Das Zimmer
Das ZimmerBjörn ist ein junger und engagierter Mann, der in der neuen Abteilung einer großen Behörde durch eine korrekte und effektive Arbeitsweise schnell beruflich aufsteigen möchte. Ziel ist es, früher oder später ...
Björn ist ein junger und engagierter Mann, der in der neuen Abteilung einer großen Behörde durch eine korrekte und effektive Arbeitsweise schnell beruflich aufsteigen möchte. Ziel ist es, früher oder später Chef ebendieser Abteilung zu werden. Björns Arbeitstag ist durchstrukturiert, die Pausen minutiös geplant und eine Abweichung von seinen Regularien ist unerwünscht. So hält er auch kaum Kontakt zu den neuen Arbeitskollegen und vermeidet unnötigen Small Talk.
Die Fassade fängt an zu bröckeln, als Björn zwischen dem Fahrstuhl und den Toiletten der Abteilung ein Zimmer entdeckt. Dieses penibel aufgeräumte und saubere Zimmer irritiert ihn zunächst und wird dann zu seinem Rückzugsort. Verwundert darüber, dass kein anderer Kollege dieses Zimmer nutzt, erklärt er es zu seinem Ort der Ruhe und empfängt dort die besten Ideen. Tag für Tag geht Björn in das Zimmer – in sein wundervolles, stilles Zimmer.
Als er zu einer Besprechung in das Büro seines Chefs gerufen wird, trifft er dort auch all seine Kollegen an. Diese verstehen nicht, warum Björn enorm viel Zeit auf dem Flur verbringt und wie ein Irrer vor sich hin starrt. Völlig irritiert erzählt er von dem Zimmer und kann es nicht glauben, als alle behaupten es gäbe dieses Zimmer gar nicht. Eine hitzige Diskussion entsteht und es steht Aussage gegen Aussage.
Dieses sehr kurzweilige Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Thematik interessant. Die Story ist so schön verwirrend, dass man sich als Leser tatsächlich oft fragt, ob es dieses besagte Zimmer nun gibt oder eben nicht. Das Buch ist gespickt mit sarkastischen und witzigen Sprüchen und spielt mit der Phantasie des Lesers.