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Veröffentlicht am 27.09.2019

Der Märchenmörder

Rapunzel, mein (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 2)
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Inhalt übernommen:

Vor 20 Jahren verschwand im Emmental ein kleines Mädchen. Nur eine abgetrennte Hand wurde tief im Wald unterm Laub gefunden. Die Ermittlungen liefen ins Leere, die Akte wurde geschlossen. ...

Inhalt übernommen:

Vor 20 Jahren verschwand im Emmental ein kleines Mädchen. Nur eine abgetrennte Hand wurde tief im Wald unterm Laub gefunden. Die Ermittlungen liefen ins Leere, die Akte wurde geschlossen. Doch Rabea Wyler, inzwischen Profilerin beim LKA, hat sich geschworen, die Suche nach ihrer Schwester nie aufzugeben.
Ein aussichtsloses Unterfangen. Bis heute ...

Im Ruhrgebiet sorgt ein grausames Verbrechen für Schlagzeilen: In einem stillgelegten Märchenpark wurde jahrelang ein Mädchen eingesperrt. Ein Mädchen ohne Hände. Aus seinen langen blonden Haaren hat der Mörder ein Seil geflochten, mit dem er es erdrosselt hat.
Wyler ist überzeugt:Dieser Fall wird das Rätsel um ihre Schwester lösen. Doch Jan Grall ,ihr suspendierter Partner, will von der Theorie nichts wissen. Im Alleingang kann Wyler den Mörder überführen.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Und ihr wird klar, dass sie mehrere Monster jagt.

Meine Meinung:

Die Geschichte begann mit den Ereignissen vor 20 Jahren und dem Verschwinden von Rabeas Schwester.
Dann der Wechsel in die Gegenwart, eine weibliche Leiche wird auf einer Bühne in Essen gefunden, eine junge Frau ohne Hände und Rabea ist fest überzeugt, dass es sich um ihre Schwester handelt. Ihr ehemaliger Partner Jan will sie von dieser Theorie abbringen und verweigert ihr seine Mitarbeit.
Auch als feststeht, dass es sich nicht um ihre Schwester handelt, lässt sie dieser Fall nicht los und ihr gelingt es im Alleingang den Mörder zu fassen.
Erst danach offenbart sich, dass im Hintergrund ganz perfide Drahtzieher ihr Unwesen treiben. Nun schaltet sich auch Jan ein und eine Hexenjagd, die ihresgleichen sucht, beginnt.
In gewohnt spannender Weise, breitet der Autor ein Schreckensszenario vor dem Leser aus. Einmal begonnen, gelang es mir kaum, das Buch aus der Hand zu legen und so habe ich es fast in einem Rutsch gelesen.
Besonders interessant war es für mich, dass der Krimi zum Teil im Ruhrgebiet spielte und ich somit mehrere Plätze kenne.
Am Ende fügt sich wie bei einem Puzzle alles ineinander,so soll ein guter Krimi sein.
Ich bin voller Vorfreude auf ein neues Buch dieses Autors.

Veröffentlicht am 21.09.2019

Auf Spurensuche

Auf deinem Mond ein Feigenbaum
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Inhalt übernommen:
Jan und Carmela führen eine deutsch-italienische Bilderbuchehe.Ihr größtes Glück ist ihre zehnjährige Tochter Matilda. Alles scheint perfekt, bis Carmela unheilbar an Krebs erkrankt.
Nach ...

Inhalt übernommen:
Jan und Carmela führen eine deutsch-italienische Bilderbuchehe.Ihr größtes Glück ist ihre zehnjährige Tochter Matilda. Alles scheint perfekt, bis Carmela unheilbar an Krebs erkrankt.
Nach monatelangen Qualen und Klinikaufenthalten erliegt sie schließlich ihrer Krankheit. Für Vater und Tochter bricht eine Welt zusammen.
Die Trauer um die geliebte Ehefrau und Mutter ist grenzenlos. So sehr sie sich auch bemühen, sie finden nicht in ihr normales Leben zurück.
Während Jan fast völlig verstummt und die meiste Zeit antriebslos im Bett verbringt, wird seine Tochter von Albträumen und Schuldgefühlen gequält. Sich selbst überlassen sucht sie vergeblich nach Halt bei ihrem in sich gekehrten und elegischen Vater.
Monate vergehen. Dann bekommen Sie Post aus der Toskana. Von Carmela....

