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Veröffentlicht am 19.12.2019

Abschluss der dystopischen Trilogie - ein Muss für alle Scythe-Fans

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Der Band „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ ist der dritte und abschließende Teil der dystopischen Trilogie von Neal Shusterman, die von den titelgebenden Scythe, den Tonisten und den Widerlingen ...

Der Band „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ ist der dritte und abschließende Teil der dystopischen Trilogie von Neal Shusterman, die von den titelgebenden Scythe, den Tonisten und den Widerlingen erzählt. Die Vorgenannten sind alles Menschen mit besonderen Eigenschaften in einer nicht allzu fernen Zukunft in der es keinen natürlichen Tod mehr gibt und daher zur Vermeidung von Überbevölkerung bestimmte Regeln und eine Quote zum Töten durch die Scythe angewendet werden. Außerdem hat sich inzwischen das Softwaresystem „Thunderhead“ etabliert, das sich selbst ständig verbessert und optimiert.

Nach dem furiosen Finale des zweiten Teils sind wichtige Scythe in den Tiefen des Ozeans verloren und der Thunderhead hat alle Menschen bis auf einen zu Widerlingen ernannt mit denen er nicht in Kontakt tritt. Außerdem sind die Protagonisten des ersten Bands, Citra und Rowan, verschwunden. Wer die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, wird eventuell Verständnisschwierigkeiten beim Lesen haben, denn obwohl der Autor auf einige vorausgehende Ereignisse an passenden Stellen kurz eingeht, ist deren Kenntnis von Vorteil.

Ich habe das Glück, ein Buch der ersten Auflage zu besitzen, dass einen Wechselumschlag hat. Auf diese Weise kann ich das Cover an die Aufmachung der vorigen Bände anpassen, die sich seit Erscheinen des ersten Teils geändert hat. Der Untertitel „Das Vermächtnis der Ältesten“ besagt passend zum Inhalt, dass das Hauptthema des abschließenden Buchs die Ergründung dess Geheimnisses der Gründer-Scythe ist. Neal Shusterman spielt dazu mit verschiedenen Erzählsträngen.

Ohne zu viel von der Handlung zu verraten, kann ich hier davon schreiben, dass die Menschheit in der vorliegenden Erzählung nach einer allgemeingültigen Ordnung sucht. Währenddessen herrschen Aufstand und Chaos an vielen Orten und sowohl im Kleinen wie im Großen versuchen sich ganz unterschiedliche Personen als Führer, ob gewollt oder unbeabsichtigt. Der Autor bedient sich dazu mit einigen Anspielungen an Vorbildern in unserer realen Welt und führte mir Augen, welches vielfältige Spektrum an Religionen und Regierungsformen wir besitzen. Einige Dinge überspitzt er so, dass sich dadurch manche Kehrseiten des Ruhms und der Macht besser erkennen lassen.

Die Charaktere der Fiktion entwickeln sich ständig weiter und so manch einer ändert seine Meinung, so dass es immer wieder zu unvorhersehbaren Wendungen kommt, was die Geschichte durchgehend spannend macht. Ich war darüber erfreut, dass sehr viele Figuren der bisherigen Erzählung wieder mitspielten. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen zunächst parallel und führen letztlich auf einen gemeinsamen Abschluss hin, der das Geheimnis der Ältesten lüftet.

Bei der Beschreibung der Suche nach der bestmöglichen Art und Weise die Menschheit in eine lebensfähige Zukunft zu führen, zieht Neal Shusterman viele Register. Er überzeugte mich durch kleine Details, die er immer wieder einfließen lässt, genauso wie durch Ideen, für die er eine große Anzahl Personen benötigt, bis hin zu einem Finale, bei dem er in eine ferne Zukunft blickt. Die gesamte Trilogie ist ein Muss für Fans von dystopischer Fantasy.

