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Veröffentlicht am 15.09.2016

Je mehr ich dir gebe

Je mehr ich dir gebe
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Julia und Jonas sind Seelenverwandte. Doch dann stirbt Jonas und Julia bleibt allein zurück. Bis sie Kolja trifft, Jonas besten Freund. Dieser kümmert sich rührend um sie, liest ihr jeden Wunsch von den ...


Julia und Jonas sind Seelenverwandte. Doch dann stirbt Jonas und Julia bleibt allein zurück. Bis sie Kolja trifft, Jonas besten Freund. Dieser kümmert sich rührend um sie, liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab, mit der Begründung das Jonas das so gewollt hätte. Julia fühlt sich durch ihn Jonas wieder nahe und lässt sich komplett auf ihn ein. Es entsteht eine Art Dreiecksbeziehung zwischen ihr, Jonas und Kolja, doch kann das gut gehen?

Julia ist am Boden zerstört und versucht auf fragwürdige Art wieder zu Jonas zu gelangen oder ihn zu sich zu holen. Teilweise kann ich mich gut in sie herein versetzen, in ihre Trauer und ihre Verzweiflung. Nicht nachvollziehen kann ich die Art und Weise wie sie anfangs mit Kolja und seinen Gefühlen umgeht. Anfangs tat er mir deshalb leid. Dies schlug im Verlauf des Buches ins komplette Gegenteil um, als sich nach und nach sein wahres Gesicht zeigte. Ich kann nicht verstehen, dass Julia sich nicht gegen ihn wehrt und all dies mit sich machen lässt. Andererseits allerdings schon, sie will schließlich bei Jonas sein.
Auch die beste Freundin Charly punktet nicht unbedingt mit Sympathie. Sie macht sich zwar Sorgen um Julia, aber steht ihr meiner Meinung nach nicht bei. Das ist das Problem an den Charakteren: Mit keinem von ihnen kann ich mich wirklich identifizieren. Julias Verhaltensweisen sind zwar teilweise nachvollziehbar, aber ich glaube nicht, dass ich ebenso handeln würde.

Die Idee und Story finde ich sehr gut und interessant. Es ist keine Geschichte, aus der man mit einem guten Gefühl heraus geht, einfach weil es eine traurige Handlung hat.
Zum Ende hin gibt es eine mehr oder weniger überraschende Wendung, die die Beziehung zwischen Julia und Kolja in einem anderen Licht erscheinen lässt, genau wie die Person Kolja selbst. Dieses Ende ist meiner Meinung nach genau richtig, es hätte gar nicht anders enden dürfen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, sodass dieses Buch eine nette Lektüre für zwischendurch ist.

Wer Liebesgeschichten, Dreiecksbeziehungen und die Thematik Nachtod-Erfahrung und das Sich-Selbst finden mag, für den ist dieses Buch auf jedenfall etwas.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kombination aus Horror, Thriller, Spannung, Komik und intelligenten Metaphern

Kein Leben ohne Minibar
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Die namenlose Protagonistin, aus deren Sicht geschrieben ist und ihre beste Freundin Aurora sind wie Schwestern, weil sie zusammen aufgewachsen sind. Sie teilen alles, gehen zusammen durch dick und dünn ...


Die namenlose Protagonistin, aus deren Sicht geschrieben ist und ihre beste Freundin Aurora sind wie Schwestern, weil sie zusammen aufgewachsen sind. Sie teilen alles, gehen zusammen durch dick und dünn und würden sogar füreinander sterben. Und dennoch sind sie unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Auf der einen Seite Aurora: eine wahre Erscheinung, blonde lange Haare, charismatisch und Tochter eines berühmten verstorbenen Musikers. Auf der anderen Seite die Protagonistin: dunkle kurze Haare, unscheinbar, in sich gekehrt und immer im Schatten von Aurora zu finden. Das Leben der beiden Mädchen ist eine Party. Sie besuchen Konzerte, bei denen besonders Aurora nicht vor Alkohol und Drogen Halt macht. Die Protagonistin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "Schwester" stets zu schützen, vor anderen und sich selbst. Doch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als sie Jack kennen lernen, der ebenfalls Musiker ist und auf den beide ein Auge geworfen haben. Doch wider Erwarten entscheidet er sich für die weniger Glamourösere. Als dann auch noch Minos auftaucht, ein zwielichtiger und mysteriöser Clubbesitzer, der Jack ein gefährliches Angebot macht, verstricken sich die drei Jugendlichen in ein riskantes Milieu von bedrohlichen, Furcht einflößenden und übernatürlichen Kreaturen.

Obwohl der Schreibstil teilweise etwas langatmig ist, besticht die Autorin während dieser Episoden mit einer blumigen und schönen Sprache, die durchaus auch metaphorisch ist. Dies steht im krassen Gegensatz zu, im Verlauf des Buches, zunehmend kuriosen und skurrilen Geschehnissen, die immer beängstigender werden. Die Protagonistin tritt dort in Kontakt mit den bereits erwähnten Kreaturen, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie paranormal waren oder dem Alkohol- und Drogenkonsum zu Schulden kommen. Somit wird das Buch für den Leser immer verwirrender, jedoch ebenso spannend. Man möchte immer mehr erfahren, wird aber nie wirklich aufgeklärt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Paranormal oder ein krasser Drogentrip?

Ein Lied, so süß und dunkel
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Die namenlose Protagonistin, aus deren Sicht geschrieben ist und ihre beste Freundin Aurora sind wie Schwestern, weil sie zusammen aufgewachsen sind. Sie teilen alles, gehen zusammen durch dick und dünn ...


