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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2019

Ein interessanter Roman, der die Vergangenheit und Gegenwart gut vereint.

Die Leben der Elena Silber
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"Sina Krasnowa schob die letzten Scheite in den Ofen, als die draußen in der Stadt ihrem Mann einen Holzpfahl in die Brust schlugen". So beginnt dieser überaus tiefgründige und bewegende Roman des Journalisten, ...

"Sina Krasnowa schob die letzten Scheite in den Ofen, als die draußen in der Stadt ihrem Mann einen Holzpfahl in die Brust schlugen". So beginnt dieser überaus tiefgründige und bewegende Roman des Journalisten, ALEXANDER OSANG. Wir erleben eine Geschichte, die ergreift, aber auch nachdenklich macht. Dank des bildhaften Schreibstils, wirkt die Story jederzeit lebendig. Kleine geschichtliche Details wurden eingeflochten, so dass der realistische Bezug gegeben war. Dennoch gab es aber auch einige Szenen, die für mich etwas unnahbar waren. Gut, vielleicht hatte ich da keinen Bezug zu Personen oder Ereignissen. Jedoch hielten sich diese Szenen sehr bedeckt, so dass die Story um Elena ihren eigenen Stellenwert hatte. Für mich war es ein Roman, der außergewöhnlich, ergreifend aber auch unterhaltsam war. Ein Roman, den man nicht so schnell vergisst.

Veröffentlicht am 23.10.2019

Auf der Spur eines Mörders, der alle zum Narren hält

Der Verein der Linkshänder
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"Marten Winckelstroop wuchs mit zwei Makeln auf " so beginnt der elfte Band der spannenden Krimireihe mit Kommissar Van Veeteren. Der in Schweden geborene Autor schafft es auch mit diesem Band, den Leser ...

"Marten Winckelstroop wuchs mit zwei Makeln auf " so beginnt der elfte Band der spannenden Krimireihe mit Kommissar Van Veeteren. Der in Schweden geborene Autor schafft es auch mit diesem Band, den Leser in spannende Szenen zu schicken. Was eigentlich vom Verlag als Roman eingestuft wurde, zeigt sich hier mit viel Spannung, so dass es fast schon einem Krimi gleichkommt. Aber leider fehlt hier und da auch mal der Spannungsbogen, so dass eine genaue Genrezuordnung kaum möglich ist.

Wer den Autor bzw. seine Schreibweise kennt, wird sich schnell auf die Protagonisten einlassen können. Dieses Buch mag nicht zu den stärksten Romanen des Autors gehören, aber dennoch zeigt es sehr viel Tiefe, gerade wenn man die Probleme der Linkshänder in unserer Gesellschaft betrachtet. Aber auch der Mord und seine Aufklärung darf natürlich nicht fehlen. Und auch hier schlägt der Autor in gewohnter Weise zu. Spannung und gute Unterhaltung wechseln sich ab und ergänzen sich an markanten Stellen.

Dieser Roman mit Spannungselementen hat mich sehr gut unterhalten, so dass ich mich schon auf den nächsten Band dieses schwedischen Autors freue.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Phantasisch - in jeglicher Hinsicht

Im hohen Gras
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Haben wir nicht alle schon mal darüber nachgedacht, was in hohem Gras so vor sich gehen kann? Wenn der Wind in Gras bläst und Töne erzeugt? Ich finde das zumindest sehr gruslig. Und genau mit diesem Gefühl ...

Haben wir nicht alle schon mal darüber nachgedacht, was in hohem Gras so vor sich gehen kann? Wenn der Wind in Gras bläst und Töne erzeugt? Ich finde das zumindest sehr gruslig. Und genau mit diesem Gefühl bin ich an dieses Werk gegangen. Ich muss jedoch vorausschicken, dass ich nicht das Buch gelesen habe, sondern den Film auf Netflix "inhaliert" habe. Wenn man den bisherigen Rezensionen jedoch glauben schenken darf, ist das kein allzugroßer Unterschied.

Klar Stephen King ist und bleibt der Beste. Jedoch trifft er hier auf Joe Hill und beide haben eine wirklich phantasische Story gezaubert. Horror, Thrill, Irrungen und Verwirrungen. Alles im richtigen Maß. Ich habe die Fernsehzeit sehr genossen.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Benvenuta a capri

Sommertage auf Capri (Capri 1)
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"Auf dem Rückflug nach Hause bestand Velia immer auf den Fensterplatz" mit diesem Satz beginnt ROBERTA GREGORIO eine wunderschöne, einfühlsame Urlaubsgeschichte, die berührt und ein bisschen Urlaubsfeeling ...


"Auf dem Rückflug nach Hause bestand Velia immer auf den Fensterplatz" mit diesem Satz beginnt ROBERTA GREGORIO eine wunderschöne, einfühlsame Urlaubsgeschichte, die berührt und ein bisschen Urlaubsfeeling weckt. Man spürt beim Lesen die Sonnenstrahlen, den Duft des Meeres. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Man erlebt das Verliebtsein, aber auch die Gedanken einer Trennung. Alles fügt sich am Ende zu einer tollen Geschichte zusammen, wie sie jederzeit passieren könnte. Wunderschöne, warmherzige Landschaftsbeschreibungen zeugen von eigenen Erlebnissen und Kenntnissen des Landes bzw. der Insel.

Dieser Roman ist nicht einfach nur eine Liebesschnulze, sondern vielmehr ein toller Urlaubsroman, der Sehnsüchte weckt.

Dieses ist nur ein Auszug aus meiner Bewertung. Die komplette und ausführliche Rezension findet ihr auf meinem Blog.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Ein Reihenauftakt über zwei Freundinnen, die ihren Weg finden (müssen)

Die Hafenschwester (1)
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"Das Einzige, was heutzutage in unendlichen Überfluss vorhanden ist, ist die menschliche Dummheit. (Seite 90)

Mit dem vorliegenden Reihenauftakt liefert die Autorin MELANIE METZENTHIN eine Geschichte ...


"Das Einzige, was heutzutage in unendlichen Überfluss vorhanden ist, ist die menschliche Dummheit. (Seite 90)

Mit dem vorliegenden Reihenauftakt liefert die Autorin MELANIE METZENTHIN eine Geschichte zweier Freundinnen, die ihren Weg finden (müssen). Ein Weg, der seine Höhen und Tiefen hat. Sei es einen gewalttätigen Vater, vor dem man fliegen möchte oder ein Vater, der seinen Kummer in Alkohol ertränkt. Beide Frauen versuchen ihren Lebensweg zu finden. Martha gelangt über den Beruf der Krankenwärterin an die Ausbildung zur Krankenschwester. Zu damaliger Zeit war das wirklich etwas besonderes. Ihr zugute kommen Personen von Rang und Namen, die ihr den Weg ebnen. Auf der anderen Seite ist es ihre Freundin Milli den vor ihrem Vater fliehen möchte und in der Prostitution landet. Ihr großer Traum ist es, nach Amerika auszuwandern um dort ein neues Leben zu beginnen. Aber auch bis dorthin ist es für Milli ein steiniger Weg mit vielen Höhen und Tiefen. Dennoch halten die beiden Freundinnen zu einander. Die Autorin verknüpft beide Geschichte hervorragend miteinander, so dass sie eine runde und gut durchdachte Story ergeben. Die Protagonisten wirken authentisch und ihr Handeln ist stets nachvollziehbar. Einzig und allein die sozialdemokratischen Treffen (besonders im zweiten Teil des Buches) waren für mich etwas langwierig und abschweifend.

Ich habe diesen Roman voller Begeisterung gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung.