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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Natur, Tiere, Verhaltensforschung

Die Sprache der Tiere
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Zu Beginn gleich ein Geständnis: ja, ich spreche mit Tieren. Allen voran natürlich mit meinen eigenen Haustieren und ich glaube fest daran, dass sie mich verstehen.

Daher war ich natürlich sehr neugierig ...

Zu Beginn gleich ein Geständnis: ja, ich spreche mit Tieren. Allen voran natürlich mit meinen eigenen Haustieren und ich glaube fest daran, dass sie mich verstehen.

Daher war ich natürlich sehr neugierig auf Karsten Brensings Buch "Die Sprache der Tiere: Wie wir einander besser verstehen" und ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl Kartsen Brensing ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet ist, versteht er es, dem Leser in leicht verständlicher Weise sein Wissen zu vermitteln und ihn für die Natur zu begeistern.

Die Berichte von Experimenten und Forschungsreihen haben mich regelrecht in den Bann gezogen. Trotzdem ist es kein Buch, das ich in einem Rutsch lesen konnte. Ich habe das Buch zwischendurch immer wieder zur Hand genommenund darin geschmöckert und dann das Gelesene erst auf mich Wirken lassen. Zugegebenermassen bin ich auch ab und an ins Grübeln geraten, um mich und meine Einstellung als "Naturtourist" zu hinterfragen und den einen oder anderen Wunsch, den ich für Reisen nocht hatte, zu verwerfen - den Tieren zu liebe. Ich glaube, damit hat der Autor bestimmt ein Teilziel erreicht...

Fazit: "Die Sprache der Tiere: Wie wir einander besser verstehen" ist eine eindrückliche Lektüre, die einem für manches die Augen öffnet und sollte eigentlich viele Leser erreichen.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein Buch das gut tut

Hochsensibilität und Stress
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Hochsensibilität – eine Thematik, der ich im Alltag immer wieder begegne und die mich daher auch sehr beschäftigt. Ich bin also nicht ganz unbedarft an die Lektüre dieses Ratgebers rangegangen. Ich war ...

Hochsensibilität – eine Thematik, der ich im Alltag immer wieder begegne und die mich daher auch sehr beschäftigt. Ich bin also nicht ganz unbedarft an die Lektüre dieses Ratgebers rangegangen. Ich war dann auch schon bald angetan von der klaren Sprache, in der die Autorin wissenschaftliche Aspekte zum Thema für jeden gut verständlich erklärt. Da ich mich ja schon öfters mit diesem Thema beschäftigt hatte, war mir schon sehr vieles bekannt und so manchen Tipp hatte ich selbst schon ausprobiert. Aber das Büchlein gab mir ein gutes Gefühl – ein Gefühl, dass ich mit meiner Denkweise und mit so manchem Verhalten nicht alleine bin. Es erinnerte mich an so manche Tipps und Tricks, wie ich für mich den Alltag leichter gestalten kann.
Interessant fand ich auch die Hinweise auf die Homepage der Autorin. Und der Verlag schenkt zudem dem Leser eine Kurzversion der angesprochenen Meditationen unter https://kamphausen.media/hochsensibel/, was ich als ganz besondere Geste und als zusätzliche wertvolle Hilfe empfinde.
Alles in allem hat mir das Buch gut getan. Und ich werde es bestimmt immer wieder Mal in die Hand nehmen und ein bisschen drin blättern, nachlesen, das eine oder andere „nachmachen“ und mich wohlfühlen…

Veröffentlicht am 05.09.2019

Tierische Detektive

Nur der Hamster war Zeuge
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Spätestens nach dem Film „Pets“ müsste allen klar sein, dass unsere Haustiere viel mehr auf dem Kasten haben, als wir bewusst wahrnehmen. Also warum sollte Hamster Filou und seine tierischen Freunde nicht ...

Spätestens nach dem Film „Pets“ müsste allen klar sein, dass unsere Haustiere viel mehr auf dem Kasten haben, als wir bewusst wahrnehmen. Also warum sollte Hamster Filou und seine tierischen Freunde nicht auch einen Mordfall lösen können? Die Autorin Heike Hoyer hat jedenfalls dem süßen Filou eine bunte Truppe zur Seite gestellt: ein Kampfhund, der keine Gewalt mag, ein stolzer Kater, eine schlaue Dohle und eine lesende Ratte. Die Idee, dass Tiere, die teilweise eigentlich Fressfeinde wären, so gut miteinander können, gefällt mir persönlich sehr gut. Jeder bringt seine Stärken in der Gruppe ein, so dass sie sich perfekt ergänzen und immer wieder neue Ideen entwickeln, um die Menschen um sie herum endlich auf die richtige Spur von Elsbeths Mörder zu bringen. Der Fokus der Geschichte liegt auf den Tieren und ihren Schicksalen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und hat ein Vorgeschichte, die ihn/sie zu dem gemacht haben, der/die sie jetzt sind.

