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Veröffentlicht am 18.07.2019

Unbedingt mehr von Laurie und Jake

Profiling Murder – Fall 3
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So eine kleine Häppchen Serie mit diesem Format geht einfach immer. Bereits die ersten beiden Bände rund um Laurie Walsh konnten mich absolut überzeugen und begeistern, weshalb ich auch hier unbedingt ...

So eine kleine Häppchen Serie mit diesem Format geht einfach immer. Bereits die ersten beiden Bände rund um Laurie Walsh konnten mich absolut überzeugen und begeistern, weshalb ich auch hier unbedingt dranbleiben musste.

Dania Dicken schreibt sehr kraftvoll und intensiv. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und bringt die Dinge , so wie sie sind,klar auf den Punkt.
Auch bei Laurie ist sie nun an diesem Punkt angelangt und in diesem Band , muss man sich verdammt warm anziehen, um ihm gewachsen zu sein.
Denn Laurie bekommt es hier mit dem schlimmsten Täter, den das Verbrechen zu bieten hat zutun.
Es könnte so schön sein.
In ihrer Suche nach Sam geht es endlich voran und auch im privaten Bereich wird es nach einem schmerzhaften Schicksalsschlag endlich besser.
Laurie weiß was sie will. Sie hat nur die Angewohnheit, zu zögern, zu lange nachzudenken.
Ja, des öfteren kam mir durchaus in den Sinn , sie mal kräftig zu schütteln. Aber ich finde ihre Art auch unglaublich süß und nachvollziehbar. Und auf irgendeine Art und Weise kommt da auch Romantik und bittersüßer Schmerz ins Spiel, der es so unvergleichlich schön und herzzerreißend macht.
Das sind Momente, die mich wirklich durchatmen ließen und im Vergleich zur Hauptthematik, etwas Leichtigkeit hinein brachten. Und ich hab es einfach nur genossen.

In beruflicher Hinsicht geht es ziemlich heftig zu.
Morde, verschwundene Personen und der Täter agiert scheinbar wie ein Phantom.
Der Antagonist hat mich zugleich abgestoßen, als auch fasziniert.
Diese Abgebrühtheit, diese Willkür, dieses Kalkül dahinter.
Absolut niederschmetternd. Absolut unfassbar.
Interessant war hier tatsächlich die Perspektive des Täters. Denn es gibt einen guten Einblick in seine Psyche. Und die hat mich mal komplett sprachlos gemacht. In Bezug auf ihn, hätte ich mir nur etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht.
Wahnsinn kommt dem ganzen verdammt nahe und nie hab ich mich hilfloser und zorniger gefühlt als hier.
Definitiv keine leichte Kost. Da die Taten wirklich sehr detailliert zelebriert werden.
Das kann mitunter schon mal auf den Magen schlagen.
In dem Augenblick, denkt man nicht an das eigene Empfinden, sondern an das, was die Opfer empfinden.
Und ich finde einfach keine Worte.
Es erschüttert und bewegt gleichermaßen.
Laurie selbst beweist unglaublich große Stärke und zugleich verhält sie sich absolut als normaler Mensch und zeigt damit auf, das auch eine Dienstmarke nicht schützt.

Die Handlung geht verdammt rasant vonstatten. Für mich fast zu rasant. Ehrlich gesagt, kam ich kaum zum Luft holen. Hier hätte ich mir tatsächlich mehr Seiten gewünscht, um es auch begreifen und verinnerlichen zu können.
Denn ehe man es sich versieht, ist es auch schon wieder vorbei.
Ein verdammt großartiger Band, der mir Gänsehaut und Adrenalinschübe bescherte und mich wirklich endlos mitzittern ließ.
Und obwohl die Brutalität enorm groß ist, so kann man auch wirklich gut an den Ermittlungen teilhaben und diese auch nachvollziehen.
Vorhersehbar fand ich hier tatsächlich gar nichts. Es hat mich überrascht welchen Verlauf das Ganze nahm, denn damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet.
Nicht mit so viel Berechnung und Perfidität.
Es gab einige Wendungen , die absolut grauenvoll , aber auch wirklich gut platziert waren, das man es wirklich am eigenen Leib erfahren konnte.
Am Ende wusste ich tatsächlich nicht mehr , was ich sagen sollte.
Ein Band den man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.
Unbedingt mehr von Laurie und Jake.
Hach wie liebe ich diese beiden, bin aber auch mega gespannt darauf, was sich in Bezug auf Sam noch entwickeln wird. Ich denke es wird richtig kräftezehrend und emotional werden.

Fazit:
Der dritte Band rund um Laurie Walsh bringt so richtig zum mitzittern und lässt die schlimmsten Albträume wahr werden.
Laurie brilliert in ihrer Position als Ermittlerin und zeigt zudem sehr deutlich auf, das sie auch nur ein Mensch ist und damit sehr verletzlich und angreifbar.
Ein Band, der nichts für schwache Nerven ist, aber mit enorm großer Spannung und perfekt platzierten Wendung punktet.
Ein Band , bei dem ich mir so sehr mehr Seiten gewünscht hätte.
Ein gelungener Folgeband, den man unbedingt lesen muss. Es lässt das Thriller Herz definitiv höher schlagen , punktet aber auch mit schönen zwischenmenschlichen Aspekten.
Unbedingt mehr von Laurie und Jake.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Düsterer und gefährlicher als die Vorgänger und ob der Schwächen, hat es mich wirklich begeistert

Broken Darkness: So gefährlich
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Auf den dritten Band der Broken-Darkness-Reihe hab ich mich sehr gefreut. Denn hier geht es um Joan, die ich schon in den beiden Vorgängern total klasse fand.
Joan ist knallhart, böse und weiß ihre starken ...

Auf den dritten Band der Broken-Darkness-Reihe hab ich mich sehr gefreut. Denn hier geht es um Joan, die ich schon in den beiden Vorgängern total klasse fand.
Joan ist knallhart, böse und weiß ihre starken Seiten gekonnt einzusetzen.
Böse trifft es nicht ganz. Vielmehr ist sie vom Leben nicht belohnt worden. Mehr als einmal stand sie am Abgrund, was sie hart und unnachgiebig gemacht hat. Und doch hat sie nicht verlernt zu leben und zu fühlen. Joan ist eine Protagonistin, die ich wirklich sehr gern mag. Ganz besonders den Sarkasmus, hab ich an ihr zu schätzen gelernt.
Besonders im ersten Teil des Buches, zeigt sie, das nicht mit ihr zu spaßen ist.
Ganz ehrlich, ich mochte sie auch hier sehr gern. Gerade im ersten Teil war sie so, wie ich sie mir immer vorgestellt hatte. Dazu diese sexuelle Anspannung die förmlich in der Luft lag und dem Ganzen etwas sehr verwegenes gab.
Grundsätzlich hat mir das wirklich sehr gut gefallen. Bis zu einem gewissen Punkt, weil sich leider ein paar Längen einschlichen, die mitunter doch meinen Lesefluss störten. Nichtsdestotrotz hat die Autorin so einen einnehmenden und fesselnden Schreibstil, das ich viel zu schnell fertig war.

Dadurch das man hier die Perspektiven von Joan und von Max erfährt, blickt man auch hinter die Fassade und begreift und verinnerlicht , was in ihnen vorgeht.
Der männliche Protagonist ist diesmal Max, Dylans Bruder und auch wenn ich ihn erst überhaupt nicht mochte, so war ich doch irgendwann beeindruckt von ihm. Er hat Facetten von sich offenbart, die mich überrascht haben.
Joan und Max geben eine sehr explosive Mischung ab. Keiner gibt klein bei und dadurch entwickeln sich recht interessante Dialoge, die mich wirklich oft zum lachen brachten.
Auch die tiefe Leidenschaft, das gefährliche und brutale ist mehr als gut greifbar. Es ist elektrisierend, bahnbrechend und einfach durch und durch echt und mehr als gut spürbar.
Diese Art der Nähe gliedert sich eher in den Dark Romance Bereich ein.
Im zweiten Teil änderte sich die Chemie zwischen den beiden etwas. Man spürte deutlich, wie eine Wandlung bei den Charakteren vor sich ging. Es wurde sanfter, emotionaler, schmerzhafter.
Schmerzhafter, weil man über die Hintergründe von Joan aufgeklärt wird. Es hatte etwas sehr verwundbares an sich und gerade diese Hintergründe zeigen auf, wie leicht man manipuliert werden kann und wie leicht man sich dadurch angreifbar macht.
Auch Max wurde nichts geschenkt und dadurch treffen zwei wirklich sehr verletzte und gebrochene Seelen aufeinander, die nichts mehr benötigen, als Heilung.

