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Veröffentlicht am 19.09.2019

Nicht so ganz der erwartete "Knaller"

OMG, diese Aisling!
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Das Mädchen Aisling, aus dem kleinen irischen Ort Ballygobbard bekommt so langsam Torschlusspanik. Alle ihre Freundinnen sind schon verheiratet oder gerade dabei zu heiraten! Ihrer Meinung wäre es auch ...

Das Mädchen Aisling, aus dem kleinen irischen Ort Ballygobbard bekommt so langsam Torschlusspanik. Alle ihre Freundinnen sind schon verheiratet oder gerade dabei zu heiraten! Ihrer Meinung wäre es auch an der Zeit, immerhin ist sie mit ihrem Freund Jack nun auch schon seit 7 Jahren zusammen. Als sie ihn vor vollendete Tatsachen stellt, kneift er leider und ehe sich Aisling versieht, steht sie plötzlich alleine da! Sie will noch einmal so richtig durchstarten und als ihre Arbeitskollegin mit dem unaussprechbaren Namen Sadhbh ihr vorschlägt, in ihre WG nach Dublin zu ziehen ist Aisling begeistert! Die Mädels dort nehmen sie unter ihre Fittiche und erwecken Aisling aus ihrem Dornröschenschlaf….



Bei dem Roman „OMG, diese Aisling“ vom Autorenduo Sarah Green und Emer Mc Lysaght hat mich das tolle Cover und der Titel zuerst einmal sehr angesprochen. Laut Inhaltsangabe versprach die Geschichte viel Komik und Unterhaltung. Allerdings hat mich dann schon der erste Abschnitt etwas ernüchtert, da ich vergebens die humorvolle Seite suchte. Aisling kommt als recht oberflächlicher und unbestimmter Charakter daher und ist für ihre 28 Jahre recht unreif, besonders was ihre Reaktionen anbelangt. Ein Heiratsversprechen scheint ihr einziges Lebens-Ziel zu sein, ansonsten ist sie ein Familienmensch, Ordnungsfanatikerin und auch im Job beflissen und angepasst. Ein Highlight ist für sie schon, wenn sie ein gratis Duschbad im Hotel ergattert.

Laut Klappentext, hatte ich mir eine ganz andere Persönlichkeit vorgestellt, eine mit mehr Ecken und Kanten. Die Handlung plätschert so dahin, ohne große Höhen und Tiefen. Ihre WG-Freundinnen sind da zum Glück schon interessanter;) Zum Ende hin, gibt es dann zwar eine ganz gute Entwicklung, doch Aislings Verwandlung ist mir dann doch zu schwach, denn sie endet eigentlich da, wo das Buch begonnen hat!



Zitat: „Eure Aisling ist ja wirklich der absolute Knaller.“



Diesen ersten Satz im Buch konnte ich so gar nicht unterschreiben.
Den Schreibstil kann man vielleicht als etwas unkonventionell empfinden, er ist oft etwas sprunghaft im Geschehen, teils auch ein wenig derb.
Aber besonders fehlte mir einfach die im Titel angesprochene „OMG“ Reaktion und auch die versprochene Komik entzog sich mir.

Vielleicht ist es auch einfach nicht mein Humor! Aisling bleibt für mich ein nettes Mädchen, der große "Knall" blieb aus!
In der Bewertung gebe ich gnadenvolle 3 Sterne, aber auch nur wegen der coolen Dubliner WG-Truppe:).

Veröffentlicht am 15.08.2019

Etwas zähflüssiger historischer Familienroman aus der Weimarer Republik

Als wir im Regen tanzten
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Berlin 1928-die Kriegsjahre sind vorüber und die Menschen wollen wieder Leben und Spaß haben! Die Filmbranche boomt und die erfolgreiche Schauspielerin Recha und ihr Mann der bekannte Regisseur Willi zur ...

Berlin 1928-die Kriegsjahre sind vorüber und die Menschen wollen wieder Leben und Spaß haben! Die Filmbranche boomt und die erfolgreiche Schauspielerin Recha und ihr Mann der bekannte Regisseur Willi zur Nieden genießen das Leben. Doch so langsam macht sich immer mehr nationalsozialistische Gesinnung breit, auch in der UFA. Die jüdischstämmige Recha spürt es als Erste. Doch Willi, der verzweifelt nach einem neuen Filmthema sucht, um an seinen einstigen Erfolg anzuknüpfen, merkt zunächst gar nicht, was rund um ihn geschieht und wie seine Frau angefeindet wird.
Willis Schwester Felice, die gekonnt zwischen Mutterrolle und taffer Anwältin hin und her wechselt, kann gar nicht fassen das auch ihre Welt ins Wanken gerät und fällt völlig aus der Rolle….