Die namenlose Protagonistin, aus deren Sicht geschrieben ist und ihre beste Freundin Aurora sind wie Schwestern, weil sie zusammen aufgewachsen sind. Sie teilen alles, gehen zusammen durch dick und dünn und würden sogar füreinander sterben. Und dennoch sind sie unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Auf der einen Seite Aurora: eine wahre Erscheinung, blonde lange Haare, charismatisch und Tochter eines berühmten verstorbenen Musikers. Auf der anderen Seite die Protagonistin: dunkle kurze Haare, unscheinbar, in sich gekehrt und immer im Schatten von Aurora zu finden. Das Leben der beiden Mädchen ist eine Party. Sie besuchen Konzerte, bei denen besonders Aurora nicht vor Alkohol und Drogen Halt macht. Die Protagonistin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "Schwester" stets zu schützen, vor anderen und sich selbst. Doch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als sie Jack kennen lernen, der ebenfalls Musiker ist und auf den beide ein Auge geworfen haben. Doch wider Erwarten entscheidet er sich für die weniger Glamourösere. Als dann auch noch Minos auftaucht, ein zwielichtiger und mysteriöser Clubbesitzer, der Jack ein gefährliches Angebot macht, verstricken sich die drei Jugendlichen in ein riskantes Milieu von bedrohlichen, Furcht einflößenden und übernatürlichen Kreaturen.

Obwohl der Schreibstil teilweise etwas langatmig ist, besticht die Autorin während dieser Episoden mit einer blumigen und schönen Sprache, die durchaus auch metaphorisch ist. Dies steht im krassen Gegensatz zu, im Verlauf des Buches, zunehmend kuriosen und skurrilen Geschehnissen, die immer beängstigender werden. Die Protagonistin tritt dort in Kontakt mit den bereits erwähnten Kreaturen, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie paranormal waren oder dem Alkohol- und Drogenkonsum zu Schulden kommen. Somit wird das Buch für den Leser immer verwirrender, jedoch ebenso spannend. Man möchte immer mehr erfahren, wird aber nie wirklich aufgeklärt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zwei miteinander verbundene Geschichten über die Liebe, Bestimmung und das Schicksal

Er & Sie. Anatomie einer Liebe
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Samuel und Helena wohnen Tür an Tür. Er ist ein erfolgreicher, ungarischer Schriftsteller, sie ist eine Malerin, immer auf der Suche nach Inspiration. Seit dem die beiden sich begegnet sind, können sie ...

Samuel und Helena wohnen Tür an Tür. Er ist ein erfolgreicher, ungarischer Schriftsteller, sie ist eine Malerin, immer auf der Suche nach Inspiration. Seit dem die beiden sich begegnet sind, können sie nicht mehr aufhören, aneinander zu denken. Doch so sehr sich die beiden auch gegenseitig anziehen, um so schwerer ist es für sie endlich zueinander zu finden.

Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und wechselt immer wieder zwischen den Sichten der beiden Protagonisten. So erfährt der Leser viel über Gefühle, Ängste, Zweifel und die Dämonen, mit denen beide zu kämpfen haben. Das Erlebte wird aus beiden Perspektiven geschildert und zeigt einmal mehr, wie schnell es zu Missverständnissen kommt, aber auch wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können. Ich mochte auf der einen Seite die Idee der Tagebucheinträge, andererseits empfand ich den gewählten Schreibstil als zu poetisch, zu metaphorisch und zu ausgeschmückt. Auf diese Art und Weise schreibt meiner Meinung nach selten jemand in sein Tagebuch, geschweige denn direkt beide Protagonisten. Auf mich wirkte es jedenfalls leicht befremdlich, so dass ich auch nicht wirklich einen Zugang zu Samuel und Helena finden konnte. Beide sind zwar sehr interessante und spannende Charaktere, über die gerne noch mehr erfahren hätte, dennoch blieben sie für mich irgendwie unnahbar und kalt, obwohl eigentlich sehr viele und sehr große Gefühle beschrieben werden.

Zum Ende hin wird noch eine zweite Geschichte erzählt. Anfangs habe ich nicht ganz den Sinn dahinter verstanden, doch im Endeffekt zeigt sich grade durch diese 1859 spielende Handlung, was das Buch einem eigentlich mitteilen möchte. Die Charaktere hier – Kieran und Clara – wirken auf mich sehr viel sympathischer und emotionaler als zuvor Samuel und Helena. Die beiden haben mich direkt in ihren Bann gezogen und dieser Teil des Buches war für mich um einiges leichter zu lesen. Hier gefällt mir der Schreibstil wirklich sehr.

Es sind zwei miteinander verbundene Geschichten über die Liebe, Bestimmung und das Schicksal, teilweise sehr detailliert und etwas langatmig, auf der anderen Seite aber auch faszinierend und spannend.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Rabauke und die Biene

Der Rabauke und die Biene
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Der Leser begleitet die beiden weißen Kater Rabauke und Biene vom Tag ihres Einzugs bei der Autorin bis zu ihrem Tod. Dabei wird er Zeuge von, für die beiden Fellnasen, wichtigen Ereignissen in deren Leben: ...

Der Leser begleitet die beiden weißen Kater Rabauke und Biene vom Tag ihres Einzugs bei der Autorin bis zu ihrem Tod. Dabei wird er Zeuge von, für die beiden Fellnasen, wichtigen Ereignissen in deren Leben: fressen, schlafen, kuscheln, spielen und natürlich dem Zusammensein mit ihrer "Mama". Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und dadurch schnell zu lesen. Besonders schön finde ich, dass Rabauke und Biene aus ihrer eigenen Sicht erzählen. Welcher Tierliebhaber fragt sich nicht, was die Gefährten denn so über bestimmte Dinge denken?