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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2020

Es gibt so vieles zu entdecken! Genaues Betrachten, entdeckendes Lernen und Sprachförderung ganz nebenbei

Edition Piepmatz: Such mich! Wo bin ich?
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Schon auf dem Cover gibt es so viel zu sehen und im Inneren des Buches geht es dann genau so weiter. Hier werden die Kleinen aufgefordert, Tiere zu entdecken und gezielt zu suchen, es entwickeln sich ganz ...

Schon auf dem Cover gibt es so viel zu sehen und im Inneren des Buches geht es dann genau so weiter. Hier werden die Kleinen aufgefordert, Tiere zu entdecken und gezielt zu suchen, es entwickeln sich ganz automatisch Gespräche und aus dem Staunen kommen die Kinder überhaupt nicht mehr heraus.
Hier bellt der Hund ganz laut, ja, aber wenn bellt er denn genau an? Die Katze, die auf der Bank zu sehen ist oder die Taube, die oben im Baum in ihrem Nest sitzt?
Und was macht denn hier der Hase im Beet? Hast du ihn schon entdeckt? So ein Frecher! Er knabbert den Salat an.
In dem Wimmelbuch aus der Edition Piepmatz „Such mich! Wo bin ich?“ von Illustratorin Kathrin Wessel und Texter Bernd Penners, das 2020 im Ravensburger Verlag erschienen ist, gibt es tolle Tiere und allerhand mehr zu entdecken. Es umfasst sieben stabile Doppelseiten.
Wunderschön und in kräftigen, aber natürlichen Farben gemalt sind die vielfältigen Tiere und bei der großen Auswahl im Buch ist sicherlich für jeden etwas dabei.
Die kleinen Forscheraufträge, bestimmte Tiere zu suchen, sind spannend und herausfordernd (je nach Altersstufe) und regen zum genauen Betrachten an.
Prima ist auch, dass es immer einen kleinen Vorlesetext in Reimform gibt und jeder Forscherauftrag mit einem passenden Adjektiv und dem dazugehörigen Artikel versehen ist. So findet Sprachförderung einfach nebenbei statt.
Ein wirklich gutes Konzept.
Geeignet ist es für kleine Entdecker und Tierfreunde ab 2 Jahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Abenteuer, Winterzauber und ganz viel Pferdeliebe

Wolfspferd
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Tala träumt von mehr als nur die Erwartungen ihres Vaters im Hinblick auf ihre Mädchen- und Frauenrolle zu erfüllen. Gerne würde sie die ganze Zeit mit ihrer geliebten Albinostute Saphira durch die Wälder ...

Tala träumt von mehr als nur die Erwartungen ihres Vaters im Hinblick auf ihre Mädchen- und Frauenrolle zu erfüllen. Gerne würde sie die ganze Zeit mit ihrer geliebten Albinostute Saphira durch die Wälder ziehen, aber sie hat eben ihre Rolle zu erfüllen. Auch Saphira wird vom Leithengst immer wieder in ihre Schranken verwiesen. Tala und Saphira teilen also ihr Schicksal. Doch eines Tages sind das Mädchen und ihre Stute plötzlich die einzige Hoffnung für das Überleben des Stammes, denn das Lager wurde von Räubern überfallen und vollkommen zerstört. Tala und Saphira stellen sich der Herausforderung und ein großartiges Abenteuer beginnt.

Mit ihrem Buch „Wolfspferd“ ist Sabine Giebken ein abenteuerlustiges, spannendes und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Verlag Schneiderbuch erschienen ist und 224 Seiten umfasst.
Das Buch einfach und flüssig zu lesen und es packt einen von der ersten Seite an. Wir haben Tala und Saphira sofort in unser Herz geschlossen und die Landschaft, in der die Geschichte spielt ist einfach traumhaft beschrieben - der viele Schnee, die Kälte – wir konnten uns alles sehr gut vorstellen.
Prima haben uns die feinfühligen Schilderungen über die Freundschaft zwischen Tala und Saphira gefallen. Sie verbindet ein ähnliches Schicksal, denn sie wollen zeigen, das mehr und auch anderes in ihnen steckt, als andere von ihnen erwarten.
Ein bisschen enttäuscht waren wir leider von dem schnellen Ende.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die ein spannendes und pferdeverliebtes Abenteuer vor einer zauberhaften Winterkulisse erleben wollen.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Eine Welt voller Runen und Magie

Die Runenmeisterin
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Ich finde das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink richtig gut. Es gelingt ihm in seinem Roman eine ganz eigene herrliche, magische Welt zu erschaffen, aus der man sich als Leser nur schwer losreißen ...

