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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Darf man noch alles sagen?

Die neue Zensur
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Der Autor arbeitet die verschiedenen Arten der Zensur interessant auf. Allerdings ist das Buch recht trocken zu lesen

Meinungsfreiheit ist für mich ein hohes Gut und daher habe ich mich für dieses Buch ...

Der Autor arbeitet die verschiedenen Arten der Zensur interessant auf. Allerdings ist das Buch recht trocken zu lesen

Meinungsfreiheit ist für mich ein hohes Gut und daher habe ich mich für dieses Buch interessiert. Der Untertitel 'Wie wir selbst unsere Meinungsfreiheit bedrohen' hat mich neugierig gemacht.

Christian Bommarius hat sich intensiv mit den Fragen Zensur, Vorzensur und Selbstzensur beschäftigt und sieht momentan die größte Gefahr im Internet und den Sozialen Netzwerken. Er stellt einige Autoren der Geschichte vor und wie sie in ihren jeweiligen Zeiten zensiert bzw. unterdrückt wurden.

Ich fand das Buch teilweise interessant, aber stellenweise leider auch langatmig und zu intellektuell.

Veröffentlicht am 25.03.2020

Die Geschichte eines jungen Mannes zwischen den Fronten

Der Empfänger
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+ Interessantes Thema - - Die Geschichte hat mich aber leider nicht erreicht +

Ich interessiere mich sehr für geschichtliche Ereignisse und wenn sie in Romanform erzählt werden ist es meistens sehr bereichernd ...

+ Interessantes Thema - - Die Geschichte hat mich aber leider nicht erreicht +

Ich interessiere mich sehr für geschichtliche Ereignisse und wenn sie in Romanform erzählt werden ist es meistens sehr bereichernd für mich.

Hier in diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte von Josef Klein. Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten. Man kann bei wikipedia nach dem 'Duquesne-Spionagering' suchen und findet dort auch einen Josef Klein.

Die Autorin erzählt hauptsächlich in 2 Erzählsträngen. Einmal 1939 in Amerika, wie es Josef als deutschem Einwanderer erging, wie die gesellschaftliche und politische Situation war und wie er unbewusst von deutschen Spionen angeheuert wurde. Im zweiten Strang besucht Josef seinen Bruder Carl 1949 in Deutschland. Er hat eine Haftstrefe abgesessen und versucht sich langsam in der Nachkriegszeit zurechtzufinden.

Mir gefällt die Grundidee des Buches, aber leider hat mich die Geschichte nicht erreicht. Josef ist für mich nicht greifbar gewesen. Das kann aber auch durchaus im Sinne der Autorin sein. Titel und Cover deuten auf einen Mann hin, der unklar ist und Aufträge empfängt. Der Empfänger ist natürlich auch im Funkerbereich ein Begriff und daher sehr treffend als mehrdeutiger Titel.

Frank Arnold hat gewohnt gut gelesen und eine melancholische Stimmung in die Erzählung gelegt. Das fand ich schön, allerdings musste ich beim Zuhören sehr gut aufpassen, um nichts zu überhören.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Zwischen Gosse und Wahnsinn

1794
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Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte den Vorgänger '1793' zuerst lesen um die Handlung auch wirklich nachvollziehen zu können.

Der Autor teilt das Buch wieder in die 4 Jahreszeiten auf und ...

Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte den Vorgänger '1793' zuerst lesen um die Handlung auch wirklich nachvollziehen zu können.

Der Autor teilt das Buch wieder in die 4 Jahreszeiten auf und spielt mit den Zeitebenen.

Winter – Wir lernen den jungen Erik kennen, begleiten ihn auf die schwedischen Kolonien und erfahren einiges über den Sklavenhandel

Sommer – Der ehemalige Soldat Cardell lernt den Bruder von seinem verstorbenen Freund Winge kennen. Gemeinsam versuchen sie einen Todesfall aufzuklären.

Frühjahr – Anna Stina, die in '1793' schon eine größere Rolle gespielt hat, bekommt Kinder und muss sich wieder irgendwie durchschlagen.