Am meisten geraten hier jedoch die zwischenmenschlichen Aspekte in den Fokus und haben hier verdammt viel Wärme und Vertrauen geschaffen.
Eine Handlung , die mich wirklich gut unterhalten hat, die ich teilweise aber auch etwas monoton fand. Die Spannung flaute immer mal wieder ab, was ich als sehr schade empfand.
Erst im letzten Drittel des Buches wurde das Ruder wieder rumgerissen und die Ereignisse haben sich förmlich überschlagen.
Die Autorin schreibt hier wirklich sehr detailreich. Was besonders bei den Charakteren sehr gut zum Vorschein kommt. Diesen Umstand hätte ich mir gern sehr viel intensiver beim eigentlichen Showdown gewünscht, denn mir ging es teilweise etwas zu schnell.
Dafür konnte tatsächlich mit einigen Wendungen gepunktet werden, die ich nicht kommen sah und die nochmal einen völlig neuen Blickwinkel auf das Geschehen warfen. Was ich wirklich sehr gelungen fand.
Manchmal ist das, was wir sehen, nicht das, was sich tatsächlich vor unseren Augen abspielt.

Insgesamt ein sehr schöner Band. Der vor allem mit wirklich tollen Charakteren punktet und das Böse und perfide richtig schön an die Oberfläche zerrt.

Fazit:
Band 3 der Broken-Darkness-Reihe, ist wieder eine sehr schöne Story, die zum lachen und Luft anhalten gleichermaßen bringt.
Joan und Max.
Zwei Charaktere, bei denen die Luft schon vom zusehen knistert. Es gab wirklich sehr erfrischende Dialoge , die ich wirklich genossen habe.
Insgesamt eine sehr interessante Story, die vor allem die Abgründe der menschlichen Seele sehr gut offen legt.
Aber auch zeigt, das immer Licht am Ende des Tunnels ist, man muss nur bereit sein, die Augen zu öffnen.
Düsterer und gefährlicher als die Vorgänger und ob der Schwächen, hat es mich wirklich begeistert.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Dramatisch, düster und ziemlich überraschend

Broken Darkness: So vollkommen
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Band 1 der Reihe rund um Annie und Dylan fand ich damals richtig klasse, vor allem nach diesem ultimativen Cliffhanger am Ende von Band 1.
Und so schließt auch Band 2 nahtlos an die Geschehnisse vom Vorgänger ...

Band 1 der Reihe rund um Annie und Dylan fand ich damals richtig klasse, vor allem nach diesem ultimativen Cliffhanger am Ende von Band 1.
Und so schließt auch Band 2 nahtlos an die Geschehnisse vom Vorgänger an und ich hatte überhaupt keine Probleme sofort einzusteigen und mich vollends fallenzulassen.
Die Autorin startet hier mit einer großen Portion an Tragik und Dramatik, was die Nerven gleich mal vollends blank liegen lässt.
Die Vergangenheit liegt nicht mehr länger im Verborgenen. Nein, nie war sie präsenter, angsteinflößender. Sie ist absolut greifbar und real. Etwas was Annie unwiderbringlich zur kleinen, ängstlichen und verstörten Person zurückkatapultiert.Und das ist es auch, was man in dem Moment begreift. Annie hat gelitten und ist fast vor Pein und Leid fast zugrunde gegangen.
Besonders auf den ersten Seiten habe sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ich hab fast drangeklebt.
Es kamen einige Handlungen zutage, die meiner Meinung nach später, zu wenig Aufmerksamkeit bekamen.
So viel zu Annie. Auch hier mochte ich sie wirklich gern. Sie hat sich verändern und abschließen können und gleichzeitig ist sie daran gewachsen und zeigt, wieviel Stärke und Durchsetzungsvermögen in ihr steckt. Aber man erlebt sie auch sanft und verletzlich, was ihr etwas sehr berührendes verleiht.

