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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2019

Sehr gute Fortsetzung, die überzeugen kann :)

Plötzlich Fee 2
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Meinung:
Der 2. Band der Plötzlich Fee-Reihe schließt nach einer kurzen Rückblende zeitnah ziemlich bald an den ersten Band an. Dementsprechend war ich auch sofort wieder mitten in der Geschichte. Es gibt ...

Meinung:
Der 2. Band der Plötzlich Fee-Reihe schließt nach einer kurzen Rückblende zeitnah ziemlich bald an den ersten Band an. Dementsprechend war ich auch sofort wieder mitten in der Geschichte. Es gibt auch während der Geschichte immer wieder einige sinnvolle Rückblenden aus dem ersten Band, die die wichtigsten Ereignisse nochmal ins Gedächtnis rufen. Während man im ersten Teil einen generellen Überblick über Nimmernie und vor allem den Sommerhof bekommen hat, werden in diesem Teil die Bewohner und das Leben am Winterhof transparenter gemacht. Und dabei beweist Frau Kagawa wieder einiges an Fantasie und Talent ihre Ideen in bildgewaltige Worte zu fassen.

Während ich am ersten Teil noch etwas bemängelt habe, dass dieses Hineinschlittern von einer gefährlichen Situation in die nächste etwas zu konstruiert wirkte, ist davon nun nichts mehr zu spüren. Denn obwohl die Autorin auch dieses Mal wieder sehr viel Handlung in ihre Geschichte packt, wirkt einfach glaubhafter und stimmiger.

Die Charaktere konnten mich auch in diesem Teil wieder komplett für sich einnehmen. Protagonistin Meghan hatte sich ja bereits im ersten Band enorm weiterentwickelt und kann diese Entwicklung auch in Winternacht fortsetzen. Obwohl sie Angst hat, stellt sie sich jeder Gefahr und will den Krieg um jeden Preis verhindern. Nur in Bezug auf Ash und seine Gefühlt ist sie nach wie vor etwas naiv und unsicher, was aber ja meistens bei Liebesdingen so ist.

Auch Puck ist wieder gesund und nimmt seine altbekannte Rolle des leicht verrückten, aber zuverlässigen Spaßvogels und Beschützers ein. Jedoch bestätigt sich nun die Vermutung, dass auch er in Meghan verliebt ist, wodurch er auch manchmal etwas ernster und verletzlicher wirkt und eine typische Dreiecksbeziehung entsteht.

Ash wirkt zu Beginn des Buches kalt und gemein, jedoch hat er Meghan vorher auch gewarnt, dass er sich nun so verhalten wird und dies nur zu ihrem und seinem Schutz dient. Denn am Winterhof wird jede Schwäche gnadenlos ausgenutzt. Dennoch ist diese Kälte für sie nur sehr schwer zu ertragen und führt auch oft zu Unsicherheit. Aber gleichzeitig erfährt man in diesem Teil auch deutlich mehr von seinen guten und liebevollen Seiten und seiner Vergangenheit. Und als es drauf an kommt steht er, trotz alle Widrigkeiten, felsenfest an Meghans Seite.

Doch auch die Nebencharaktere spielen wieder eine bedeutende Rolle. Grimalkin sorgt wieder für einige Lacher, aber auch einen alten Feind, nämlich Eisenpferd lernen wir etwas besser kennen. Jedoch gibt es auch einige neue interessante Figuren, die bestimmt noch eine Rolle spielen werden.

Außerdem muss ich nun auch wirklich nochmal ein Lob für die umwerfenden Cover dieser Reihe loswerden. Sie sind einfach traumhaft schön und man kann sich kaum daran satt sehen.

Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung, bei der Fr. Kagawa alles richtig macht und mit ihren tollen Ideen, ihrem bildgewaltigem Schreibstil und ihren besonderen und einnehmenden Charakteren überzeugen kann. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht! Sehr gute 4 Sterne.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Spannend, gefühlvoll und gut durchdacht

Der Mondscheingarten
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Meinung:
Wie es in diesem Genre üblich ist, wird die Geschichte auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Zeiten erzählt. So erhält man im Prolog einen kurzen, aber sehr spannenden Einblick in ein ...

