Cover-Bild Cinder & Ella
Band 2 der Reihe "Cinder & Ella"
(187)
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 30.09.2019
  • ISBN: 9783846600894
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Kelly Oram

Cinder & Ella

Happy End - und dann?
Fabienne Pfeiffer (Übersetzer)

Cinder & Ella sind zurück!

Endlich haben Cinder alias Brian und Ella sich gefunden! Die beiden schweben auf Wolke sieben und sind verliebter denn je. Aber schneller als ihnen lieb ist, holt sie die Realität wieder ein. Zwischen Alltagsstress und Familienproblemen ist Brian schließlich immer noch der angesagteste Schauspieler Hollywoods - und das merkt auch Ella, die plötzlich mehr denn je im Rampenlicht steht. Doch ist ihre Liebe wirklich stark genug, dem Druck des Showbusiness standzuhalten?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2019

Kein Must-Read nach dem grandiosen Band 1

0

Diese Rezension enthält Spoiler für diejenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben.

Cover
Das Cover passt super zum ersten Band und ist genauso schön. Mir gefallen die rosa- und pinkfarbenen ...

Diese Rezension enthält Spoiler für diejenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben.

Cover
Das Cover passt super zum ersten Band und ist genauso schön. Mir gefallen die rosa- und pinkfarbenen Blumen auf dem weißen Hintergrund. Dadurch stechen die Farben nochmal mehr heraus.
Schreibstil
Der Schreibstil von Kelly Oram war wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Ella. Es gibt allerdings auch ein paar Kapitel aus Brians Perspektive.
Meine Meinung
In dieser Fortsetzung dreht sich alles um den Ruhm und die Aufmerksamkeit, die Brian und vor allem Ella nach Bekanntgabe ihrer Beziehung erfahren. Die Medien stürzen sich regelrecht auf Ella, wollen sie im Management unter Vertrag nehmen, Filmrechte haben oder sie als Aushängeschild ihrer Marken. Ich fand den ganzen Trubel um sie doch etwas sehr übertrieben. Hauptsächlich aber auch nur deshalb, weil es in dem Buch um nichts anderes geht. Mir hat die Tiefe, die der erste Band hatte, sehr gefehlt. Die Geschichte war ziemlich oberflächlich und langatmig. Ich habe für meine Verhältnisse wirklich lange gebraucht, um das Buch zu beenden, weil ich kaum Lust hatte weiterzulesen.
Brian war mir zudem teilweise nicht mehr ganz so sympathisch. Ich war genervt von ihm und seinen Sprüchen. Auch wenn Ella vieles mit Humor aufgenommen hat, hatte ich das Gefühl, Brian drängt sie ein wenig weitere Schritte in ihrer Beziehung zu gehen. Er ist in vielen Situationen bestimmend, was mir nicht gefallen hat und in Diskussionen mit Ellas Vater war er meiner Meinung nach respektlos. Ich habe mich zwar auch wieder sehr über Ellas Vater geärgert, der sich auch nicht wirklich angemessen gegenüber Ella und insbesondere Brian verhalten hat, aber dennoch sollte man nicht mit Beleidigungen um sich schmeißen und so mit dem Vater seiner Freundin sprechen. Da war ich teilweise wirklich schockiert. Dennoch gab es aber auch viele Momente, in denen Brian sich sehr gut um Ella gekümmert hat und man hat gemerkt, dass die beiden eine sehr gute und stabile Beziehung führen. Brian ist Ellas Fels in der Brandung und er würde alles für sie tun, was ich wirklich schön fand.
Wie bereits erwähnt fand ich die Geschichte ansonsten unspektakulär. Eigentlich wiederholt sich alles ständig. Ella wird von diversen Personen angesprochen, die wollen, dass sie ihre Narben zeigt, aus welchen Gründen auch immer, Ella möchte das auf keinen Fall und wimmelt die Personen ab. Es war immer wieder das gleiche.
Aber was man in der Geschichte erkennen kann: Ella lernt ihre Narben immer mehr zu akzeptieren, sich in ihrem eigenen Körper wohlzufühlen und sich selbst schön zu finden. Diese Entwicklung und die Message fand ich daher sehr wichtig und schön. Ich denke, dass Kelly Oram auch versucht hat das mit der Geschichte rüberzubringen, aber es geht schon etwas unter bei dem ganzen Erfolg und Ruhm, dem sich Ella stellen muss.
Abschließend betrachtet, hätte ich mir diesen Band sparen können. Die Geschichte war sowieso schon mit dem ersten Band abgeschlossen, ich war nur trotzdem neugierig, wie es denn für Brian und Ella weitergehen würde.
Fazit
Die Fortsetzung von Cinder & Ella kommt für mich keineswegs an den ersten Band ran und ist für mich auch nicht notwendig. Die Geschichte war langatmig, uninteressant und hatte kaumTiefe. Ungefähr das Gegenteil von Band 1.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Absolut enttäuschend...

