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Veröffentlicht am 03.10.2019

Schön, aber nicht so gut wie andere Bücher

Bratapfel am Meer (Neuauflage)
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Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ...

Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ihr gerade recht, denn sie ist in der Trennungsphase mit Jörn, der sie hintergangen hat.

Zurück nach Juist, das hat mich gleich angesprochen. Ich habe bereits „Apfelkuchen am Meer“ und auch „Apfelträume am Meer“ die zugehörige Kurzgeschichte gelesen, da musste ich natürlich auch wieder diese Geschichte lesen. Dieses Buch spielt zum Großteil auf Juist und mir war Caro, die Hauptprotagonistin gleich sympathisch. Sie ist ein herzensguter Mensch und eher auf andere bedacht. Sie hat eine sehr einfühlsame, hilfsbereite Art. Auch die Nebencharaktere, bei denen man auf so manches bekanntes Gesicht trifft, sind wieder wundervoll beschrieben. Am besten hat mir noch die Freundschaftsgeschichte gefallen, so eine Freundin findet man nicht noch einmal. Ab Beginn ist dieses Buch wieder ein Wohlfühlbuch, wie auch die anderen Bücher von Anne Barns. Man ist mittendrin und nicht nur Beobachter von außen. Leider bleibt hier eher die Insel, das Leben im Winter und die Charaktere im Vordergrund und die Suche nach dem Besitzer der Kette rückt doch stark in den Hintergrund und wird erst gegen Ende gelüftet. Das fand ich doch sehr schade, da ich es anders erwartet habe. Dabei bleibt auch alles sehr vorhersehbar und es gab noch den ein oder anderen Moment, den ich überflüssig oder sehr vorhersehbar fand. Toll sind aber wieder die Rezepte im Buch und ganz besonders haben mir die Songtexte im Buch gefallen, die vom Duo Scheer stammen. Sie leiten das Buch und noch zwei weitere Kapitel ein und mir haben sie sehr gefallen. Sie passten perfekt zur Stimmung des Buches und sind wunderschön.

Dieses Buch ist ein Wohlfühlbuch, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch freue ich mich auf weitere Geschichte aus der Feder von Andrea Russo/Anne Barns.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Zwei Kurzgeschichten, die erste hat mir besser gefallen

Wenn zwei sich finden, freut sich das Glück
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Kurzgeschichten zu den Reihen Puffin Island und From Manhattan with Love.

Dieses Buch enthält zwei Kurzgeschichten zu Nebencharakteren der oben erwähnten Reihen. Einmal geht es um Lily Rose, die trotz ...

Kurzgeschichten zu den Reihen Puffin Island und From Manhattan with Love.

Dieses Buch enthält zwei Kurzgeschichten zu Nebencharakteren der oben erwähnten Reihen. Einmal geht es um Lily Rose, die trotz aller Rückschläge immer noch an die große Liebe glaubt. Die andere Geschichte handelt von Matilda, einer sehr schusseligen, jungen Frau, die gerade durch einen Patzer eine interessante Begegnung macht.

Die Inhaltsangaben verraten schon viel und man weiß von Anfang an, wie die Geschichten enden. Mir persönlich hat die Geschichte zur Puffin Island – Reihe besser gefallen, da mir auch die Charaktere sympathischer waren. Zudem ist das Verhältnis der beiden Geschichten im Buch sehr ungleichmäßig. Bei der ersten Geschichte konnte ich die Entwicklung besser nachfühlen und mir haben die vielen kleinen Gespräche gefallen. In der zweiten Geschichte überschlagen sich die Ereignisse und einiges hat man ja dann doch schon beim Lesen/Hören von Schlaflos in Manhattan erfahren. Somit war es wenig Neues. Dennoch macht es Spaß nochmal in die Welten einzutauchen und ein paar Details zu erfahren.

Ich kann das Buch empfehlen, mit hat es gefallen, nochmal ein paar der bekannten Charaktere zu treffen und auch mal die Nebencharaktere auszuleuchten.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Zwei Sichten - der Vergangheitsstrang hat mich mehr begeistern können

Der Rosengarten am Meer
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Isabel flieht aus Wien, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Sie hatten sich gemeinsam ein Unternehmen aufgebaut und nach der Trennung muss sie sich neu orientieren. Da kommt ihr ein Auftrag an der Ostsee ...

Isabel flieht aus Wien, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Sie hatten sich gemeinsam ein Unternehmen aufgebaut und nach der Trennung muss sie sich neu orientieren. Da kommt ihr ein Auftrag an der Ostsee sehr gelegen. Der Wiederaufbau eines Rosengartens wird ihr neues Ziel, um sich einen eigenen Namen in der Branche zu machen. Doch bei der Suche nach Originalunterlagen zum Aufbau stößt sie auf Geheimnisse.

