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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2020

Gutes Finale einer grandiosen Reihe

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Nach dem Untergang Endoras liegen Citra und Rowan am Grund des Meeres, Scythe Goddard baut seine Macht aus, der Thunderhead ist verstummt –außer für Greyson Tolliver, der zum Propheten der Tonisten wird. ...

Nach dem Untergang Endoras liegen Citra und Rowan am Grund des Meeres, Scythe Goddard baut seine Macht aus, der Thunderhead ist verstummt –außer für Greyson Tolliver, der zum Propheten der Tonisten wird. Derweil versucht Scythe Faraday, die Fallbacklösung der Scythe Gründer zu finden.

Viel Stoff also für den Finalband der Scythe Reihe. Und so verliert sich die gewohnte Spannung auch ab und an in all den Schauplätzen und Nebenhandlungen, in den Perspektiv- und auch Zeitwechseln. Der Autor springt in den Zeiten und es ist teilweise nicht einfach, den Überblick zu behalten. Ich hatte anfangs etwas Probleme, wieder in die Geschichte zu finden, denn Band 2 war schon eine Weile her und man muss sich (auch im weiteren Verlauf) schon an so einiges erinnern, was passiert ist. Irgendwann packt es einen dann aber doch, irgendwann hat man auch die verschiedenen Handlungen präsent und fiebert auf das Ende hin, auf die Enthüllung und die Lösung der Probleme, die diese schöne neue Welt so hat.

Meine Erwartungen an das Finale wurden nicht ganz erfüllt, trotzdem hat Shusterman es grandios geschafft, all seine Handlungsstränge zusammen zu führen und ein Ende zu präsentieren, das der Reihe gerecht wird. Die Welt um die Scythe, den Thunderhead, ein Leben (fast) ohne Tod und Krankheiten ist faszinierend erschaffen worden, das Finale ein guter Abschluss und für jeden Fan der Reihe ein Muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2019

Schöne Neue Welt?

Gelobtes Land
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Lore und ihre Gruppe haben es geschafft: Sie haben das gelobte Land erreicht. Sie werden in eine Gemeinschaft aufgenommen, in der es um Gleichberechtigung und ein nachhaltiges Leben geht. Es gibt Kleidung, ...

Lore und ihre Gruppe haben es geschafft: Sie haben das gelobte Land erreicht. Sie werden in eine Gemeinschaft aufgenommen, in der es um Gleichberechtigung und ein nachhaltiges Leben geht. Es gibt Kleidung, Essen, ein Bett, ein Dach über dem Kopf. Und es gibt einen charismatischen Anführer, den alle bewundern. Lore ist fasziniert von der Neuen Welt. Doch bald muss sie feststellen, dass auch hier Abgründe lauern. Und nicht jeder in ihrer Gruppe ist gewillt, sich an die neuen Regeln anzupassen.

Schöne neue Welt? Wie immer ist dort wo Licht ist, auch Schatten. Wie so typisch für eine Dystopie entdeckt der Leser nach und nach diese Schattenseiten, die neue Art, Menschen zu kontrollieren und zu unterdrücken. In diesem Zwischenband der Trilogie wird nun alles auf das Finale vorbereitet.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es war irgendwie anders, als der erste Teil, aber trotzdem mitreißend. Sehr flüssig und spannend geschrieben. Ich freue mich auf das Finale.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Neuanfang am Michigansee

Ein Cottage für deinen Sommer
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Adie Lou hat eine Trennung von ihrem Mann hinter sich und wagt einen Neuanfang. Sie zieht in ihr altes Familiencottage am Michigansee, wo sie als Kind so viel tolle Zeit verbracht hat und das ihr noch ...

Adie Lou hat eine Trennung von ihrem Mann hinter sich und wagt einen Neuanfang. Sie zieht in ihr altes Familiencottage am Michigansee, wo sie als Kind so viel tolle Zeit verbracht hat und das ihr noch immer am Herzen liegt. Ihrem Exmann waren das Cottage und die Besuche dort immer ein Dorn im Auge. Nun will sie es zu einem Bed & Breakfast umbauen und ihm so neues Leben einhauchen. Das Vorhaben gestaltet sich nicht so einfach und Adie Lou steht das eine oder andere Mal vor großen Herausforderungen. Aber mit viel Durchhaltevermögen und Unterstützung von außen schafft sie es, alle Widrigkeiten zu trotzden.