4

Nach dem total überzeugenden ersten Band, der mit einem spektakulären Happy End endete, sind Ella und Brian nun zusammen und glücklich. Für Ella ist die ganze Aufmerksamkeit zu viel, sie kriecht bei Brian ...

Nach dem total überzeugenden ersten Band, der mit einem spektakulären Happy End endete, sind Ella und Brian nun zusammen und glücklich. Für Ella ist die ganze Aufmerksamkeit zu viel, sie kriecht bei Brian unter, um Ruhe zu bekommen. Doch nach ihrem Schulabschluss fangen die richtigen Probleme dann an. Wie soll sie mit der vielen Aufmerksamkeit umgehen? Wie geht es mit ihrer Familie weiter? Wo wird sie wohnen? Was will sie studieren/ später einmal beruflich machen, was mit ihrer Gesundheit und ihrer Bekanntheit zusammenpasst? Soll sie auf die vielen, vielen Angebote für Jobs und andere Dinge eingehen? Für Ella beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie lernen muss Entscheidungen für sich zu treffen und den Menschen, die sie liebt zu vertrauen. Immer wieder kommt es zu Streits mit verschiedenen Personen und zu unangenehmen Situationen für Ella und ihr Umfeld.
Diese Situationen sorgen dann auch mehr oder weniger dafür, dass sie sich mit ihrem Vater überwirft. Auch mit Brians Vater gibt es mehr Ärger, einzig Brians Mutter scheint einigermaßen unkompliziert zu sein. Näher möchte ich auf diese ganzen Familienkonflikte nicht eingehen, die solltet ihr lieber selber lesen, falls ihr vorhabt das Buch zu lesen...
Nachdem ich Band 1 so unglaublich toll gefunden habe, wurde ich von diesem einfach nur enttäuscht. Das Lesen hat nicht halb so viel Spaß gemacht und die Figuren waren mir oftmals echt unsympathisch. Alle, die nach dem letzten Band endlich irgendwie zueinandergefunden hatten, haben sich diesmal wieder verkracht und der ganze Schlamassel ging irgendwie von vorne los. Dann kam noch dazu, dass ein Ereignis am Anfang irgendwie das einzig spannende im Buch gewesen ist, aber schon im ersten Viertel passiert ist, was den Rest gewissermaßen etwas langweilig erschienen ließ. So gab es teilweise echt lange Passagen, die Gespräch zwischen Ella und Leuten, die ihr irgendwie mit ihrer Karriere weiterhelfen wollten, beschrieben und wenn dann aber Brian und Ella mal kurz alleine waren, kam direkt Brians Mutter zum Überraschungsbesuch und störte die Zweisamkeit. Mir haben einfach die Szenen nur zwischen den beiden gefehlt. Gefühlt wurde alles Langweilige sehr in die Länge gezogen und die spannenderen Dinge sehr kurz gehalten. Auch der Schreibstil konnte mich diesmal nicht so wirklich überzeugen, manche Teile wirkten wie von einer zweiten Person verfasst, was das Buch teilweise etwas zusammengestückelt wirken ließ. Zudem vermisste ich einige der netteren Figuren aus dem ersten Band. Beispielsweise Vivian und ihre Väter kamen überhaupt nicht wirklich vor, was ich sehr schade fand. So haben die geldgierigen Fremden bzw. unfreundlichen Familienmitglieder einfach den meisten Platz eingenommen. Da hätte ich mir schon mehr Szenen mit den netten gewünscht!
Mich konnte dieser zweite Teil weder inhaltlich, noch stilistisch oder irgendwie anders überzeugen. Es war jetzt kein kompletter Reinfall, aber ich hätte die Geschichte dann doch lieber so in Erinnerung behalten wie sie nach dem ersten Band geendet ist.