Aber eigentlich geht es hier um Dylan und seine Geschichte und wie es letztendlich mit ihm und Annie weitergeht.
Die Unnahbarkeit, das Rauhe und Verwegene scheint sich förmlich in Luft aufzulösen. Und zurück bleibt Gebrochenheit und einige Ecken und Kanten, die vorher nicht so zum Vorschein kamen.
Um ehrlich zu sein, mochte ich diese Wandlung nur bedingt. Eben weil er mich aufgrund seiner Art in Band 1 unglaublich fasziniert und nicht mehr losgelassen hat. Ein Rest dessen ist durchaus noch vorhanden, aber scheint immer weniger zu werden.
Hier blickt man endlich hinter seine Fassade und begreift was den großen Dylan Daniels zu dem gemacht hat, was er heute ist.
Da ist Sanftheit, aber auch Kälte. Ein Umbruch, eine Schutzmauer, die ihn vor äußeren Einflüssen schützen soll.
Man taucht in seine Vergangenheit ein und bekommt so einiges geboten, was man nicht unbedingt erwartet hätte.
Sehr gerne hätte ich hierbei auch sein Umfeld gern noch etwas näher kennengelernt.
Dafür gelang es anderen Charakteren, mich wirklich zu überraschen.
Allen voran Blake und Tiffany. Tatsächlich haben sie mich wirklich sprachlos gemacht und ich konnte es echt nicht glauben. Ich wusste tatsächlich nicht, ob ich lachen, weinen oder wütend sein sollte. Es hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Wind aus den Segeln genommen.
Ganz besonders Tiffany, die für mich immer eine unscheibare Person war. Doch pötzlich zeigt sie, was in ihr steckt. Diese Begebenheit zeigt, wie weit man geht, um zu überleben.
Tatsächlich gab es einige Momente, die mir zu glatt abliefen, da hätte ich mir noch mehr Intensität und Ausdruck gewünscht. Vor allem hatte ich noch Fragen, die scheinbar ins Nirgendwo verliefen. Was ich wirklich schade empfand.
Auch im zwischenmenschlichen Bereich schafft es die Autorin, die Emotionen, aber auch den inneren Aufruhr, als auch die Zerrissenheit und Verzweiflung, sehr gut zum Ausdruck zu bringen.
Dadurch kann man sich ein Stück weit ganz gut in die Charaktere hineinversetzen und es nachempfinden.

Auch hierbei erfahren wir wieder die Perspektiven von Annie und Dylan, was mir gut gefallen hat. Aber ich hatte dennoch das Gefühl,ich dringe nicht vollends zu ihnen durch.
Der Schreibstil ist sehr einnehmend und fließend, die Atmosphäre empfand ich als trostlos, ein Stück weit traurig und düster.
Die Handlung ist recht abwechslungsreich gestaltet, da es nicht nur um Annie und Dylan geht. Auch bei anderen Charakteren geht es wirklich hoch her, was zusätzlich für Spannung sorgt.
Es geht um Vergangenheit und Gegenwart.
Um Neuanfänge und Loslassen.
Um Kalkül, Wut und Überlebenswillen.
Das, was ist, kann man nicht ändern, aber man kann das Beste herausholen.
Ein zweiter Band, der mir wirklich gut gefallen hat, mich aber nicht ganz so überzeugen konnte, wie es der erste vermochte. Mir fehlte einfach noch mehr Leidenschaft, Tiefe und Nervenkitzel.
Nichtsdestotrotz freue ich mich schon sehr auf Joans Geschichte, denn auch sie hat mich überrascht und es brennt mir unter den Nägeln, ihre Seele zu erkunden.

