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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2019

Mehr als Brotaufstrich

1 Brot - 50 Aufstriche
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1 Brot - 50 Aufstriche ist das dritte Buch mit diesem Titel in der Reihe GU Küchenratgeber.
Rezepte zu Brotaufstrichen sind sicher eine gute Idee , in einer zeit , in der weniger Brot gegessen wird.
Und ...


1 Brot - 50 Aufstriche ist das dritte Buch mit diesem Titel in der Reihe GU Küchenratgeber.
Rezepte zu Brotaufstrichen sind sicher eine gute Idee , in einer zeit , in der weniger Brot gegessen wird.
Und Brotaufstriche sind wirklich mehr als Marmelade oder Leberwurst.
Das Fladenbrot ist Unterlage – also Ausgangspunkt für die Brotaufstriche.
Das ist eher eintönig , aber gut , dass zu meinem Gewinn das Buch „Brot backen“ mit dazu gehörte…
Die eigentlichen Rezepte sind unterteilt in "Mit Fleisch & Fisch", "Vegetarisches" und "Süsses" .
Nicht wirklich originell, aber leicht zu finden. Die Bezeichnung Aufstriche finde ich aber irreführend und untertrieben – es gibt hier auch Dips und Chutneys. Alles relativ einfach herzustellen.
Die Fotos sehen sehr appetitanregend aus.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Ein tolles Geschenk – auch für Nichtsegler

Kochen nach Beaufort
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Das Kochbuch „Kochen nach Beaufort“ mit dem Untertitel „Rezepte für jede Windstärke“ ist ein Kochbuch, welches eigentlich gezielt für Segler gedacht ist. Deshalb ist es kapitelartig in fünf Windstärken ...

Das Kochbuch „Kochen nach Beaufort“ mit dem Untertitel „Rezepte für jede Windstärke“ ist ein Kochbuch, welches eigentlich gezielt für Segler gedacht ist. Deshalb ist es kapitelartig in fünf Windstärken unterteilt; die ausschlaggebend sind für den Aufwand der Gerichte und die besonderen Anforderungen an den Koch. Außerdem gibt Angaben zum Bordproviant und der Ausstattung der Kombüse, aber auch gezielte Hinweise zu spezielleren Zutaten.
Gekocht werden kann Herzhaftes, aber auch Süßes. Und natürlich Fisch! Die Darstellung der Rezepte ist sehr übersichtlich – also auch gut lesbar bei Windstärken…
Ein Plus sind die schönen Bilder , die originelle Verpackung: wetterdicht in einer ansprechenden Metalldose und der beiliegende Pfannenwender .
Somit ist dieses Kochbuch das ideale Geschenkpaket für alle, die gern auf dem Wasser unterwegs sind, oder aber beim Campen mit dem Bulli Bus. Ich habe schon eine Idee , wer dieses Kochbuch vom Weihnachtsmann erhalten wird.

Veröffentlicht am 24.09.2019

Nordisch - Nesser – gut?

Der Verein der Linkshänder
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Nesser ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren Krimis betreffend.
Kommissar Van Veeteren ist mittlerweile Ruheständler, aber so wirklich kann er sich nicht von seiner früheren Arbeit lösen. Zumal ...

Nesser ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren Krimis betreffend.
Kommissar Van Veeteren ist mittlerweile Ruheständler, aber so wirklich kann er sich nicht von seiner früheren Arbeit lösen. Zumal ihn seine Lebenspartnerin Ulrike Frommli darin noch bestärkt, sich eines alten , falsch gelösten Falles erneut anzunehmen. Da ist natürlich auch Van Veeterens Ehrgeiz angestachelt.
Statt seinen 75. Geburtstag in Neuseelande zu feiern – was er nie vorhatte- begibt er sich von seinem geheimen Urlaubsdomizil in die Ortschaft Oosterby .
Damals in den 60ern kamen vier Menschen aus dem Verein der Linkshänder ums Leben. Da der fünfte nicht gefunden wurde, war es schnell klar, dass er der Mörder sein müss. Nun fand man ihn aber tot auf- zur selben Zeit ermordet wie die anderen vier.

Das Buch – immerhin 604 Seiten dick- beginnt um 1957 und wechselt zunächst immer wieder zwischen den Zeitebenen um 1990 und 2012 und verweilt dann ausschließlich in der Gegenwart. Es ist in drei Teile und 63 Kapitel gegliedert, die Kapitelüberschriften mit Jahr und Ort der Ereignisse erleichtern das Lesen enorm.
Zu Beginn ist es schwer , das Buch aus der Hand zu legen. Der Spannungsbogen wird sehr gekonnt aufgebaut. Später aber flaute die Spannung etwas ab , weil sich die Ermittlungen in die Länge zogen .
Aber mit seinem latent leichten Humor schafft der Autor es immer wieder, Spannung zu erzeugen . Dabei philosophiert er in gekonnter Weise über das Leben, gespickt mit originellen Formulierungen.
Leider ist dieses Buch nicht das beste des Schriftstellers .
Fazit der LP: Nordisch - Nesser – ginge besser

Veröffentlicht am 11.07.2019

eiskalt

Kalte Wasser
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Melanie Goldings „Kalte Wasser“ hat ein ansprechendes Cover, es irritiert allerdings die Bezeichnung Roman, da es sich ja wohl eher um einen Thriller handelt.
Mir fällt es etwas schwer, dieses Buch zu ...

