ermittlungen, obwohl sie kurz vor dem Mutterschutz und somit ihrer ersten Entbindung steht. Ja und das ist für mich nicht wirklich glaubhaft an der Geschichte. Klar hat sie ein brennendes persönliches Interesse den Täter zu stellen, aber:
1. Darf eine Kommissarin, die von einem Mordanschlag direkt betroffen ist an den Ermittlungen teilnehmen oder gar leiten?
2. Darf eine hochschwangere, werdende Mutter so kurz vor dem Mutterschutz noch Außendienst machen?
3. Kann eine verantwortungsbewusste Mutter sich so in Gefahr begeben?
Auch wenn Petra als quirlige, zielorientierte Ermittlerin geschildert wird, so konnte ich mich mit dieser Hauptfigur nicht anfreunden. Ich fand sie in ihrem Handeln immer verantwortungslos gegenüber dem ungeborenen Leben. Vielleicht kamen hier meine eigenen Mutterinstinkte zu stark durch. Jedenfalls fand ich es nicht sehr realistisch und habe beim Lesen immer wieder mit ihren waghalsigen Aktivitäten gehadert. Beeindruckend fand ich dagegen ihre Liebe und Fürsorge am Krankenbett ihres Mannes. Ihr ungebrochener Wille Jan ins Leben zurückzurufen kam wunderbar zum Ausdruck. Alles in allem ist dies ein unterhaltsamer, in meinen Augen aber streitbarer Krimi den ich mit 3 Lese-Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Anfangs spannend, dann aber ausufernd und konstruiert

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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In Orphea, einer amerikanischen Kleinstadt werden 4 Menschen ermordet. Jetzt, nach 20 Jahren, stellen sich Zweifel ein, ob der damals Verurteilte wirklich der Täter war. Denn Stephanie Mailer, die Fragen ...

In Orphea, einer amerikanischen Kleinstadt werden 4 Menschen ermordet. Jetzt, nach 20 Jahren, stellen sich Zweifel ein, ob der damals Verurteilte wirklich der Täter war. Denn Stephanie Mailer, die Fragen zu den damaligen Morden und eigene Nachforschungen dazu anstellt, verschwindet spurlos. Schnell wird der Polizei klar, dass ihr Verschwinden in direktem Zusammenhang zu ihren Recherchen steht. Und so beginnen 20 Jahre danach die gleichen Ermittler Stephanie zu finden und ihre damaligen Ermittlungsergebnisse im Vierfachmord zu hinterfragen…
Anfangs (das erste Drittel) habe ich mich mit dem Buch spannend unterhalten gefühlt. Da wechseln sich Schilderungen aus der Ermittlung in der Gegenwart mit Schilderungen zu den damaligen Ermittlungen ab. Dabei wird gegen Ende der Kapitel immer eine Frage offengelassen oder Zweifel gesät, so dass es spannend ist weiterzulesen. Aber mit steigendem Lesefortschritt, treten immer mehr Personen in die Handlung ein, immer neue Fälle werden im Buch aufgezeigt, so dass das Ganze ausufernd wird und sehr konstruiert wirkt. Da geht es schlussendlich nicht mehr nur um die Aufklärung der Morde, nein da kommen auch noch Korruption, Waffenschieberei, Ehebruch, Erpressung … zum Tragen. Meine Lesefreude kam fast zum Erliegen, als dieser ehemalige Polizist aus Orphea, Kirk Harway, ins Spiel kam. Ein intellektuell nicht sehr hoch ausgestatteter Ex-Polizist, der als verkappter Autor und Regieführer nun unbedingt sein „Meisterwerk“ aufführen will. Oder dieser selbstherrliche Kritiker, Meta Ostrowski. Das war mir dann irgendwann alles zu viel. Da habe ich dem Autor die Geschichte nicht mehr abgenommen und fand sie nur noch konstruiert und zäh zu lesen. Somit gibt’s von mir auch nur 3 Lese-Sterne.

Veröffentlicht am 05.04.2019

Staatsanwältin auf Mission – Rache

Nemesis
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Im Miami werden Frauen brutal gefoltert und umgebracht. Doch das Schlimmste dabei, das Ganze wird per Video mitgeschnitten. C.J. Townsend will diese Serie stoppen und dabei ist ihr jedes Mittel recht, ...

