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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2019

Das Eishaus

Porzellankind
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Eine Mutter die keine Nähe zulässt, ein kleines fantasievolles Mädchen und ein kleiner Junge der ein Schreikind ist. Eines Tages ist der Junge Tod. Was ist passiert?

Hier handelt es sich eher um ein Mutter/Tochter ...

Eine Mutter die keine Nähe zulässt, ein kleines fantasievolles Mädchen und ein kleiner Junge der ein Schreikind ist. Eines Tages ist der Junge Tod. Was ist passiert?

Hier handelt es sich eher um ein Mutter/Tochter Beziehungsdrama.Die Abgründe der menschlichen Seele und der Psyche werden erbarmungslos realistisch geschildert.Sprachlich gesehen und aufgrund der ganz besonderen dramatischen Atmosphäre, die das Buch durchströmt, ist es ein richtiges Leseerlebnis. Der Schreibstil ist sehr angenehmen. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich bis zum überraschenden Ende. Alle Charaktere sind sehr stark, lebensecht und bis in die Nebenrolle sehr gut beschrieben. Mit großer Spannung verfolgt man die Reaktionen der Figuren. Packend erzählt und richtig gut strukturiert.

Eine ungewöhnliche und sehr erschütternde Geschichte, die noch einen langen Nachhall hat

Veröffentlicht am 13.08.2019

Die Postkarte

Blutroter Sand
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Text:
Die einsamste Herberge Deutschlands, umgeben von stürmischer Nordsee:
der Leuchtturm »Roter Sand«. Erreichbar ist er nur mit dem Schiff –
und das auch bloß bei gutem Wetter. Zusammen mit ihrer ...

Text:
Die einsamste Herberge Deutschlands, umgeben von stürmischer Nordsee:
der Leuchtturm »Roter Sand«. Erreichbar ist er nur mit dem Schiff –
und das auch bloß bei gutem Wetter. Zusammen mit ihrer Familie will Lisa Holtkamp an diesem wild-romantischen Ort ihren Geburtstag feiern.
Doch schon bald entwickelt sich das Abenteuer zu einem tödlichen Nervenkrieg, der Lisa an ihrem Verstand zweifeln lässt.
Als Hauptkommissar Anton Hayen von der Wasserschutzpolizei ihrem Notruf folgt, bietet sich ihm ein Bild des Grauens ….

Fazit:
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil.
Der Plot ist sehr interessant und aktuell.
Ein sehr gut recherchierter Kriminalfall, der bis zum
Schluss alles offen lässt.
Mit Ermittlern, die sehr realistisch dargestellt werden.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, sowie die Geschichte selbst, welche sich in zwei Handlungen gliedert.
Es sind zwei Erzählstränge, welche am Anfang auf den ersten Blick nichts gemein haben.
Am Ende jedoch löst sich das Ganze auf.
Die Charaktere sind so gut beschrieben, das man das Gefühl hat
selbst vor Ort zu sein.
Ein Krimi, der seine Spannung langsam aufbaut.
Gute Unterhaltung ist garantiert!

Veröffentlicht am 04.07.2019

Das Armband

Die Frau aus Oslo
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Oslo 2015:

Die Norwegerin Turid entdeckt eine Anzeige in der
Aftenposten. Ein kostbares Armband soll versteigert werden.
Ein Armband das sie vor 48 Jahren das letzte mal gesehen hat.
Sie hat es als gestohlen ...

Oslo 2015:

Die Norwegerin Turid entdeckt eine Anzeige in der
Aftenposten. Ein kostbares Armband soll versteigert werden.
Ein Armband das sie vor 48 Jahren das letzte mal gesehen hat.
Sie hat es als gestohlen gemeldet. Wie kommt das Armband in
die Versteigerung?

Oslo 1942:

Die Jüdin Ester arbeitet für den Widerstand.
Sie muss miterleben wie ihr Vater festgenommen und
die Wohnung der Familie geplündert wird.
Ihr beste Freundin Ase, eine junge Mutter, wird ermordet.
Am selben Tag, an dem sie als Widerstandskämpferin enttarnt
wird. Ester flüchtet nach Schweden und lernt dort den
Widerstandskämpfer Gerhard Falkum, der ebenfalls aus Oslo geflohen ist.
Er steht unter Mordverdacht an seiner Frau. Ein Verdacht,
der nie ausgeräumt werden kann und Esther Jahrzehnte später noch beschäftigt.
Zurück in Oslo will sie herausfinden, wer ihre Familie damals in den sicheren Tod
geschickt und sie verraten hat.