Meinung:
Wie es in diesem Genre üblich ist, wird die Geschichte auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Zeiten erzählt. So erhält man im Prolog einen kurzen, aber sehr spannenden Einblick in ein tragisches Ereignis aus dem Leben von Helen Carter, einer der beiden Violinistinnen. Danach wechselt die Perspektive zur Protagonistin Lilly und später auch in das Leben der anderen Geigenbesitzerin Rose Gallway, deren Geschichten sich im Laufe des Romans alle auf gefühlvolle, aber auch glaubhafte Art und Weise verbinden.

Durch den spannenden und geheimnisvollen Einstieg in die Geschichte konnte mich die Autorin bereits ab der ersten Seite packen und fesseln. Sie wirft zu Beginn ganz viele spannende Fragen in den Raum, die im Laufe des Romans Stück für Stück geklärt werden. Und dabei hat die Autorin alles richtig gemacht, denn auch wenn viele der Antworten manchmal etwas vorhersehbar sind, ist die Geschichte nie langweilig. Dies liegt zum einen daran, dass die Autorin ihre Szenewechsel sehr gezielt und passend platziert und auch immer genau die richtige Menge an neuen Informationen preisgibt. Doch auch der bildhafte, fließende und dennoch sehr gefühlvolle Schreibstill trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, da er gut zu der im Buch beschriebenen Atmosphäre beiträgt und dem Leser träumerische Bilder verschafft. Zwar hat Lilly auf ihrer Suche manchmal etwas sehr viel Glück, aber dennoch wurde die Handlung realistisch aufgebaut und umgesetzt.

Die Charaktere wirken authentisch und gut durchdacht. Man kann sich mit jeder Figur im Roman identifizieren und freut sich einfach darauf mehr von ihnen zu erfahren. So ist Lilly gleich von Beginn an wirklich sympathisch. Ihre Suche nach dem Geheimnis der Geige ist auch eine Reise zu sich selbst, denn seit ihr Ehemann an Krebs verstorben ist, hat sie sich immer mehr aus dem Leben zurückgezogen. Doch auf der Reise wird sie wieder mehr sie selbst und auch wieder offener für eine neue Liebe. Aber auch die Einblicke in die Leben von Rose und Helen sind wirklich interessant und lesenswert. Denn keine der beiden Frauen hatte es wirklich leicht im Leben, was der Handlung auch manchmal eine etwas schwermütige Stimmung verleiht.

Besonders gut finde ich auch, dass die Geschichte am Ende wirklich rundum abgeschlossen wird. Die Autorin gibt Antworten auf alle offenen Fragen und lässt den Leser mit einem befriedigten Gefühl zurück.

Fazit:
Eine spannende und gut durchdachte Geschichte, in der viele Geheimnisse aufgedeckt werden. Es macht einfach Spaß immer mehr über die einzelnen Figuren zu erfahren. Und auch wenn die Ereignisse manchmal etwas vorhersehbar sind, hat mir der Roman doch große Lesefreude geschenkt. Gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.09.2019

bildgewaltiger Schreibstil, tolle Charaktere und spannende Handlung

Plötzlich Fee - Sommernacht
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Meinung:
Mit „Plötzliche Fee – Sommernacht“ ist Frau Kagawa ein wirklich guter Einstieg in die Reihe gelungen. Das Thema rund um Feen ist noch nicht ganz so ausgereizt wie manch andere z. B. Vampire, weswegen ...

Meinung:
Mit „Plötzliche Fee – Sommernacht“ ist Frau Kagawa ein wirklich guter Einstieg in die Reihe gelungen. Das Thema rund um Feen ist noch nicht ganz so ausgereizt wie manch andere z. B. Vampire, weswegen die Geschichte schon deshalb einen neuen Wind in die Fantasy-Welt bringt. Doch es gibt auch noch einige weitere Gründe, wieso dieses Buch wirklich lesenswert ist.

Einer der gewichtigsten Gründe ist auf jeden Fall Julie Kagawas bildgewaltiger Schreibstil. Schon alleine damit schafft es die Autorin die Leser zu faszinieren, denn er ist detailliert, dabei aber auch farbenfroh und lebendig. Die Welt von Nimmernie, mit all ihren fantastischen und ungewöhnlichen Bewohnern erscheint vor dem geistigen Auge und nimmt den Leser komplett für sich ein.