Meine Meinung:

Der Autor hat sich einem sehr schwierigen Thema in einer Art angenommen, die ihresgleichen sucht. Er beschreibt die Situation, die Vater und Tochter nach dem Tod der Mutter und Ehefrau zu bewältigen haben, auf eine sehr eindringliche und sensible Weise. Dabei ist sein sehr poetischer und außergewöhnlicher Schreibstil besonders hervorzuheben.
Matilda hadert damit, dass man ihr die schwere Krankheit ihrer Mutter verschwiegen hat,Jan kann nicht in den normalen Alltag zurückfinden und fühlt sich durch die Situation als alleinerziehender Vater überfordert.
Das führt dazu, dass er ungerecht gegenüber seiner Tochter ist und dieser nicht den nötigen Halt geben kann.
Erst als sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben,gelingt es ihnen,ihr verändertes neues Leben anzunehmen und neuen Lebensmut zu schöpfen.
Auch wenn es ein sehr schwieriges Thema war, fehlte trotzdem nicht der Humor, der manche Szenen aufgelockerte.

Fazit:

Ein Buch, was ich sehr gerne gelesen habe. Es lässt mich nachdenklich und berührt zurück.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Emotionale Achterbahnfahrt

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Inhalt übernommen:
Berlin, 1952: man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku‘damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der ...

Inhalt übernommen:
Berlin, 1952: man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku‘damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der dunklen Zeit des Kriegs nur eins: das Leben in vollen Zügen genießen.
In den Wirtschaftswunderjahren laufen die Geschäfte ohnehin bestens, das Kaufhaus Thalheim bietet die neuste Mode an, Patty Kuss und Nylonstrümpfe, dazu feine Kollektionen aus Italien. So träumt Silvie ihren eigenen Traum: als Rundfunkredakteurin beim Rias Karriere zu machen.
Seit ihr Zwillingsbruder aus dem Krieg heimgekehrt ist, hat sich die Dynamik in der Familie verändert. Oskar soll das Unternehmen leiten, gibt sich aber lieber dem Rausch durchfeierter Nächte hin.
Als dann auch noch ein verhasster Konkurrent die Geschäfte torpediert und den Thalheims alles zu nehmen droht, wird Silvie klar, dass sie Verantwortung für das Kaufhaus und Ihre Familie übernehmen muss.

Meine Meinung:

Die Autorin hat in ihrer Trilogie ganz bewusst jeweils eine Schwester in den Vordergrund des Buches gestellt,das ist in diesem Fall Silvie.
Dadurch entsteht beim Lesen ein größeres Gefühl der Nähe zu den einzelnen Protagonistinnen.
Während es wirtschaftlich für die Familie Thalheim aufwärtsgeht, gibt es im privaten Bereich sehr viele Schicksalsschläge zu verkraften.
Der Autorin ist es, wie auch im ersten Band, hervorragend gelungen, historische Ereignisse und Personen mit den fiktiven Protagonisten zu verknüpfen.
Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Recherchearbeit, welche das Buch zu etwas Besonderem macht.
Der sehr emotionale Schreibstil bescherte mir beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle, was mich teilweise an meine Grenzen brachte.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Anhang des Buches, in welchem die historischen Ereignisse dieses Zeitraums genau aufgelistet wurden.

Fazit:

Ich gebe aus voller Überzeugung eine Leseempfehlung ab und bin schon voller Vorfreude auf den dritten Band dieser Trilogie.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Dunkles Familiengeheimnis

Zeit der Schwalben
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Inhalt übernommen:

Es ist ein goldener Sommer im England der späten fünfziger Jahre: Die 16-jährige Elizabeth ist begeistert von den jungen Leuten, die sie auf dem Anwesen der Freunde ihre Eltern in Sussex ...

