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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2019

Sehr viele tolle Rezepte!

Frühstück & Brunch
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"Frühstück & Brunch" von Anne-Katrin Weber aus der GU Küchenratgeber-Reihe ist ein tolles Buch um sich im alltäglichen Frühstück mal mit etwas Neuem zu verwöhnen, aber auch um bei einem Brunch oder einer ...

"Frühstück & Brunch" von Anne-Katrin Weber aus der GU Küchenratgeber-Reihe ist ein tolles Buch um sich im alltäglichen Frühstück mal mit etwas Neuem zu verwöhnen, aber auch um bei einem Brunch oder einer Familienfeier alle Register zu ziehen.

Das Kochbuch ist in die folgenden Kapitel gegliedert:
Bowl & Becher, Brot & Belag, Ofen & Pfanne, Salat & Suppe; Außerdem gibt es noch viele hilfreiche Tipps rund um Kaffee und Tee, Küchenhelfer, Süßungsmittel, die Kombination von Gerichten und ums Buffett.

Schon daran merkt man wie vielfältig die Rezepte sind und dass man alle Geschmäcker damit glücklich machen kann.
Ich habe in jedem Kapitel Rezepte gefunden, die mich auf den ersten Blick überzeugt haben, aber auch viele, die mich überrascht haben.
Bis jetzt hat mir alles geschmeckt, was ich ausprobiert habe.

Die Fotos sind toll, übersichtlich und verständlich, aber auch sehr gut inszeniert und appetitanregend.

Ich freue mich schon darauf, beim nächsten Familienbrunch mehr auszuprobieren und die Tipps anwenden zu können.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Weihnachten mit Tragödie und Rettung

Die Vanderbeekers retten Weihnachten
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"Die Vanderbeekers retten Weihnachten" von Karina Yan Glaser ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe rund um die Familie Vanderbeeker.
Die Famile mit Vater und Mutter Vanderbeeker, den fünf Kindern, ...

"Die Vanderbeekers retten Weihnachten" von Karina Yan Glaser ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe rund um die Familie Vanderbeeker.
Die Famile mit Vater und Mutter Vanderbeeker, den fünf Kindern, Isa, Laney, Jessie, Oliver und Hyacinth und den drei Haustieren Hund Franz, Katze George Washington und Kaninchen Paganini leben in New York in einem wunderschönen und einzigartigen alten Haus, in dem nur drei Wohnungen sind. Die Geschichte beginnt am 20. Dezember und anders als man denken könnte: Nicht mit Plätzchenduft und Weihnachtsliedern (ok, schon auch), sondern vor allem mit einem Schock: Der Vermieter der Familie, der im obersten Stockwerk den Hauses wohnt, will den Mietvertrag nicht verlängern, ab Neujahr steht die Familie auf der Straße. Das ist für alle eine große Tragödie, denn sie alle lieben ihr Zuhause und besonders schlimm ist es, dass nun das ganze Weihnachtsfest verdorben ist.
Während die Eltern versuchen eine neue bezahlbare Wohnung zu finden, schmieden die Kinder Pläne und setzen alles daran, den Vermieter umzustimmen. Sie wollen so brav und lieb wie möglich sein - und das ist gar nicht leicht.
Sie erleben viele Abenteuer und erfahren viel Neues. Alle lernen dazu, haben Spaß, wachsen näher zusammen und lernen sich gegenseitig zu respektieren und wertzuschätzen.
Spoiler: Natürlich wird am Ende alles gut!

Insgesamt ein wundervolles Kinderbuch und - zum Glück - wohl der Auftakt einer Kinderbuchreihe. Die Figuren haben alle ihre Besonderheiten und wir lernen alle kennen und lieben. Schon nach ein paar Seiten ist der Funke übergesprungen, wir Leser fühlen uns zuhause und wohl.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Sehr lustig, sehr spannend!

Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse
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"Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse" von Max Brallier und Douglas Holgate ist ein Comicartiges Kinder-/Jugendbuch, das bestimmt auch Lesemuffel fesselt.

Wir geraten mitten hinein in ...

"Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse" von Max Brallier und Douglas Holgate ist ein Comicartiges Kinder-/Jugendbuch, das bestimmt auch Lesemuffel fesselt.

Wir geraten mitten hinein in Jacks sonderbare neue Welt nach dem Weltuntergang: Von einem Tag auf den anderen sind in der ganzen Stadt Monster und Zombies aufgetaucht. Als Jack sich von der Schule bis zu seinem aktuellen Zuhause durchgeschlagen hatte, war seine Pflegefamilie aber schon über alle Berge. Jack versteckte sich in seinem Baumhaus und verschlief die nächsten Tage. Danach war die Stadt Menschenleer. Die, die noch da waren, waren zombiefiziert. Von da an begann Jack ein neues Leben. Er musste überleben, dabei half ihm aber sein Faible für Computerspiele. Indem er sein neues Leben wie ein Spiel sah, war es nicht ganz so schwer. Aber trotzdem einsam. Im Laufe der Geschichte schafft Jack es, einige seiner früheren Freunde (und Feinde) wiederzufinden und einen Endboss zu besiegen - und das obwohl es erst der erste Teil einer Serie ist! Ich bin schon gespannt auf die nächsten Teile.