Doch auch die Charaktere sind etwas Besonderes. Sie wirken vielschichtig, lebensfroh und stechen vor allem durch ihre Individualität hervor. Dabei ist Protagonistin Meghan zu Beginn eher ein unglückliches und sehr naives Mädchen, doch im Laufe des Romans wächst sie, mit Hilfe ihrer Begleiter, an ihren Aufgaben und macht dabei eine tiefgründige, aber auch realistische Entwicklung durch. Sie lässt oft sarkastische Sprüche hören, die für manche Schmunzler sorgen und sie noch sympathischer machen.
Doch auch die Nebencharaktere konnten mich für sich einnehmen. Meghans Freund und Bewacher Puck ist lebenslustig, leicht verrückt, aber auch ein treuer Freund auf den sie sich immer verlassen kann und der mit seiner Art auch oft für Lacher sorgt. Der sprechende Kater Grimalkin hat auch eine spezielle Art und hilft Meghan, wie alle Wesen in der Feenwelt, nur gegen Austausch eines Gefallens. Aber trotzdem ist er einfach unheimlich sympathisch. Und zum Schluss natürlich noch Ash, der Prinz des Winterreiches. Er wirkt irgendwie düster und sehr geheimnisvoll.

Die Handlung selbst bzw. Meghans abenteuerliche Reise ist auch sehr ansprechend zu lesen und auch hier hat die Autorin ihr Talent bewiesen. Die Geschichte ist spannend und man möchte unbedingt weiter lesen. Aber manchmal wirkte mir dieses Hineinschlittern von einer gefährlichen Situation in die Nächste etwas zu konstruiert.

Fazit:
„Plötzlich Fee – Sommernacht“ ist ein toller Jugend-Fantasyroman, der den Leser mit einem unglaublich bildgewaltigem Schreibstil, sympathischen und vielschichtigen Charakteren, sowie einer spannenden Handlung überzeugen kann. Um mir noch etwas Luft nach oben zu lassen, bekommt er sehr gute 4 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 07.09.2019

Kann trotz kleinerer Schwächen überzeugen und bleibt im Gedächtnis

Zeit deines Lebens
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Meinung:
Wer zumindest optisch die restlichen Bücher von Fr. Ahern kennt, wird schnell feststellen, dass sich dieses Buch von den anderen unterscheidet. Während ihre anderen Bücher alle in Blau gehalten ...

Meinung:
Wer zumindest optisch die restlichen Bücher von Fr. Ahern kennt, wird schnell feststellen, dass sich dieses Buch von den anderen unterscheidet. Während ihre anderen Bücher alle in Blau gehalten sind, besticht „Zeit deines Lebens“ mit einem tiefroten Cover. Prinzipiell ist so etwas normal nicht von Bedeutung, doch hier spiegelt es den großen Unterschied zu ihren sonstigen Romanen wieder. Während sich die „Blauen“ zumeist mit Liebesgeschichten beschäftigen, spielt in „Zeit deines Lebens“ etwas noch tiefgründigeres eine Rolle. Nämlich die Frage, wie man seine kurze Zeit auf Erden verbringt.

Während der Protagonist Lou all seine Zeit in die Arbeit steckt, merkt er gar nicht, wie viel Zeit er damit verschenkt, wie sehr er seine Familie verletzt und wie kurz er davor ist, sie zu verlieren. Erst durch den rätselhaften und etwas geheimnisvollen Gabe wird ihm das langsam aber sicher bewusst. Doch dabei wirft die Autorin ihre Lebensweisheiten dem Leser nicht plump vor die Füße, sondern verpackt sie mit sehr viel Gefühl und einer stimmigen Mischung aus Realität und Fiktion. Sie beschreibt die Geschichte eines kleinen Wunders und obwohl sie nicht auf die Hintergründe eingeht, ist die Geschichte für den Leser greifbar und glaubhaft.

Auch wenn das Buch eher etwas langatmig startet und auch zwischendurch etwas von der Spannung einbüßt, ist es trotzdem eine bewegende Geschichte, die den Leser berührt und zum Nachdenken anregt. Der Schreibstil von Fr. Ahern hat dabei eine fast poetische Note, ist anschaulich und emotional.