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Veröffentlicht am 09.10.2019

Ganz gut, hätte aber nicht Not getan

1

Meine Meinung:
Das Cover passt perfekt zu dem des ersten Bandes. Man sieht auf Anhieb, dass beide zusammen gehören.

Der Schreibstil von Kelly Oram hat sich nicht verändert. Er ist immer noch flüssig, ...

Meine Meinung:
Das Cover passt perfekt zu dem des ersten Bandes. Man sieht auf Anhieb, dass beide zusammen gehören.

Der Schreibstil von Kelly Oram hat sich nicht verändert. Er ist immer noch flüssig, leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Die Seiten sind wieder schnell verflogen.

Nachdem der erste Band zu meinen Jahreshighlights gehörte habe ich dieser Fortsetzung sehr entgegen gefiebert. Ich war neugierig, ob der Autorin noch einmal so ein Meisterwerk gelingt. Was soll ich sagen? Ich wurde leider schon ein wenig enttäuscht.

Die Charaktere kennen wir ja bereits aus dem ersten Band. Es kommen noch einige neue hinzu, wie zum Beispiel die Familie von Brian. Interessant fand ich zu sehen, wie Ella mit ihren körperlichen und vor allem seelischen Verletzungen umgeht.

Bei der Story wurde ich wohl am meisten enttäuscht. Es geht hauptsächlich darum, wie Brian (Cinder) und Ella ihre Beziehung führen, wie sie mit der Öffentlichkeit zurechtkommen und um ihre Familien. Ich empfand die Handlung als ein wenig zu trocken und fad, mir fehlte es einfach an dem Miteinander der beiden Protagonisten und an dem erfrischenden, mitreißenden Etwas, wie es im ersten Band der Fall war. Es gibt einige emotionale Szenen, aber mir fehlte auch ein wenig an überraschenden Momenten. Mich konnte diese Fortsetzung leider überhaupt nicht berühren und packen.

Fazit:
Kelly Oram hat mit "Cinder & Ella: Happy End - und dann?" ein Fortsetzung geschaffen, die ganz solide ist. Mir fehlte an einigen Gesichtspunkten zu viel, weshalb mich die Story auch nicht berühren und packen konnte. Ich empfand sie eher als fad und zu trocken.

3/5 Punkte
(Gut!)

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Veröffentlicht am 08.10.2019

Inhaltsarm und kaum spannend - sehr schade!

5

Dieses Buch war leider eine Enttäuschung, und das aus vielerlei Gründen. Zunächst einmal gilt, wie bei leider so vielen Fortsetzungen zu abgeschlossenen Büchern, dass man dieses Buch lieber nicht geschrieben ...

Dieses Buch war leider eine Enttäuschung, und das aus vielerlei Gründen. Zunächst einmal gilt, wie bei leider so vielen Fortsetzungen zu abgeschlossenen Büchern, dass man dieses Buch lieber nicht geschrieben hätte, weil man nicht wirklich etwas zu erzählen hatte.

Die Hauptthemen in diesem Buch sind zum einen die Streitigkeiten in der Familie von Ella und noch viel wichtiger ist ihre Unsicherheit wegen ihres vernarbten Körpers. Ihre Beziehung mit Brian? Ihr Körper ist voller Narben und das kann er doch nicht wirklich mögen. Sie ist Thema in der Presse? Oh, die Leute sehen doch nur ihre Narben. Natürlich ist es ein sehr wichtiges Thema für sie, aber damit lässt sich kein Buch füllen - zumindest nicht, wenn es dem Vorgänger ebenbürtig sein soll.

Abgesehen davon schien für mich alles nur Kulisse für Ellas Komplexe zu sein. Es wurden endlos viele Themen angeschnitten, die Spannung einbrachten, aber nur kurzzeitig. Da waren kleine Presseskandale bei, die ich auch sehr spannend fand, aber das war anscheinend nicht die Geschichte, die man weiterverfolgen wollte. Dann gibt es zig Prominente, die kommen und gehen und keine Rolle spielen.

Eigentlich spielt hier nichts eine Rolle. Ella besucht ihren Arzt und ihre Therapeutin, aber davon wird höchstens nachträglich berichtet. Ihr Blog ist erfolgreich, so wie auch Brians Karriere als Schauspieler eigentlich unverändert weitergeht. Brian und Ella haben Millionen von Fans, aber die äußern sich auch nur über ein paar Kommentare und Fanpost.

Warum heißt es eigentlich Cinder & Ella, wenn es hier doch nur um Ella geht? Brian macht nämlich nicht wirklich irgendwas. Man sieht ihn an Ellas Seite, wie er sie immer unterstützt und seine Gefühle beteuert - was nie etwas an Ellas Meinung oder Verhalten ändert - und seine endlose Geduld und Liebe unter Beweis stellt. Man sieht nichts von seinem Leben als Schauspieler und Promi; all diese Dinge werden immer nur von anderen Personen beschrieben, aber man bekommt leider überhaupt kein Gefühl dafür.

Letztendlich war das Buch lang und langweilig. Brian und Ellas Beziehung verlief süß, aber ohne viel Spannung. Die Spannung, die in der ersten Hälfte des Buches aufkam, ging zwischen dem irrelevanten Geplänkel verloren und kehrte nie zurück. So vieles wurde vernachlässigt und eben nur indirekt erwähnt und manches schien sich sogar zu widersprechen.

Erinnert ihr euch an den herzzerreißenden Moment im ersten Buch, als Ellas Vater sagte, er hätte all ihre Bücher gespendet? Auch die signierten mit all den Erinnerungen an das jeweilige Ereignis? Hier entpuppt sich der Vater als heimlicher Leser, aber seine Tat von damals wird mit keinem Wort erwähnt. Eine Person, die gern liest, würde doch niemals die Bücher eines Anderen weggeben, oder? Da hat man doch viel mehr Verständnis! :D

Fazit
"Cinder & Ella 2" war eine Enttäuschung für mich. Die Bewertung ist dafür, dass es sich gut lesen ließ und auch gute Momente hatte, aber das Buch war nicht stimmig und man hätte es mit dieser mangelhaften Story lieber gar nicht schreiben sollen.

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Veröffentlicht am 08.10.2019

Entzaubert die märchenhafte Atmosphäre von Band 1

0

Bei Fortsetzungen zu eigentlich abgeschlossenen Geschichten bin ich immer skeptisch und so war ich auch bei der Ankündigung der Fortsetzung zu meiner geliebten "Cinder und Ella"- Geschichte unschlüssig, ...

Bei Fortsetzungen zu eigentlich abgeschlossenen Geschichten bin ich immer skeptisch und so war ich auch bei der Ankündigung der Fortsetzung zu meiner geliebten "Cinder und Ella"- Geschichte unschlüssig, was dieser Band noch Neues bringen soll. Am Ende haben dann aber doch die Neugier und mein Drang, die beiden noch einmal wiederzusehen gesiegt. Leider musste ich jedoch schnell feststellen, dass meine anfängliche Skepsis begründet ist. Wie angenommen, konnte mich diese Fortsetzung trotz einiger Lichtblicke nicht vollends überzeugen und blieb weit hinter Band 1 zurück.

Das Cover passt sehr gut zur Gestaltung von Band 1. Während dieses mit einem kräftigen türkisfarbenen Hintergrund sofort ins Auge stach, ist Band 2 in strahlendem Weiß gehalten, auf dem das Hauptmotiv in verschiedenen Rosa-Tönen besonders gut zur Geltung kommt. Die filigranen Blumen und der weiße Titel harmonieren wieder super und ergeben somit einen gleichzeitig schlichten und doch verspielten Gesamteindruck. Auch innerhalb der Buchdeckel ähnelt sich die Gestaltung sehr. Die Kapitelanfänge sind mit kleinen Punkten verziert und bei Abschnitten aus Brians Sicht ist dies oben vermerkt. Ich finde es immer noch etwas seltsam, dass nur bei Brians Kapiteln ein Vermerk zu finden ist.

Erster Satz: "Ich lag auf der bequemen Couch, den Kopf auf die Armlehne gebettet, und starrte auf den Laptop in meinem Schoß."


So unspektakulär und gemächlich wie dieser erste Satz klingt, steigen wir auch in die Geschichte ein und knüpfen direkt an die Geschehnisse von Band 1 an. Brian und Ella sind erst seit einer Woche ein Paar, verstecken sich vor der Welt und wollen gemütlich Weihnachten feiern, bevor sie sich dem Medienrummel um sie stellen, weshalb der Beginn nicht besonders packend sondern eher langsam anläuft. Auch der spätere Storyverlauf ist von diesem gemächlichen Tempo geprägt und wartet kaum mit Überraschungen auf uns. Wirklich spannende Szenen werden dabei hingegen oft abgekürzt, ausgespart und wir verlieren uns stattdessen viel zu oft in irrelevantem Geplänkel. Wichtige Aspekte der Handlung, die mich interessiert hätten, werden hier eiskalt übergangen oder im Schnelldurchlauf in der Nacherzählung beschrieben. Ellas schwierige OP, ihre anstrengenden Therapiesitzungen, ihr aufblühender Blog, die Schule, ihre Freundschaft zur bunten Vivian und ihren beiden kostümwütigen Dads, ihr treuer Freund Rob, ihre Liebe zum Druidenprinzen und andere Bestandteile ihres Lebens, welche in Band 1 eine wichtige Rolle gespielt hatten, werden fast vollständig ignoriert. Stattdessen legt Kelly Oram einen seltsamen Fokus auf Szenen, die sich vorrangig mit Ellas Hemmungen befassen und die mich gar nicht interessiert hätten.

Ich hatte auf eine Fortsetzung über die Beziehung von Cinder und Ella, ihren Alltag und ihre Liebe gehofft, in der wir auch einen Einblick in Brians Welt bekommen, die in Band 1 ja relativ zurückgestellt wurde. Stattdessen konzentrieren wir uns hier fast ausschließlich auf Ella, sodass anstatt "Cinder und Ella" eher ein Titel wie "Ellas Komplexe" gepasst hätte. Anstatt uns mit süßen Paar-Szenen zu erfreuen oder die zarte Beziehung zwischen den beiden, die zuvor sehr zaghaft und authentisch entwickelt wurde, weiter auszubauen, verstricken wir uns in diverse Dramen, die den Rahmen der Glaubwürdigkeit großzügig ausschöpfen. Bevor die beiden sich vollends aneinander gewöhnen und sich richtig kennenlernen können, tauchen schon die ersten Probleme auf. Denn auch wenn sie sich seit Jahren schreiben, ist eine echte Beziehung doch eine andere Nummer. Ellas Komplexe verhindern, dass sie sich körperlich näher kommen und stehen auch ihrer eigenen Karriere im Weg, die sich mit vielen neuen Möglichkeiten vor ihr präsentiert. Und als der Druck der Öffentlichkeit immer weiter steigt und es zu Streitigkeiten in ihrer Familie kommt, muss sie sich fragen, was sie wirklich will und ob sie ihre Ängste überwinden und mit Brian ihr Happy End finden kann...

"Für Brian und mich würde es nicht immer nett und einfach werden. Brian war das bewusst. Es gefiel ihm nicht, doch er warnte mich stets vor. Dafür war ich ihm dankbar. Ich hatte eine Million Bücher gelesen, in denen der Held die Heldin im Dunkeln ließ in dem Versuch, sie zu schonen. Solche Helden waren Idioten. Ihre Lügen führten am Ende bloß dazu, dass die Heldin verletzt wurde. Brian versuchte nicht, die schlechten Seiten vor mir zu verbergen. Er wollte, dass ich vorbereitet war, damit wir uns ihnen gemeinsam stellen konnten."


Gut gefallen hat mir, dass hier die Beziehung zu ihrer Familie, vor allem zu Ana und ihrem Vater, spannend in den Vordergrund rückt. Leider eskalieren die Spannungen zwischen ihrem Vater und Brian aber auch schnell in einem Drama, das mich den Kopf schütteln ließ. Während Ella im ersten Teil mit zickige Stiefschwestern, mangelndem Selbstwertgefühl, Einsamkeit, Mobbing in der Schule, Trauer um ihre Mutter und stressige Sitzungen mit ihrer Psychotherapeutin kämpfen musste, stehen hier hinterlistige Gossip-Reporter, aufdringliche Fans und begeisterte Mobs auf dem Plan. Der riesige Medienrummel um sie, die ja "nur" die Freundin eines Celebrities ist, wirkt dabei genau wie der überzogene Streit mit ihrem Vater erzwungen und aufgesetzt. Kelly Oram versucht es hier mit viel Drama, Kritik an Schönheitsidealen und Darstellung der Schattenseiten des Ruhms (was natürlich auch seine Daseinsberechtigung hat), verliert dabei aber das eigentliche Paar aus den Augen. Auch in Band 1 standen die Charaktere im Vordergrund und ihr Leiden, ihre Geschichte, ihr Leben wurde nicht als bloße Kulisse für eine rasante Lovestory missbraucht, was mir wirklich gut gefallen hat. Während sich beim Vorgänger aber eben diese Liebe eher dezent um ihre Probleme wandte und zwischen all den Problemen ein wenig Platz fand, um aufblühen zu können, wird ihre Entwicklung hier komplett übergangen und durch endlose Liebeserklärungen ersetzt. Ella bekommt viel Zeit, um ihre Komplexe zu bekämpfen, als Paar entwickeln sich Brian und Ella aber kaum weiter.


"Du bist mein Leben, Ellamara. Mein Herz. Meine Seele. Mein Ein und Alles."


Im Gegenteil: Brian wird zu einer blassen Hilfsfigur degradiert, die ihr immer mit liebevollen Ermutigungen und schwülstigen Liebeserklärungen zur Seite steht, dabei aber unglaubwürdig kitschig und seelenlos wirkt. Eigene Gefühle außer Stolz und Liebe für seine Ella darf er nicht haben und so wird er mehr zu einer Projektionsfigur für Ellas Sehnsüchte und Ängste, die selbst aber nicht wirklich etwas Handlung beiträgt. Auch Ella, die wir in Band 1 als starke Protagonistin kennengelernt haben, die sich durch viel Durchhaltevermögen, Willenskraft, ihren Humor und aufkeimende Freundschaften langsam aus dem Loch hervorkämpft, in das sie nach dem Unfall gefallen ist, hat hier für mich ihr hohes Identifikationspotential eingebüßt. Hier wird nämlich ein sehr widersprüchliches Bild von ihr gezeichnet, mit dem ich nicht ganz warm wurde. Manchmal nervt sie als kleines verklemmtes Mädchen, das nicht weiß, was sie will und vor der ganzen Welt Angst hat und verhält sich wirklich anstrengend. An anderen Stellen hingegen verwundert sie durch selbstbewusstes, sarkastisches Auftreten und stellt ihre eigentliche Stärke zur Schau. Ihr langer Weg zur Akzeptanz ihres Äußeren ist sehr anrührend dargestellt, an manchen Stellen ist die Autorin jedoch leider etwas übers Ziel hinausgeschossen.


