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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Ausufernd

The House Witch 1
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Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, ...

Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, die Handlung schreitet mitunter langsam, manchmal sprunghaft voran. Auf jeden Fall im Überfluss vorhanden sind schmückende und romantisierende Adjektive und üppig ausgeschmückte Beschreibungen. Es passiert wenig, geringe Ansätze einer Art Handlung sind vorhanden, versickern aber. Die Protas bleiben blass. Der Schreibstil entspricht eher einem Schüleraufsatz.
Durch das wunderschöne Cover habe ich mich täuschen lassen, eine wunderbare fantastische Geschichte mit einem zaubernden Koch erwartet und wurde enttäuscht.
Die Handlungen der beteiligten Personen sind manchmal ungewöhnlich oder plump, interessant sind sie nicht. Ich habe mich durch ausufernde Textpassagen gequält, Spannendes gesucht und nicht gefunden.
Ein Stern fürs Cover ist es nur geworden.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Nicht meins

Die Infantin trägt den Scheitel links
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Ich liebe Kinder, schon von Berufs wegen. Aber kleine Prinzen/ Prinzessinnen und Tyrannen/Tyranninnen kann ich nicht ab. Leider geht es in diesem Buch genau um solche. Bauernhof der Eltern abfackeln? Ups ...

Ich liebe Kinder, schon von Berufs wegen. Aber kleine Prinzen/ Prinzessinnen und Tyrannen/Tyranninnen kann ich nicht ab. Leider geht es in diesem Buch genau um solche. Bauernhof der Eltern abfackeln? Ups …Schwestern, Pfarrer, Bürgermeister, ach, einfach alle werden schikaniert. Das soll richtig sein? Ein Fanal? Ja, es ist „Schrill, derb, ungeschminkt, rotzfrech“, aber nicht im positiven Sinne. Nicht meins.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Eingeschränkte Sicht

Heiter bis wolkig
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Die benutzten Kameras lieferten Fotos in guter Qualität. Mehr Positives fällt mir kaum ein.
Das Vorwort zählt auf, was an Deutschland schlecht war/ ist aus der Sicht eines herablassend urteilenden Herrn ...

Die benutzten Kameras lieferten Fotos in guter Qualität. Mehr Positives fällt mir kaum ein.
Das Vorwort zählt auf, was an Deutschland schlecht war/ ist aus der Sicht eines herablassend urteilenden Herrn Goosen, laut Wikipedia Kabarettist und Romanautor.
Es folgen über 100 Fotos, teilweise kommentiert mit Zitaten historischer Persönlichkeiten, auch aus Gesetzestexten oder mit Verweisen auf den Aufnahmeort. Fotos mit Häusern, Werbeplakaten, essenden Menschen, Wohnzimmereinrichtungen, parkenden Autos, Industriegeländen, Baumärkten, Dreckecken, Mülltonnen. Auch solcherart kann eine „Deutschlandreise“, so der Untertitel, durchgeführt werden. Häßlichste Ecken werden gezeigt, Menschen lächerlich gemacht, über Geschmack und Hobbies gespottet. Warum? Und warum so einseitig orientiert? Nicht meins.
Von Hansen, Stolzenwald und Werner.

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Veröffentlicht am 26.05.2022

Widerlich

Allgemeine Panik
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Widerlich
Um dem Fegefeuer zu entkommen, legt Fred Otash, ein Trash-Zeitungsschreiberling der übelsten Sorte, gleichzeitig bestechlicher Prügelpolizist und Erpresser, eine Beichte ab. Er hat er durch üble ...

Widerlich
Um dem Fegefeuer zu entkommen, legt Fred Otash, ein Trash-Zeitungsschreiberling der übelsten Sorte, gleichzeitig bestechlicher Prügelpolizist und Erpresser, eine Beichte ab. Er hat er durch üble Nachrede, Klatsch und Veröffentlichung peinlicher Erlebnisse viele Menschen ruiniert, zerstört, unglücklich gemacht. Ausgesprochen unsympathisch und verachtenswert. Er allerdings hält sich für einen tollen Typen und ist doch nur ein gewissenloser Angeber.
James Ellroy lässt seinen Protagonisten schambefreit, menschenverachtend, prahlerisch und im Lonesome-Ryder-Slang über seine (Un-)Taten berichten. Der nennt sich selbst Mr. Dreiundzwanzig Zentimeter. Das sagt alles und ist einfach nur ekelhaft.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Müller hasst Weihnachten

Schöne Bescherung, Schatz
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Dass Müller Weihnachten hasst, macht er hinreichend klar. In seinem Anti-Weihnachtsbuch erklärt Thomas Müller unmissverständlich, was diese Zeit für ihn bedeutet: Selbstmitleid, Ekel, Besäufnisse. Die ...

Dass Müller Weihnachten hasst, macht er hinreichend klar. In seinem Anti-Weihnachtsbuch erklärt Thomas Müller unmissverständlich, was diese Zeit für ihn bedeutet: Selbstmitleid, Ekel, Besäufnisse. Die wiederum sind bei ihm an der Tagesordnung.
Mehrere Weihnachtszeiten werden geschildert, Müller wird älter, legt sich sogar eine Familie zu. Warum, wenn er doch am liebsten in seiner Stammkneipe versackt, in seinem Keller bei Rotwein sentimental wird oder mit Frauen ein Problem hat?
Was amüsant hätte sein können, artet aus in a) Selbstbeweihräucherung ( oh, der arme Supermarktweihnachtsmann wird mit einem angetäuschten Kick verschreckt, was für ein Held - nicht), b) in Missgunst, getarnt als Abgeklärtheit, c) gewollte Ironie und d) Zurschaustellung von Angebertum (Kabrio im Winter) und e) Egoismus ( Ruinieren des Weihnachtsbesuchs bei den Schwiegereltern, meine Güte, Allergiker haben immer entsprechende Tabletten dabei). Vieles mehr macht ihn so richtig unsympathisch, hinterlässt schlechte Laune. So einen Müller möchte man nicht im Kollegen- oder Bekanntenkreis haben.
Nicht lustig, nicht unterhaltsam, keine Empfehlung.

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