Heike Hoyers Erzählstil ist sanft, ruhig und flüssig. Die Geschichte liest sicher sehr leicht – also eine ideale Lektüre für zwischendurch oder um den Abend, nach einem stressigen Tag ausklingen zu lassen. Man spürt zwischen den Zeilen die Liebe der Autorin zu den Tieren, was mich als Tierfreundin sehr anspricht. Wichtig zu erwähnen finde ich noch, dass es sich um keinen klassischen Krimi handelt. Einen ausgeprägten Spannungsbogen und Thriller Elemente sucht man hier vergeblich. Es ist eine amüsante Geschichte, die man nicht allzu ernst nehmen darf und die einem, wenn man Geschichten mit Tieren als Protagonisten mag kurzweilige Lesestunden bereiten kann. Ich vergebe 4 vergnügte Sterne.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Die etwas andere Meerjungfrau

Die letzte Reise der Meerjungfrau
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Meine Gedanken zu diesem Buch zusammen zu fassen fällt mir gar nicht so leicht... Es sind auch schon einige Tage vergangen seitdem ich die letzte Seite umgeblättert hatte und ich musste die Geschichte ...

Meine Gedanken zu diesem Buch zusammen zu fassen fällt mir gar nicht so leicht... Es sind auch schon einige Tage vergangen seitdem ich die letzte Seite umgeblättert hatte und ich musste die Geschichte erstmal etwas sacken lassen. Es ist ja kein besonders aufregendes oder aufwühlendes Buch. Die Geschichte verlief nur äusserst unerwartet. Ich war mir schon bewusst, dass mich kein Märchen mit wunderschönen Meerjungfrauen erwarten würde. Die Kurzbeschreibung hat mich dennoch dazu verleitet, auf Romantik oder gar ein Wohlfühlbuch zu hoffen. Und dann war alles so ganz anders. Was für mich so überraschend war, möchte ich hier lieber nicht erwähnen, da es zuviel verrraten und somit die besondere Unvorhersehbarkeit, die den Reiz des Buches zum grossen Teil ausmacht, zerstören würde.

Am besten gefallen hat mir auf jeden Fall die Sprache. Ich habe zwar ein paar Seiten gebraucht, um mich an das Gefühl der "etwas angestaubten Ausdrucksweise" zu gewöhnen. Ich hoffe, dieser Ausdruck verwirrt jetzt nicht - denn ich meine keinesfalls altmodisch. Es hat auch nicht allzu lange gedauert, bis ich die Sprache absolut passend empfand - passend zu den recht speziell gezeichneten Figuren und dem historischen Setting, das von solider Recherchearbeit zeugt.

Es handelt sich hier um eine sehr ruhige Geschichte - für mich ungeduldige Seele manchmal einen Tick zu ruhig. Die Autorin ist mit Dramatik sehr sparsam und dennoch erreicht sie eine leise Tiefgründigkeit. Ich war mir nicht immer sicher, was die Autorin mit ihren Metaphern mir sagen wollte. Aber sie regte mich zu Nachdenken und Phantasieren an.

Alles in allem war es eine angenehme Lektüre, auf die ich mich gut einlassen konnte. Es ist kein "Pageturner" - aber wer erfahren möchte, wie die Autorin eine Meerjungfrau beschreibt (für mich durchaus eine Idee, die ich mir real vorstellen könnte) und ein Buch abseits des Mainstreams sucht, kann hier gestrost zugreifen. Aus meiner Sicht verdient das Buch sehr gute vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Nicht einfach nur ein Thriller

Kalte Wasser
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Obwohl ich im Grunde eine zartbesaitete Seele bin, grusele ich mich hin und wieder doch sehr gerne. Daher hatte mich die Kurzbeschreibung von „Kalte Wasser“ sofort angesprochen. Umso überraschter war ich ...

Obwohl ich im Grunde eine zartbesaitete Seele bin, grusele ich mich hin und wieder doch sehr gerne. Daher hatte mich die Kurzbeschreibung von „Kalte Wasser“ sofort angesprochen. Umso überraschter war ich dann, als sich die Geschichte ganz anders als erwartet entwickelte.

Ich muss gestehen, dass mich die Erwähnung der Polizistin Harper in der Inhaltsangabe dazu verleitete anzunehmen, es handele sich hier um einen klassischen Psychothriller. Dass diese Geschichte doch viel mehr als das war, konnte ich erst mit der Zeit erkennen. Allerdings brauchte das seine Zeit, da gerade zu Beginn des Buches die Autorin weit ausholte und Laurens Entbindung und die darauffolgenden Komplikationen bis ins kleinste Detail schilderte. Für meinen Geschmack war das etwas zu viel des Guten und eine zeitlang musste ich mich zwingen weiter zu lesen.

Alleine die Neugierde, was es mit der geheimnisvollen Gestalt wirklich auf sich hatte und auch wie die Polizistin Harper in die Geschichte rein passen sollte, hielten mich zu dem Zeitpunkt bei der Stange. Auch der angenehme Schreibstil hat mich dann doch durchhalten lassen und am Ende wurde ich für das Durchhalten belohnt.

Die Bezeichnung Mysterythriller ist meiner Meinung nach hier unerlässlich, um enttäuschte Leser zu vermeiden. Schlussendlich hat für mich der Mysteryanteil jedenfalls überwogen, was meinem Lesegeschmack jedoch sehr entgegen kommt. Reine Krimi- und Thrillerleser könnten eventuell enttäuscht werden. Aber für mich ist dieses Buch weit mehr als ein Thriller und die Autorin hat mich mit dieser subtilen Geschichte – gerade auch durch ihr Schlusswort – doch auch tief innen berührt. Es war für mich keine leichte Lektüre und man kann sie auch nicht einfach in ein Schema packen. Die Stärke dieses Buches erlebe ich vor allem im Nachhall und schlussendlich bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe.