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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Nicht nur etwas für die Bordküche

Kochen nach Beaufort
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"Kochen nach Beaufort" ist ein interessantes Kochbuch, das als Zielgruppe zunächst die Seefahrer anspricht - so soll das Kochen auf dem Schiff erleichtert werden, denn je nach Beaufort finden sich passende ...

"Kochen nach Beaufort" ist ein interessantes Kochbuch, das als Zielgruppe zunächst die Seefahrer anspricht - so soll das Kochen auf dem Schiff erleichtert werden, denn je nach Beaufort finden sich passende Rezepte.

Nun habe ich persönlich (noch) gar nichts mit Seefahrt am Hut und doch bin ich von diesem Buch sehr überzeugt. Der Inhalt gliedert sich in die verschiedenen Windstärken. Nach einer kurzen Einleitung und einer Übersicht über Proviant, das man an Bord dabei haben sollte, folgen auch schon die Rezepte. Diese sind insgesamt leicht, abwechslungsreich und fischlastig - was aber genau zu dieser Art der Küche perfekt passt. Durch das Nutzen von "Fertigprodukten" wie Konserven lassen sich die Gerichte nicht nur schnell, sondern auch relativ einfach umsetzen.

Wir haben einiges daraus nachgekocht und waren allesamt zufrieden. Auch wenn die Rezepte auf den ersten Blick einfach wirken, so sind doch zum Teil interessante Zutaten dabei. Familientauglich sind die Gerichte ebenso.

Insgesamt ist dies ein sehr schönes und außergewöhnliches Kochbuch, das auch noch in einer schicken Aufmachung (Blechdose und Kochlöffel) daher kommt. Leider gefällt mir das Format des Buches selbst nicht ganz so gut, es ist zwar klein und hat ein Softcover und ist damit an Bord sicher praktischer, aber bei Kochbüchern bevorzuge ich doch das Hardcover und ein größeres Format. Das Buch kann ich mir auch super als Geschenk für Seefahrer vorstellen.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein witziges Buch übers Älterwerden

Du bleibst mein Sieger, Tiger
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Maxim Leo und Jochen Gutsch schreiben in "Du bleibst mein Sieger, Tiger" zum zweiten Mal über die Besonderheiten der Alterspubertät - obwohl ich den ersten Band dazu bisher noch nicht kenne. So geht es ...

Maxim Leo und Jochen Gutsch schreiben in "Du bleibst mein Sieger, Tiger" zum zweiten Mal über die Besonderheiten der Alterspubertät - obwohl ich den ersten Band dazu bisher noch nicht kenne. So geht es darum, wie sich Mittvierziger fühlen, die dabei zusehen, wie ihre Kinder erwachsen werden und ihr Leben leben, während sie selbst ihres mit neuem Inhalt zu füllen versuchen.

Zugegeben, der Begriff "Alterspubertät" war mir persönlich neu, aber der Klappentext klang sehr ansprechend und witzig, also wollte ich unbedingt das Buch dazu lesen. Die Kapitel sind als eine Art Kurzgeschichten zu einem jeweiligen Thema geschrieben. Diese sind dabei so lustig, dass ich ständig herzhaft lachen musste und den ein oder anderen Gedankengang durchaus nachvollziehen konnte (auch wenn ich alterstechnisch noch weit weg vom Alterspubertier bin). Mit viel Witz und Selbstironie gelingt es den Autoren, den Leser mit ihrem Büchlein gut zu unterhalten. Der Schreibstil ist locker, authentisch und absolut passend zum Genre des Buches.

Insgesamt ist das Buch besonders für zwischendurch geeignet, immer mal eine Geschichte zu lesen macht am meisten Spaß. Bei mehreren Kapiteln am Stück flacht der Humor dann doch irgendwann etwas ab. Ich denke, dass sich das Buch auch gut zum Verschenken eignet - doch Achtung, hier muss der Beschenkte definitiv einen Sinn für Humor haben, sonst kann es auch daneben gehen. Wer humorvolle Bücher mag, wird hiermit seine Freude haben.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Niedliches Buch mit modernen Illustrationen

Edition Piepmatz: Wenn der Bauernhof erwacht
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Bücher über Bauernhöfe für die Kleinsten gibt es wohl wie Sand am Meer. Und doch finde ich, sticht dieses hier heraus.

„Wenn der Bauernhof erwacht“ ist Teil einer Reihe des Duos aus Sandra Grimm (Autorin) ...

Bücher über Bauernhöfe für die Kleinsten gibt es wohl wie Sand am Meer. Und doch finde ich, sticht dieses hier heraus.

„Wenn der Bauernhof erwacht“ ist Teil einer Reihe des Duos aus Sandra Grimm (Autorin) und Kathrin Wessel (Illustratorin). Die Geschichte ist (klein)kindgerecht aufbereitet, sie besteht aus kurzen Texten je farbenfroher Doppelseite. Außerdem passend zu den jeweiligen Tieren die Lautäußerungen. So kann man bereits als eines der ersten Bücher mit Babys gemeinsam das Buch lesen.

Schöne Illustrationen führen über den gesamten Bauernhof, von Hühner- und Kuhstall, bis zu den Schafen auf der Weide, dem Teich, den Obstbäumen und noch mehr. Besonders gefällt mir hier die sehr moderne Aufmachung der Illustrationen. Gleichzeitig sind die Doppelseiten nicht überladen, sodass man nicht wie in manch anderen Büchern fast schon einen Wimmelbuchcharakter hat. Damit hebt sich dieses Buch für mich von den Klassikern ab.

Insgesamt finde ich dieses Buch wirklich niedlich und bereits für die Kleinsten als eines der ersten Bücher geeignet. Allerdings halte ich die Altersangabe nicht für ganz passend, denn Je nach Kind könnte es ab zwei Jahren bereits zu einfach gestaltet sein. Dafür ziehe ich einen Stern ab. Ich selbst habe es zum ersten Geburtstag verschenkt und lag damit genau richtig beim beschenkten Kind. Empfehlen kann ich außerdem das Buch „Wenn der Wald erwacht“ aus derselben Reihe.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Schöne, wenn auch vorhersehbare Geschichte

Perfectly Broken (Bedford-Reihe 1)
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Als Brooke ihren Partner durch einen tragischen Unfall verliert, will sie nur weg aus ihrem alten Leben, weg von all den Dingen, die sie an ihren Freund erinnern. Ihr Neuanfang beginnt damit, dass sie ...

Als Brooke ihren Partner durch einen tragischen Unfall verliert, will sie nur weg aus ihrem alten Leben, weg von all den Dingen, die sie an ihren Freund erinnern. Ihr Neuanfang beginnt damit, dass sie eine Wohnung bezieht, die durch eine Tür im Schlafzimmer mit der Wohnung nebenan verbunden ist. Doch nicht nur das, die Wände sind extrem hellhörig, sodass Brooke mehr von ihrem Nachbarn Chase mitbekommt, als ihr zunächst lieb ist. Dann allerdings fangen beide an, sich regelmäßig zu unterhalten, ohne sich dabei aber jemals zu sehen.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihre Art zu schreiben und Charaktere zu erschaffen sehr. Auch hier sind die beiden Hauptfiguren Brooke und Chase sehr gelungen, sie sind auf Anhieb sympathisch, auch wenn beide einiges an Gepäck mit sich tragen. Besonders schön fand ich die Unterhaltungen der beiden in ihren Wohnungen, getrennt durch eine Wand. Als Leser spürt man förmlich, wie sich etwas zwischen ihnen entwickelt. Und auch wenn dies meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst wird, hatte ich eine unheimliche Gänsehaut bei ihrer ersten richtigen Begegnung. Sarah Stankewitz hat diese auf eindrucksvolle und emotionale Weise beschrieben. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass sich diese Begegnung weiter hinausgezögert hätte, dass sie Spannung bis zu diesem Moment weiter in die Länge gezogen worden wäre. Potenzial dafür gab es auf jeden Fall, so ist das Buch mit rund 250 Seiten doch recht kurz.

Die Autorin verpasst ihrer Geschichte durchgehend eine ordentliche Portion Drama, irgendwann war es ein wenig zu viel davon für mich. Dadurch wurde die Story sehr vorhersehbar. Bei der ersten flüchtigen Andeutung, was passieren würde, war mein Gedanke nur "Och nee, bitte nicht", doch genau so kam es dann (ohne zu viel spoilern zu wollen). Das fand ich schade.

Insgesamt ist dieses Buch dennoch eine schöne emotionale und leider kurze Geschichte, die von Beginn an stark fesseln kann, durch die vorhersehbare Entwicklung dann allerdings etwas abflacht. Nichtsdestotrotz kann ich es jedem Fan des Genres weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Informativer und verständlicher Ratgeber zum Thema Fett

Ran an das Fett
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Der Titel des Buches klingt zunächst vielleicht provokant, schließlich lernen wir seit unserer Kindheit, dass man Fett meiden soll. Fett ist ungesund, macht dick und führt zu sämtlichen Erankungen. Hier ...

Der Titel des Buches klingt zunächst vielleicht provokant, schließlich lernen wir seit unserer Kindheit, dass man Fett meiden soll. Fett ist ungesund, macht dick und führt zu sämtlichen Erankungen. Hier allerdings plädiert Dr. med. Anne Fleck für mehr (gesundes) Fett in unserer Ernährung und stellt in ihrem Ratgeber die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit dar, wenn man sich erst einmal an das Fett ran traut.
Das Buch wirkt wie ein Wälzer, ist jedoch durch die vier wesentlichen Abschnitte sehr übersichtlich gearbeitet und man ist aufgrund der kurzweiligen Beschreibungen relativ schnell durch. Hin und wieder werden die Textpassagen durch Illustrationen aufgelockert.

Im ersten Teil geht es sozusagen um den theoretischen Hintergrund. Leicht verständlich erklärt Fleck, welche Arten von Fetten es gibt und inwiefern sich "gute" von "schlechten" Fetten unterscheiden.
Im nächsten Abschnitt geht die Präventivmedizinerin auf sämtliche Erkrankungen ein, die sich durch eine Ernährungsumstellung beeinflussen lassen. Ob es immer gleich um "Heilung" im eigentlichen Sinne geht, sei mal dahin gestellt. Dennoch sind die Zusammenhänge sehr schlüssig. Interessant ist hierbei auch, dass es nicht nur um Krankheiten geht, sondern dass sich auch Übergewicht durch eine fettreiche Ernährung reduzieren lässt. Wenn man sich allerdings schon mal mit der ketogenen Ernährung beschäftigt hat, weiß man, dass sie damit recht hat.
Obwohl ich mich bereits ziemlich gut auskenne, was Krankheitslehre und Pathophysiologie angeht, muss ich dennoch sagen, dass das ein oder andere hier neu und sehr aufschlussreich für mich war.
Im dritten Teil des Buches werden die Lebensmittel aufgeführt, die besonders gute Fette enthalten und demnach empfohlen werden. Diese werden nicht bloß aufgelistet, sondern zum Großteil auch umfassend beschreiben.
Der vierte und letzte Teil ist vermutlich der mit dem größten Praxisbezug, denn hier geht es nun um die Umsetzung der zuvor vermittelten Inhalte. Neben Checklisten gibt es eine kleine Auswahl an Rezeptideen.

Insgesamt ist das Buch sehr informativ, jedoch muss man die Überzeugungen der Autorin teilen, das steht fest. Ich persönlich bin schon lange davon überzeugt, dass nicht das Fett, sondern eher die Kohlenhydrate die "Bösen" sind, wobei es hier natürlich nicht nur schwarz oder weiß gibt. Insgesamt kommt es immer auf die Ausgewogenheit der Ernährung an. Fleck gelingt es dennoch, die Zusammenhänge zwischen der (gesunden) fettreichen Ernährung und einer großen Liste an Krankheiten sinnhaft darzustellen. Somit lassen sich bestimmt auch einige Zweifel an der Theorie beseitigen.
Wer hier allerdings einen Diätratgeber, Diätplan oder Ähnliches erwartet, ist fehl am Platz, denn "Ran an das Fett" bietet eher den theoretischen Hintergrund für eine Ernährungsumstellung gespickt mit Empfehlungen. Der vierte Teil ist daher eindeutig zu kurz gehalten. Das Buch ist daher eher allgemein formuliert, für konkretere Angaben zur Behandlungen einer gezielten Krankheit oder zur Gewichtsreduktion sollte man daher entsprechende Literatur hinzuziehen.