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Susann272

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2019

Toller Erzählstil, guter Thriller

Bis ihr sie findet
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Eine Gruppe Jugendlicher verbringt eine Nacht im Wald. Am nächsten Morgen ist eine von ihnen spurlos verschwunden. Auch die polizeilichen Ermittlungen bleiben erfolglos, so dass nur vom Schlimmsten, dem ...

Eine Gruppe Jugendlicher verbringt eine Nacht im Wald. Am nächsten Morgen ist eine von ihnen spurlos verschwunden. Auch die polizeilichen Ermittlungen bleiben erfolglos, so dass nur vom Schlimmsten, dem Tod des jungen Mädchens, ausgegangen werden kann.
30 Jahr später wird zufällig eine Frauenleiche im Wald entdeckt. Schnell wird klar, dass es sich hierbei um Auroras Leiche handelt - das Mädchen, das vor so vielen Jahren spurlos verschwunden ist.
Nun stellt sich die Frage: Lässt sich der Mord nach so vielen Jahren endlich aufklären? Und hat vielleicht doch sogar einer der Freunde Auroras etwas mit ihrem Tod zutun?

Aurora war für mich in der Geschichte der stärkste Charakter: Man entwickelt im Laufe der Handlung Sympathie für sie, wie für keinen anderen Protagonisten im Buch, so dass man immer trauriger darüber wird, dass sie sterben musste.
Der Erzählstil, den Gytha Lodge gewählt hat, baut durch Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gekonnt die Spannung auf. Außerdem bringt die Autorin mehrere mögliche Tatverdächtige, sowohl innerhalb der Clique als auch außerhalb, schlüssig in die Handlung ein.
Zwar ist die Spannung in der Geschichte stets vorhanden und ansteigend, allerdings für mich insgesamt ein wenig zu flach. Außerdem war die Auflösung am Ende dann leider nicht überraschend genug.
Alles in allem ein für mich jedoch ein toller Thriller.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Düster und grausam

Der Kastanienmann
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In Kopenhagen werden entstellte Frauenleichen gefunden. Am Tatort entdeckt die Polizei zudem gebastelte Kastanienmännchen - versehen mit dem Fingerabdruck eines Opfers aus einem Vermissten-Fall aus dem ...

In Kopenhagen werden entstellte Frauenleichen gefunden. Am Tatort entdeckt die Polizei zudem gebastelte Kastanienmännchen - versehen mit dem Fingerabdruck eines Opfers aus einem Vermissten-Fall aus dem letzten Jahr. Da dieser Fall bereits als aufgeklärt und abgeschlossen galt, kommen nun Zweifel auf: Lebt die Vermisste vielleicht noch?

„Der Kastanienmann“ ist ein düsterer, brutaler und schockierender Thriller. Bereits im Prolog hatte ich den ersten Gänsehaut-Moment. Das Buch liest sich angenehmen und Søren Sveistrup ist es gelungen, trotz der Länge des Buchs, eine wirklich spannende Handlung zu schaffen: ein sympathisches Ermittlerduo, dass sich nicht unterkriegen lässt und Spuren, die teilweise sehr widersprüchlich sind und nicht wirklich erahnen lassen, bei wem es sich um den Täter handeln könnte, der solch grausame Taten vollbringt. Auch wenn mir bewusst war, dass der Prolog mit dem Rest der Handlung zusammenhängen muss, war mir auch bis zum Schluss unklar, wie dieser sich in die gesamte Handlung einfügt.
Die Auflösung ist schließlich schlüssig und gut konzipiert, für mich jedoch wirklich überraschend, da ich gegen Ende des Buchs einen anderen Charakter für den möglichen Täter gehalten habe.

Für alle, die noch auf der Suche nach einem spannenden Thriller für die bevorstehenden Herbsttage sind, ist „Der Kastanienmann“ genau das richtige.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Atmosphärisch und düster

Dunkler See der Angst
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Christian Crayon erzählt in „Dunkler See der Angst“ über Marc-Édouard, einen Geschichtsprofessor, der, seit in seiner Kindheit ein grausames Massaker geschehen ist, sein weiteres Leben lang von Angst verfolgt ...