"Du bist so selbstsicher, dass es an Arroganz grenzt", fuhr Ana fort, "und du hast zu allem und jedem eine Meinung. Deshalb kannst du dich in einer Beziehung mit jemandem wie Brian behaupten. Ihr beide seid einander ebenbürtig. In allen Dingen - die körperliche Erscheinung ausgenommen. Was die anbelangt, hast du keinerlei Selbstwertgefühl." Und wieder lag sie richtig. Ich war wohl meine eigene schärfste Kritikerin, wenn es um mein körperliches Erscheinungsbild und ein Fähigkeiten ging."



Versteht mich nicht falsch. Aus meiner Kritik spricht mehr die Enttäuschung als Abneigung der Geschichte gegenüber. Denn trotz dass Brian total untergeht, Ella manchmal nervt und Kelly Oram andere Aspekte in den Vordergrund rückt, als ich vielleicht angenommen hätte, ist die Geschichte wirklich nicht schlecht und macht trotz mancher Enttäuschungen Spaß zu lesen. Kelly Oram versteht es wirklich meisterhaft, uns in den Kopf von Ella hineinblicken und jeden Stich und jede Gemeinheit selbst spüren zu lassen. Die Autorin überrollt den Leser geradezu mit Schmerz und Tränen und ist dabei an vielen Stellen gefährlich nahe an der Grenze zur typischen New-Adult-Genre-Übertreibung. Doch neben Schmerz und Leid werden auch Vertrauen, Freundschaft, Liebe und Familie sehr groß geschrieben und es ist wundervoll zuzusehen, wie Ella langsam wieder Vertrauen in sich setzt und mit ihrer Situation besser umgehen kann. So sind wir mal wieder bei einem altbekannten Problem angelangt: mein Kopf war enttäuscht von der Geschichte während mein Herz sie trotzdem geliebt hat..

Außerdem ergeben Ella und Brian in Kombination auf jeden Fall ganz viel Lesespaß in witzigen Diskussionen. Die Autorin schafft durch flotte Dialoge und mit viel Witz und Gefühl den Spagat zwischen zuckersüßem Märchen-Flair und Bitterkeit der Realität, sodass die Geschichte locker und leicht daherkommt. Neben den Themen wie Schönheit, Selbstwahrnehmung, Verlust und Trauer kommen auch die Schattenseiten vom glänzenden Hollywood, die verbindende Wirkung von Büchern und die Wichtigkeit von menschlichen Beziehungen und Unterstützung zur Geltung. Nichtsdestotrotz konnten diese Lichtblicke einfach nicht über meine Enttäuschung hinwegtäuschen und so kam mir märchenhafte Atmosphäre von Band 1 entzaubert vor.


"Danke, das du überlebt hast", hauchte er. "Danke, dass du so hart gekämpft und nicht aufgegeben hast, und dafür, dass du mich gefunden hast." Meine Lider schlossen sich, und aus meinen Augenwinkeln entkamen ein paar Tränen. "Danke, dass du mir etwas gegeben hast, wofür es sich zu kämpfen lohnt."


Das Ende driftet dann leider arg ins Kitschige ab und macht umso deutlicher, dass die Autorin mit ihrer Frage "Happy End - und dann?" nicht an das wunderschöne Neuzeitmärchen anknüpfen konnte, das sie zuvor geschaffen hat. Zwar können wir Ella und Brian mit einem guten Gefühl und einem Lächeln auf dem Gesicht sich selbst überlassen, dennoch bleibt ein etwas schaler Nachgeschmack, dass hier wesentlich mehr drin gewesen wäre. Insgesamt ist das Buch für wirkliche Fans ein schöner Abschluss, den ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte.
Vielleicht sollten Märchen doch mit einem einfachen, offenen „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ enden.



Fazit:


Ein durchaus unterhaltsames und interessantes Wiedersehen mit Cinder und Ella. Leider verhindern überzogene Dramen, plattgetretene Komplexe und die fehlende Weiterentwicklung ihrer Beziehung, dass an die märchenhafte Atmosphäre des ersten Teils angeknüpft werden kann und Kelly Oram verliert sich zeitweise zwischen irrelevantem Geplänkel und Kitsch.
Vielleicht sollten Märchen doch mit einem einfachen, offenen „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ enden.