Herbst - Die Fäden laufen mehr oder weniger zusammen und ergeben aber kein richtiges Ende. Was auf eine Fortsetzung hindeuten könnte.

Der Autor ist seinem Stil treu geblieben. Er beschreibt das Leben im alten Stockholm sehr bildhaft und man braucht beim Lesen wirklich einen guten Magen um das Buch nicht angewidert wegzulegen. Sprachlich ist das Buch hervorragend geschrieben, da gibt es nichts zu bemängeln. Die Handlung hat mich aber nicht wirklich fesseln können.

An manchen Stellen wird Bezug zum schwedischen Königshaus genommen. Es gab einen unmündigen Thronnachfolger und einige Verordnungen, die das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt haben. z.B. Kaffeeverbot, Kleidervorschriften,.. Das fand ich ganz interessant.

Für mich hätte es gerne etwas mehr Spannung und weniger Fäkalien sein dürfen.

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Veröffentlicht am 20.12.2019

Ein Hörbuch dem ich nur schwer folgen konnte

Gott schütze dieses Haus
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*Der 1. Fall für Lynley und Havers - - solider britischer Krimi*
Bei diesem Hörbuch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Bis jetzt kannte ich nichts von Elizabeth George. Im Nachhinein würde ich ...

*Der 1. Fall für Lynley und Havers - - solider britischer Krimi*
Bei diesem Hörbuch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Bis jetzt kannte ich nichts von Elizabeth George. Im Nachhinein würde ich sagen, es wäre für mich besser gewesen, das Buch zu lesen anstelle des Hörbuchs.

Die Handlung selber ist durchaus gelungen, allerdings konnte ich ihr im Hörbuch nicht wirklich folgen. Ich habe jede CD 2x angehört um zu verstehen was passiert.

Veröffentlicht am 04.12.2019

Gesellschaftskritische Milieustudie – Eigentlich mehr Drama als Thriller

Berlin Prepper
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Vom Cover, Titel und Klappentext habe ich einen spannenden Thriller erwartet, der mich ins Milieu der Reichs- und Wutbürger führt. Das fand ich eine interessante Idee. Leider hat das Buch meine Erwartungen ...

Vom Cover, Titel und Klappentext habe ich einen spannenden Thriller erwartet, der mich ins Milieu der Reichs- und Wutbürger führt. Das fand ich eine interessante Idee. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Es erfüllt für mich in keinster Weise die Kriterien eines Thrillers. Von Spannung keine Spur. Für mich ist es eine durchaus interessante Milieustudie, die allerdings mehr Tiefe und Emotion vertragen hätte.

Es geht um Walter Noack, der schon von klein auf Angst vor Katastrophen hat. Tschernobyl war für ihn ein traumatisches Erlebnis. Seitdem hortet er Lebensmittel, legt Depots an und hält sich mit täglichem Sport fit. Er will vorbereitet sein, egal was passiert. Er ist ein klassischer Prepper. Aus Geldnot nimmt er einen Job bei einer Tageszeitung an, er muss dort den ganzen Tag Online-Kommentare zu den Beiträgen lesen und entscheiden, was davon veröffentlicht wird. Da der Autor sehr geschickt, aktuelle Meldungen ( Die Haupthandlung spielt im Jahr 2018) und dazu entsprechende Kommentare in Kursivschrift verwendet, wird es schwierig Fiktion und Realität auseinanderzuhalten. Das fand ich ganz gut. Noack macht seine Arbeit in seiner stoischen Art recht zuverlässig. Er ist aber, anders als auf dem Klappentext dargestellt, an keiner Stelle fasziniert von den Hasskommentaren. Mehr möchte ich von der Handlung gar nicht verraten um nichts vorwegzunehmen.

Ich denke, dieses Buch würde sich gut als Schullektüre eignen, weil man nach jedem Kapitel Stoff zur Diskussion hätte. Der Autor nutzt viele Klischees und Parolen, die man auch leicht mal im Alltag hört und vielleicht unreflektiert nachplappert.