Christian Crayon erzählt in „Dunkler See der Angst“ über Marc-Édouard, einen Geschichtsprofessor, der, seit in seiner Kindheit ein grausames Massaker geschehen ist, sein weiteres Leben lang von Angst verfolgt wird. Um sich dieser Angst zu stellen, kehrt er zurück in den Ort seiner Kindheit und beginnt mit Ermittlungen zu der brutalen Tat, ein Mord, der Dank schlechter Ermittlungen und trotz Verurteilung leider nie richtig aufgeklärt wurde.

Der Autor hat einen anspruchsvolleren und sehr malerischen Schreibstil. Dadurch werden die Handlungsorte bildlich gut vorstellbar und man kann sich sehr intensiv in die düstere Atmosphäre hineinfühlen.
Der erste Teil des Buchs stellt für mich allerdings weniger einen Kriminalroman, sondern eher einen Roman dar. Leider bleibt dabei die Spannung relativ flach.
Ab etwa der Hälfte und zum Ende des Buchs hin nimmt die Spannung allerdings stetig zu. Es kommt etwas Tempo in die Geschichte und die Aufklärung der brutalen Tat rückt immer näher.
Die Ermittlungen sind aufwühlend und man wird Schritt für Schritt an die Aufklärung herangeführt. Auch wenn ich während des Lesens keine Idee hatte, bei wem es sich um den Täter handeln könnte, war die Auflösung für mich dann sehr überraschend.

„Dunkler See der Angst“ ist für mich ein atmosphärischer, düsterer Kriminalroman, geschrieben in einer anspruchsvolleren und sehr bildhaften Sprache.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Verstörend

Harz
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In „Harz“ erzählt Ane Riel die tragische Geschichte über das Leben von Liv und ihrer Familie. Jens Harder, Livs Vater, leidet an starken Verlustängsten, die das Leben der ganzen Familie so sehr prägen, ...

In „Harz“ erzählt Ane Riel die tragische Geschichte über das Leben von Liv und ihrer Familie. Jens Harder, Livs Vater, leidet an starken Verlustängsten, die das Leben der ganzen Familie so sehr prägen, dass Liv schließlich für tot erklärt und versteckt gehalten wird. Die Familie lebt isoliert und nach ihren eigenen, völlig realitätsfernen Regeln. Was für Außenstehende mehr als verstörend erscheinen mag, bedeutet für Liv Normalität und Sicherheit.

„Harz“ ist für mich kein typischer Thriller - die Handlung läuft relativ ruhig dahin, ist aber dennoch voller subtiler Spannung sowie einiger großartigen Gänsehaut-Momente.
Ich hätte mir insgesamt einen größeren Spannungsbogen gewünscht, kann das Buch aber dennoch empfehlen!

Veröffentlicht am 31.07.2019

Spannender Thriller

R.I.P.
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Zwei Jugendliche werden brutal zugerichtet und ihre Freunde müssen alles via Snapchat mit ansehen. Wer ist der Täter und warum hat er es auf die Jugendlichen abgesehen?

Ich finde es toll, dass die Yrsa ...

Zwei Jugendliche werden brutal zugerichtet und ihre Freunde müssen alles via Snapchat mit ansehen. Wer ist der Täter und warum hat er es auf die Jugendlichen abgesehen?

Ich finde es toll, dass die Yrsa Sigurdardóttir in R.I.P. ein so wichtiges und immer aktuelles Thema wie Mobbing aufgreift. Auch die Gefahren, die die sozialen Medien mit sich bringen, werden angesprochen.

Die Charaktere sind alle lebendig gestaltet und wirken dadurch sehr authentisch. Ich konnte mich jedoch am besten mit Freya und Huldar identifizieren. Auch wenn Huldar nicht unbedingt als „Gutmensch“ dargestellt wird, wirkt er sympathisch. Die Probleme zwischen Huldar und Erla waren für mich jedoch an einigen Stellen etwas zu viel und anstrengend.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, wodurch sich das Buch flüssig liest. Die Spannung wird auch während der gesamten Geschichte aufrecht erhalten: Es gibt einige mögliche Verdächtige und man wird als Lesern automatisch zum Miträtseln bewegt.
Das Ende war dann insgesamt sehr verstrickt und für mich so nicht vorhersehbar.

R.I.P. ist ein Thriller, den ich gut weiterempfehlen kann. Die düstere Atmosphäre und die spannende Handlung haben mich überzeugt. Nun möchte ich auch gern noch die beiden ersten Teile der Reihe um die Ermittlungen von Huldar und Freya lesen.