Der historische Roman „Als wir im Regen tanzten“ von Autorin Michaela Saalfeld, ist der Band zwei einer Serie. Thema in diesem Teil ist die Filmbranche in Berlin und die Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm. Eine große Rolle spielt auch das politische Klima der Zeit und seine Auswirkungen auf die Menschen.
Die Handlung entwickelt sich dabei leider ein wenig zäh, die Protagonisten wirken dabei stark überzeichnet und ihre Aktionen sind für mich teilweise überzogen und recht unglaubwürdig dargestellt. Gerade mit den Hauptprotagonisten kam ich gar nicht zurecht, leider konnte ich ihre Emotionen nicht nachfühlen. Das Lesen der Geschichte gestaltete sich in einigen Abschnitten recht anstrengend, viele Rückblicke und Nebenschauplätze die den Lesefluss störten. Es wäre vielleicht besser gewesen den Vorgängerband zu kennen, um sich besser auf die Protagonisten einzustellen. Hatte mir auch mehr erhofft, was das Thema Film/Ufa anbelangt, das irgendwie am Rande hängen blieb.
Gelungen fand ich dagegen, wie die Gräuel des Krieges hervorgehoben wurden deren Auswirkung auf die Nachkriegszeit mit ihren Überlebenden. Auch die unheilvolle Stimmung der Zeit, die Anfeindungen und der aufkommende Antisemitismus wurden recht gut dargestellt.

Da ich eigentlich sehr gerne historische Romane aus dieser Zeit lese und gerade in letzter Zeit auch sehr viel Stoff im Bereich 20er Jahre, hat mich diese Geschichte jedoch nicht mitreißen können! Es war ziemlich zähe Kost und mir fehlte teils sogar die Lust zum Weiterlesen. Das Ende hat mich dann leider auch nicht mehr versöhnen können, obwohl ich die Auflösung eigentlich ganz in Ordnung fand.

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Veröffentlicht am 28.10.2018

Erschütterndes Mutter-Kind Drama

Das falsche Kind
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Das australische Ehepaar Sasha und Mark Moloney wünschen sich sehnlichst ein Kind. Als es endlich klappt mit dem Baby, erlebt Sasha eine traumatische Frühgeburt mit Notkaiserschnitt und ihr ersehntes Kind ...

Das australische Ehepaar Sasha und Mark Moloney wünschen sich sehnlichst ein Kind. Als es endlich klappt mit dem Baby, erlebt Sasha eine traumatische Frühgeburt mit Notkaiserschnitt und ihr ersehntes Kind ist nicht das erwartete Mädchen sondern ein Junge! Als sie ihr Baby endlich zu Gesicht bekommt spürt Sasha überhaupt keine Verbindung und keine Liebe. Noch dazu wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt! Verflucht, sie ist sich sicher, das ist nicht ihr Sohn….wurde ihr Kind etwa vertauscht!?

Das Buch „Das falsche Kind“ von Susi Fox, ist ein mäßig spannendes Psycho Drama, dessen Handlung in einem Krankenhaus in Australien spielt. Die Protagonistin Sasha wirkt in ihrer Situation sehr verunsichert, ist sie doch selbst Ärztin und Pathologin. In ihrer traumatischen Situation in die sie nach der Geburt gerät, wird ihr von Niemanden geglaubt. Alle Welt hält sie für psychisch krank, selbst ihr eigener Mann steht nicht zu ihr! Auch der Leser ist hin und hergerissen, wem er denn nun Glauben schenken soll. Diese Zweifel beim Leser zu wecken, das gelingt der Autorin recht gut, doch die Glaubwürdigkeit der Handlung weist des öfteren Schwächen auf und ist recht schwer nachvollziehbar, sehr oft unglaubwürdig. Eigentlich schade, denn die Grundidee für diesen Psycho-Thriller finde ich an sich sehr gelungen. Das Ende ist irgendwie unrealistisch und hat mich wirklich betroffen zurückgelassen!

Der Scheibstil ist flüssig und schnell gelesen. Teilweise plätschert die Geschichte dahin, zum Ende hin gibt es dann noch eine unerwartete und überraschende Wendung.

Der Spannungsbogen ehr mau, man sollte keinen allzu spannungsgeladenen Thrill erwarten. Von der Story meiner Meinung nach, mehr ein Psycho-Drama und kein Thriller. Das Buch ist ganz unterhaltsam, aber meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt!

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Veröffentlicht am 02.04.2018

Ein ewiges Auf und Ab der Gefühle…

Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich
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Die junge angehende Schriftstellerin Meagan Greene flieht aus Boston und verlässt ihren Freund und Arbeitgeber, der sie schwer verletzt und bestohlen hat. Sie zieht sich in die Einsamkeit und Abgeschiedenheit ...