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Veröffentlicht am 13.12.2019

Alle Jahre wieder

Die Weihnachtsgeschwister
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Tamara, Elisabeth und Ingmar sind inzwischen um die 40 Jahre alt. Jedes Jahr besuchen sie zu Weihnachten mit ihren Familien ihre Eltern in der Heimat. Sie sind „die Weihnachtsgeschwister“ im gleichnamigen ...

Tamara, Elisabeth und Ingmar sind inzwischen um die 40 Jahre alt. Jedes Jahr besuchen sie zu Weihnachten mit ihren Familien ihre Eltern in der Heimat. Sie sind „die Weihnachtsgeschwister“ im gleichnamigen Roman von Alexa Hennig von Lange. So beschaulich wie auf dem Cover ist die Stimmung in der Geschichte allerdings nicht.

Die Geschwisterfamilien übernachten in einem nahegelegenen Hotel, aber am Tag vor Heiligabend trudeln sie traditionell bei den Eltern ein. Alles scheint den ewig gleichen Abläufen zu folgen, doch dann stellt sich heraus, dass die Mutter die aufgetischte Suppe nicht selbst gekocht hat. Dieser Umstand ist nicht der einzige, der unter den Anwesenden für heftige Diskussionen sorgt. Nach einem Hotelfrühstück am nächsten Tag sollte dann eigentlich die Routine wieder greifen und die Vorbereitungen im elterlichen Haushalt den alten Gewohnheiten folgen. Doch beim Eintreffen der drei Geschwister öffnet ihnen keiner die Tür. Ängste machen sich breit, Gedanken beginnen zu Kreisen.

Alexa Hennig von Lange nahm mich als Leserin im Roman gleich zu Beginn mit vor die Haustür der Eltern, die sich bald darauf öffnet, um die Familie von Tamara einzulassen. Tamara ist die Älteste des Dreiergespanns der Geschwister. Die Autorin richtet die Aufmerksamkeit abwechselnd auf eine der Schwestern beziehungsweise auf Ingmar. Den Dreien ist aufgrund der Erfahrungen in den letzten Jahren von Anfang an bewusst, dass das Fest nicht nur harmonisch sein wird, sondern Streitereien zu erwarten sind. Die Figuren der gesamten Familie sind abwechslungsreich gestaltet und einige davon, zur Herausstellung der gegensätzlichen Meinungen, ein wenig überzeichnet. Im Verlaufe der Gespräche geht es um Anerkennung, Positionsgerangel im Familiengefüge, aber auch um Erziehungsfragen und Lebenseinstellungen, so wie im richtigen Leben eben. Trotz der eigentlich angespannten Situation versteht es Alexa Hennig von Lange der Erzählung durch eine Spur Sarkasmus einen leicht heiteren Unterton zu geben.

Es kommt zum Ausdruck, dass es nicht immer einfach ist, als erwachsenes Kind die Rolle zu wechseln, jenseits der bequemen bekannten Riten sich auf Neues einzulassen und unterschiedliche Meinungen mit Respekt zu begegnen. Die Gestaltung unserer Kommunikation ist dabei wichtig, denn Worte können tief verletzen. Sicher trägt auch ein Teil Erfahrung der Autorin aus ihrer eigenen großen Familie dazu bei, dass ihre Erzählung realistisch wirkt. Zum Schluss weist der Roman „Die Weihnachtsgeschwister“ noch eine überraschende Wendung auf, die nicht nur die Geschwister zum Nachdenken bringt und in Erinnerung bleibt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Von Beginn an spannend

Das Ritual des Wassers
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Der Thriller „Das Ritual des Wassers“ von Eva García Sáenz ist der zweite Teil der Serie „Trilogie der Weißen Stadt“. Diese Bezeichnung weist auf den Haupthandlungsort Vitoria im Baskenland hin, in der ...

