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Veröffentlicht am 18.11.2019

Netter Krimi für zwischendurch

Mydworth - Bei Ankunft Mord
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Sir Harry Mortimer und seine amerikanische Frau Kat kehren gerade nach England zurück, um sich dort häuslich niederzulassen. Als sie in Mydworth ankommen werden auf einer Party im Haus von Harrys Tante ...

Sir Harry Mortimer und seine amerikanische Frau Kat kehren gerade nach England zurück, um sich dort häuslich niederzulassen. Als sie in Mydworth ankommen werden auf einer Party im Haus von Harrys Tante bei einer Party erst Juwelen gestohlen und dann der vermeintliche Dieb erschossen.
Harrys Tante Lavinia bittet ihren Neffen sich ein wenig umzuhören, hat sie doch Bedenken, dass die Geschichte ihrem guten Ruf schaden könnte.
Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Serie der Autoren Matthew Costello und Neil Richards, die bereits mit der Cherringham-Kurzkrimi-Serie bekannt sind.
Auch hier ist es eine solche Serie, allerdings spielt diese am Ende der zwanziger Jahre. Harry und seine Frau Kat bilden ein gelungenes Protagonisten-Paar. Kat ist Amerikanerin und hat deshalb manchmal ein wenig Probleme mit den englischen Verhaltensweisen und ihrer neuen Stellung als Lady. Da sie selbst in der Bronx aufgewachsen ist und für das amerikanische Außenministerium gearbeitet hat ist die englische High Society für sie doch sehr ungewohnt.
Diese Ausgangsituation bietet noch viel Stoff für weitere Romane in diesem Umfeld.
Mir hat das Buch gut gefallen, es ließ sich flott lesen und der Kriminalfall war relativ schnell geklärt. Das Ambiente hat auf jeden Fall gepasst und die unangepasste Kat hat Würze in das Geschehen gebracht. Es ist auf jeden Fall eine Serie, die ich weiter verfolgen werde.
Für alle Fans von englischen Krimis und der Zeit der späten Zwanziger in England gibt es hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 17.11.2019

netter Weihnachtsroman

Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand
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Holly kommt nach St. Aidans um Weihnachten möglichst alleine zu verbringen. Ihre Freundin Poppy hat ihr dafür ihre kleine Wohnung über Brides at the Sea zur Verfügung gestellt. Zuerst soll Holly aber noch ...

Holly kommt nach St. Aidans um Weihnachten möglichst alleine zu verbringen. Ihre Freundin Poppy hat ihr dafür ihre kleine Wohnung über Brides at the Sea zur Verfügung gestellt. Zuerst soll Holly aber noch die Fotos auf der Hochzeit von Freunden machen, eine Herausforderung, da auch ihr Ex-Freund dort dabei sein wird. Dieser hatte ihr letztes Jahr an Weihnachten einen Heiratsantrag gemacht, vor dem sie geflohen war und der auch der Grund ist, warum Holly Weihnachten dieses Jahr am liebsten ausfallen lassen würde.
Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand ist bereits der vierte Band aus der Reihe um die Freundinnen, die alle im Hochzeitsgeschäft unterwegs sind.

An sich hat mir das Buch wieder gut gefallen, allerdings fand ich den Anfang etwas anstrengend und leider auch sehr nach dem gleichen Strickmuster der Vorbände gestaltet. Hier hatte ich das Gefühl, die Autorin müsste sich erst an die Besonderheiten der Protagonisten heran arbeiten.
Ab der Hälfte nimmt das Ganze dann aber individuellere Züge an und dann macht das Buch auch richtig Spaß.
Ich denke auch die Geschichte um den Brautladen ist jetzt einfach zu Ende erzählt. Irgendwann braucht es einfach keinen weiteren Fotografen oder Bäcker mehr.

Alles in allem war es aber ein schönes Buch und die zweite Hälfte versöhnt definitiv mit dem etwas zähen Anfang.

Veröffentlicht am 18.11.2019

kurzweiliger Krimi

Mydworth - Tod im Mondschein
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Tod im Mondschein ist der zweite Band aus der Reihe um Lord und Lady Mortimer. Sie haben sich gerade etwas eingelebt, als sie gebeten werden den Tod von Syd Buckham zu untersuchen. Seine Familie glaubt ...