Die junge angehende Schriftstellerin Meagan Greene flieht aus Boston und verlässt ihren Freund und Arbeitgeber, der sie schwer verletzt und bestohlen hat. Sie zieht sich in die Einsamkeit und Abgeschiedenheit an einen kleinen Strandabschnitt in Maine zurück, in das Sommerhaus ihrer guten Freundin Karen, um ihre Situation zu überdenken und zur Ruhe zu kommen.

Dort entdeckt sie in einer kleinen Galerie ein unglaublich faszinierendes Gemälde und läuft dabei dem griesgrämigen und unfreundlichen Maler Zachery Adams über den Weg. Dieser scheue Eigenbrötler wohnt zufällig im Nachbarhaus am Strand und trotz seiner abwehrenden Art fühlt sich Meagan unglaublich von ihm angezogen und würde zu gerne sein Geheimnis lüften…..



Die Geschichte von Meagan und Zachery in dem Lyx-Liebesroman „Beneath the scars- Nie wieder ohne dich“ aus der Feder der Kanadierin Melanie Moreland ist sehr gefühlvolle und intensiv geschrieben. Es geht um zwei in ihren Gefühlen sehr verletzliche und verletzte Persönlichkeiten, die sich von einem Missverständnis und einer Schwierigkeit zur nächsten hangeln. Die Handlung ist dadurch recht einseitig und ohne viel Abwechslung. Leider hat das Buch durch das ständige Auf und Ab der Gefühle und der Neurosen beider Protagonisten einige Längen und ich hatte wirklich Probleme am Ball zu bleiben, da mir die Story obendrein zu vorhersehbar gestrickt war.

Mein Fazit:

Eine ganz nette Love-Story, doch leider nicht ganz so fesselnd wie ich es mir erhofft hatte. Es hat mich einfach nicht richtig gepackt, trotz des tollen Covers und dem Bad-Boy Touch von Zachary.

Veröffentlicht am 19.03.2022

Ehr blass und blutleer, den Blutrausch suchte ich vergeblich

Viral. Blutrausch
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Privatermittler Bastian Decker und seine Partnerin werden zur Unterstützung in einem Mordfall hinzugezogen. Zwei völlig blutleere Opfer sorgen für große mediale Aufmerksamkeit und ordentlich Druck bei ...

Privatermittler Bastian Decker und seine Partnerin werden zur Unterstützung in einem Mordfall hinzugezogen. Zwei völlig blutleere Opfer sorgen für große mediale Aufmerksamkeit und ordentlich Druck bei den Mordinspektion. Seine ehemalige Dienststelle und die Ermittlungsarbeit sorgen bei Decker aber erst einmal für deprimierende Déjà-vus und kaum begonnen scheint der Fall auch schon geklärt.

„Viral. Blutrausch“ ist der erste Kriminalroman des bekannten Fachbuchautors Mark Benecke. Auf den ersten Eindruck wirkte das toll gestaltete Buch-Cover auf mich verspielt wie ein Jugendroman aus dem Fantasy-Genre. Es ist durch seine spektakuläre Gestaltung wirklich sehr auffallend, im Inneren verbirgt sich aber schon ein Krimi für Erwachsene. Man vermutet im Buch wird es sicherlich aufregend und gruselig. Die zu Anfangs auch noch recht vielversprechenden Ermittlungen in der Real-Vampir-Szene, fielen dann aber schnell komplett unter den Tisch und der Krimi entwickelte sich in eine völlig andere Richtung. Die Story beschäftigte sich im Mittelteil hauptsächlich mit den Befindlichkeiten von Privatermittler Bastian Decker. Diese Entwicklung nahm dem Buch leider völlig die Spannung und ich musste mich überwinden, die Geschichte weiterzuverfolgen. Während der Lektüre, hatte man oft den Eindruck ganze Abschnitte würden fehlen, da sich die Handlung und Ermittlung sprunghaft weiter entwickelte und der Leser dabei nicht mitgenommen wurde. Auch der Schreibstil hat mich nicht abgeholt. Als es dann zum Ende hin noch mal spannend zu werden schien, war der finale Showdown aber auch schon wieder vorbei.

Mein Fazit:
Dieser Krimi entsprach so gar nicht meinen Erwartungen, deshalb bin ich auch sehr enttäuscht. Optik und Inhalt passen nicht zusammen, es war weder spannend, noch unterhaltsam. Von der Idee interessant, aber schlecht umgesetzt. Titel und Plot suggerieren leider eine völlig andere Richtung, schade.

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