Melanie Goldings „Kalte Wasser“ hat ein ansprechendes Cover, es irritiert allerdings die Bezeichnung Roman, da es sich ja wohl eher um einen Thriller handelt.
Mir fällt es etwas schwer, dieses Buch zu bewerten; das passiert mir eher selten.
Lauren, die Protagonistin, ist gerade Mutter von Zwillingen geworden, als der Alptraum beginnt. Eine Frau steht nachts an ihrem Krankenhausbett und schlägt ihr einen grausamen Deal vor: Eines von ihren Kindern gegen eines von Laurens.
Ganz am Anfang lesen wir aber, dass sich eine Frau will mit zwei Kindern im See ertränken will; das klingt nach einem eiskalten Lesegenuss.
Die Geschichte wird aus Laurens und Jos Perspektive erzählt. Jo, das ist die junge Polizistin Jo Harper .
Lauren lässt sich nicht auf den Tausch ein, daraufhin droht die Frau ihr beide Kinder wegzunehmen. Lauren schaltet daraufhin die Polizei ein.
Aber die Einzige, die ihr glaubt, ist eben jene junge Polizistin Jo Harper.
Die Geschichte entwickelt sich so dramatisch weiter, dass man das Buch nicht weglegen kann. Dabei kann man die Protagonisten nicht als sympathisch oder unsympathisch einordnen – mit Ausnahme von Jo Harper. Aber vielleicht macht das gerade auch die Spannung aus.
Der Thriller ist flüssig zu lesen .Es gibt viel Mystisches und manchmal fehlt allerdings die Stringenz. Als Leser pendelt man ständig zwischen realität und Fiktion. Am Ende ist es der Leser, der seine eigenen Schlüsse zu ziehen hat. was an und für sich nicht schlecht ist.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Mit Märchen hat das nichts zu tun

Schneewittchensarg
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Krimis aus Schweden stehen in meinem Bücherschrank eine ganze Anzahl.
Krimis aus Schweden halten meist , was sie versprechen : Spannung , interessante Informationen zum jeweiligen historischen Kontext ...

Krimis aus Schweden stehen in meinem Bücherschrank eine ganze Anzahl.
Krimis aus Schweden halten meist , was sie versprechen : Spannung , interessante Informationen zum jeweiligen historischen Kontext und tolle Naturbeschreibungen.
Das Buch wäre mir in der Buchhandlung schon wegen seines Covers aufgefallen. Diesmal geht es um das Jahr 1971 und schon der Prolog lässt einen gelungenen Krimi erahnen.
Der Krimi beginnt mit einer Szene aus dem Jahr 1971…;ein stark angetrunkener Mann erleichtert sich im Wald und macht eine merkwürdige Beobachtung.
Und dann beginnt eine zunächst eher bizarre Story- um ein hinter Glas gebetteten Skelett – ein Schneewittchensarg. Allerdings entpuppt sich das als Kunstwerk in einer Ausstellungseröffnung präsentierte Werk als grausame Realität, denn nicht nur der Sarg ist gefälscht , er enthält auch keine Glasknochen , sondern die Leiche der seit langem – nämlich seit 1971 - vermissten Bertil Gustavssons.
Wir begegnen Kommissarin Stina Forss und Hauptkommissarin Ingrid Nyström, über deren Ermittlungen es schon Vorgängerbände gibt. Diese muss man aber nicht gelesen haben, um der Handlung dieses Bandes folgen zu können. Zum besseren Verständnis gibt es Rückblenden.
Das sind zwei starke Frauen , zwei starke Persönlichkeiten, die ein unterkühltes Verhältnis zueinander haben. Ich finde es gut , dass auch private Einblicke in das Leben des gesamten Ermittlerteams in den Krimi einfließen.
Das schwierige Verhältnis der beiden Ermittlerinnen erleichtert die nötige Zusammenarbeit nicht gerade- gut dass es ein Team um sie herum gibt , die alles zusammenhalten.
Zusätzlich erschwert werden die Ermittlungen dadurch, dass die auflösenden Ereignisse schon so lange her sind und damals nur knapp ermittelt wurde.
Es war meiner erster Roman um das Team der beiden Kommissarinnen .
Die Geschichte ist trotz der recht zahlreichen Handlungsstränge spannend.
Die überraschende Auflösung – eigentlich durchaus – hat mich besonders angesprochen.