Der Thriller „Das Ritual des Wassers“ von Eva García Sáenz ist der zweite Teil der Serie „Trilogie der Weißen Stadt“. Diese Bezeichnung weist auf den Haupthandlungsort Vitoria im Baskenland hin, in der die spanische Autorin beheimatet ist. Wie im ersten Teil steht Inspector Unai López de Ayala, wegen seiner von Freunden für lang befundenen Arme seit Jugendtagen „Kraken“ gerufen“, im Mittelpunkt. Jedoch ist er von den letzten Fallermittlungen noch in Mitleidenschaft gezogen, so dass er zwar zur Klärung des aktuellen Falls hinzugezogen wird, seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna und weiteren Mitarbeitern im Team aber die Hauptaufgaben zufallen.

Die Entwicklungen im Kriminalfall schildert Kraken aus seiner Sicht, abgesehen von einem kryptischen ersten Kapitel. Ein weiterer Handlungsstrang unterbricht immer wieder den Handlungsablauf. Darin werden die Geschehnisse in einem dreiwöchigen Ferienlager in Kantabrien geschildert, an dem Ayala und seine drei besten Freunde als Oberstufenschüler im Juli des Jahres 1992 teilgenommen haben. Es war eine Zeit in der die Peer Group großen Einfluss auf die Jugendlichen ausübte, die Heranwachsenden versuchten ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen und harmlose Scherze aus dem Ruder laufen konnten.

Ayala ist sehr betroffen als er im November 2016 die Nachricht erhält, das Annabel Lee, eine weitere Teilnehmerin des früheren Ferienlagers, zu der er eine besondere Beziehung hatte, ermordet aufgefunden wird. Die Art ihres Todes lässt vermuten, dass an ihr ein Ritual vollzogen wurde. Bald wird ein Zusammenhang mit einem früheren ähnlichen Mord vermutet. Es besteht die Befürchtung, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Doch das Motiv des Täters ist ungewiss und lässt mehrere Vermutungen zu.

Eva García Sáenz gelingt es auch in ihrem zweiten Buch der Serie rund um Inspector Ayala, von Beginn an Spannung aufzubauen. Im Prolog erfuhr ich, dass seine Chefin, Subcomisaria Alba Díaz de Salvatierra schwanger ist und er eventuell der Vater sein könnte. Das machte Ayala auf eine ganz neue Weise angreifbar für alle, die ihm nicht wohlgesinnt sind. Auch Annabel Lee war zu ihrem Todeszeitpunkt schwanger. Es ist eine der möglichen Querverbindungen die die Autorin bewusst setzt, um die Dramatik zu steigern. Das gelingt ihr hervorragend. Durch immer neue Ereignisse gestaltet sie den Thriller abwechslungsreich und vielschichtig. Ich rätselte gerne mit. Zunächst erschwerte noch die Beeinträchtigung von Ayala ein wenig den Lesefluss, doch durch immer mehr Details, die ermittelt wurden, wuchs die Anzahl möglicher Täter und damit die Spannung. Zu jeder nennenswerten Einzelheit gibt es eine kurze interessante geschichtliche oder kulturelle Erklärung. Ihre Liebe zur Heimat spiegelt die Autorin in der Einbindung des Geschehens in aktuelle Feierlichkeiten und der Auswahl von Tatorten von besonderer Bedeutung für die Basken und Kantabrier wider.

Die Anzahl der Figuren ist gross, was der Komplexität des Thrillers geschuldet ist. Ein Personenverzeichnis am Ende des Buchs hilft bei der Einordnung in das entsprechende Umfeld. Ebenso findet sich dort ein Glossar mit Erläuterungen von Orten, Erklärungen zu Begriffen und weiteren im Buch genannten besonderen Bezeichnungen. Ich schätze es, wenn von Mitgliedern des ermittelnden Teams in Thrillern das Privatleben geschildert wird. Dadurch rundet sich für mich das Bild der Charaktere ab. Ayala, Gauna und Salvatierra entwickeln sich weiter, auch aufgrund des bisher Erlebten und ihrer Zusammenarbeit. Von einigen schon bekannten Figuren konnte ich eine neue Seite kennen lernen. Sehr schön arbeitet die Autorin die manchmal widerstreitenden Gefühle einer Person heraus. Hintergrundthema der gesamten Geschichte sind die unterschiedlichen Rollen, die Väter und Mütter in der Familie einnehmen können.

