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Veröffentlicht am 19.10.2019

Kleinkrieg in der Weihnachtszeit

Winterzauber im kleinen Café an der Mühle
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Der Klappentext: „Ihr Leben läuft gerade einfach großartig - in Peter hat sie ihren Traummann gefunden und mit Tante Dottis Bistro konnte sie einen Traum verwirklichen. Die bevorstehende Adventszeit verspricht ...

Der Klappentext: „Ihr Leben läuft gerade einfach großartig - in Peter hat sie ihren Traummann gefunden und mit Tante Dottis Bistro konnte sie einen Traum verwirklichen. Die bevorstehende Adventszeit verspricht stressig zu werden, aber Sophie ist zuversichtlich, dass sie alles im Griff haben wird. Doch weit gefehlt: Ausgerechnet kurz vor Weihnachten kommt es zu einem großen Streit mit Peter, und Sophies Leben steht plötzlich Kopf. Zu allem Überfluss melden sich beide Dörfer, Wümmerscheid und Sollensbach, zum großen Wettbewerb "Das schönste Weihnachtsdorf" an und beginnen einen unerbittlichen Kleinkrieg - und Sophie steckt mittendrin …“
Zum Inhalt: Winterzauber im kleinen Café an der Mühle ist der Folgeband zu Das kleine Café an der Mühle, allerdings kann man dieses Buch gut für sich alleine lesen, ich selbst habe erst im Verlauf der Geschichte erkannt, dass es hier eine Vorgeschichte geben könnte, da einige Ereignisse erwähnt werden – ich kam aber trotzdem gut mit. Tante Dottis Bistro liegt malerisch an der Mosel in der Ortschaft Wümmerscheid-Sollensbach, ursprünglich zwei eigenständige Dörfer wurden diese zusammengelegt, aber die alte Rivalität der Dörfer schwelt weiter und gipfelt in einem Wettkampf um das schönste Weihnachtsdorf. Sophie gelingt es zwar sich aus diesem Wettstreit heraus zu halten, doch auch in ihrem Leben gibt es einige Überraschungen.

Zum Stil: Die Geschichte um Sophie und ihrem Bistro wird in der 3. Person erzählt, nur einige Tagebucheinträge von Sophie sind in der Ich-Form geschrieben. Die Charaktere, allen voran Sophie und ihre Freunde werden sehr feinfühlig charakterisiert und vor allem bei der Beschreibung der Situation zwischen den Dörflern musste ich teilweise wirklich lachen. Auch die Örtlichkeit, vor allem das Bistro werden sehr liebevoll und bildlich beschrieben. Neben den Geschehnissen im Bistro und in Sophies Leben sorgt vor allem der Kleinkrieg zur Weihnachtszeit für gute Unterhaltung bei der trotz allem Weihnachtgefühle aufkommen. Danks des flüssigen und lockeren Schreibstil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Als besondere Überraschung gibt es am Ende noch einige weihnachtliche Plätzchenrezepte.
Mein Fazit: Ich kannte leider den Vorgängerband nicht, konnte aber diesen Teil wirklich genießen und mich schon auf die Adventszeit einstimmen.

Ich danke dem be Verlag von Bastei Lübbe und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 19.10.2019

Frau Merkel ermittelt wieder

Hüttenkatz
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Ich durfte den Kriminalroman Hüttenkatze des Autors Kaspar Panizza im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks kennen lernen und ich kann ihn jeden Krimi- und jedem Katzenfan nur empfehlen. Er ist spannend, ...

Ich durfte den Kriminalroman Hüttenkatze des Autors Kaspar Panizza im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks kennen lernen und ich kann ihn jeden Krimi- und jedem Katzenfan nur empfehlen. Er ist spannend, er ist witzig und ganz einfach unterhaltsam.
Bei Krimis vermeide ich immer eine eigene Inhaltsangabe, um nicht aus Versehen zu viel zu verraten und anderen das Lesevergnügen zu schmäleren, deswegen kommt hier nur der Klappentext: „Von wegen gemütliches Klassentreffen. Ein Totgeglaubter taucht nach 30 Jahren wieder auf und im abgelegenen Berggasthof beginnt ein munteres Morden. Mittendrin: Kommissar Steinböck und seine Katze Frau Merkel, die nicht nur die Hüttenwirtin an den Rand des Wahnsinns treibt. Alle aus Steinböcks Abiturklasse haben ein Motiv. Und manch einer hat das Unheil bereits geahnt. Oder ist vielleicht doch alles ganz anders?“
Bei dem vorliegenden Fall handelt es sich um den vierten Fall den Kommissar Steinböck zusammen mit seiner Katze Frau Merkel löst und es ist ein sehr persönlicher, immerhin kennt der Kommissar alle Beteiligten persönlich. Auch wenn das eingespielte Duo bereits in den anderen Bänden vorgestellt wurde, kam ich als „Neuling“ gut zurecht und mir wurden die einzelnen Charaktere schnell sehr sympathisch, auch wenn ich am Anfang über einen Kommissar schmunzeln musste, der nicht nur zu allen Fällen seine Katze mitbringt, sondern sich auch mit ihr unterhält und sie ihm antwortet. Der Schreibstil ist äußerst flüssig und fesselnd, so dass ich das Buch kaum unterbrechen wollte. Außerdem sorgen immer wieder unerwartete Wendungen für eine konstante Spannung, bei der man immer weiter miträtselt wer denn nun jetzt der Täter ist und warum. Erzählt wird übrigens von einem auktorialen Erzähler.
Ein spannender und wendungsreicher Regionalkrimi mit einer einfallsreichen Katze als wichtiger Teil des Ermittlungsteams.