Nach der Leseprobe dachte ich zuerst, dass es sich dabei eher um ein seichtes Buch mit wenig Handlung und dem Hauptaugenmerk auf die comicartigen Bilder von Monstern und Zombies handelt. Das war aber überhaupt nicht so! Die Geschichte hat durchaus Tiefgang, Themen wie Freundschaft und Widerspruch gegen ein klischeehaftes Frauenbild prägen die gesamte Story. Darüber hinaus darf aber auch eine gehörige Portion nonsense, Übertreibung und Selbstironie gerade in einer solchen Apokalypse-Geschichte nicht fehlen.
Das ist eine absolut gelungene Mischung. Die Bilder sind in einem lockeren, comicartigen Zeichenstil und helfen dabei, auch Lesemuffel bzw. Comicfans zu fesseln. Man darf allerdings die Bilder nicht einfach weglassen oder über sie hinweglesen, denn im Gegensatz zu anderen (Kinder-)Büchern enthalten die meisten Bilder hier handlungswichtige Sätze oder Dialoge.

Insgesamt ein cooles neues Kinderbuchkonzept, das mir sehr gut gefällt! Ich bin auf die nächsten Teile gespannt.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Klassische Krimispannung

Das Geheimnis der vier Briefe
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"Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah trägt den Untertitel "Ein neuer Fall für Hercule Poirot" wirklich zurecht. Freunde der klassischen Agatha Christie-Krimis rund um den eitlen aber genialen ...

"Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah trägt den Untertitel "Ein neuer Fall für Hercule Poirot" wirklich zurecht. Freunde der klassischen Agatha Christie-Krimis rund um den eitlen aber genialen Detektiv dürfen sich wirklich über einen authentischen und charakteristischen neuen Fall freuen.

Anders als Agatha Christies Poirot hat dieser hier aber während der ganzen Geschichte durchblicken lassen, wie weit er im Kopf schon bei der Lösung des Falls ist, und besonders, dass er die Lösung eben noch nicht weiß, obwohl der festgesetzte Tag der Täterentlarvung kurz bevorsteht. Solche Gefühls- und Gedankenoffenheit sind wir von unserem Meisterdetektiv zwar nicht gewohnt, aber sie ist zur Abwechslung mal ganz angenehm - man fühlt sich als Leser nicht gar so dumm. Was mich etwas gestört hat ist, dass Poirot viel mehr sprachliche Fehler macht als im Original. Das müsste nicht sein und lässt ihn, der ja eigentlich Perfektionist ist, manchmal unnötig schludrig erscheinen.

Insgesamt war ich aber sowohl von der Sprache und Erzählweise, als auch von den Figuren und der Handlung wirklich begeistert. Ein grandioser Krimi, der nicht nur das Original nachahmt, sondern eine eigenständige großartige Leistung vollbringt.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Washs hartes Leben hautnah

Washington Black
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"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen ...

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen und von seinem Besitzer ironisch George Washington genannt, den Nachnamen Black erhält er vom Besizer. Er muss mit seinen jungen Jahren schon viel mitansehen und miterleben. Vermutlich führt er das ganz normale Sklavenleben auf einer Zuckerrohrplantage. Er erlebt schwere Bestrafungen und Tötungen von anderen mit, erleidet selbst schwere Verletzungen bei der Arbeit. Doch all das bessert sich, als der erfinderische Bruder des neuen Plantagenbesitzers einen Gehilfen braucht. Da er eine Art Luftschiff entwickelt muss der Gehilfe vor allem klein und leicht sein - die Wahl fällt auf Wash. Sein neuer Herr Titch behandelt Wash sehr viel besser als vorher: er darf im Haus schlafen, sich waschen, bekommt normale Kleidung und lernt. Dabei kommt sein verborgenes Talent zum Vorschein: er kann sehr gut und sehr realistisch zeichnen. Als dann die Katastrophe ausbricht, ein Cousin der zu Besuch ist, erschießt sich selbst, Wash findet ihn und wird wegen Mordes gesucht, bleibt den beiden nur die Flucht mit dem neu gebauten "Wolkenkutter". Sie kommen nicht weit und müssen auf einem Schiff notlanden. Von da an beginnt eine Reise um die halbe Welt, bis sein Herr Wash schließlich zurücklässt. Der immer noch kleine Junge, er ist noch kein Teenager, muss sich von nun an alleine durchschlagen.
Ich will nicht mehr verraten. Die Geschichte ist hat und spannend, aber auch gefühlvoll und herzlich. Die Autorin schafft es meisterhaft all diese verschiedenen Gefühle zu vermitteln und dabei genau den Anschein zu erwecken, wir würden Washs eigene Gedanken und Worte lesen. Sie beschreibt vieles ganz besonders, was Wash zum ersten Mal erlebt und wofür er noch keine Worte kennt. Das macht das ganze umso intensiver und es geht einem dadurch umso näher.
Ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen und Washs Geschichte miterleben durfte. Obwohl ich normal keine Bücher lese, bei denen nicht klar ist, ob es ein Happy End gibt oder nicht, bin ich von diesem doch harten Stoff sehr begeistert.

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