Mit dem Thriller „Das Ritual des Wassers“ konnte Eva García Sáenz mich erneut begeistern, er ist von Beginn an fesselnd, steigert die Spannungskurve im weiteren Verlauf und hält sie bis zum Schluss. Dazu tragen die abwechslungsreich gestalteten Charaktere und eine sehr gute Konstruktion der Handlung bei. Ich freue mich schon auf den abschließenden dritten Fall „Die Herren der Zeit“. Gerne vergebe ich eine klare Leseempfehlung für das Buch an Thrillerfans.

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Veröffentlicht am 28.11.2019

Coming-of-Age-Roman mit einem besonderen Hintergrund

Kein Teil der Welt
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Das Buch „Kein Teil der Welt“ von Stefanie de Velasco ist ein Coming-of-Age-Roman vor einem besonderen Hintergrund, denn die 16-jährige Protagonistin Esther gehört ebenso wie ihre Eltern der Glaubensgemeinschaft ...

Das Buch „Kein Teil der Welt“ von Stefanie de Velasco ist ein Coming-of-Age-Roman vor einem besonderen Hintergrund, denn die 16-jährige Protagonistin Esther gehört ebenso wie ihre Eltern der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Das Glaubenssystem der Gruppe lässt sie innerhalb unserer Welt in einem eigenen Kosmos leben.
Esther und ihre Eltern sind kurz nach der Wende in den Osten Deutschlands gezogen, wo die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft jetzt nicht mehr mit Verfolgung rechnen müssen. Ihre Gedanken kreisen um ihre Freundschaft mit Sulamith und die Ereignisse der letzten Wochen während sie noch in ihrer Heimat in einem fiktiven Ort im Rheinland wohnte. Esther erzählt als Ich-Erzählerin von dem engen Raum, der ihr als Jugendliche unter Gleichaltrigen gegeben wird. Stattdessen ist sie eingebunden in die Gewinnung neuer Mitglieder und der regelmäßigen Stärkung des Glaubens.
Stefanie de Velasco war bis im jugendlichen Alter selbst Teil der Gemeinschaft und erzählt daher mit Hintergrundwissen, was der Geschichte Authentizität verleiht. Esther erlebt die neue Stadt und die neue Schule und ließ mich als Leserin dabei an ihren widerstreitenden Gefühlen teilnehmen. Ein Zufall lässt sie erkennen, dass ihre Eltern sie in einer Familienangelegenheit belügen, was dazu beiträgt, dass sie zunehmend beginnt, die Sinnhaftigkeit ihres eigenen Glaubens, aber auch anderer zu hinterfragen. Neben ihrer permanenten Angst vor dem Weltuntergang sind ihr auch die negativen Konsequenzen bewusst, die ein möglicher Gemeindeaustritt für sie mit sich bringen würde.
Oft gleiten ihre Gedanken wieder zu ihrer Freundin Sulamith, die in den vergangenen Monaten im Rheinland eine ähnliche Auseinandersetzung mit sich geführt hat und sich dadurch nicht nur glaubens- sondern auch gefühlsmäßig immer mehr von Esther entfernt hat. Deutlich ist zu spüren, dass Esther schwer an dem Ende dieser Freundschaft trägt. Die dahinterstehende Tragik gibt die Autorin erst mit und mit preis.
In einem Alter, in dem durch eigene Erfahrungen die Umwelt sich für Jugendliche immer mehr verständlich öffnet und sie nach dem Sinn im Leben zu suchen beginnen, versucht Esther dem um sie gestrickten Kokon zu entkommen. Der Roman wirft dabei die Frage auf, was wir brauchen, um uns geborgen und beschützt zu fühlen und dennoch uns selbst verwirklichen zu können. Zwischen den Kapiteln erzählt Stefanie de Velasco eine Sage über die Bedeutung von Salz, die im übertragenen Sinne des Werts einer angemessenen Lebensführung der Glaubensmitglieder zu verstehen ist.
Mit dem Roman „Kein Teil der Welt“ hat Stefanie de Velasco mir interessante Einblicke in eine mir weitgehend unbekannte Glaubensgemeinschaft gegeben. Einfühlsam und eindringlich schildert sie den Prozess der frühen Ablösung der 16-jährigen Esther vom Elternhaus, weil sie im Vergleich mit ihren Eltern konträre Vorstellungen vom Leben hat, die verbunden sind mit Esthers Suche nach ihrem eigenen Weg. Dabei versucht sie sich ihrer Wünsche bewusst zu werden und träumt davon, sie sich zu erfüllen. Mich hat die Erzählung sehr angesprochen und daher empfehle ich sie gerne weiter.