Fazit:

Ein Kriminalroman der in drei verschiedenen Zeitebenen spielt.
Die Erzählweise ist etwas spröde und betulich.
Da gibt es keinen großen Spannungsbogen,
die sehr schwierige Zeit in dem Kriegsjahr wird aber sehr gut wiedergegeben.
Norwegen ist fünf Jahre unter deutscher Besatzung und diese Besatzungszeit
hinterlässt deutliche Spuren im Bewusstsein der Charaktere.
Das kommt sehr gut rüber.
Jeder verdächtig jeden und alle schleichen umeinander herum.
Z. B. die Nöte der Jüdin Ester die nach Schweden flüchten muss, treibt die
Sorge um ihre Familie um.
Die Charaktere sind überhaupt alle sehr gut dargestellt.
Man lebt und leidet mit ihnen.
Außerdem erhält dieser Krimi sehr viel Lokalkolorit.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Mein Kopfkino lief die ganze Zeit in schwarz/weiß...
Es gibt viele lose Fäden, die aber nicht alle verknüpft werden.
Einige wichtige Fragen, die sich während des Lesens ergeben, werden bis zum Schluss nicht beantwortet und bleiben der Fantasie des Lesers überlassen.

Ein solider Krimi, der in sehr unschöne Zeiten führt.
Gut geschrieben, aber mit Erklärungsbedarf und damit doch etwas Spannungsarm.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.06.2019

Dunkel Schweden

Schneewittchensarg
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Ein furchtbares Verbrechen oder der Bluff des Jahrhunderts?
Das versuchen die ungleichen Kommissarinnen
Ingrid Nyström und Stina Forss im siebten
Band der beliebten Schweden Krimiserie herauszufinden.
Die ...

Ein furchtbares Verbrechen oder der Bluff des Jahrhunderts?
Das versuchen die ungleichen Kommissarinnen
Ingrid Nyström und Stina Forss im siebten
Band der beliebten Schweden Krimiserie herauszufinden.
Die Ermittlungen in ihrem bisher kompliziertesten
Fall führen sie ins småländische Glasreich. Schweden 1972:
Während einer Hochzeitsfeier verschwindet die junge,
schöne Braut spurlos. Knapp fünfzig Jahre später taucht bei einer
Ausstellungseröffnung ihr skelettierter Leichnam in einem gläsernen
Sarkophag wieder auf. Nyström und Forss übernehmen die Untersuchungen
und bald schon rücken drei Familienunternehmen, allesamt Glashüttenbesitzer,
in den Fokus der Ermittlung. Doch je tiefer Nyström und Forss in der
Vergangenheit graben, desto widersprüchlicher und rätselhafter scheinen die Dinge,
die sie zu Tage fördern.
Ein Fall der von Lüge und Verblendung, Eifersucht und Verrat, doch vor allem einer starken,
weiblichen Künstlerpersönlichkeit und ihrem nicht zu zügelnden Lebenshunger handelt.

Ein atmosphärisch dichter Krimi der die schwedische Seele sehr gut wiedergibt.
Wunderbar geschrieben und sehr authentisch.
Die Ermittler sind allesamt Persönlichkeiten mit vielen Ecken und Kanten.
Sehr Problembehaftet und mit kompliziertem Privatleben.
Alle Charaktere sind sehr interessant und lassen das Kopfkino auf Hochtouren laufen.
Ein komplizierter Fall, der weite Kreise zieht.

Leider hat er sehr viele offene Fäden, die es zu verknüpfen gilt.
Das gelingt nicht immer und macht es zeitweilig etwas langatmig.
Das Ende ist dann aber wieder schlüssig und sehr überraschend.
Nur die zusätzliche Schlussszene um Kommissarin Forss hätte es nicht gebraucht.
Die Action war meiner Meinung nach überflüssig.
Passt einfach nicht zu dieser Art Kriminalroman.
Alles in allem ein solider Schweden Krimi.

Veröffentlicht am 09.05.2019

Das Buch macht große Lust auf den Sommer und auf Frankreich

Die Kirschen der Madame Richard
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Klappentext:
185 Einwohner zählt das Dorf Montbolo in den französischen Pyrenäen.
Als die Hamburgerin Miriam auf der Durchreise ein verwunschenes altes Haus
inmitten eines verwilderten Kirschhains entdeckt, ...

Klappentext:
185 Einwohner zählt das Dorf Montbolo in den französischen Pyrenäen.
Als die Hamburgerin Miriam auf der Durchreise ein verwunschenes altes Haus
inmitten eines verwilderten Kirschhains entdeckt, steht der Entschluss für sie fest:
Sie bricht alle Zelte ab und wird Montbolos Einwohnerin Nummer 186. Miriam nimmt sich vor,
ihr Haus im Alleingang zu renovieren und von nun an von der Kirschernte zu leben.
Doch sie hat nicht mit der skurrilen Dorfgemeinschaft und den Eigenarten uralter Kirschsorten gerechnet
und schon gar nicht mit dem unverschämt charmanten Nachbarn Philippe,
der ihr Herz höherschlagen lässt.

Dieser Roman verzaubert durch seine Leichtigkeit
und er vermittelt einen das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Das südländische Flair, die Lebensart und die französische Landschaft lädt zum Träumen ein.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr realistisch.
Die Hauptfiguren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Es macht Spaß Miriam zu begleiten und zu erleben wie sie
sich langsam aus ihrer Starre löst. Wie sie zu Leben anfängt.
Miriam lernt nette Menschen kennen und die Erkenntnis, dass
gute Freunde und auch die Liebe alles möglich machen können.
Für einen Neuanfang ist es nie zu Spät.
Das Buch macht große Lust auf den Sommer und auf Frankreich.
Ein schöner Sommerroman.