Die Charaktere sind authentisch und glaubhaft beschrieben. Man hat das Gefühl, dass man sie in der Nachbarschaft wieder finden könnte. Und auch wenn Lou zu Beginn ein ziemlicher Egoist und ein Ekel ist, schafft Fr. Ahern es die Sympathie für ihn zu wecken. Man leidet auch zusammen mit seiner Frau Ruth oder der Tochter und wünscht sich, sie tröstend in den Arm zu nehmen. Doch die faszinierendste Figur ist natürlich Gabe. Es wird im Roman nicht zu 100 Prozent deutlich, was er eigentlich ist. Doch auf jeden Fall ist er etwas Mystisches und genauso geheimnisvoll ist auch sein Charakter. Schön finde ich, dass man auch Einblick in die persönliche Geschichte der Nebencharaktere, nämlich der Polizisten bekommt. Das rundet das Buch schön ab.

Fazit:
Eine tiefgründige und berührende Geschichte, mit der richtigen Mischung aus Realität und Fiktion. Sie soll den Leser daran erinnern, nicht zu vergessen, was im Leben wirklich zählt und dass die uns dafür zur Verfügung stehende Zeit begrenzt ist. Trotz kleinerer Schwächen konnte mich der Roman überzeugen, so dass ich 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein wirklich gelungenes Jugendbuch

Isola
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Meinung:
Erzählt wird die Geschichte als Nacherzählung aus der Sicht der 17 jährigen Vera. Sie ist eine der 12 Jugendlichen und hat ihre ganz eigenen Gründe an diesem Projekt teilzunehmen. Diese Gründe ...

Meinung:
Erzählt wird die Geschichte als Nacherzählung aus der Sicht der 17 jährigen Vera. Sie ist eine der 12 Jugendlichen und hat ihre ganz eigenen Gründe an diesem Projekt teilzunehmen. Diese Gründe erfährt der Leser nur bruchstückhaft, wodurch die Autorin einen ersten Spannungsbogen aufbaut. Doch trotzdem rollt der Anfang der Geschichte noch eher langsam, leise und etwas schleppend dahin. Daran ändert auch zuerst der kleinere Nebenhandlungsstrang nicht viel. In kurzen kursivgedruckten Abschnitten bekommt der Leser Einblick in die Gedanken eines Unbekannten. So benötigt Fr. Abedi doch ein paar Seiten, bis sie ihre ganzen Köder ausgelegt hat und die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. Doch spätestens als die Teilnehmer von dem unfreiwilligem Spiel erfahren, nimmt die Handlung stetig an Spannung zu, schon allein, da das ständige Rätselraten um den Mörder beginnt.

Vera ist eine ziemlich ruhige und verschlossene Protagonistin. Sie verhält sich eher zurückhaltend und gibt nur langsam Informationen über sich Preis. Jedoch wirkt sie dabei nicht unsympathisch. Die meisten anderen Charaktere erscheinen zumeist etwas klischeehaft und stereotyp. Jedoch hätte ich manche gerne etwas genauer kennen gelernt. Der interessanteste Teilnehmer war natürlich ganz klar Solo. Er ist geheimnisvoll, irgendwie cool, aber auch verletzlich und einfach besonders. Vera fühlt sich gleich zu ihm hingezogen und es entwickelt sich eine eher ruhige und unaufdringliche Liebesgeschichte.

Durch den unglaublich tollen Schreibstil von Isabel Abedi fühlt sich der Leser mitten in der Geschichte. Man sieht die Insel vor seinem geistigen Auge und wird von der fesselnden Atmosphäre vollkommen gefangen genommen. Es ist ein Buch voller Unterschiede in dem sehr viele verschiedene Stimmungen erlebt und beschrieben werden. So wird der Leser Zeuge von Freude, Unbeschwertheit und Liebe, aber auch von Angst, Misstrauen und Verzweiflung. Und dabei beschreibt Frau Abedi dies alles lebensnah und authentisch.

Aber wirklich beeindruckt hat mich das Ende der Geschichte. Das letzte Drittel ist so spannungsgeladen und überrascht den Leser ständig mit unvorhergesehenen Wendungen, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Ich war einfach gefesselt, nach jeder Wendung total geschockt und musste einfach Wissen wie es weiter geht. So werden am Ende Gott sei Dank auch alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Jugendbuch, das nach einem etwas langsamen Beginn richtig Fahrt aufnimmt und den Leser nicht mehr los lässt. Es erhält sehr gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.