Fazit:
Mit der düsteren und zugleich sinnlich-dramatischen Story rund um Annie und Dylan, hat mich die Autorin wirklich sehr begeistert und mitgerissen.
Auch wenn mir Band 1 um einiges mehr gefallen hat.
Es war einfach viel herzzereißender, rauher und emotionaler für mich.
Band 2 kann da leider nicht ganz mithalten. Es gab für mich kleinere Schwächen, die das Geschehen und das eigene Empfinden durchaus beeinflusst haben.
Während sich Band 1 um Annie drehte, wird sich hier Dylan gewidmet.
Dramatik, düster und ziemlich überraschend.
Ein zweiter Band der zwar etwas schwächer ist, aber durchaus packend und mitreißend erzählt wird.
Ich bin sehr gespannt, ob Joan das Ruder in Band 3 wieder nach oben reißen wird.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Ich liebe die Story von Pippa und Eric, weil sie zeigt , was Leben, Liebe und Vertrauen bedeutet

Diamonds For Love – Entflammte Sehnsucht
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Band 1 der Reihe rund um die Bennett Familie hab ich damals verschlungen und geliebt, weil sie so unfassbar süß war.
Jetzt hab ich ein Band übersprungen, was aber gar nix macht. Sie sind unabhängig voneinander ...

Band 1 der Reihe rund um die Bennett Familie hab ich damals verschlungen und geliebt, weil sie so unfassbar süß war.
Jetzt hab ich ein Band übersprungen, was aber gar nix macht. Sie sind unabhängig voneinander lesbar und zudem abgeschlossen.
Ich wollte unbedingt Pippas Story erfahren, denn sie hat mich schon im ersten Band total von sich überzeugt und mein Herz im Sturm erobert. So das ich unbedingt mehr von ihr wollte.

Layla Hagen schreibt sehr leicht und fluffig und herrlich emotional, so daß ich das Buch im Nu verschlungen habe.
Wie gewohnt, erfährt man von beiden Hauptakteuren, die Perspektiven, wodurch man gleich tiefer in ihre Seelen eintaucht und sie vollends auskostet.
Was Ihnen zudem unheimlich viel Tiefe und Präsenz verleiht.
Pippa spielt ja selbst gern Kupplerin, aber diesmal trifft Amors Pfeil auf sie selbst.
Pippa und Eric sind zwei Menschen die einfach zusammengehören, nur müssen sie das selbst erst noch herausfinden. Denn sie machen sich das Leben gern mal unnötig schwer.
Beide haben durchaus eine Vergangenheit, die sie geprägt und verändert hat. Obwohl Erics Hintergrund doch sehr schmerzvoll und tragend ist. So hat mich Pippas Vergangenheit doch mehr erschüttert und auch bewegt. Eine Vergangenheit, die ihre Spuren auch in der Gegenwart hinterlässt und dadurch allgegenwärtig wird.
Sie tat mir so unfassbar leid und ich wäre ihrem Ex gern mal an die Kehle gesprungen.
Diese Niedertracht und Perfidität werde ich nie verstehen können und mir kommt da buchstäblich die Galle hoch. Es löst einfach nur Wut und Ekel bei mir aus.
Pippa dagegen zeigt wahre Größe und beweist , das sie nicht beschützt werden muss. Ja, das sie nicht nur anschmiegsam und süß ist, sondern dass sie auch ordentlich austeilen kann.
Ich hab sie einfach nur gefeiert und bewundert dafür.