Inhalt übernommen:

Es ist ein goldener Sommer im England der späten fünfziger Jahre: Die 16-jährige Elizabeth ist begeistert von den jungen Leuten, die sie auf dem Anwesen der Freunde ihre Eltern in Sussex kennenlernt.
Sie erlebt unbeschwerte Tage mit Ausflügen, Picknicks und Partys. Und sie verliebt sich...

London, 40 Jahre später. Nach dem Unfalltod ihrer Mutter erhält Adele Harington einen mysteriösen Anruf: Ein Mann spricht von neuen Spuren und nennt immer wieder ein Datum.
Und dann steht plötzlich eine Fremde vor der Tür und behauptet, Teil der Familie zu sein...

Meine Meinung:

Der sehr schöne Schreibstil der Autorin, die mir bereits aus einem anderen Buch bekannt ist, hat mich erneut sofort gefangengenommen.
Die Geschichte wechselt ständig zwischen mehreren Zeit Ebenen, dazwischen gibt es dann noch Tagebuch einträge aus der Vergangenheit, welche die Geschichte nach und nach aufschlüsseln.
Besonders der Teil, welcher in der Vergangenheit spielt, hat mich besonders bewegt. Wie schlimm es in den fünfziger Jahren für eine ledige Frau war, ein Kind zu bekommen, wird sehr deutlich dargestellt.
An erster Stelle stand damals die Schande, welche damit über die Familie gebracht wurde, an die Empfindungen der ledigen Mutter wurde, wenn überhaupt, nur zweitrangig gedacht.
Auch wenn es hier um einen sehr extremen Fall geht, hat es das sehr oft in ähnlicher Form gegeben. In der heutigen Zeit kann man sich sowas nur schwer
vorstellen.

Fazit:

Ein sehr aufwühlendes, emotionales Buch, was noch lange nachwirkt.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Ricarda - eine Frau geht ihren Weg

Die Ärztin: Das Licht der Welt
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Inhalt übernommen :
Brandenburg, 1876: Aufgewachsen auf Schloss Freystetten, als Tochter des Gärtners, scheint der Weg der 13-jährigen Ricarda vorgezeichnet.
Ihr Schicksal ändert sich schlagartig, als ...

Inhalt übernommen :
Brandenburg, 1876: Aufgewachsen auf Schloss Freystetten, als Tochter des Gärtners, scheint der Weg der 13-jährigen Ricarda vorgezeichnet.
Ihr Schicksal ändert sich schlagartig, als sie der Tochter des Grafen das Leben rettet. Zum Dank darf das Mädchen bei Komtess Henriette in Berlin leben.
In ihrem imposanten Domizil Unter den Linden gehen die Damen der Gesellschaft ein und aus. Aber schon bald lernt Ricarda die Schattenseiten der Kaiserstadt kennen.
In den Armenvierteln kommen Kinder in schmutzigen Hinterhöfen zur Welt, erkrankte Frauen können sich keine Behandlung leisten. Mit der Zeit wächst in Ricarda der Wunsch, jenen zu helfen, um die sich kein Arzt kümmert.
Ein Medizinstudium ist Frauen in Deutschland verboten, doch Ricarda will für ihren Traum kämpfen. Da macht ihre Liebe zu einem Studenten plötzlich alles noch komplizierter...

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende Protagonistin Ricarda, ist eine starke Frau, die sich gegen alle Widerstände ihren Weg im Leben erkämpft.
Die Autorin hat mich durch ihren leichten und eingängigen Schreibstil sofort in die Geschichte hineingezogen. Ich habe voller Spannung Ricardas Weg, der von etlichen Schwierigkeiten gezeichnet ist, verfolgt. Man macht sich heute manchmal gar nicht wirklich bewusst, wie wenig Rechte, dafür aber reichlich Pflichten, die Frauen in der damaligen Zeit hatten.
Ricarda steht stellvertretend für viele Frauen, die dafür kämpften, dass sie einen angemessenen Platz in der Gesellschaft bekommen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin schon voller Vorfreude auf die Fortsetzung.

Fazit:
Von mir gibt es eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.