Ich finde das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink richtig gut. Es gelingt ihm in seinem Roman eine ganz eigene herrliche, magische Welt zu erschaffen, aus der man sich als Leser nur schwer losreißen kann.
Das Buch ist im Thienemann-Esslinger Verlag 2019 erschienen und umfasst 448 Seiten.
Das Cover ist wunderschön in Blautönen und schimmernd gestaltet. Es zeigt die Runenmeisterin und wirkt sehr geheimnisvoll.

Ayrin Rabentochter und Baren Rabensohn wurden als Babys in einem kleinen Dorf abgegeben und sind dort bei einer älteren Dame und dem Wirt des Dorfes aufgewachsen. Als zwei Fremde in das Dorf kommen wird an der geheimnisvollen Vergangenheit der beiden mittlerweile fast Erwachsenen gerüttelt. Als die beiden sich dem umherziehenden Runenmeister anschließen, begeben sie sich hinein in eine spannende Welt voller weißer und schwarzer Hexen und Magier, Alben und geheimnisvoller Runen. Und vor allem Ayrin erkennt ihr Talent im Zeichnen und Umgang mit den Runen.

Torsten Fink ist ein toller Autor, dem es durch seinen Schreibstil gelingt durchgängig die Spannung aufrechtzuerhalten. Er schreibt anschaulich, spannend, atmosphärisch und lässt dem Leser dennoch genug Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zu machen und diese in die Geschichte einfließen zu lassen.
Das Buch hat zwar ein Ende, aber einige Handlungsstränge schreien förmlich nach einer Fortsetzung und alles Geheimnisvolle ist auch noch nicht geklärt. Ich persönlich würde mich über einen zweiten, dritten… Teil sehr freuen.

Fazit: Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne kennen lernen wollen. Die Geschichte ist schön aufgebaut, in sich logisch und lässt sich flüssig lesen.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Ein schöner Auftakt eines spannenden Fantasy-Abenteuers!

Silberdrache (Silberdrache 1)
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„Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt ...

„Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt den Silberdrachen in Blautönen und natürlich schimmerndem Silber dar.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen)
Ein silbernes Drachenei! Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das Ei einfach so vor die Füße fällt. Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, heißt es, erhält unermessliche Macht. Bald schlüpft Drache Lysander. Doch skrupellose Drachenjäger sind hinter ihm her ...
Sirin ist mit den Legenden über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie zu glauben ... bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London sieht.
Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen.

Angie Sage schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Sie ist in meinen Augen für Leser ab 12-12 Jahren ohne Limit nach oben geeignet.
Es gelingt Angie Sage, die zwei Welten von Joss und Sirin gekonnt zu vernetzen und die Spannung blieb meines Erachtens durchgängig erhalten. Ich konnte mich gut in die meisten Charaktere hineinversetzen, so zum Beispiel Sirin, Allie und Joss als Menschen und Lysander und Bellacrux als Drachengestalt.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass mir die Verbindung zwischen den Menschen und ihren Drachen zu wenig herausgearbeitet wurde, aber dies kann ja in Folgebänden noch erfolgen. Ich würde mir dies jedenfalls wünschen.
Dass noch weitere Bände folgen werden, lässt das Ende des ersten Bandes erahnen, das neugierig auf die nächsten Abenteuer macht mit neuen und bereits bekannten Drachen. Ich bin jedenfalls gespannt.
Insgesamt würde ich an das Buch „Silberdrache“ von Angie Sage 4 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund der Meißner Porzellanmanufaktur im Jahr 1750

Das Erbe der Porzellanmalerin
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„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der ...

„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der erste Teil trägt den Titel „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Meißen im Jahre 1750: Kurz nachdem Geraldine ihren leiblichen Vater kennengelernt hat, stirbt dieser. Allerdings hat er vor seinem Tod sein Testament geändert – zugunsten der unehelichen Tochter. Sie allein soll sein Rittergut erben. Sehr zum Missfallen ihres Halbbruders, der mit allen Mitteln versucht, ihr das Erbe streitig zu machen. Dann taucht plötzlich ein Dokument auf, das vor Generationen verfasst wurde, und nach dem der Besitzer des Gutes nur ein Mann sein darf. Für Geraldine scheint es keine Handhabe zu geben, um dagegen vorzugehen, es sei denn, sie würde heiraten …

Die Autorin Birgit Jasmund hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Geraldine. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Birgit Jasmund hat ihr Buch mit historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit um 1750 und die Porzellanmalerei erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein schöner Roman!