Veröffentlicht am 28.11.2019

Turbulente Liebeskomödie

10 Blind Dates für die große Liebe
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10 Blind Dates für die große Liebe bekommt die 17-jährige Protagonistin Sophie im gleichnamigen Buch der US-Amerikanerin Ashley Elston von ihrer Verwandtschaft arrangiert als Reaktion auf ihren Liebeskummer, ...

10 Blind Dates für die große Liebe bekommt die 17-jährige Protagonistin Sophie im gleichnamigen Buch der US-Amerikanerin Ashley Elston von ihrer Verwandtschaft arrangiert als Reaktion auf ihren Liebeskummer, der kurz vor Weihnachten beginnt als sie sich in Folge einer Auseinandersetzung von ihrem Freund Griffin trennt.

Während Sophies Eltern über die Feiertage zu ihrer hochschwangeren Schwester fahren, die drei Stunden entfernt wohnt, verbringt Sophie ihre Ferien bei den Großeltern zu denen sie keine Stunde mit dem Auto hin benötigt. Als die Familie hört, dass Sophie über das Ende ihrer Beziehung traurig ist, beschließen sie ein Spiel, zu dem Sophie ihre Zustimmung gibt. Innerhalb von zehn Tagen wird sie zehn Jungen in einem Blind Date treffen, um sich auf diese Weise neu zu verlieben.

Vor ihrer festen Freundschaft war sie bei ihren Aufenthalten bei den Großeltern ein Herz und eine Seele mit ihrer Cousine, ihrem Cousin und dem Nachbarsjungen, die gleichaltrig mit ihr sind. Doch die Liebe hat ihr Verhalten verändert und damit auch die Beziehung zu den Dreien. Während sie sich nun wie früher auf gemeinsame Aktivitäten einlässt und ihre Dates absolviert, steht Griffin vor der Tür, um sie zurück zu erobern.

Der Roman ist witzig und liebevoll geschrieben. Sophie ist ein Charakter, den man einfach sympathisch finden muss. Neben ihrem Liebeskummer sorgt sie sich um ihre Schwester und deren Baby und hilft im Geschäft der Großeltern, ohne zu murren. Schon bald ahnte ich, wem Sophies Herz tatsächlich gehört und hoffte für die beiden auf ein Happy End. Weil die Protagonistin in der Ich-Form erzählt konnte ich an ihren Gedanken teilhaben und ihr Gefühlschaos nachvollziehen. Sophie gerät ins Grübeln darüber, was eine feste Partnerschaft bedeutet. Ihre Familie ist aufregend und wuselig. Man ärgert sich zwar untereinander gern, ist aber in schwierigen Situationen immer füreinander da.

Die zehn Dates verlaufen ganz unterschiedlich und die Autorin glänzt mit immer neuen überraschenden Einfällen. Der Roman ist abwechslungsreich und amüsant gestaltet. „10 Blind Dates für die große Liebe“ von Ashley Elston ist eine turbulente Liebeskomödie, herzerwärmend und darum bestens dazu geeignet, es sich mit dem Buch an kalten, dunklen Tagen gemütlich zu machen. Gerne empfehle ich den Roman an Jugendliche und Erwachsene weiter.