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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2019

Nele

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Nele reicht es mit der Liebe und sie hat beschlossen, dass nun erstmal ihre Karriere an erster Stelle stehen soll. Nun ja, das kann ja nur schief gehen, wie ja schon der Titel mit dem netten Wortspiel ...

Nele reicht es mit der Liebe und sie hat beschlossen, dass nun erstmal ihre Karriere an erster Stelle stehen soll. Nun ja, das kann ja nur schief gehen, wie ja schon der Titel mit dem netten Wortspiel vermuten lässt. Da kommt es gerade passend, dass sie endlich in einer Werbeagentur ihren Traumjob bekommen hat. Doch nicht nur beruflich wird sie vor ungeahnte Herausforderungen gestellt, auch ihr Bruder Lenny, der das Downsyndrom hat, fordert sie. Denn er möchte auf eigenen Beinen stehen und ausziehen - und da soll gerade sie ihn unterstützen, die ihn doch gerne rundum beschützen möchte. Der Roman bietet ein wahres Wechselbad der Gefühle und ist die passende Sommerlektüre. Leicht, aber dennoch nicht seicht, unterhaltsam, aber auch nachdenklich stimmend.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Quentin ermittelt in der Kunstszene

Ein kunstvoller Mord
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Quentin Belbasse ermittelt dieses Mal in der Kunstszene. Seine Mutter, die Performance Künstlerin Rosa Kontrapunkt nimmt an einer geheimen Kunstaktion teil durch das ehemalige Kaufhaus Samaritaine. Dort ...

Quentin Belbasse ermittelt dieses Mal in der Kunstszene. Seine Mutter, die Performance Künstlerin Rosa Kontrapunkt nimmt an einer geheimen Kunstaktion teil durch das ehemalige Kaufhaus Samaritaine. Dort bricht die Künstlerin und Fotografin Solveig Brenner zusammen und ist tot - ermordet. Rosa ruft sofort ihren Sohn an, der - dieses Mal mehr gemeinsam mit der Polizei - ermittelt. Wir tauchen tief ein in die Kunstzene, aber fahren auch mit Belbasse des Öfteren durch die Pariser Straßen. Ich bin froh, vorher den ersten Band der Reihe gelesen zu haben, denn man trifft hier viele der Personen wieder, aber es ist kein absolutes Muss, den anderen Krimi zu kennen.
Auch dieses Buch ein gelungener Kriminalroman mit viel Parisflair und Einblicke in die Kunstszen.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Mord im Cabaret

Dunkle Nächte auf Montmartre
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Quentin Belbasse ist Musiker, Gitarrist, und vermutlich Mitglied in mehreren Bands oder auch Begleiter von Sängern, das wird nicht so ganz deutlich. Seine Mutter, Rosa Kontrapunkt, eine Deutsche, ist Performance-Künstlerin ...

Quentin Belbasse ist Musiker, Gitarrist, und vermutlich Mitglied in mehreren Bands oder auch Begleiter von Sängern, das wird nicht so ganz deutlich. Seine Mutter, Rosa Kontrapunkt, eine Deutsche, ist Performance-Künstlerin und das ist Quentin manchmal etwas peinlich.
Paris in der Augusthitze, viele Pariser sind im Urlaub, es ist unglaublich heiß. Quentin hat mit Freunden lange gefeiert. Da reißt ihn der Anruf von Moulin, einem Cabaret-Besitzer und Freund von Quentin und seiner Mutter, aus dem Schlaf. Im Keller des Cabarets wurde eine Frauenleiche gefunden, die sich als eine der Angestellten verkleidet hatte und Pierre wird verdächtigt. Quentin ermittelt auf eigene Faust, nicht ohne auf Widerstände zu stoßen. Neben dem Kriminalfall erhält der Leser viel Lokalkolorit und es gibt auch einen Abstecher in die Normandie.
Ein eher ruhiger Krimi mit interessanten Charakteren.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Beeindruckend

Der Wald
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Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Nell Leyshon, da mit "Die Farbe von Milch" sehr gefallen hat. So hat mich auch dieses Mal wieder der virtuose Umgang mit dem Medium Sprache überzeugen können, ...

Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Nell Leyshon, da mit "Die Farbe von Milch" sehr gefallen hat. So hat mich auch dieses Mal wieder der virtuose Umgang mit dem Medium Sprache überzeugen können, allein schon deshalb ein wahrer Lesegenuss. Doch auch die Geschichte hat mich berührt und von sich überzeugen lassen.
Dieses Mal steht Pawel im Mittelpunkt der Geschichte, die - auf der ersten Zeitebene - zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Warschau spielt. Der Vater engagiert sich im Widerstand und es kommt zu einer folgenschweren Entwicklung, als dieser einen schwer verwundeten britischen Soldaten mitbringt. Die zweite Zeitebene spielt viele Jahre später, Pawel ist erwachsen und Künstler geworden. Die damaligen Ereignisse haben ihn und seine Mutter stark geprägt. Sie mussten damals in den Wald fliehen und haben dort einige Monate gelebt - daher der Titel.
Ein eindringliches Buch, geschrieben in einer wunderbaren Sprache.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Huldar und Freyja

R.I.P.
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Yrsa Sigurðardóttir gehört für mich zu den Autorinnen, die es immer wieder schaffen, Spannung auf höchstem Niveau zu erschaffen und ihr Stil hat einfach etwas typisch "isländisches". Auch in diesem bereits ...

Yrsa Sigurðardóttir gehört für mich zu den Autorinnen, die es immer wieder schaffen, Spannung auf höchstem Niveau zu erschaffen und ihr Stil hat einfach etwas typisch "isländisches". Auch in diesem bereits dritten Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja geht es wieder um ein topaktuelles Thema. Gleich zu Beginn wird der Leser "Zeuge" des äußerst brutalen Mordes an der jungen Stella, die von ihrer Arbeit in einem Kino entführt und dann ermordet wird. Auf den Überwachungsbändern ist nur eine maskierte Gestalt zu erkennen. Bereits kurze Zeit später kommt es zur Entführung eines weiteren Jugendlichen. Wie mögen diese beiden Fälle wohl zusammen hängen? Das ganze Ausmaß der Zusammenhänge erschließt sich erst ganz am Ende und konnte mich überzeugen.