Tod im Mondschein ist der zweite Band aus der Reihe um Lord und Lady Mortimer. Sie haben sich gerade etwas eingelebt, als sie gebeten werden den Tod von Syd Buckham zu untersuchen. Seine Familie glaubt nicht an einen Unfall und so machen sich die beiden auf um die Umstände zu klären.
Das Buch ließ sich wie nichts lesen und war recht unterhaltsam. Der Schreibstil ist anschaulich und man hatte von Anfang das Gefühl voll mit im Leben von Kat und Harry dabei zu sein. So schaffen es die Autoren, trotz der Kürze des Buches, den Leser von der ersten Seite an wieder voll ins Geschehen zu ziehen, ohne allzu viele Längen einzubauen.
Der Kürze des Buchs ist wohl auch das abrupte Ende geschuldet, was mich ein wenig unzufrieden zurückließ. Hier hätte man tatsächlich noch ein paar Seiten spendieren können um dem Ganzen einen etwas runderen Abschluss zu geben.

Alles in allem eine nette Serie, die kurzweiliges Lesevergnügen bietet.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Starker zweiter Teil

Dunmor Castle - Der Halt im Sturm
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Der Halt im Sturm schließt absolut nahtlos an den ersten Band an. Lexie verliebt sich trotz aller Bedenken immer mehr in Greyson, auch wenn dieser immer wieder nur die Hälfte der Wahrheit erzählt. Nach ...

Der Halt im Sturm schließt absolut nahtlos an den ersten Band an. Lexie verliebt sich trotz aller Bedenken immer mehr in Greyson, auch wenn dieser immer wieder nur die Hälfte der Wahrheit erzählt. Nach und nach werden die Geheimnisse von Dunmor Castle gelüftet und auch Lexie findet heraus, was vor zwanzig Jahren auf der Burg passiert ist.
Man ist sofort wieder in der Geschichte drin und fragt sich natürlich, was denn nun genau los ist. Mir hat gut gefallen, dass die Autorin aufmerksamen Lesern immer wieder kleine Hinweise gibt, wie alles zusammen hängt. Ich bin meistens kurz bevor in der Geschichte aufgedeckt wurde hinter das jeweilige Geheimnis gekommen und war dann sehr zufrieden mit mir, es herausbekommen zu haben. Und Geheimnisse gibt es in diesem Buch definitiv genug aufzudecken.
Das Buch lies sich wieder flüssig lesen und die Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Das einzige was mich zwischendrin immer mal wieder genervt hat, war die Geschichte zwischen Greyson und Lexie. Die beiden führen sich immer mal wieder wie die Teenager auf, was ich für Alter eigentlich unpassend fand.
Aber es hat mich nur am Rande gestört, ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten.
Alle, die den ersten Band gelesen haben, werden auch ihren Spaß an Band zwei haben. Ohne Vorkenntnisse würde ich das Buch aber nicht lesen.
Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 27.07.2019

Die letzten Tage des Friedens

Funkenflug
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Hauke Friederichs behandelt in Funkenflug den letzten Monat, bevor der zweite Weltkrieg ausbricht. Hierbei schildert er in neun Abschnitten die Aktivitäten, die damals in der Diplomatie Europas getätigt ...

Hauke Friederichs behandelt in Funkenflug den letzten Monat, bevor der zweite Weltkrieg ausbricht. Hierbei schildert er in neun Abschnitten die Aktivitäten, die damals in der Diplomatie Europas getätigt wurden um den Ausbruch eines Krieges zu verhindern. Sowohl in Deutschland als auch in England wurde hart daran gearbeitet, den Krieg doch noch zu vermeiden. In Deutschland durchaus im Wissen, dass ein solches Handeln jederzeit zu Haft oder im schlimmsten Falle zum Tode führen könnte.
Dem Leser wird im Laufe des Buches klar, dass keine der diplomatischen Versuche Hitler hätte aufhalten können, da dieser schon bei der Besetzung der Tschechoslowakei ein Jahr zuvor gerne die Wehrmacht eingesetzt hätte. Allerdings war das Einlenken der Sowjetunion und der Abschluss des Nicht-Angriffspaktes zwischen den beiden Ländern tatsächlich eher kriegsfördernd. Hier könnte man England und Frankreich wohl noch am ehesten vorwerfen sich nicht ausreichend um die Sowjets bemüht zu haben. Aber in Großen und Ganzen wird doch klar, dass Hitler nur eines wollte: den Krieg.

Der Schreibstil des Buches ist durchaus spannend, allerdings hätte ich mir noch mehr Passagen gewünscht, in denen die Manns, Einstein und andere, nicht in die diplomatischen Kreise eingebundenen Personen, zu Wort gekommen sind. So bleibt offen, ob es Katia Manns Eltern aus Deutschland geschafft haben und was Hans Scholl und seine Freundin bei Kriegsausbruch an der polnischen Grenze erlebt haben. Da hätte ich im Epilog doch noch ein Eingehen auf die im Buch geschilderten Vorkommnisse gewünscht.
Alles in allem war es ein sehr interessantes Buch, das zeigt, dass auch kurz vor dem Ausbruch des Krieges, die Hoffnung auf Frieden nicht aufgegeben wurde.