Im Miami werden Frauen brutal gefoltert und umgebracht. Doch das Schlimmste dabei, das Ganze wird per Video mitgeschnitten. C.J. Townsend will diese Serie stoppen und dabei ist ihr jedes Mittel recht, kein Einsatz ist ihr zu hoch. Allein geht sie auf Rachefeldzug…
Dieser Thriller ist schon abschreckend von der Handlung her, aber sicher nicht unbedingt der Realität so fern. Verbissen versucht C.J. an die Hintermänner, die Auftraggeber zu kommen. Die Namen sind ihr bekannt, aber gerichtlich verwertbare Beweise hat sie nicht. Darum beginnt sie mit einem alleinigen Rachefeldzug gegen diese Verbrecher. Sie ist Nemesis, die Göttin des gerechten Zorns. Und hier liegt in meinen Augen ein doppelter Widerspruch, der die Geschichte und C.J. als Person unglaubwürdig macht. Wie kann sie als Staatsanwältin so gesetzeskonträr agieren? Nur aus der Wut und dem Trauma des bisher eigenen Erlebens heraus? Und 2.: Wie kann sie parallel zu ihrer geheimen Rache (nicht mal ihr Mann ist eingeweiht) sich um die Adoption eines Babys bemühen? Wo sie doch in meinen Augen oftmals ohne nachhaltigen Plan an einige Opfer und deren Bestrafung herangeht und jederzeit mit Konsequenzen für ihre Taten rechnen musss. Anfangs fand ich den Spagat von C.J. >wie ein Verbrecher zu denken und zusätzlich ihr Wissen als Ermittlerin mit einbringen< noch recht glaubhaft. Aber mit wachsender Opferzahl hat C.J. des Öfteren mehr als nur Glück und wird nicht überführt. Das fand ich nicht wirklich realistisch und hat mich nicht überzeugt. Da habe ich schon bessere Thriller von Jilliane Hoffmann gelesen. Von mir gibt’s daher auch nur 3 Lese-Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Spannung erst im letzten Drittel aufgekommen

Tattoo
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In Liverpool treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er geht bei seinen Morden sehr bizarr vor. Er tätowiert seine Opfer mit skurrilen Symbolen. Spuren hinterlässt er keine. Seit fast einem Jahr versucht ...

In Liverpool treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er geht bei seinen Morden sehr bizarr vor. Er tätowiert seine Opfer mit skurrilen Symbolen. Spuren hinterlässt er keine. Seit fast einem Jahr versucht die Polizei ihn zu finden. Als ein neues Opfer auftaucht, das der Ehefrau des ermittelnden Beamten, Greg Carver, äußerst ähnlich sieht, wird klar, dass der Täter auch ihn jagt....
Die Kurzbeschreibung hatte mich neugierig gemacht. Wenn mir auch der Einstieg leicht gefallen ist, so habe ich doch von Anfang an mit der Weitschweifigkeit der Beschreibungen der Ermittlungsarbeit, der Bedenken der Ermittler sowie deren privater Probleme beim Lesen zu kämpfen gehabt. Das fand ich nicht interessant. Es hat weder der Spannung genützt, noch dem Erkennen des Mörders gedient. Da hätte der Autor mit weniger mehr erreicht.
Viele Kapitel im Mittelteil setzten sich mit der Frage bzw. den Ermittlung zu dem Mordanschlag auf Carver auseinander. Hier ist mir beim Lesen der Bezug auf das eigentliche Thema >den Dornenkiller zu finden< in den Hintergrund gedrängt worden. Da wollte der Autor wohl zu viel in eine Geschichte legen. Spannung kam bei mir erst beim letzten Drittel des Buches auf. Hier nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf. Aber so weit muss man erst einmal kommen. Das beste am Ende: auf die Identität des Dornenkillers wäre ich nie gekommen. Das hat mich ein wenig mit dem Buch wieder ausgesöhnt. Aber insgesamt betrachtet kann ich leider nur 3 Lese-Sterne vergeben.