Mit Viola Shipman Büchern fühle ich mich immer wohl. Der Schreibstil ist angenehm und zieht mich so immer wieder in den Bann und in die Geschichte. Auch hier steht wieder eine starke Frau im Mittelpunkt, die sich durchzubeißen weiß. Mir sind die Charaktere an Herz gewachsen und es war schön, neben Adie Lous Geschichte auch ihre zu verfolgen.

Es handelt sich bei diesem Roman nicht um große Weltliteratur, es wird gern mit dem einen oder anderen Klischee gespielt und oft ist es auch sehr amerikanisch. Trotzdem bin ich gern mit Adie Lou am Michigansee gewesen und hatte eine schöne Lesezeit. Und manchmal ist es genau das, was man braucht.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Spannung rund um eine scheinbar harmlose Situation

Einer wird sterben
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Stella hat Angst. Vor ihrem Haus steht ein schwarzes Auto, darin ein Mann und eine Frau. Beide regen sich nicht. Das Auto steht und steht und steht dort. Tagelang. Stella wird immer nervöser. Hat das Auto ...

Stella hat Angst. Vor ihrem Haus steht ein schwarzes Auto, darin ein Mann und eine Frau. Beide regen sich nicht. Das Auto steht und steht und steht dort. Tagelang. Stella wird immer nervöser. Hat das Auto etwas mit ihrem Geheimnis zu tun, mit der verhängnisvollen Nacht vor sechs Jahren Was wissen die Insassen? Was wollen sie erreichen. Einer wird sterben. Nur wer?

Diese scheinbar harmlose Situation – ein Wagen steht in einer Straße – wird für Stella zur persönlichen Hölle. Der Leser fiebert mit, möchte mehr wissen. Was ist damals passiert? Man weiß nur: es gab einen Unfall. Wie es dazu gekommen ist, wird nach und nach enthüllt. Zwischenzeitlich ist man sich nicht sicher, ob Stella nur Gespenster sieht, langsam durchdreht, alles ganz harmlos ist.

Der Thriller hat also, was ein Thriller haben muss. Eine geheimnisvolle Geschichte. Angst. Zweifel. Und einen Twist am Ende, der überraschend kommt. Trotz aller Spekulationen, die man vorher so angestellt hat. Und dann zeigt sich: nichts ist so harmlos, wie man denkt.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Schöner Sommerroman mit wichtigem Thema

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Nele musste schon viele schlechte Erfahrungen mit den Männern machen. Irgendwie lassen die sie immer sitzen. Also beschließt sie: das reicht. Ab jetzt volle Konzentration auf die Karriere. Endlich hat ...

Nele musste schon viele schlechte Erfahrungen mit den Männern machen. Irgendwie lassen die sie immer sitzen. Also beschließt sie: das reicht. Ab jetzt volle Konzentration auf die Karriere. Endlich hat sie den langersehnten Job in einer angesehenen PR Agentur bekommen. Hier kann sie auch gleich zeigen, was sie kann. Da gibt es leider nur ein Problem: Inhaber Claas. Der löst nämlich Gefühle bei Nele aus, die sie nicht eingeplant hat. Und dann ist da noch ihr jüngerer Bruder Lenny, der das Down Syndrom hat und der ihr ein und alles ist. Der möchte auf einmal flügge werden – natürlich unterstützt Nele ihn, wo sie kann. Und vergisst sich dabei selber.

Ich mag die Bücher von Petra Hülsmann, denn sie sind schön locker geschrieben, und ab und an versteckt sich die eine oder andere kleine Weisheit. Das Leben ist keine Hüpfburg, zum Beispiel. Schön fand ich auch, dass wir die Charaktere aus „Wenn’s einfach wär, würde es jeder machen“ wiedertrifft, denn Nele ist die Mitbewohnerin von Anni, die in diesem Buch die Hauptrolle spielte. Und natürlich ist auch die gewohnte Instanz Taxifahrer Knut mit seinen Lebensweisheiten wieder am Start.

Was als Liebesroman anfängt, entpuppt sich spätestens, als Bruder Lenny beginnt um seine Freiheit zu kämpfen, als vielschichtig. Das Thema Down Syndrom ist mir in Romanen noch nicht oft unter gekommen und ich fand es schön, von Lenny zu erfahren, wie er sein Leben lebt. Welche Einschränkungen diese Menschen haben und dass sie aber dennoch ihr Leben selbst gestalten können und wollen.

Petra Hülsmann ist wieder einmal ein schöner Roman ihrer Hamburg Reihe gelungen, der zwar manchmal etwas konstruiert und kitschig, aber trotzdem schön und unterhaltend ist.