Veröffentlicht am 17.10.2019

Rampenlicht oder Lampenfieber?

Sing My Lovesong
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Der Klappentext: „Der erfolgreiche Sänger Andreas Cavelli hat aus Karrieregründen sein Herz gegenüber der Liebe verschlossen. Seinen Fans verlangt es nach dem Frauenschwarm und Herzensbrecher. Doch als ...

Der Klappentext: „Der erfolgreiche Sänger Andreas Cavelli hat aus Karrieregründen sein Herz gegenüber der Liebe verschlossen. Seinen Fans verlangt es nach dem Frauenschwarm und Herzensbrecher. Doch als die Hobbysängerin Anja in sein Leben tritt, scheint sie weitaus mehr zu sein, als nur seine Muse. Anja hat ihren Traum, als Sängerin berühmt zu werden, längst aufgegeben. Zwar singt sie noch in einem Laientheater, sucht aber ihren Platz in der Welt, während sie sich mit der Arbeit als Kellnerin über Wasser hält. Als sie ihr Idol Andreas Cavelli unerwartet kennenlernt, wird aus dieser Begegnung eher ein Albtraum als die Erfüllung eines Traums. Allerdings empfindet Anja längst mehr für ihn als lediglich eine wiederauflebende Jugendschwärmerei...“
Zum Inhalt: Anja liebt das Theater und singt im Chor, doch für die Hauptrolle ist sie viel zu schüchtern. Ihr Lampenfieber bringt sie fast um. Aber als Zweitbesetzung der Hauptrolle bleibt ihr plötzlich nichts anderes übrig, sie muss spielen. Und ausgerechnet an dem Abend ist der erfolgreiche Sänger und Anjas Jugendidol Andreas Cavelli im Publikum. Sie übersteht den Abend irgenwie und kann es gar nicht fassen, dass Andreas sie drängt häufiger die Hauptrolle zu übernehmen. Dann lieber das Theater verlassen, doch sie wird Andreas nicht so schnell los.
Der Stil: Erzählt wird die Geschichte von der 21 jährigen Anja, hauptberuflich Kellnerin und Laiensängerin in der Ich-Form. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter, der hart mit seinem Lampenfieber und seiner Unsicherheit kämpfen muss. Ihr Gegenüber ist Andreas, mit 27 ein überaus erfolgreicher Sänger, der mehr in Anja sieht. Die Story dreht sich ganz um die Welt der Stars, auch mit all ihren Schattenseiten und um die Liebe dieser zwei so unterschiedlichen Persönlichkeiten. Der Schreibstil ist sehr modern, flüssig zu lesen und locker geschrieben. Auch die Erotik kommt nicht zu kurz, aber auf niveauvolle angenehme Art und Weise.
Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Roman aus dem Bereich Showbiz in der zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinanderprallen.

Ich danke dem Sieben Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Ein Neuanfang an der Themse

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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In ihrem Roman "Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse" erzählt die schwedische Autorin Frida Skybäck die Geschichte der jungen Charlotte, deren Lebensweg sich durch eine Erbschaft und durch neue Freunde ...