Da ich schon das ein oder andere Buch der Autorin kenne, habe ich mich über ein neues Buch gefreut. Hier spielt die Geschichte im Wechsel in zwei Epochen: in der Gegenwart mit Isabel und in der Vergangenheit mit Marie. Ich muss ehrlich sagen, dass mir die Abstecher in die frühere Zeit besser gefallen haben. Sie waren runder und stimmiger. Mit Isabel hatte ich durchgängig so meine Probleme, vor allem was ihre Entscheidungen anging. Sie war mir zu sprunghaft, im Vergleich zu ihrer langen Partnerschaft und Gemütlichkeit, die sie ja vorher hatte. Marie, ihre Welt und besonders der Rosengarten haben mir sehr gefallen. Der Stil war nicht immer richtig ausgereift und ich hatte das Gefühl an manchen Stellen, dass die Autorin selbst nicht ganz wusste, in welche Richtung sie jetzt gehen soll. Zudem hätte sie den Nebencharakteren wie Sina noch mehr Leben einhauchen können, die kamen für mich auch zu kurz. Die Rosenrezepte am Schluss sind aber wie immer sehr gelungen.

Das Buch hat Potenzial, aber mich konnte der Vergangenheitsstrang mehr begeistern.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Schlechter als Teil 1

Eden Park – Das schwarze Loch
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Teil 2 der Reihe rund um Eden Park

Zurück nach Eden Park in die modernste Stadt der Welt, die die drei Freunde vor dem Untergang retten müssen.

Da mir der erste Teil überraschend gut gefallen hat, musste ...

Teil 2 der Reihe rund um Eden Park

Zurück nach Eden Park in die modernste Stadt der Welt, die die drei Freunde vor dem Untergang retten müssen.

Da mir der erste Teil überraschend gut gefallen hat, musste ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Die drei Freunde Vincent, Leonie und Yashie, die man bereits aus dem ersten Band kennt, wachsen hier im Laufe der Geschichte immer enger zusammen und diese Freundschaft finde ich sehr schön. Gerade weil es Jungs und ein Mädchen sind. Die Geschichte ist in ein paar Abschnitte eingeteilt, grob gesagt je nach Aufenthaltsort der Freunde. So kann man sich besser in die Situation hineindenken und das vom vorherigen Geschehen etwas abgrenzen. Kleine Erklärungen zu Begriffen gibt es auch immer, da musste ich mehr als einmal schmunzeln. Das Thema einer Zukunftsstadt ist hier wundervoll umgesetzt, wobei mir der erst Teil besser gefallen hat und es mir für einen Band zu viele Orte und Erlebnisse der Kinder waren. Doch auch Erwachsenen kann dieses Buch gefallen.

Von mir gibt es eine Empfehlung für die Reihe.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Was wäre wenn...

Zeitenwinter: Gefährliche Spiele
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Achtung der Auftakt einer Reihe!

Lisa ist Angestellte im Propagandaministerium und ist gemeinsam mit ihren Kollegen zuständig für das musikalische Rahmenprogramm der Olympischen Spiele. Als sie auf Alex ...

Achtung der Auftakt einer Reihe!

Lisa ist Angestellte im Propagandaministerium und ist gemeinsam mit ihren Kollegen zuständig für das musikalische Rahmenprogramm der Olympischen Spiele. Als sie auf Alex trifft, sieht sie sofort sein Potenzial, doch er ist kein typische Rassetyp, den ihre Eltern für sich wünschen. Weder Arier, noch mit einwandfreiem Stammbaum. Doch alles Widrigkeit zum Trotz nähern sich die beiden an.

Diese Dystopie mit der schaurigen Vorstellung, dass Hitler den Krieg gewonnen und Deutschland nur aus Ariern bestehen soll, hat mich sofort fasziniert. Die Idee ist gut gewählt und auch relativ gut umgesetzt. Ein paar Details mehr zum aktuellen Leben, der Entwicklung und der Schreckensherrschaft wären sinnvoll gewesen. So ist eher die Liebesgeschichte im Vordergrund, dabei bleiben die Charaktere teilweise farblos. Die Autorin wechselt zwischen den einzelnen, wichtigen Charakteren. Dabei wird es zeitweise unübersichtlich und ich hatte Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen und zu verstehen, wer denn jetzt „spricht“. Die Pränataldiagnostik ist natürlich schon fortgeschritten und auch sonst gibt es einiges an Fortschritt, aber eben nicht so sehr wie man vermutet. Man merkt die Kontrolle, die die Großmacht über die Menschen haben will und manche Ansichten haben mich erschüttert und ich bin sehr froh, nicht diesen Krieg und die Folgezeit erlebt zu haben.

An sich eine wirklich interessante Thematik. Die Autorin hätte ich Welt nur weiter ausbauen können. Zudem war mir nicht bewusst, dass es der Auftakt einer Reihe ist.