In die Handlung kam ich sofort sehr gut hinein. Obwohl es anfangs etwas steif wirkte, bis alle aus sich herauskamen.
Aber die Autorin baut so eine herrlich romantische und einfach lebendige und berauschende Atmosphäre auf, das es mich nicht weiter gestört hat.
Die zwischenmenschlichen Aspekte kristallisieren sich wahnsinnig schnell heraus und ich war ziemlich verblüfft, wie schnell sich alles entwickelt hat.
Man erlebt so wahnsinnig prickelnde und heiße Momente, das es runtergeht wie Öl.
Und dazwischen so viel Vertrauen und Verletzlichkeit, das ich immer wieder Gänsehaut bekam. Herzklopfen ohne Ende.
Aber am meisten hat mich die Bennett Familie begeistert, weil ich nie aus dem lachen herauskam. Was mich auch ziemlich auf Trab gehalten hat.
Es war so unheimlich schön wie Erics Tochter ohne Wenn und Aber angenommen wurde, das ich einfach nur zutiefst bewegt und gerührt war.
Es sagt so viel über diese Familie aus, die nicht nur viel Geld hat, sondern auch das Herz am rechten Fleck hat und zeigt, das sie auf dem Boden geblieben sind.
Etwas schade finde ich, das so wenig auf die Firma eingegangen wird. Da ich besonders diesen Aspekt sehr interessant finde und man da eine Menge herausholen könnte.

Layla Hagen versteht es jedoch nicht nur mit Emotionsgewalt und Humor zu punkten. Sie webt auch ernste Themen mit ein, die schnell für Dramatik sorgen und somit einen tollen Ausgleich schaffen.
Gegen Ende wurde es nochmal sehr turbulent, was allerdings relativ schnell ging , so daß sich die Geschehnisse förmlich überschlagen haben. Das wäre vielleicht ein Punkt, den man hätte noch mehr ausarbeiten und intensiver hätte darstellen können.

Alles in allem hat mich die Autorin wieder absolut begeistert. Eine unheimlich süße Geschichte, die zum träumen und verweilen einlädt und herrlich Herzklopfen beschert.
Und manchmal muss man das Zepter selbst in die Hand nehmen, über seinen Schatten springen. Die Vergangenheit, Vergangenheit sein lassen und nach vorn schauen
Denn nur dann kann man echte, wahre und tiefe Liebe erfahren.

Fazit:
Pippa. Wie hab ich mich auf Ihre Story gefreut und der Autorin gelang es wieder perfekt, mich einfach nur wieder zu begeistern und zu fesseln.
Ein herrlich spritzige , humorvolle und emotionale Story, die Herzklopfen pur verursacht und so unheimlich oft zum lachen bringt.
Ich liebe die Story von Pippa und Eric, weil sie zeigt , was Leben, Liebe und Vertrauen bedeutet.
Total süß, romantisch und auch die Dramatik kommt nicht zu kurz.
Einfach perfekt für zwischendurch.

Veröffentlicht am 07.07.2019

Ein Roman der Beklemmung und die Frage nach dem nächsten Morgen hervorruft

Die Unvollkommenen
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Bereits 2017 erschien “Die Optimierer”. Dies spielte 5 Jahre vor den Geschehnissen von “Die Unvollkommenen”. Zum besseren Verständnis wäre es besser, erst diesen Band zu lesen. Da gerade bei den Unvollkommenen ...

Bereits 2017 erschien “Die Optimierer”. Dies spielte 5 Jahre vor den Geschehnissen von “Die Unvollkommenen”. Zum besseren Verständnis wäre es besser, erst diesen Band zu lesen. Da gerade bei den Unvollkommenen viele Fragen entstehen, die möglicherweise Antworten im ersten Band liefern.
Leider fiel mir dieser erste Band erst später ins Auge.

Mich hat die Grundidee dieses Romans sehr gereizt und ich war sofort Feuer und Flamme dafür.
Es spielt in der Zukunft im Jahre 2057 und es wird daran gearbeitet, das Roboter und Menschen gleichgestellt nebeneinander leben können.
Im Brennpunkt steht Lila. Eine junge Rebellin, die es sich zum Ziel gesetzt hat, gegen das System vorzugehen.
Doch mir nichts, dir nichts, landet sie plötzlich in der Verwahrung.
Was bedeutet das für Lila?
Wird sie dem System entkommen können?