In ihrem Roman "Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse" erzählt die schwedische Autorin Frida Skybäck die Geschichte der jungen Charlotte, deren Lebensweg sich durch eine Erbschaft und durch neue Freunde grundlegend verändert. Der Klappentext verrät schon die wichtigsten Punkte: "Charlotte lebt in Schweden und ist eigentlich zu jung, um Witwe zu sein, zu jung, um ihren geliebten Mann verloren zu haben. Sie vergräbt sich in ihrer Arbeit, bis eine unerwartete Nachricht ihr Leben auf den Kopf stellt: Sie hat von einer entfernten Tante eine Buchhandlung in London geerbt. Kurz entschlossen fliegt Charlotte nach England, um das Haus zu verkaufen. Doch schnell fühlt sie sich mit dem Laden eng verbunden - genauso wie mit den beiden warmherzigen Mitarbeiterinnen, dem Kater Tennyson und dem Schriftsteller William. Sie versucht, das fast bankrotte Geschäft zu retten. Dabei stößt sie auf Widersprüche und Rätsel: Warum hat sie ihre Tante Sara nie getroffen, warum hat ihre Mutter nie von ihrer Vergangenheit erzählt, und was ist das dunkle Geheimnis der beiden Schwestern?" Im Grunde gibt es zwei Erzählstränge die aktuelle Geschichte Charlottes und ihr Bestreben den Buchladen wieder rentabel zu machen und die Geschichte der beiden Schwestern die 1982-84 spielt. Abwechselnd werden beide Geschichten von einem auktrorialen Erzähler geschildert, am Kapitelanfang steht immer das Datum, so dass man nicht durcheinander gerät. Der Schreibstil ist durchgängig locker und flüssig zu lesen, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und durch das stückchenweise Aufdecken der Rätsel und durch die faszinierenden und teilweisen sehr schillernden Charaktere kann auch keine Langeweile aufkommen.
Riverside Bookshop scheint die Buchhandlung zu sein nach der sich jede Leseratte sehnt und die gleiche warme und heimelige Atmosphäre verbreitet dieser Roman.

Veröffentlicht am 13.10.2019

Die Malerin von Meissen

Das Erbe der Porzellanmalerin
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Der Klappentext: „Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Dann jedoch taucht eine geheime Zusatzklausel des Testaments auf, nach der sie ihr Erbe verliert, wenn sie nicht innerhalb ...

Der Klappentext: „Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Dann jedoch taucht eine geheime Zusatzklausel des Testaments auf, nach der sie ihr Erbe verliert, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres einen standesgemäßen Mann heiratet. Dabei ist eine Ehe das Letzte, was Geraldine will, jetzt wo es ihr endlich gelungen ist, sich als Porzellanmalerin einen Namen zu machen. Doch ihr offensichtliches Talent ruft Neider auf den Plan – und schon bald scheint nicht nur Geraldines Erbe in Gefahr, sondern auch ihr Leben.“
Zum Inhalt: Bei dem Buch Das Erbe der Porzellanmalerin handelt es sich um den zweiten Band des großen Meißen-Epos von Birgit Jasmund. Im ersten Teil verfolgte der Leser Geraldines Bestrebungen in der Porzellanmanufaktur von Meißen als Malerin angenommen zu werden, dieses Ziel hat sie bereits erreicht, nun stellt sie das Erbe ihres Vaters vor neue Herausforderungen: sie muss innerhalb eines Jahres heiraten, oder sie verliert ihren Anspruch. Auch innerhalb der Manufaktur gibt es Probleme, ihr großer Erfolg und das als Frau ruft einen Neider hervor, der lange Zeit im Verborgenen sein falsches Spiel treiben kann. Obwohl dieser Teil direkt an den ersten anschließt kann man ihn gut unabhängig davon lesen.
Zum Stil: Erzählt wird diese Geschichte von einem auktorialen Erzähler, in einem sehr flüssigen und lockeren Schreibstil, wobei auf die Umgangsformen und auch auf die Sprache des 18. Jahrhunderts durchaus eingegangen wurde. Die Geschichte der ersten deutschen Porzellanmanufaktur Meissen und die Problematiken, die bei der Herstellung auftraten wurden sehr authentisch dargestellt und ebenso gut recherchiert, wie die gesamte damalige Zeit. Vor diesen historischen Hintergrund baut sich eine spannende Geschichte rund um eine einzigartige junge Frau auf. Nicht nur die Hauptperson sondern alle Charaktere sind sehr realistisch aufgebaut und gewinnen schnell an Lebendigkeit, ein ausführliches Personenregister – mit einem Vermerk auf reale Persönlichkeiten – erleichtert den Einstig. Sowohl in Geraldines privaten als auch in ihrem beruflichen Umfeld sorgen so einige Ereignisse für eine abwechslungsreiche Unterhaltung.
Mein Fazit: Ein historisch überzeugender Roman, der darüber hinaus eine interessante und sehr spannende und durchaus auch romantische Geschichte liefert. Von mir eine definitive Leseempfehlung.
Ich danke dem Aufbau Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.