Die Autorin hat einen sehr leichten und einnehmenden Schreibstil, wodurch ich wirklich gut vorankam.
Hierbei erfährt man die Perspektive von Lila, was mir sehr gut gefallen hat, da man sich so ein recht gutes Bild von ihr machen konnte. Lila war mir sofort sympathisch und ich kämpfte gern an ihrer Seite.
Daneben spielen auch Kophler und Samson eine sehr wichtige Rolle. Doch am meisten hat mich Anna beeindruckt. Eine Frau, die sich dem System nicht beugt und ihren eigenen Weg beschreitet. An ihrer Seite ein Roboter, der aufzeigt, das nicht alle Maschinen gleich sind und durchaus zu Rebellen werden können. Und gerade dieser Umstand, hat mir unglaublich gut gefallen.
Insgesamt verstehen die Charaktere für sich einzunehmen und zu überzeugen, auch wenn etwas mehr Tiefe schön gewesen wäre.
Dafür entwirft Theresa Hannig ein sehr ausdrucksstarkes Bild von dieser Welt.
Eine Welt, in der man scheinbar keinen eigenen Willen mehr hat.
In dem alles an Perfektionismus und Kontrolle grenzt.
Doch wie viel Perfektionismus ist tatsächlich möglich und ist dieses Bestreben tatsächlich von Erfolg gekrönt?
Macht uns das nicht auch zu Werkzeugen, wenn man nicht mehr frei entscheiden kann?

Diesen Roman empfand ich als sehr beängstigend.
Stetige Überwachung. Kein Leid mehr.
Zu perfekt, um glücklich zu sein.
Lila war für mich eine Person, die mich gerade am Anfang sehr beeindruckt hat. Doch im Laufe des Geschehen macht sie eine Entwicklung durch, die mir nicht immer gefallen hat.
Völlig im Dunkeln blieben für mich Kophler und Samson.
Über ihre wahren Beweggründe bin ich nie dahinter gestiegen , da sie sehr viel verbergen und es nicht wirklich zulassen, das man sie erforscht.

Die Handlung selbst ist eher ruhig und die Spannung unterschwellig spürbar. Anfangs empfand ich das als sehr faszinierend, doch dadurch dass diese Ruhe nie abflaute, wurde es auch ein wenig monoton und wenig aufregend.
Dieses Sci-Fi Abenteuer ruft einiges an Beklemmung hervor.
Das was du heute willst, kann morgen schon wieder dein komplettes Leben umkrempeln.
Wieviel Selbstbestimmung bleibt dem Menschen eigentlich noch?
Schon heute in unserer Welt wird alles von Technik beherrscht und hier wird dieser Faden etwas weitergesponnen. Ein Unterfangen, das nicht unwahrscheinlich erscheint.
Meine Erwartungen die ich hegte, wurden leider nicht ganz erfüllt. Die Rebellion kam für mich nicht so zum Zuge , wie ich es mir erhofft und vorgestellt hatte.
Viel mehr wird aufgezeigt, das man schlichtweg keine Wahl hat.
Zudem kamen die Emotionen leider etwas zu kurz, was wirklich schade ist. Gerade weil ich bei Lila viel Potenzial gesehen habe.
Schlussendlich ein Roman, der gut unterhält und gerade am Anfang unglaublich faszinierend ist. Gegen Ende aber ziemlich abflaute und den Leser mit einigen Fragezeichen im Kopf zurücklässt.
Kann man lesen, muss man aber nicht.

Fazit:
“Die Unvollkommenen” ist ein sehr interessanter Sci-Fi Roman, der aufzeigt , was mit Technik noch alles möglich ist.
Für mich am Anfang sehr faszinierend und interessant. Leider verlor sich das am Ende des Buches. Was ich sehr schade fand, da hier noch eine Menge Potenzial ist.
Ein Roman der Beklemmung hervorruft und die Frage nach dem nächsten Morgen hervorruft.
Hierbei wäre es zum besseren Verständnis hilfreich, erst “Die Optimierer” zu lesen, da dies 5 Jahre zuvor spielt.
Letztendlich ein sehr ruhiger Roman, deren Spannung eher unterschwellig spürbar wird.

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